7. Lauf Stevens Cyclocross Cup '14, Bad Doberan (Ber.+B.)

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Janibal
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7. Lauf Stevens Cyclocross Cup '14, Bad Doberan (Ber.+B.)

Beitragvon Janibal » 16.11.2014, 23:48

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Foto: los vammos

Sensation: Nach 15 Rennen regnet es!

bad Doberan. Janibal ist seit 2013 begeisteter Cyclocrossfahrer. Er hat schon 15 Läufe zum Stevens Cup bestritten und kam immer trocken durch. Heute, endlich, die Erlösung. Auch wenn es lange nicht so aussah, in der dritten von 5 Runden der Hobbyklasse Ü40 kamen große Tropfen vom Himmel und verwandelten die schnelle Strecke in eine tiefe Seifenbahn. Janibal meinte dazu: "So etwas ist mir noch nie passiert, immer habe ich die verschlammten Kerle und Damen auf Bildern oder in Videos aus Holland und Belgien gesehen, doch heute habe ich sogar etwas Schlamm an den Beinen. Ein echtes Gefühl. Wünsche ich allen, die es heute nicht erleben durften, auch in naher Zukunft. Ich bin auf alle Fälle total glücklich, nach so langer Zeit wirklich Cross fahren zu dürfen."

Ob der Sieger vom den Sen2, Lars K. oder Elite Dano, der sich wieder einem Enkel geschlagen geben musste, dieses Statement teilen, konnte nicht vor Hereinbruch der Dunkelheit geklärt werden. Janibal wäre wohl gerne die volle Distanz mit den liebevollen Stoffnummnern durch den Schlamm gefahren. So aber wird er am Volkstrauertag der einen Runde etwas nachweinen. Wer weiss, wann es das nächste richtige Crossrennen geben wird. Vielleicht hellt ihn etwas auf, dass Don Vito de campa es geschafft hat, sturzfrei zu bleiben. Auch das erste Mal, seit Janibal und er zusammen starten.

Bilder:
https://plus.google.com/photos/10638552 ... ZHvof3V4gE

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St. Jan
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kocmonaut
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es regnet

Beitragvon kocmonaut » 17.11.2014, 00:30

Kein Rennen, sondern Trainingsrunde. Es regnet und ich überhole eine Dame auf Rad mit Hund an der Leine . "Das macht keinen Spass" sagt sie. "Selber schuld" antworte ich, "man lässt sich ja auch nicht ziehen".

Glückwunsch an Dich und Euch. So haben zumindest wir unseren Spass gehabt.

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Los Vannos
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Beitragvon Los Vannos » 17.11.2014, 07:58

Cooler Tag, cooles Rennen...und ganz wichtig - ich bin nach drei Voll-Ausfällen endlich mal ins Ziel gekommen. So kann ich das nächste Rennen versuchen im vorderen Drittel mitzufahren.

Danke Janibal für den Fahr-Service, schöne Bilder mal wieder
und danke JoergS für den Support. ;)
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Beitragvon Peer » 17.11.2014, 08:29

Die Strecke in Bad Doberan war eigentlich wie gemacht für mich, um mal weit vorne zu landen.. konnte mich dann auch Runde für Runde nach Vorne kämpfen ...und dann in der vorletzten Runde Kettenriss... echt schade :(

Hat aber dennoch viel Spass gemacht :)
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Beitragvon Helmut » 17.11.2014, 23:37

Dano war auch dabei.

http://danosdepesche.bergamont.de/danos/1331

Hier gibt's Bilder, aufgenommen von Petra Junge.

https://picasaweb.google.com/1100815095 ... oberan2014
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Don Vito Campagnolo
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Let´s go East #2: Zweiter Tag des McPomm-Wochenendes.

