RTF Todglüsinger Runde '12, Todglüsingen (Bericht + Bilder)

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Harterbrocken
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RTF Todglüsinger Runde '12, Todglüsingen (Bericht + Bilder)

Beitragvon Harterbrocken » 09.06.2012, 17:36

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In gepflegter Einerreihe gegen den Wind

Der Wind, Dein Feind. Der Wind, Dein Freund. So möchte ich die heutige RTF-Runde über 111 Kilometer beschreiben. Oder waren es 114? Es blies heftig in der Heide. Bis zum K1 in südlicher Richtung kämpften Christian, Detlev, Kurt, Jochen Carsten und ich gemeinsam und guter Teamarbeit gegen die harten Böen aus Südwest. Speziell nach Ausfahrt aus Waldstücken pfiff der Bursche immer wieder kräftig durch die Speichen und verlangsamte unsere Fahrt. Der Wind, Dein Feind.

Rund 250 Teilnehmer will der Veranstalter gezählt haben. Zu sehen bekamen wir sie nicht; alles hat sich gut verteilt. Erstaunlich, dass diese RTF nicht besser besucht wird. Sie liegt in guter Hamburg-Nähe und führt über wunderbare Straßen.

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Typisch Heide oder?

Ich bin ja ohnehin Fan von Samstags-RTF. Nach meiner Beobachtung sind die Straßen dann noch leeren. Die Bevölkerung fährt sonnabends ja gerne einkaufen und zum Media-Markt. Prima, so haben wir den Asphalt für uns. Die Heide-Pisten waren jedenfalls sehr schön leer und boten erstaunliche Aussichten. Halt, ein paar PS waren dann doch unterwegs: jede Menge Motorräder mit Beiwagen passierten uns mehrfach. Wahrscheinlich eine Aktion im Zusammenhang mit dem Motorrad-Gottesdienst. Offenbar wurden behinderte Menschen chauffiert - eine tolle Aktion. Mit solchen Zeitgenossen teilt man die Straße doch gerne.

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Und wieder ein Bewerber für den Trikot-Wettbewerb: TVV Neu Wulmstorf

Nach dem "Wendepunkt" im Süden trieb der Herr Rasmus uns nun vor sich her, meistens zumindest. Der Wind, Dein Freund.

Nun, mal sehen, ob ich nicht zu viele Körner verschossen haben und beim morgigen Velothon in Berlin schwächeln werde. Wird eine kurze Nacht...

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Herrenrunde am K3. Noch 35 Kilometer
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Con-Rad
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Beitragvon Con-Rad » 09.06.2012, 18:28

Diese RTF, früher "Töster Runde", gehört zu meinen Lieblings-Runden. Die Anreise über 20 km mit dem Rad war etwas nervig, denn rund um Buchholz tobt der Samstag-Rush. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mal pünktlich um 10°° mit den ersten Gruppen mitzurollen, aber ich kam erst über eine halbe Stunde später auf die Strecke, und hier ebbte der Verkehr sofort ab und überließ dem Wind das Feld. Wind stört nur, wenn man es eilig hat. Hatte ich es eilig? Nur wenn ein paar schnelle Jungs mich mitgeschleift haben, was zeitweise vorkam.

Die 1. Kontrolle am Waldrand wurde belagert von den Harburgern, die Todtglüsung auch als Sternfahrt nutzten und sich von hier wieder auf den Rückweg begaben. Hier ließ ich auch gleich meine Kritik an der Ausschilderung los. Auf langen Abschnitten zwischen den Abzweigungen, die gut gemacht waren, gab es keine Bestätigungs-Zeichen, was einige meiner Mitfahrer sehr irritierte.

Diese Strecke liebe ich wegen der malerischen Landschaft, die heute mal keine Gülle-Wolken absonderte, den schnuckeligen Dörfern und einigen Bilderbuchmotiven, wie der alten Mühle und dem Mühlenteich an der Veerse. Beim Fotografieren holten zwei Fahrer auf, denen ich mich anschloss. An der zweiten Kontrolle erklärte uns einer der Helfer genau, wie man die 110er Strecke elegant abkürzen konnte, was die beiden dann auch taten. Den 150er Blinddarm ließ ich wegen kleinerer Knieprobleme aus. Solange ich nicht die Ursache herausgefunden habe...

