Bremen Challenge '12 (Bericht, Bilder + Video)

crumble
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Bremen Challenge '12 (Bericht, Bilder + Video)

Beitragvon crumble » 26.08.2012, 22:16

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20129.JPG">

<b>Bremen Challenge 2012
Ein Rundkurs, aber weit mehr als nur ein Kirchturmrennen</b>


Ein fröhliches Moin Moin von einem zeitlosem Vergnügen,

nachdem es die letzten Jahre grosse Kritik an der Streckführung gab und das Rennen jetzt Teil des GCC ist, hat man die Strecke recht stark verändert. Am ersten Tag war es dieselbe Strecke, nur andersherum. Ich hatte dort keine Stürze gesehen - selbst als im letzen Rennen der Regen einsetzte. Die lange Zielgerade scheint dem Elite-Rennen gut zu tun. Das Derny-Rennen war eine nette Idee. Es gab nur eine Panne. Beim letzten Rennen war der Starterrevolver leer. Man hörte nur "Klick, Klick, Klick, Klick, Fahrt los, fahrt los, fahrt los". Die Moppeds näherten sich, und so blieb keine Zeit zum Nachladen. Marcel Wüst durfte nicht nur die 120 Kilometer fahren, sondern war auch noch der Co-Sprecher am ersten Tag.

Tag zwei: Die Strecke für die Jedermänner hat sich stark verändert. Die engen S-Kurven in der Überseestadt sind nicht mehr im Programm. Neu hinzugekommen ist die Hochstraße. Die hat es aber in sich. Die Steigung selber ist problemlos zu bewältigen, dafür bremsen einen 3 Kehren auf nahezu 0 Km/h runter. Dann noch der Wendepunkt in der Nordstraße. Das hat ganz schön Körner gekostet.

Die Schienen waren letztes Jahr noch unverfüllt. Dieses Jahr waren in der hälfe der Schienen Seile oder es lag eine Gummimatte. Die Matte reichte allerdings nur über die halbe Straßenbeite, was nicht schlimm war, denn ich fuhr lieber über die Schienen als über die Matte. Die gefüllten Stellen waren vermutlich die Sturzstellen vom letzten Jahr. So wurde auch die linke Straßenhälfte eines Teiler kurz vor einer Kurve gesperrt. Eine unschöne Engstelle, aber vermutlich war das auch ein Unfallschwerpunkt in den Jahren davor. Im neuen Teil gab es noch eine Baustelle und eine weitere Engstelle.

Gestartet wurde in zwei Blöcken. Ich war in Block B. Stürze habe ich keine gesehen, aber meine Mutter und ein Freund berichteten von Sturzopfern, die der Besenwagen abgeliefert hat. Mich hat es erst nach dem Rennen zerlegt, als ich mit meinem Rad durch den Brunnen vor der Transponderrückgabe gefahren bin, um meine Hände zu waschen. Kurz darauf hat es ein Kind erwischt. Auch mit profilierten Reifen sollte man da nicht durch fahren. Macht uns das nächstes Jahr lieber nicht nach. :cool:

Marcel Wüst muss im selben Block wie ich gewesen sein. Ich glaube, ich habe auch welche mit seinem Trikot gesehen, aber so viel Glück wie Helmut bei den Cyclassics hatte ich nicht. Während des Rennens ist er mir nicht aufgefallen. Der Tageschausprecher muss ganz in meiner Nähe gewesen sein, denn ich habe mehrfach seinen Namen im Zielbereich gehört. So viel Prominenz und ich hatte nur Augen für's Rennen. Was mich viel mehr verwundert hat, war der Camper auf dem überall Hanka Kupfernagel stand. Da muss es ein Fanmobil an eine sehr zentrale Stelle geschafft haben.

