Südharz-Radmarathon '09, Bad Lauterberg (Bericht + Bilder)

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Helmut
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Südharz-Radmarathon '09, Bad Lauterberg (Bericht + Bilder)

Beitragvon Helmut » 19.08.2009, 00:39

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20136.JPG">

<b>12. Südharz-Radmarathon des RV Wanderlust Bad Lauterberg am 16.08.2009

Bericht Jens Nolte, Bilder Michael, beide vom ESV Fortuna Celle</b>

Zum Abschluss unserer diesjährigen Radmarathonserie trafen sich Manfred, Michael, Hubertus und ich gegen 07:00 Uhr in der Bahnhofstraße auf dem Gelände der Lutterbergschule von Bad Lauterberg am Fuße des Südharzes. Natürlich sichteten wir auch hier bekannte Gesichter, wie z. B. Jürgen aus Fallersleben und Hans Hermann alias „Angelboot“ vom Radsportteam Lübeck, der wie Manfred am Vortag noch die RTF „Vor dem Weltcup-Rennen“ in Hamburg-Hamm stramm gefahren ist. Pünktlich zum Start erschien auch Lokalmatador Floeri mit Freundin Sibel und den beiden Gastfahrern Arne und Frank von der Leipziger Rennradliste zum Start. Natürlich durften Skiweltmeister Conny aus Rötgesbüttel und Detlef aus Burgwedel auch nicht fehlen.

Die Anmeldung in der großen Sporthalle verlief sehr reibungslos. Nach einer Stärkung mit Kaffee und belegten Brötchen ging es auch gleich an die Startvorbereitungen. Trotz morgendlicher Sonne war es am Harz noch sehr frisch, sodass wir trotz guter Wetterprognosen lieber die Armlinge überstreiften. Nach einer kurzen Ansprache des hiesigen Bürgermeisters wurde der Start für die ca. 100 Marathonis pünktlich um 08:00 Uhr durch den Cheforganisator Heinrich Zoubek freigegeben.

Die Berge ließen nicht lange auf sich warten. Noch in Bad Lauterberg tat sich der erste Anstieg des Tages vor uns auf. Es sollten noch mehr werden! Jeder suchte seinen Tritt, alsbald begann die Gruppenbildung wie von Geisterhand. Einige unentwegte ließen wir gleich ziehen. Conny zog mit den Goslaer Adlern auf und davon. Er wollte heute irgendwie nicht mit uns fahren, obwohl er am Start zuvor mit auf unserer Vereinsfoto durfte.

Bis zur ersten Kontrolle in Woffleben hatten wir dann auch bald unser Tageskernteam zusammen, dem auch das freundliche Radpärchen vom TuS Eicklingen mit dem Verkehrsschild auf dem Rücken und die schnelle Frau im weißen Trikot vom Dolomiten-Radmarathon angehörte.

Ab Ellrich war nun Schluss mit lustig. Um die Kontrolle K2 am Nullpunkt auf 600 m Höhe zu erklimmen, mussten ca. 400 hm gleich am Stück erklommen werden. Zur Belohnung versorgte uns Gasthelfer Otto aus Bad Harzburg mit Stempel, Melone, Apfelstücken, Schmalzbroten und Eisteegetränken. Nach kurzer Verschnaufpause sammelten wir uns in einer kurzen Abfahrt, bevor es mit ständigem auf und ab weiter durch den Ostharz ging. Bei herrlichstem Sommerwetter ging es mit Blick auf den Brocken und die prächtige Landschaft über Benneckenstein, Tanne und Hasselfelde zur Rappbodetalsperre. Nach Überquerung der Stauermauer und Durchfahren des Tunnels erreichten wir den K3 direkt am hiesigen Parkplatz. Hier gab es mit dem ansässigen Parkplatzpächter so einiges Gerangel um die besten Plätze. Auch hier zeigte sich mal wieder wenig Toleranz gegenüber den radelnden Verkehrsteilnehmern. Na ja, Verpflegung gab es eh hier nicht so viel und die Kontrolle in Drei Annen war ja nicht mehr weit. Leider musste Arne aus Leipzig wegen technischem Defekt, den Marathon vorzeitig aufgeben, da eine Speiche riss und dabei irgendwie den Schlauchreifen aufschlitzte.

Den K4 erreichten wir über Rübeland und Elbingerode. Hier wurde die Warmverpflegung des Tages gereicht. Die Nudeln waren vom Hotelkoch al dente zubereitet, die Soße dazu gut abgeschmeckt. Hier trafen wir unseren Conny wieder, der aber wieder ohne uns zur nächsten Etappe aufbrach! Nach einer etwas ausführlicheren Halbzeitpause brachen wir zum Dach unserer Marathonrunde auf. Zunächst ging es in einer schönen Abfahrt bis in den Ort Elend hinein und dann moderat weiter bis nach Braunlage. Kurz zuvor wartete Hubertus am Straßenrand auf seine Fortunen. Mit Angelboot und der Marathonlady in weiß gingen wir nun gemeinsam an den Scharfrichter des Tages über Königskrug bis zum Sonnenberg auf 830 Meter. Der starke Westwind erschwerte unser Vorankommen enorm. Bei ca. 6% durchschnittlicher Steigung musste ganze Arbeit geleistet werden um zügig voranzukommen. Besonders Hubertus und Angelboot trotzten dem Wind und zogen die Gruppe bis zur Bergwertung. Die Abfahrt nach Sankt Andreasberg tat nun äußerst gut, allerdings war bei der 15%igen Ortsdurchfahrt äußerste Vorsicht geboten, gute Bremsen waren hier sehr gefragt.

