Eulenexpress: Seasons Opening '14, Elm-Erkerode (Ber+Bilder)

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dirksen1
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Eulenexpress: Seasons Opening '14, Elm-Erkerode (Ber+Bilder)

Beitragvon dirksen1 » 17.03.2014, 14:37

Vom Winde verweht...

….oder besser: dem Sturm getrotzt und dem inneren Schweinehund so richtig den Ar… versohlt. So würde ich das diesjährige Eulenexpress-Seasons Opening mit einer Zeile beschreiben.

Mehr Zeilen gefällig? Ok. Nachdem der Frühling heuer sich ja schon sommerlich präsentierte, purzelten am Ende 19 Anmeldungen für unsere alljährliche Saison-Eröffnungstour ein. Es kam, wie es kommen musste, der Wettergott schickte auch heuer pünktlich zu diesem Wochenende einen Sturm, der am Vortag noch von reichlich Regen begleitet wurde, ins Rennen. Schade, zunächst hatten wir Eulen uns doch auf große Beteiligung gefreut, nachdem letztes Jahr schon wegen der niedrigen Temperaturen eine ähnliche Anmelde-, gefolgt von Absagewelle die Beteiligung schrumpfen ließ.

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Aber nichtsdestotrotz versammelten sich am späten Sonntagmorgen 8 wetterfeste Radsportler mit dem festem Ziel vor Augen, die Rennradsaison nicht nur einzuweihen, denn das haben ausnahmslos aller Starter ohnehin schon vor Wochen getan, sondern der Saison ein erstes Highlight aufzusetzen.

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So waren es ganz unterschiedliche Erfolgserlebnisse, die am Ende der Tour gefeiert wurden.
- Die erste Tour in 2014 über 100 km.
- Die erste Tour in 2014 mit über 1.200 Höhenmetern.
- Das erste Mal im Leben gegen Windstärke 6 ein Rennrad-Reisetempo von unter 20 km/h (!) erleben.
- Oder auch an den giftigen Anstiegen im Elm persönliche Kletter-Bestzeiten aufzustellen und sich im Handstreich nahezu alle Strava-Segmente dort mit einem QOM zu sichern. ;-)

Unterm Strich aber für ALLE: dem Schweinehund ein Schnippchen geschlagen. Die Runde selbst wurde ob der doch begrenzten Auswahl an rennradtauglichen Straßen im Elm mit einigen „Schlenkern“ außerhalb des Höhenzuges gewürzt. Nach der Nord-Süd-Überquerung ging es von Schöningen weit in den Süden, wo die Sackgasse hinauf zum Heeseberg eine erste wirklich harte Prüfung darstellte. Ein 1,3 km lange Anstieg, der mit durchschnittlich 4 % prinzipiell gut fahrbar ist, wenn aber Windstärken bis 6 Beaufort direkt von vorn dazukommen, werden 4 % schnell zu gefühlten 14 und mehr Steigungsprozenten. Oben angekommen, ein schnelles Gruppenfoto. Hinunter ging es mit Karacho.

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Auf dem Heeseberg

Nun stand der erste sehr schwere Streckenabschnitt bevor. Außerhalb des Elm, ungeschützt dem Sturm ausgeliefert, der uns vom Nordwesten kommend das Leben schwer machte, führte die Route über Dahlum endlich wieder bergauf, denn „bergauf“ bedeutete, „Wald“, was wiederum „Windschutz“ bedeutete. Das Ganze wiederholte sich bei einem der beiden wohl bekanntesten Anstiege im Elm, dem „Samblebener Berg“, bevor es nach der schnellen Abfahrt vom Amplebener Berg einen letzten Gegenwind-intensiven Abschnitt „wegzubeißen“ galt. Über Vahlberg und Mönchevahlberg führte uns die Tour zurück zum Startort, wo wir schnell in trockene Kleidung sprangen und den Tag bei Kaffee, (viel) Kuchen und einer ebenso wohlverdienten Currywurst ausklingen ließen.

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Insgesamt waren wir knapp 5 Stunden unterwegs, alle Geschwindigkeits-Ideen wurden schon vor dem Start als unwichtig deklariert, es war ein eher mentales Training, was die Runde kennzeichnete.

Der Eulenexpress dankt seinen Mitfahrern, ihr wart klasse, einmalig, dankeschön!

Da sich der Fotoapparat im Rucksack des Rahmenbruch-bedingt nach nur 30 min ausgeschiedenen MTB-Jörg befand, gibt es leider nur ganz wenige Bilder. Die gibt es hier:

https://picasaweb.google.com/1100109047 ... directlink

Persönlich bin ich rundum zufrieden, habe ich aus dem Wochenende wie auch schon letztes Jahr ein Mini-Trainingslager gemacht und bin 3 Tage am Stück ohne einen einzigen Tropfen Regen viele schöne Kilometer gefahren.
ES LIEGT NIE AM RAD!
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sbach2o
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Anektdote am Rande

Beitragvon sbach2o » 18.03.2014, 11:20

Schöner Bericht zu einer super Tour. Bei Seitenwind wurde es mitunter heikel, aber ich mache mir auch immer recht schnell in die Hose.

Interessant wurde es für mich aber noch einmal, nachdem Du mich am Bahnhof abgeliefert hattest (danke dafür). Und zwar wollte die Bahn mein Geld nicht, dafür aber auch keine Fahrkarte rausrücken. Eine Fahrt von Peine nach Hannover kostet knapp acht Euro, und da wollen die Automaten anscheinend nur noch Scheine bis zehn akzeptieren. Ich hatte aber nur ein paar Zwanziger.

Das 'Drama' hatte schon morgens am Haupbahnhof Hannover angefangen, als der dortige Automat meinen zu der Zeit einzigen Zwanziger nicht wollte, weshalb ich also mein Kleingeld verballerte. Blöde Automaten. Dann hatte ich später beim Bezahlen im Café ungeschickt wechseln lassen und erst recht kein hinreichend kleines Geld.

Also fing ich in Peine an, andere Fahrgäste anzuquatschen, von wegen Geld wechseln, bis mir endlich die Erleuchtung kam: Erstens war ich mit dem Fahrrad da; zweitens war ich auf eine mögliche Nachtfahrt eingerichtet.

Ich habe noch ein paar Reflektorbänder angelegt, das Licht war eh schon montiert, und ich konnte losfahren. Ein bischen schwierig ist es für Ortsunkundige aus Peine herauszufinden - da wo die Wegweiser nach Hannover zeigen ist Stadtautobahn. Aber die Bahnlinie gibt die ungefähre Reichtung vor, und so habe ich es ohne große Verfahrer bis Vöhrum und dann Rosenthal geschafft.

Ab da war ich in bekannter Umgebung. Unter weitgehender Umfahrung der B65, erst Richtung Hildesheim, dann ab Stedum über Nebenstrecken und Wirschaftwege nach Sehnde, bin ich sicher nach Hause gekommen.

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