Das Wetter war etwas windig. So wechselte das Tempo ständig. Die erste halbe Runde hatte ich bei der Führungsarbeit geholfen. Nach der ersten Kehre mit bergauf antreten, hatte ich mich lieber versteckt und nur noch Lücken zugefahren. So bin ich zwar gut durchgekommen, wurde aber überrundet. Bis dahin hatten wir eine gut funktionierende Gruppe gehabt. Der Führungswagen kam recht früh. Ich dachte schon, die würden uns in einer Kehre auffahren, aber sie haben uns erst in der Nähe des Ziels gestellt. Blöderweise hat es dabei unsere Gruppe erst lang gezogen und dann komplett zerrissen. Dabei hatten wir erst unsere Tempomacher verloren und sind dann noch in eine kurze Sintflut geraten. Das Tempo unserer Gruppe ging noch mal zurück. Mir war das eigentlich zu langsam, aber als ich merkte, dass meine Bremse im Wasserbad kaum noch griff, war ich recht dankbar darüber. Die Zieleinfahrt war wieder sonnig.

Rücksichtslose Fahrer habe ich dieses Jahr kaum gesehen. Einer drängelte sich mit Schultereinsatz durch eine viel zu enge Lücke. Dem A-Hauptfeld hat eine zweispurige Strasse zum Überholen nicht ausgereicht. Die sind so dicht sie konnten an uns vorbei. Wir waren äusserst rechts in Einerreihe unterwegens. Mein Hntermann durfte sich noch ein "schön Rechts bleiben" anhören. Toll, erst unseren mickerigen Windschatten ausnutzen und uns dann noch anblöken.

Bis auf mein persönliches Pech ist es eine sehr schöne Veranstaltung geworden. Am Freitag hatte ich bemerkt, dass ich nicht gemeldet war. Dabei bin ich mir sehr sicher gewesen, dass ich mich sehr früh gemeldet habe. Die Nachmeldung hat mich 55 Euro gekostet. Auf meiner Tasche war bereits ein Name, aber ich bin unter meinen eigenen gelistet. Die Rennen am ersten Tag waren nett. Kaffee, Bier und Wurst lecker. Nur hatte ich dabei meine Sonnenbrille verloren. Als ich das nach 5 Minuten bemerkte, war sie nicht mehr auffindbar. Als Ausgleich hatte ich ein paar nette Gespräche am Streckenrand. Tag zwei verlief nicht viel besser. Beim Start bemerkte ich erst, dass ich meinen Brustgurt nicht an hatte. Zum Schluss war ich etwas verwirrt darüber, ob ich zum Schlussspurt ansetzen konnte oder noch eine Runde zu fahren hatte. Ich wischte den Tacho frei und sah irgendwas über 110. Bei einer 14 irgendwas Runde und ein paar hundert Metern Funkprobleme, die ich in einer Runde bemerkte, ging ich von meiner letzten Runde aus. Ich war auch nicht der einzigste der "spurtete" und danach die Strecke verliess. Auch die gefahrene Zeit hat gestimmt, nur Mika Timing hat keine Zielzeit von mir. :mad: Blöderweise zeigen sie auch nur die ersten 4 Runden an. :-( Ich würde schon gerne wissen, ob ich total lahmarschig unterwegens war oder mich die Zielmatte nicht erfasst hat.

Nunja, imerhin bin ich mit viel Spass sturzfrei durch gekommen. Was will man mehr. Den Wanderpokal hätte ich eh wieder hergeben und wohlmöglich vorher auch noch putzen müssen. :D

Peter
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 26.08.2012, 22:33

Erstmals war auch ich vor Ort, nicht als Teilnehmer, sondern als Presse, angelockt von Wolfgang Schaaf vom Challenge Magazin.

Dazu später mehr. Dann gibt's auch einige Bilder zu sehen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Booya » 26.08.2012, 23:33

Na auf die Bilder freu ich mich auch jetzt schon.

War ja auch beim Rennen mit unseren Team dabei und wir haben sogar den ersten Platz in der Teamwertung gemacht. Ich selber Platz 11 (Altersklasse Platz 2), also lief es eigentlich sehr gut.

Kann mich nur wieder über mich selber ägern, dass ich eine Runde zu früh glaubte, es wäre gleich Schluss und bei einem langen Zielsprint massig Körner umsonst verbrannt hatte. Naja, wer es nicht im Kopf hat... ;)

Ich bin auch gerade dabei ein Video vom Rennen zu schneiden und poste das hier, sobald es online ist.
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Beitragvon Booya » 27.08.2012, 22:16

So hier mal das Video dazu.

