Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Es ist wieder soweit: Die nationalen Spiele der Special Olympics, also der Wettbewerbe für Menschen mit geistiger Behinderung stehen unmittelbar vor der Tür. Am Montag geht es los mit einer großen Eröffnungsfeier in Saarbrücken. Die sportliche Wettbewerbe finden dann ab Dienstag überall im Saarland statt - und schwimmen sogar in Frankreich. Und wir dürfen wieder mittendrin dabei sein. Michael unterstützt die Organisation und dort insbesondere die Kommissäre im Rahmen der Radsportwettbewerbe in St. Wendel. Ich habe keine konkrete Aufgabe und darf mich daher überall bewegen und euch die Spiele, Athleten und Eindrücke wiedergeben. Wir freuen uns und werden an dieser Stelle berichten.
Re: Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Heute sind wir im Saarland angekommen. Zuerst haben wir geschaut, wie weit die Vorbereitungsarbeiten an der Radstrecke sind. Das ist ja schon echt Wahnsinn, was in St. Wendel möglich gemacht wird. Dort wird für den gesamten Zeitraum – also Montag bis Samstag – eine Bundesstraße (!) voll gesperrt
. Vorfahrt für die Radfahrer! Großartig. Davon können wir bei uns nur träumen. Mittwoch werde ich vor Ort sein und mir die Wettbewerbe vor Ort ansehen.
Danach ging´s weiter nach Saarbrücken. Wir mußten ja erstmal im Kongreß-Center unsere Akkreditierungen abholen. Das lief alles problemlos. Das eine oder andere bekannte Gesicht haben wir auch schon gesehen. Erste Orientierungen haben wir uns auch gegönnt. Ich weiß jetzt schon, wo Kraftdreikampf stattfindet, wo sich das Pressezentrum befindet und wo das Gesundheitsprogramm angeboten wird. Das war übrigens heute schon in vollem Gange
Beim Gesundheitsprogramm bekommen die Athleten die Möglichkeit, sich von medizinischem Fachpersonal beraten zu lassen. Es gibt insgesamt fünf Angebote: „Fit Feet - Fitte Füße“, also alles rund um die Fußgesundheit, „FUNfitness“, hier geht es um Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Gleichgewicht, „Health Promotion - Gesunde Lebensweise“, hier geht es u.a. um gesunde Ernährung, „Healthy Hearing - Besser Hören“, also alles rund ums Ohr und zu guter letzt „Special Smiles® - Gesund im Mund“, also alles rund um die Zahn- und Mundgesundheit. Viele haben schon heute von diesem Programm Gebrauch gemacht, denn die nächsten Tage stehen ja voll im Zeichen der sportlichen Wettbewerbe.
Morgen geht es dann los mit dem Fackellauf durch Saarbrücken und der großen Eröffnungsfeier. Diese wird übrigens live im TV beim SR und HR und u.a. bei sportschau.de im Stream übertragen. Ich freu mich drauf und werde hier berichten.
Danach ging´s weiter nach Saarbrücken. Wir mußten ja erstmal im Kongreß-Center unsere Akkreditierungen abholen. Das lief alles problemlos. Das eine oder andere bekannte Gesicht haben wir auch schon gesehen. Erste Orientierungen haben wir uns auch gegönnt. Ich weiß jetzt schon, wo Kraftdreikampf stattfindet, wo sich das Pressezentrum befindet und wo das Gesundheitsprogramm angeboten wird. Das war übrigens heute schon in vollem Gange
Beim Gesundheitsprogramm bekommen die Athleten die Möglichkeit, sich von medizinischem Fachpersonal beraten zu lassen. Es gibt insgesamt fünf Angebote: „Fit Feet - Fitte Füße“, also alles rund um die Fußgesundheit, „FUNfitness“, hier geht es um Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Gleichgewicht, „Health Promotion - Gesunde Lebensweise“, hier geht es u.a. um gesunde Ernährung, „Healthy Hearing - Besser Hören“, also alles rund ums Ohr und zu guter letzt „Special Smiles® - Gesund im Mund“, also alles rund um die Zahn- und Mundgesundheit. Viele haben schon heute von diesem Programm Gebrauch gemacht, denn die nächsten Tage stehen ja voll im Zeichen der sportlichen Wettbewerbe.
Morgen geht es dann los mit dem Fackellauf durch Saarbrücken und der großen Eröffnungsfeier. Diese wird übrigens live im TV beim SR und HR und u.a. bei sportschau.de im Stream übertragen. Ich freu mich drauf und werde hier berichten.
Re: Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Anmerkung: Der Text wurde Montag begonnen, aber erst heute (Dienstag) fertiggestellt.
Was für ein erster Tag im Saarland
. Es war wieder voller Erlebnisse und Eindrücke, von denen ich hier versuche, ein wenig wiederzugeben. Heute war für die meisten Sportler freies Training angesagt. Für die meisten heißt eben nicht für alle
: Beim Boccia wurde schon die Klassifizierung ausgespielt. Also führte mich mein Weg dorthin. Boccia gehört zu den Sportarten, in denen auch Athleten im Rollstuhl gleichberechtigt mitspielen können.