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 18.11.2014, 14:49

Eine weite Anreise nach Bad Doberan, die aber lohnend, lehrreich, verblüffend, aufschluss- und erkenntnisreich war: Lohnend im Sinne von viel Spaß und guter Punkteausbeute für das Team. Verblüffend, weil es eben doch klappt, dass ich mit meinem „Sturzmaskottchen“ Janibal im selben Rennen unterwegs bin und nicht zu Fall komme. Lehrreich, wie sich eine Strecke innerhalb des Rennens verändern kann, aufschlussreich im Punkt „Fluch und Segen einer ewig-langen Start-Ziel-Geraden“. Und erkenntnisreich in Sachen "Durchhaltevermögen und Regenerationsfähigkeit".

Das Spannendste während der Anreise war das Wetter: Die Vorhersage verhieß von Südwesten aufkommenden Regen, an der Meck-Pomm-Küste sollte der aber erst am Nachmittag ankommen. Die Frage war also: Wird es ein trockenes oder nasses Rennen? Auf der Autobahn war es schon nieselig und mit ~7,5°C noch mal spürbar kälter als am Vortag, aber in Richtung Küste sah der Himmel doch recht hell aus. Vor Ort war es denn auch noch schön trocken und so hätte ich mich auf dem Parkplatz angekommen fast mit Heiko verplaudert – gerade noch rechtzeitig kam ich auf die Strecke zur Besichtigungsrunde, während die Elite sich schon zur Startaufstellung formierte.

Also wurde es nichts mit gemütlichem Sightseeing, die Inspektions-Runde musste ich schon fast im Renntempo absolvieren. Bis auf ein paar Details (der Gegengeraden-Singletrail wurde um einen Bergab-Schikane bereichert, die Routenführung im Wald etwas verändert und damit durch eine Bergauf-Passage aufgeladen und kurz vorm Ziel noch 2 Mini-Hürden eingebaut) war der Kurs wie im Vorjahr und der Boden war prima: Die Reifen hatten überall reichlich Grip, nur eine Hubbel-Passage bergauf, so dass ich für den Leichtlauf mit dem Luftdruck auch nicht ganz so arg runter musste.

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Björn und Goschi hatten ihr redlich verdientes Ziel-Bierchen in Arbeit: Björn hat offenbar Gefallen am Platz 17 gefunden und auch Goschi hat es endlich in die Punkteränge geschafft. Chapeau!

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Die Startaufstellung war dann relativ übersichtlich, denn leider ist das Rennen hier am östlichen Wendepunkt des Stevens-Cups nicht so gut besucht, wie die meisten anderen Veranstaltungen – schade, denn es ist einer der schönsten Parcours.

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Der Verlauf des Starts war der 1. aufschlussreiche Teil zum Aspekt „Fluch und Segen einer ewig-langen Start-Ziel-Geraden“: Aus der 2. Reihe ging es los, nur nach dem Anrollen wollte der linke Fuß nicht so recht seine endgültige Parkposition im Pedal finden. Als das mit einigem Herumgestochere endlich gelungen war, betätigte etwas zu nachlässig den linken Schalthebel – daher sah sich die Kette also nicht im geringsten dazu veranlasst, sich auf das große Blatt zu bemühen. Also noch mal nachfassen und erst dann gelang es richtig Fahrt aufzunehmen.

Zu diesem Zeitpunkt war natürlich alles vor und neben mir in der Startbox stand schon ein paar Meter weg und mindestens ein halbes Dutzend weiterer Fahrer von hinten auch vorbei oder nebendran. Nun aber der Segen der langen Startgeraden: Erst mal vorne heransaugen und dann rechts raus, denn die Gerade war nicht nur ewig lang, sondern auch ewig breit. Dort lag zwar reichlich trockenes Laub, aber das störte nicht, im Gegenteil: Es hielt die anderen davon ab, diesen breiten Streifen zu nutzen und so ging es vorbei an ein, zwei, drei, … vielen. Von rechts außen konnte ich auch prima in die Linkskurve reinfahren, mit der es auf die enge Wald-Spur ging. Ergebnis der Mühe war hier erstmal der Platz 4, der immerhin bis hinter den Hürden und auch noch die erste Steigung hinauf hielt. Nach der Spitzkehre zischten dann Tex und Peer vorbei und davon – sah aus, als hätten sie es eilig gehabt. ;)

Dieser Platz hielt dann zumindest bis zur ersten Zieldurchfahrt. Spätestens jetzt wurde es auch ungemütlich, denn hier musste ich schon ein kleine Lücke zum Vordermann zufahren, ehe ich wieder Anschluss zum Windschatten hatte – das kostete natürlich einige Körner, aber ohne den Windschatten wäre die lange Gerade eben nicht mehr sehr segensreich zu durchfahren.