Aus meiner Sicht des Rennens halt.

Ist in HD aufgenommen also die Qualität ändern für besten Genuss.

Hoffe es gefällt euch.

http://www.youtube.com/watch?v=l1vuKh6roPM
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Beitragvon Reisender » 27.08.2012, 23:11

Sehr cooles Vid, danke.

Hab beim "finalen" Ausriss tränen gelacht. ^^
<< Foto by Helmut
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Beitragvon Helmut » 28.08.2012, 01:49

Es war meine erste Bremen Challenge. Erlebt hab ich sie als Reporter, nicht als Teilnehmer, bekam so zwar nur wenig von der Strecke, dafür aber einiges anderes mit. Und, es hat mir sehr gefallen. Angelockt hatte mich Wolfgang Schaaf vom Challenge Magazin, dazu später mehr. Wolfgang war voll in seinem Element, auch weil die Bremen Challenge nun zum German Cycling Cup zählt, weshalb viele ihm bekannte Jedermann-Teams von weither angereist waren.

Für ein GCC-Rennen ist der Kurs mit ca. 15 km Länge relativ kurz. Dies bedingt, dass langsamere Fahrer relativ schnell überrundet werden. Der Grund, weshalb ich dort nicht mitfuhr. Andererseits machen diese 15 km die Bremen Challenge zu weitaus mehr als nur einem Rennen um den Kirchturm. Es gibt auch eine Radmesse, auf der sich lokale Anbieter präsentierten.

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Meine Anreise war nicht einfach, Stau auf den BAB und Stau vor dem Veranstaltungsgelände, schließlich war ja abgesperrt. Ich hatte eine VIP-Einladung. Ich sollte einfach mit dem PKW zum Start kommen. Das Problem war dann, dass der ja mitten auf der Strecke lag. Freundliche Helfer von THW und Polizei machten mir den Weg frei und schon fuhr unter dem Startbogen durch.

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Wo aber parken? Ich fuhr bei nächster Gelegenheit rechts ran. Dann überkam mich Panik. Wenn kurz darauf das Langstreckenrennen gestartet wird, wäre mein Auto inmitten des Kurses für viele Stunden „eingemauert“. Wolfgang und das THW halfen mir rechtzeitig aus der Falle.

Noch mit dicken Hals traf ich am Start auf Stephan Mencke, dem zusammen mit Jens Heeren Hauptorganisator der Veranstaltung. Stephan war die ganze Zeit über völlig entspannt zudem bestens gelaunt. So entspannt, wie man nur sein kann, wenn alles gut läuft, wenn man auf allen Posten gute Leute hat. Das ließ auch meinen Puls wieder runterkommen.

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Aus dem als Führungsfahrzeug eingesetzen E-Auto grüßte hinten sitzend Uwe Varenkamp, der sportlichen Leiter der Challenge. Uwe leitet sportlich u. a. auch die Cyclassis und den Velothon, wurde 2012 Deutscher Betriebssportmeister im Straßenfahren und hat noch immer ein Feuer in den Augen, um dass man ihn nur beneiden kann. Und das, obwohl der Mann z. Z. auf Krücken läuft, weil er bei einer Trainingsrunde in Berlin von einem PKW vom Rad geholt wurde.

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Den Startschuss zum Rennen gab Robert Bartko ab. Robert ist mehrfacher Bahn-Weltmeister und Sechstagerennen-Gewinner - und wirkt doch so einfach und bescheiden, als wäre er einer der Teilnehmer aus dem hinteren Drittel. Ein sehr angenehmer Zeitgenosse, der später mit uns für ein Foto für das Challenge Magazin Aufstellung nahm.

Eine wichtige Rolle bei einem Radrennen bekleidet auch der Sprecher. Mit René Jacobs (Mitglied der RG Hamburg) sprach in Bremen einer der besten, den ich immer wieder gerne höre. Er trägt erheblich zu der Rennatmosphäre bei, die ich so liebe. Was ich vermisste, war ein DJ, der zwischen den Ansagen und Kommentaren für stimmungsvolle Musik sorgte.