Und auch ansonsten gab es hier interessante Techniken zu beobachten.

Leider wurden im Rahmen der Klassifizierung noch keine Spiele ausgetragen. Es ging hier erstmal „nur“ darum, daß die Athleten je vier Würfe in drei unterschiedliche Entfernungen absolvieren mußten. Nach den vier Würfen wurde fleißig gemessen.

Diese Werte wurden notiert, so daß dann die Wettkampfleitung anhand dieser Werte/Entfernungen etwa gleichstarke Mannschaften in einen Wettbewerb zusammenfassen kann.
Nach dem Boccia ging es für mich zu meinem persönlichen Highlight des Tages: den Fackellauf. Kurz vor dem Beginn des Fackellaufs habe ich Maximilian kennengelernt. Er ist gemeinsam mit seiner Tandempartnerin aktiver Teil des Fackellaufs und durfte eine Etappe die Fackel tragen. Die Vorfreude war riesig
.

Bevor der Lauf jedoch losging, gab es am Rathaus ein kleines Vorprogramm mit Tanz und Interviews. Eine Tanzschule hat die Menge in Stimmung gebracht, und fast jeder tanzte mit. Was für eine geile Stimmung!
Genau das ist Special Olympics
.

Dann wurden dem Innenminister des Saarlands und dem Oberbürgermeister von Saarbrücken noch ein paar Fragen gestellt.

Dabei hat mich der Innenminister sehr begeistert. Das war nicht das übliche – langweilige – Politikersprech, sondern Aussagen mit sehr viel Herzblut und Begeisterung. Er hat deutlich hervorgehoben, daß es in den nächsten Tagen um die Sportler und eben nicht um ihn oder andere geht. Er hat sich dann auch sehr klar positioniert, daß Menschen wir diese Sportler NIE WIEDER „aussortiert“ werden dürfen. Was für ein klares Statement – dazu noch mit einer Emotionalität vorgetragen, wie ich sie selten von einem Politiker gehört habe. Klasse!
Und dann ging die Flamme – ähm… das Grubenlicht auf die Reise.

Wieso denn ein Grubenlicht und keine Fackel?
Das hat historische Gründe: 1952 war das Saarland noch selbständig und nahm daher auch an den Olympischen Spielen in Helsinki teil. Da man nicht so recht wußte, wie das olympische Feuer dahin transportiert werden kann, behalf man sich mit einer Grubenlampe und brachte darin das Feuer nach Finnland. Heute steht diese historische Grubenlampe im Museum in Helsinki. Naja, und für die Special Olympics wurde dieser Gedanke wieder aufgegriffen. Daher: Grubenlampe statt Fackel.
Nach dem ersten Abschnitt kam Maximilans großer Auftritt. Er übernahm das Feuer und durfte es durch die Fußgängerzone von Saarbrücken tragen. Und wie stolz und glücklich er war:


Und so zog die Gruppe – angeführt von jeweils wechselnden Fackelträgern – durch die Innenstadt.

Vorbei an jubelnden Zuschauern. Bei einzelnen Übergabestellen warteten besondere Personengruppen wie z.B der Zoll.

Zwischendurch gab es auf dem Feld, auf dem 3X3 Basketball gespielt wird, noch eine Tanzeinlage – und auch hier war Maximilian mit dabei.

Die letzten – und auch jüngsten Fackelträger kamen am Ende zum Zuge. Es waren Elias und Ben.


Nach ein paar Abschlußreden war der Fackellauf beendet. Es war großartig – die Stimmung unter den Läufern und am Streckenrand waren einfach unbeschreiblich
.
Direkt vom Ende des Fackellaufs konnte ich mich in den Shuttle-Bus Richtung Stadion setzen. Dort sollte die Eröffnungsfeier stattfinden. Auf diese hatte ich mich sehr gefreut, war am Ende aber doch leicht enttäuscht
. Es gab einfach kaum Höhepunkte. Am Anfang landeten Fallschirmspringer im Stadion.

Das war schon spektakulär. Aber dann folgten – gefühlt – nur Reden. Zwar kamen irgendwann jeweils zwei Vertreter jedes Bundeslandes und der ausländischen Delegationen ins Stadion.