Mit dem Rückenwind konnte ich mich einer sehr flinken Gruppe anschließen, die mir im Flachen keine Probleme bereitete. Sie ware schon von der 150er wieder auf dem Rückweg. Erhard von Blau-Weiss sorgte u. a. für ansprechendes Tempo. "Warte mal auf Udo, der ist gerade rausgeflogen". Bei Dir pipts wohl!?

Der Himmel zog sich zu und irritierte mit einigen kühlen Spritzern. In der kuscheligen Gastronomie am Ziel, traf ich einige alte Bekannte. Der Heimweg brachte dann die fehlenden Kilometer, um die 150 aufzufüllen, leider aber auch den entsprechenden Vor-Fußball-Verkehr mit vielen bunten Fähnchen an den Autos.

Viele Jahre konnte ich diese klasse Veranstaltung nicht fahren, weil ich samstags beruflich blockiert war. Um so schöner, jetzt wieder dabei zu sein.
Die ganze Warheit mit Bildern unter:
www.radsport-buchholz.de
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Beitragvon Rue » 10.06.2012, 12:00

Auch ich liebe die Samstag RTF, obwohl der Wind Überwindung kostete.

250 Teilnehmer fand ich wenig, erfreulich aber, dass vom Rennradfahrer bis zum Rentnertrupp alles dabei war. Das ist dann wirklich Breitensport. Schmunzeln mußte ich nur beim ersten Kontrollpunkt, als ich zwei Rentnerinnen mit elektrischen Hilfsmotor sah. Naja, in das Alter müssen wir erst mal kommen.

Ausschilderung fand ich auch ein wenig gering, aber es war zum Glück Teil meiner Trainingsrunden und somit bekannt. Bei der Buchholzer RTF sagte mir ein Helfer, dass sie Otter jetzt umgehen, da dort in den vergangenen Jahren immer Schilder abhanden kamen, vielleicht war das hier auch der Fall??

Auf jeden Fall macht mir diese Samstags-RTF immer wieder Spaß, besonders die 900 m Anreise. :D
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 11.06.2012, 05:05

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20074.jpg">

Jens Nolte vom ESV Fortuna Celle schrieb

<b> RTF Todtglüsinger Runde des Todtglüsinger SV 2012
Velothon kostete viele Teilnehmer</b>


Zur heutigen RTF der Todtglüsinger Radsportfreunde trafen sich fünf Fortunen auf dem platten Land am Rand der Nordheide. Eine weitere Fortunen-Abordnung versammelte sich in der Bundeshauptstadt zum diesjährigen Jedermannrennen „Velothon“!

Die lustige Begrüßungszeremonie erfolgte heute am runden Tisch bei Kaffee und belegten Brötchen. Neben Eckart, Jürgen und Waltraud konnte ich auch Pedalritter Dirk, Peter aus Winsen, und Kontrollfahrer Michael aus Aurich begrüßen. Ganz entspannt schnürten wir unsere Radschuhe und sattelten die Renner! Die Sonne meinte es bereits gut mit uns, allerdings lag bereits jetzt viel Wind in der Luft!

Pünktlich um zehn, ließ der Veranstalter unter Aufsicht der örtlichen Polizei die Leinen los. Ca. 250 Radsportler gingen auf die unterschiedlichsten Strecken. Mit ein paar Hamburger Sportskollegen machten wir uns nun auch auf den Weg gen Süden. Nach einigen Kilometern fuhr unser Buchholzer Fortune Thomas auf unsere Gruppe auf und schloss sich uns an. Aufgrund des starken und böigen Seitenwindes ließen wir es erst einmal bis zum K1 in Osterwede ruhig angehen. Die Pausenversorgung klappte gut und so ging es nach einigen Bechern leckerem Zitrusgetränk weiter zum K2 in Schülern. Die Teamarbeit klappte hervorragend, bei dem böigen Wind konnten wir doch Waltraud nicht allein lassen. Wir vier Männer nahmen sie in die goldene Mitte und pedalierten sie mit angepasstem Tempo über die verkehrsarmen Sträßchen im Heidekreis.