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Hinten hatten sich jetzt schon einige der üblichen schnellen Kandidaten eingereiht, folglich musste ich in der 2 Runde einige Plätze hergeben, P12 stand bei der nächsten Zielquerung zu Buche.

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Dieses Mal war Janibal vor mir, aber die Lücke war noch größer und die konnte ich nicht mehr schließen – tja, und nun zog sich allein im Wind radelnd die Startgerade ewig lang hin und der Zug nach vorn war definitiv abgefahren. Fluch? Ich weiß nicht, aber geflucht hätte ich ganz bestimmt, wenn ich denn noch ein wenig mehr Luft gehabt hätte.

Nach hinten war nun aber auch schon ein wenig Luft, so dass ich nicht permanent am Anschlag weiterfahren musste. Ganz segensreich, denn nach dem Rennen des Vortags fühlten sich die Beine nicht unbedingt frisch an. Als weitere Bereicherung kam dann der Zuruf bei der 3. Zielquerung, dass nur noch 3 statt 4 Runden zu fahren seien, denn wegen der doch schnell hereinbrechenden Dunkelheit wurde etwas verkürzt. Das war dann nicht nur für die Beine entlastend, sondern wie sich bald zeigen sollte auch für die sichere Fahrt.

Genau zur Mitte dieser Runde setzte der Regen ein – kein Sturzbach-Regen, aber schon ordentlich ein paar Tropfen, die dank der praktisch laubfreien Bäume auch sofort bis unten durchkamen. Innerhalb nur einer halben Runde veränderte die Strecke damit schlagartig ihr Gesicht: Ich war ja auf Challenge Chicane unterwegs (Diamantprofil, nur seitlich Stollen), die liefen super und hatten im Trockenen überall Grip. Nun wurde es stellenweise richtig seifig, speziell an den drei sehr schnell angefahrenen 90° Linkskurven („wer später bremst, ist länger schnell“) kam ich jetzt immer im stempelndem Hinterrad angerauscht und ging dann driftend ums Eck, zwei Mal im „Super-Moto-Style“ mit ausgestelltem kurveninneren Fuß. Auch der kurz vor Ende der Runde platzierten Schutz-Matratze kam ich in den beiden letzten Durchgängen recht nah, es ließ sich nun also an einigen Stellen nicht mehr wie gewohnt ums Eck biegen. Das war aber auch nicht nötig, denn von hinten kam nichts mehr, und so fuhr ich im felsenfesten Glauben an den 12. Platz über die Ziellinie und nach dem Duschen des Rades auch nach Hause. Erst abends in der Ergebnisliste sah ich dann, dass Triabolo Peer irgendwie auf der Strecke geblieben war und ich sogar den 11. Platz eingefahren hatte. Wirklich schade für ihn, das sah wirklich richtig gut aus.

Damit gibt es für mich wieder einmal eine neue persönliche Bestplatzierung und die Erkenntnis, dass selbst solch ein „Doppelschlag-Wochenende" doch recht gut zu bewältigen ist.

PS:
Janibal hat geschrieben: ...dass Don Vito de campa es geschafft hat, sturzfrei zu bleiben. Auch das erste Mal, seit Janibal und er zusammen starten.
Ich glaube, das hat es zwar schon in der vergangenen Saison gegeben, aber es ist in der Tat so selten, dass ich jetzt gar nicht mal mit Bestimmtheit sagen kann, wann das war - Elmshorn? Egal, nun ist dokumentiert, dass es geht und so bleibt es jetzt auch! :cry:
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Heimfelder Dirk
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 20.11.2014, 18:18

@Don Vito: mal wieder ein toller Berichte von dir, große Klasse! :applaus:
:gruss:
dirk

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