Die 5. Labestelle in Sieber war alsbald erreicht. Hier wurde entgegen den anderen Verpflegungsstellen ein deutlich besseres Buffett geboten. Zu Melone, Banane und Apfel wurden auch Wurstbrote und Schmalzbrote sowie Harzer Käse auf Brot geboten. Das war lecker! Nur die Getränke brauchten mehr Geschmack. Vielleicht klappt es ja mal mit Uelzena! Vor uns war Sibel auf ihrer 115 km Runde hier eingetroffen. Sie wartete noch vergebens auf Florian, der wegen der technischen Probleme seiner Männer aus Leipzig irgendwie ins Hintertreffen gekommen ist. Ihr machten die Berge (1.200 hm) heute irgendwie zu schaffen. Aber sie ist tapfer die Tour und das ganz allein zu Ende gefahren.

Unsere Marathonzusatzschleife führte uns aus dem Harz in westliche Richtung heraus. Hier merkten wir dann erst einmal die Hitze des Tages so richtig und wünschten uns die Wälder des Harzes wieder. Bei strammen Gegenwind ging es erst mal an Herzberg vorbei bis nach Wulften zum Wendepunkt. Mit Rückenwind wurde es nun leichter. Bald erreichten wir den sechsten und letzten Kontrollpunkt des Tages in Wollershausen. Getränke gab es keine mehr und die wenigen Bananen hatte die Hitze schon gekocht. Bei moderatem Tempo rollten wir bis nach Rhumspringe wo der letzte Anstieg des Tages auf uns wartete.

Nach 7 Stunden Fahrzeit erreichten wir zufrieden und wohlbehalten das Ziel. Bleiben werden den Beteiligten die tollen Eindrücke von Landschaft und Natur gepaart mit den sportlichen Herausforderungen, die die Harzlandschaft so bietet. Ein Dank für die Organisation und Durchführung dieses wunderschönen Radmarathons an alle fleißigen Helfer. Ich kann nur hoffen, dass diese Veranstaltung weiterhin bestehen bleibt und zukünftig noch mehr als die insgesamt 250 Teilnehmer an den Start gehen werden.

Bei einem Erdinger alkoholfrei werteten wir dann die Tour gleich mit dem Chef des Tages Heinrich Zoubek aus. Angelboot hat es gleich so gut gefallen, dass er noch zwei Tage im Harz bleiben wird, um noch zwei Permanente unter die Räder zu nehmen.

Auch ein großes Danke an den unermüdlichen Fotoreporter Michael, der in allen Lebenslagen so „nebenbei“ heute wieder tolle Schnappschüsse fürs Fotoalbum gemacht hat. Hier stehen seine

<b>Bilder vom Südharz-Radmarathon ab Bad Lauterberg</b>

Jens

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20087.JPG">
Zuletzt geändert von Helmut am 20.09.2011, 12:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Gert
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Beitragvon Gert » 19.08.2009, 21:23

Hallo Jens, hallo Michael,

vielen Dank für den schönen Bericht und die tollen Bilder :) !
Das macht wirklich Lust aufs nächste Jahr, die Gegend ist bestimmt eine Reise wert :D .
Ich werde mir den Event mal für das nächste Jahr vormerken.

Gruß Gert :wink:
nichts ist unmöglich!!!
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Höhenprofil Südharz-Radmarathon

Beitragvon Helmut » 20.08.2009, 01:07

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... thon09.jpg">

Jens schrieb: Hier das "Höhenprofil als JPG aus meinem HAC 4, der leider nicht mehr so gut kalibriert ist und einige Höhenmeter liegen lässt. Die Marathonstrecke weist real ca. 2.230 hm auf und nicht die gemessenen 1.991 hm!"
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Radeltommes » 21.08.2009, 00:07

Super Bericht !!

Bin die 115 Kilometer Strecke gefahren. Diese Strecke hatte immer noch knapp 1.300 Höhenmeter !!

Die Strecken waren super ausgewählt ! Meist verlief alles auf verkehrsarmen Straßen ! Nur im Harz selber ließen sich einige Bundesstraßen - und damit starker Verkehr - nicht umfahren. Selbst mit meinen 115 Kilo ließ sich ein Schnitt von 28,3 Km/h realisieren. Daran sieht man, dass die Strecke trotz der Höhenmeter moderat gewählt wurde. Extreme Steigungsprozente gab es kaum !!

Die Strecke ist ein Traum für Kletterer, waghalsige Abfahrer und Rouleure!! Einziger Wermutstropfen ist und bleibt die karge Verpflegung in Südniedersachsen. Die traumhafte Landschaft und die bemühten Helfer lassen dies aber schnell vergessen!

Für mich ist diese RTF im nächsten Jahr ein MUSS !!
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 24.08.2009, 08:39

Tolles Radwochenende. Bin am Montag und Dienstag noch jeweils eine Permanente gefahren. Auch sehr schöne Strecken. Ein Kurzurlaub in Bad Lauterberg verbunden mit dem Marathon lohnt sich. Übernachtet habe ich in der Pension http://www.hohe-tanne.de. Man kann sein Rad sicher unterstellen und die Verpflegung und Unterkunft ist sehr gut.

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