Gleich nach dem K2 kam der Abzweig auf die 74 km- Runde. Aber Waltraud gefiel es so gut in unserer Fortunen Männer-WG, dass sie spontan mit uns auf die 115/151 km-Strecke wechselte. In Gilmerdingen trennte sich dann aber das Fortunen-Quintett auf. Waltraud und ich bogen nun auf die 115 km-Runde ab, Jürgen, Eckart und Thomas nahmen nun die Zusatzschleife für die 151 km unter die Räder.

Mit Waltraud ging ich nun allein in die zweite Halbzeit des Tages. Nach dem Wendepunkt der Strecke ging es nun in nordöstliche Richtung, erfreulicherweise konnte uns nun auch, zumindest teilweise, der Südwestwind kräftig unterstützen.

Während unser ganzen Fahrt konnten wir heute zahlreiche Motorradgespanne, meist mit älterem Baujahr, bestaunen. Am K4 bei Behringhöfen konnten wir noch eine Gruppe MTBler sowie zwei Planwagen mit Pferden und lauter lustigen Leuten mit ausreichend alkoholischen Getränken begrüßen. Über die wellige Strecke von Oberhaverbeck bis Wintermoor ging es dann über Wesseloh und Horst vorbei an Tostedt zum Ziel nach Todtglüsingen.

Auch diese Veranstaltung war insgesamt bestens organisiert, der Veranstalter hatte sicherlich wahrscheinlich eine größere Beteiligung erhofft, aber vielleicht wurde der eine oder andere Radsportler vom Winde verweht oder hatte seine Aktivitäten lieber in die Bundeshauptstadt verlegt.

Hier kommen meine

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... ml">Bilder von der RTF Todtgluesinger Runde ab Todtgluesing</a>.

Jens
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Re: RTF Todglüsinger Runde '12, Todglüsingen (Bericht + Bild

Beitragvon Helmut » 11.06.2012, 10:22

Harterbrocken hat geschrieben:Ich bin ja ohnehin Fan von Samstags-RTF. Nach meiner Beobachtung sind die Straßen dann noch leeren. Die Bevölkerung fährt sonnabends ja gerne einkaufen und zum Media-Markt. Prima, so haben wir den Asphalt für uns.
Einspruch, Euer Ehren!

Zum Einkaufen nutzt die Bevölkerung i. d. R. das Auto und somit wie wir die Straßen, was auch im Bericht von Con-Rad über seine An- und Abreise nachzulesen ist.

Dass Dir diese Samstags-RTF so verkehrsarm vorkam, zeugt von der guten Streckenwahl des Veranstalters.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon manfred1 » 11.06.2012, 15:51

Sehr schöne Strecke - wenn es nur nicht so windig gewesen wäre. Interessant auch immer wieder zu beobachten, dass ein RTF mittlerweile vor allem als Leistungsschau verstanden wird und der km-Schnitt ums verrecken gehalten werden muss. Als Dreier-Team haben wir es mit zwei Gruppen versucht, aber die Herren mussten sich wohl irgendwas beweisen. Wir haben sie dann fahren lassen.
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Beitragvon Draisman » 11.06.2012, 17:13

Interessant auch immer wieder zu beobachten, dass ein RTF mittlerweile vor allem als Leistungsschau verstanden wird und der km-Schnitt ums verrecken gehalten werden muss. Als Dreier-Team haben wir es mit zwei Gruppen versucht, aber die Herren mussten sich wohl irgendwas beweisen. Wir haben sie dann fahren lassen.
Hm, nichts fuer ungut, aber es werden unterschiedliche Geschwindigkeiten gefahren, wo ist das Problem? Warum sollte eine Gruppe langsamer fahren, weil sie 3 Mann eingeholt hat oder von 3 Mann, die sich dabei verausgabt haben, eingeholt wurde?