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Vorne stand der kleine Promi-Block. Darin auch Tagesschausprechet Marc Bator, ebenfalls von der RG Hamburg. Der Mann ist ein Glücksfall für den Breitenradsport. Die Leute vom TV lieben es ihn aufzunehmen und über unseren Sport zu interviewen.

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So ein Jedermannrennen wird in der Spitze nahezu ebenso schnell gefahren wie ein Lizenzrennen. Marc wurde in Bremen immerhin Zehnter, bei seinem ersten Lizenzrennen aber fuhr ihn die Konkurrenz erst mal aus den Schuhen. Beide Arten von Rennen haben ihre Existenzberechtigung. Unsinn ist es allerdings, dass der BDR den Titel eines „Deutschen Meister der Jedermänner“ vergibt.

Im Promi-Block war auch Marcel Wüst mit seinem Team, den ich auf seinen auf mich befremdlich wirkenden Einsatz bei den Cyclassics (er hatte einen Teilnehmer aufgefordert sich mehr zu quälen). Und das ohne Vorrede und ohne mich vorzustellen, aber Marcel wusste sofort, auf welche Situation ich in ansprach, kann es mir nur so erklären, dass er meinen Text auf HFS gelesen hatte. Marcel erzählte mir, dass man bestimmte Leute so ansprechen kann und muss, wie er dies tat.

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Hanka Kupfernagel war nicht dabei, aber ein Wohnmobil mit ihrem Namen aufgedruckt, welches als Teamfahrzeug genutzt wurde.

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Nachdem das Rennen losging, zogen wir uns in den VIP-Bereich zurück. Klingt abgehoben, war es aber nicht. Auch hier ging alles völlig entspannt zu. Egal ob Helfer, Ausrichter, VIP oder „nur“ Begleiter, alles vermischte sich.

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Bei Pasta auf der Terrasse des Siedentopf-Komplex ließ es sich trefflich mit Wolfgang und den Ausrichtern der Challenge über die Szene im Allgemeinen und Speziellen plauschen, wobei Wolfgang mehrfach anmerkte, wie sehr es ihm als Kölner positiv auffällt, dass in Bremen alle Radsport-Aktivisten an einem Strang ziehen. So kooperiert die Bremen Challenge mit dem Sechstagerennen und dem Radsportverband, was nicht in jeder Stadt selbstverständlich ist.

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Das Rennen sahen wir uns selbstverständlich auch an. Lag es am Wetter? Ein paar mehr Zuschauer hätten es gern sein dürfen. Wer aber dort war, gab sein Bestes um das Feld anzutreiben.

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Kurz bevor der Startschuss erfolgte, hatte Wolfgang seinen Auftritt. Für das Challenge Magazin ehrte er mit Daniela Stera und Armin Praml die Jederfrau und den Jedermann des Jahres. Das waren nicht die erfolgreichsten, sondern die beliebtesten Fahrer bzw. Fahrerin. Immerhin nominiert waren in diesem Jahr auch die HFS-Foris condal, Ulrike und DeutscherDiesel.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... ra%202.JPG">

Daniela war aus dem Westen, Armin gar aus dem tiefen Süden nach Bremen angereist, um sich ehren zu lassen – und ich aus Hamburg. Mir wurde die große Ehre zuteil, als erster den Titel „Förderer des Radsports“ vom Challenge Magazin verliehen zu bekommen. Danke Wolfgang, danke Challenge Magazin und Dank Euch, die das unterstützen, dem HFS sind längst „Eure Fahrrad Seiten“. Toll, dass das CM für mein Engagement auch mein Mädel mit Worten und einer Ehrengabe bedachte.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... ra%201.JPG">

Nein, nicht weil ich dort geehrt wurde, auch sonst habe ich mich bei der Bremen Challenge sehr wohlgefühlt. Auch wenn Rundkurse nicht so meine Welt sind, werde ich doch in den nächsten Jahren meinen Terminkalender wohlwollend prüfen, ob ein Start auf der Kurzstrecke nicht doch in meinen Kalender passt. Wenn ich unterwegs nicht fotografiere, sollte mich zumindest vor der Schlussrunde niemand überrunden.