Wenn man eine Zeitlang mit einer uebersichtlichen(!) Gruppe unterwegs war, ist es sicher schoen, nicht Einen allein zurueck zu lassen und dafuer auch mal etwas kuerzer zu treten (Das gilt natuerlich insbesondere bei Pannen etc.!). Aber grundsaetzlich, wenn man nicht zusammen los gefahren ist, warum sollte man zusammen ankommen? Das sortiert sich schon, auch bei "nur" 250 Startern.

N.b. Sehr schoene RTF. Ich mag ja die etwas kleineren, nicht zuletzt weil nicht solche Riesengruppen unterwegs sind. Bei dem Wind der am Samstag herrschte, endet das immer mit Windkantenfahren auf der Gegenfahrbahn...

Viele Gruesse
Draisman
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Re: RTF Todglüsinger Runde '12, Todglüsingen (Bericht + Bild

Beitragvon Harterbrocken » 11.06.2012, 22:41

Helmut hat geschrieben:Zum Einkaufen nutzt die Bevölkerung i. d. R. das Auto und somit wie wir die Straßen, was auch im Bericht von Con-Rad über seine An- und Abreise nachzulesen ist.
Klar, für Kleinstädten gilt das natürlich, was Con-Rad in Buchholz nervte. Da strömen die Dörfer in die so genannten Unterzentren. Aber ich bin trotzdem überzeugt, dass samstags weniger auf den abgelegenen Heidestrassen los ist als sonntags? Denn dort sind an diesem Tag tatsächlich viele Sonntagsfahrer unterwegs. Und die scheinen mir zahlreicher zu sein, als die Samstagseinkäufer. Ist einfach so eine Beobachtung, rein subjektiv.

Darum: Samstags-RTF finde ich klasse, nicht nur wegen der Strassensituation. Also bitte mehr davon. Dass der Veranstalter ein wirklich gutes Händchen für die Straßenauswahl hatte, kann ich voll bestätigen. Ich war schon oft in der Nordheide, dort aber noch nie.
Con-Rad hat geschrieben:Diese Strecke liebe ich wegen der malerischen Landschaft, die heute mal keine Gülle-Wolken absonderte, den schnuckeligen Dörfern und einigen Bilderbuchmotiven, wie der alten Mühle und dem Mühlenteich an der Veerse
Voll auf den Punkt, 100 Prozent Zustimmung :) :)
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Re: RTF Todglüsinger Runde '12, Todglüsingen (Bericht + Bild

Beitragvon Helmut » 11.06.2012, 23:43

Harterbrocken hat geschrieben:ich bin trotzdem überzeugt, dass samstags weniger auf den abgelegenen Heidestrassen los ist als sonntags? Denn dort sind an diesem Tag tatsächlich viele Sonntagsfahrer unterwegs. Und die scheinen mir zahlreicher zu sein, als die Samstagseinkäufer. Ist einfach so eine Beobachtung, rein subjektiv.
Mag sein, dieser Sonntagsverkehr setzt aber erst um die Mittagszeit ein, wenn die Leute gen Ausflugslokale ansteuern, trifft also nur die 3-5 Punktefahrer. Am Vormittag ist es sonntags deutlich ruhiger auf den Straßen, nach meinem Eindruck auch in den Naherholungsgebieten.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon tierfreund23 » 15.06.2012, 13:07

Wie soll es auch anders sein, ausgerechnet bei der RTF, die fast vor meiner Haustür atartet, verschlafe ich, fast so, dass als ich gerade ankomme, als die ersten auf die Strecke gelassen werden. Also schnell Rad fertig machen und ab zur Anmeldung, Als ich wieder rauskomme, ist natürlich keiner mehr da. Na super, toll hinbekommen, ausgerechnet heute.

Eigentlich wollte ich es heute ruhig angehen lassen, da morgen ja noch der Giro Stormarn in Bad Oldesloe ansteht, aber was soll’s. Also erstmal los ab auf die Strecke und auf den Auflieger gelegt. Vielleicht schaffe ich es ja, noch das Feld von hinten aufzurollen. Es dauerte auch nicht lange, circa 15 min., da sah ich in der Ferne eine Gruppe, also hieß es jetzt noch mal Gas geben und aufschließen. Als ich dann näher kam konnte ich mein Glück kaum fassen, weil die Gruppe aus der Ferne waren meine Vereinskameraden/innen also erstmal alle herzlich begrüßt und mich bei der Gruppe hinten eingereiht und erstmal ausruhen.

Nun ging es im angenehmen ruhigen Tempo weiter. Genauso hatte ich es mir für heute vorgestellt. Am K1 gab es dann auch erstmal ein Gruppenfoto. Dann ging es weiter im gemütlichen Tempo in perfekter zweier Reihe, wie es sich gehört, Richtung K2, immer darauf achtend, dass wir Waltraud vor dem Wind abschirmten, denn dieser blies heute ordentlich.

Am K2 stärkten wir uns am reichhaltigen Buffet, was keine Wünsche offen lies und bewunderten die kunstvoll gestaltete Dachrinne, die da ein Künstler an seiner Scheune verbaut hatte. Kurz nach der Kontrolle kam dann die Streckenteilung, wo wir uns dann von Waltraud und Jens verabschiedeten, da diese nur die 115 Km Runde fahren wollten. Nun waren wir nur noch zu dritt unterwegs und schlagartig zog Jürgen das Tempo an, so nach dem Motto, endlich kann ich. So arbeiteten wir uns rasant durch die wunderschöne Heidelandschaft.

In Westerharl deuteten wir eine Pfeil etwas falsch, so dass wir eine Abfahrt später abbogen (zwischen den 2 Abzweigen waren circa 25 m) und dadurch zu ein paar Bonuskilometer kamen, aber alles halb so wild, waren wir ja selber schuld und so bekamen wir schließlich auch Bomlitz noch zusehen. Wir drehten dann einfach wieder um und fuhren auf der Strecke wie wir gekommen waren wieder zurück schließlich, erkannten wir unseren Fehler und fuhren nun wieder auf der Originalstrecke weiter, wo es auch nicht mehr weit war bis zur K3. An der K3 mitten im Wald wurden wir auch schon sehnsüchtig erwartet. Der dortige Helfer tat mir etwas leid, so stand er doch den ganzen Tag allein bei starken Wind im schattigen Wald. Wir hielten uns auch nicht lange auf, schließlich hatten wir noch ein paar km vor uns und zulange stehen ist auch nicht gut.

So setzten wir unsere Fahrt weiter, immer noch im zügigen Tempo (so langsam war mir klar, dass ich morgen wohl ziemlich leiden werde, schließlich wollte ich beim Giro die lange Strecke als Einzelfahrer meistern, als Vorbereitung für die 24h Nortorf) bis nach Gilmerdingen, wo kurz Verwirrung aufkam, weil da scheinbar der Schilder-Teufel zugeschlagen hatte, weil es waren keine mehr da (sonst habe ich immer den Track auf dem Garmin, aber ausgerechnet heute nicht). Nach kurzer Orientierung konnten wir aber unsere Reise fortsetzen- Nach einer Weile kamen auch wieder Schilder, so dass wir wieder Gewissheit hatten, auf der richtigen Strecke unterwegs zu sein. So langsam rollte der Besenwagen von hinten auf uns auf, was dann zur nächsten Tempoverschärfung führte.

So erreichten wir auch wie im Fluge die K4, wo wir auf einen Sportskameraden trafen, der leider vom Besenwagen eingesammelt werden musste, da sein Lenker gebrochen war, aber zum Glück ist ihm dabei nichts passiert. Nach kurzer Stärkung machten wir uns auf den Weg für die letzten Km.

Nach kurzer Zeit rollten wir von hinten auf eine Teilnehmerin auf, die scheinbar schon etwas zu Kämpfen hatte, so beschlossen wir ihr bis ins Ziel Begleitschutz zugeben. Dementsprechend normalisierte sich das Tempo wieder. So fuhren wir dann gemütlich in der Vierer Gruppe ins Ziel. Vielen Dank an alle war wieder eine Super-Tour.

Ich kann jedem diese RTF nur empfehlen, weil sie halt nicht auf den Standard-Strecken durch die Heide führt, die man von so vielen RTF`s kennt.
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte,
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß, dem Mann in seine Rechte,
drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede...

Zitat: Ernst Moritz Arndt 1812

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