Hier kommen von von Markus Stera und mir unsere

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... x.html">96 Bilder von der Bremen Challenge</a>.
Zuletzt geändert von Helmut am 29.08.2012, 01:36, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Flandrien
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Wo sind die alle geblieben??

Beitragvon Flandrien » 28.08.2012, 14:14

Ich hab in der Ergebnisliste gesehen, dass mehr als 400, meine Schätzung ca. 500 Teilnehmer auf den 136 km dabei waren. Es wurden auf dieser Strecke aber nur 300 Fahrer gewertet. Was ist mit dem Rest passiert? Aufgegeben? Aus dem Rennen genommen? Wer weiß Antwort?
crumble
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Re: Wo sind die alle geblieben??

Beitragvon crumble » 28.08.2012, 14:50

Flandrien hat geschrieben:auf den 136 km dabei waren. ... Wer weiß Antwort?
Bist Du 136 gefahren? Ausgeschrieben wurden 120. Dann haetten wenigstens zwei Personen keine Zeit, weil sie nach ca. 120 aufgehoert haben. :shock:

Mein Fan-Club berichtete mir, dass viele aufgegeben hatten. Schon in den ersten Runden. Ich hatte das Gefuehl, dass auch der Regen viele vertrieben hat.

Es waere nett, wenn die Veranstalter mal die realen Entfernungen angeben koennten. Ein paar Kilometer differenz durch unvorhergesehene Baustellen sehe ich ja ein. Aber wenn das mit dem 136 stimmt, ist das ja noch krasser als beim Velothon.

Peter
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Beitragvon Savina » 28.08.2012, 18:07

Tolles Material, vor allem das Bild oben sieht sehr eindrucksvoll aus mit den dunklen Wolken im Hintergrund!
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Mirco
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Re: Wo sind die alle geblieben??

Beitragvon Mirco » 28.08.2012, 18:28

crumble hat geschrieben:
Flandrien hat geschrieben:auf den 136 km dabei waren. ... Wer weiß Antwort?
Bist Du 136 gefahren? Ausgeschrieben wurden 120. Dann haetten wenigstens zwei Personen keine Zeit, weil sie nach ca. 120 aufgehoert haben. :shock:

Mein Fan-Club berichtete mir, dass viele aufgegeben hatten. Schon in den ersten Runden. Ich hatte das Gefuehl, dass auch der Regen viele vertrieben hat.
:)
Na, da bin ich ja froh, dass ich mich für die Alternativveranstaltung in Sölden und Umgebung entschieden habe. Bremen war ja letztes Jahr schon so eine seltsame Veranstaltung und daran kann offensichtlich der GCC auch nichts ändern.

;-)
crumble
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Re: Wo sind die alle geblieben??

Beitragvon crumble » 28.08.2012, 19:14

Mirco hat geschrieben: :)
:GrosseZustimmung: Ja, ja, lach nur. Das naechste mal bin ich einfach schneller und lasse mich nicht im Zielbereich ueberrunden. Dann ist die Rundenanzeige eindeutig und mir passiert so was nicht mehr. :Totlach:
Ausserdem sollte ich vor dem naechsten Mal Kreisfahren herausfinden, wie der Rundenzaehler von meinem Tacho funktioniert. :lies: Noch ein Grund mehr mich fuers Elbinselrennen zu melden. Schliesslich will so was geuebt sein.

Eine zu lange Runde koennte auch Booyas fruehen Zielsprint erklaeren. Auch wenn es bei ihm nur eine halbe Runde Differenz zur Ausschreibung sein kann.

Peter
crumble
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Re: Wo sind die alle geblieben??

Beitragvon crumble » 28.08.2012, 20:46

crumble hat geschrieben: Ja, ja, lach nur.
Das soll ja auch sehr gesund sein. Ich kann Dir noch viel Gelegenheit dazu geben. Mein Polar CS200 braucht entweder die Rundenlänge oder ich muss jede Runde eine Taste drücken. Die Taste werde ich wohl nicht jede Runde druecken und mit der Streckenlänge scheine ich ja schon mal reingefallen zu sein. :-)

Und ja, bei Mika Timing steht jetzt die reale Streckenlänge als 136 Km. Also kann ich Dir schon mal eindeutig sagen, dass zwei Leute eine Runde zu früh aufgehört haben. Ich hätte lieber auf mein Gefühl, als auf den Tacho hören sollen, denn irgendwas kam mir das komisch vor.

Immerhin passt das zu meinem Glück an dem ganzen Wochenende. Selbst aus dem 8 Millionen Lotto-Gewinn ist nichts geworden.

Peter
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Mirco
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Beitragvon Mirco » 30.08.2012, 17:36

:oops:

Ich frage mich, warum ein radfahrender Nachrichtensprecher als Promi im ersten Startblock landet. Sein Job ist genauso, wie jeder Andere auch. Das beweist doch mal wieder, dass die Startblockeinteilungen teilweise willkürlich vorgenommen werden.

:mad:
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Beitragvon Booya » 30.08.2012, 20:39

Naja, Marc Bator ist vom Leitungsniveau definitiv im 1ten Startblock richtig aufgehoben.

Das ist jetzt keiner der Promis, die froh sind, wenn sie die Strecke am Stück schaffen, sondern einer, der vorne mitfahren kann.

Und ansonsten ging die Startblockeinteilung nach GCC-Ergebnissen und dann nach Km/h-Angabe.
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Beitragvon Mirco » 30.08.2012, 21:01

Andere haben auch ein gutes Leistungsniveau, müssen sich allerdings erst über eine oder zwei Saisons durch die Startblöcke kämpfen, um vorne Stehen zu können.
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Beitragvon Helmut » 31.08.2012, 00:44

Die Bremen Challenge ist kein Kriterium, bei dem Lizenzfahrer die Gewinner des Rennens ausfahren. Es ist ein Jedermannrennen für sehr viele Leute, bei dem jeder seinen Spaß haben soll. Ein "Platz da"-Denken ist da fehl am Platze.

Diese Rennen erfordern einen enormen Aufwand und da spielen auch verschiedene Arten von "Promis" eine wichtige Rolle, damit es tatsächlich zustande kommen kann. Da ist es legitim und im Sinne aller, dass die hofiert werden.

Ein einfaches und wenig Kosten verursachendes Mittel ist es, die mit VIP-Nummern in einem separaten Startblock vorweg starten zu lassen. Und so ist denn eben hinzunehmen, dass z. B. jeder Redakteur einer der lokalen Zeitungen vor dem A-Block starten darf.
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Beitragvon Stockumer Junge » 31.08.2012, 13:55

Bei einem Kriterium (KT-AB) gibt es aber auch keine Startblockgarantie nach Ergebnissen. Da gilt immer, wer zuerst kommt, malt zuerst.

Bei einem Profirennen dürfen dann die Besten nach vorne kommen. Und natürlich die Fahrer des ausrichtenden Veranstalters.

Aber das ist ja auch gut so. Ein Herr Bolt und ein Herr Blake müssen sich ja bei Sportfesten nicht auch erst für den Endlauf qualifizieren.
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Beitragvon Helmut » 01.09.2012, 11:48

Hier einige Berichte in der lokalen Presse:

„Jedermänner“ sausen im Rennsattel durch die Stadt
Mehr als 1100 Hobbyradfahrer am Start – Verlängerter Stadt-Rundkurs
http://www.nwzonline.de/bremen/jedermae ... 08321.html

Bremen-Challenge lockt 700 Jedermänner in den Sattel
Hobbysportler fahren auf Rundkurs durch Kaffeequartier – „Regionale Strahlkraft fehlt“
http://www.nwzonline.de/bremen/bremen-c ... 02590.html

Viele Berichte und eine Fotostrecke gibt es im Weser Kurier, einfach hier nach "Bremen Challenge" suchen:
http://www.weser-kurier.de/start/suche.html
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Beitragvon pumpe » 03.09.2012, 20:23

Mirco hat geschrieben:Andere haben auch ein gutes Leistungsniveau, müssen sich allerdings erst über eine oder zwei Saisons durch die Startblöcke kämpfen, um vorne Stehen zu können.
Na ja, wie Booya schon angemerkt hatte, der Bator gehörte auch in den ersten Startblock. Andererseits ist es auch nicht so erheblich, ob du ganz vorn startest, denn die Nettozeit ist doch elektronisch gestoppt und entspricht deiner tatsächlichen Leistung.

Ich kann mich noch gut an die Laufveranstaltungen erinnern, wo jeder vorne stehen wollte und jedermann sich für den schnellsten Läufer hielt. Und das Ende vom Lied/beim Start: Nach 200 m ein Chaos, weil die Selbsteinschätzung nicht mit der tatsächlichen Leistung gedeckt hat. Und damals war ich ohne RR unterwegs und nicht mit Tempo 45-50 km/h.

Vielleicht ist das auch für die Jedermannrennen zu bedenken.
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Beitragvon Mirco » 03.09.2012, 21:37

Moin

Ob Brutto- oder Nettozeit ist teilweise vollkommen egal. Es ist aber nicht egal, ob ein Teilnehmer im Spitzenfeld mitsurfen kann, weil er bzw. der komplette VIP-Startblock von hinten aufgerollt wird oder der Teilnehmer nicht die Möglichkeit hat, im Spitzenfeld zu surfen, weil er in einen seiner bisherigen Ergebnisse angemessenen Startblock startet.

Bei Rennen mit VIP-Startblöcken ist es teilweise immer das Gleiche. Die VIP´s sind leistungsmäßig sehr durchwachsen und werden dann auch sehr schnell eingeholt, weil sie vorne das Tempo der Spitzengruppe nicht gehen können. Ist jemand dabei, der das Tempo im Windschatten halten kann, hat er Glück und kann somit eine gute Plazierung erreichen, doch alleine wäre soetwas nicht möglich und aus den hinteren Startblöcken sehr utopisch.

Und wenn man sich nur mal die Zeit des Herrn Bator bei der Cyclassics ansieht, dann stelle ich die 1. Startblock Berechtigung mal zur Diskussion. Da war selbst meine Frau im Schnitt 3-4 km/h schneller.

Aber was solls, wird sich sowieso nichts ändern. ;-)
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Beitragvon Helmut » 03.09.2012, 21:43

Hier noch ein Pressebericht mit vielen Bildern auf Lokalkompass.de:

http://www.lokalkompass.de/oberhausen/s ... 05596.html
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Beitragvon Booya » 10.09.2012, 12:07

Mirco hat geschrieben:Bei Rennen mit VIP-Startblöcken ist es teilweise immer das Gleiche. Die VIP´s sind leistungsmäßig sehr durchwachsen und werden dann auch sehr schnell eingeholt, weil sie vorne das Tempo der Spitzengruppe nicht gehen können. Ist jemand dabei, der das Tempo im Windschatten halten kann, hat er Glück und kann somit eine gute Plazierung erreichen, doch alleine wäre soetwas nicht möglich und aus den hinteren Startblöcken sehr utopisch.
Auch wenn das Thema eigentlich schon veraltet ist, kann ich das hier so nicht stehen lassen. Und Du wollest ja darüber diskutieren.
Herrn Bator bei der Cyclassics ansieht, dann stelle ich die 1. Startblock Berechtigung mal zur Diskussion. Da war selbst meine Frau im Schnitt 3-4 km/h schneller
Mark Bator ist bei diesen Cyclassic als Begleitung bei einer Fahranfängerin aus der Presse (Ich glaube Bild Zeitungsreporterin) mitgefahren. Ich glaube, auch aus einen hinteren Block. War halt mal wieder ein Presseevent. Er ist sich also auch nicht zu schade für solche Aktionen. Dementsprechend ist er das ganze nicht schnell angegangen, sondern in ihren Bummeltempo.

Und er ist auch keiner, der wie manch andere VIP gerade mal mit hängen und würgen für nen paar KM im Windschatten mitfahren könnte. Sondern er ist sich auch nicht zu schade, selber vorne im Wind zu fahren. Selber schon z. B. beim HU Sunrace erlebt.

Und wenn Du wissen möchtest was er fahren kann: In Berlin beim Velothon ist er zwar auch aus dem VIP-Block gestartet über 120 km, aber mit nen Schnitt von 42,32 km/h ins Ziel gekommen.

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