Aber viel mehr passierte nach meinem Eindruck nicht. Zeit also, sich nach den Schleswig-Holsteiner Athleten umzusehen. Dort war die Stimmung prächtig
.

Als ich auf dem Weg zurück in „meinen“ Block war, stieß ich unverhofft auf die Flamme. Sie wurde sehr sicher ins Stadion eskortiert:

Wenig später wurde das Feuer entzündet. Die Spiele sind eröffnet.

Alle Bilder des Tages gibt´s hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 5-06-2026/
Was für ein erster Tag im Saarland

Und auch ansonsten gab es hier interessante Techniken zu beobachten.

Leider wurden im Rahmen der Klassifizierung noch keine Spiele ausgetragen. Es ging hier erstmal „nur“ darum, daß die Athleten je vier Würfe in drei unterschiedliche Entfernungen absolvieren mußten. Nach den vier Würfen wurde fleißig gemessen.

Diese Werte wurden notiert, so daß dann die Wettkampfleitung anhand dieser Werte/Entfernungen etwa gleichstarke Mannschaften in einen Wettbewerb zusammenfassen kann.
Nach dem Boccia ging es für mich zu meinem persönlichen Highlight des Tages: den Fackellauf. Kurz vor dem Beginn des Fackellaufs habe ich Maximilian kennengelernt. Er ist gemeinsam mit seiner Tandempartnerin aktiver Teil des Fackellaufs und durfte eine Etappe die Fackel tragen. Die Vorfreude war riesig

Bevor der Lauf jedoch losging, gab es am Rathaus ein kleines Vorprogramm mit Tanz und Interviews. Eine Tanzschule hat die Menge in Stimmung gebracht, und fast jeder tanzte mit. Was für eine geile Stimmung!

Dann wurden dem Innenminister des Saarlands und dem Oberbürgermeister von Saarbrücken noch ein paar Fragen gestellt.

Dabei hat mich der Innenminister sehr begeistert. Das war nicht das übliche – langweilige – Politikersprech, sondern Aussagen mit sehr viel Herzblut und Begeisterung. Er hat deutlich hervorgehoben, daß es in den nächsten Tagen um die Sportler und eben nicht um ihn oder andere geht. Er hat sich dann auch sehr klar positioniert, daß Menschen wir diese Sportler NIE WIEDER „aussortiert“ werden dürfen. Was für ein klares Statement – dazu noch mit einer Emotionalität vorgetragen, wie ich sie selten von einem Politiker gehört habe. Klasse!
Und dann ging die Flamme – ähm… das Grubenlicht auf die Reise.

Wieso denn ein Grubenlicht und keine Fackel?
Nach dem ersten Abschnitt kam Maximilans großer Auftritt. Er übernahm das Feuer und durfte es durch die Fußgängerzone von Saarbrücken tragen. Und wie stolz und glücklich er war:


Und so zog die Gruppe – angeführt von jeweils wechselnden Fackelträgern – durch die Innenstadt.

Vorbei an jubelnden Zuschauern. Bei einzelnen Übergabestellen warteten besondere Personengruppen wie z.B der Zoll.

Zwischendurch gab es auf dem Feld, auf dem 3X3 Basketball gespielt wird, noch eine Tanzeinlage – und auch hier war Maximilian mit dabei.

Die letzten – und auch jüngsten Fackelträger kamen am Ende zum Zuge. Es waren Elias und Ben.


Nach ein paar Abschlußreden war der Fackellauf beendet. Es war großartig – die Stimmung unter den Läufern und am Streckenrand waren einfach unbeschreiblich
Direkt vom Ende des Fackellaufs konnte ich mich in den Shuttle-Bus Richtung Stadion setzen. Dort sollte die Eröffnungsfeier stattfinden. Auf diese hatte ich mich sehr gefreut, war am Ende aber doch leicht enttäuscht

Das war schon spektakulär. Aber dann folgten – gefühlt – nur Reden. Zwar kamen irgendwann jeweils zwei Vertreter jedes Bundeslandes und der ausländischen Delegationen ins Stadion.

Aber viel mehr passierte nach meinem Eindruck nicht. Zeit also, sich nach den Schleswig-Holsteiner Athleten umzusehen. Dort war die Stimmung prächtig

Als ich auf dem Weg zurück in „meinen“ Block war, stieß ich unverhofft auf die Flamme. Sie wurde sehr sicher ins Stadion eskortiert:

Wenig später wurde das Feuer entzündet. Die Spiele sind eröffnet.

Alle Bilder des Tages gibt´s hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 5-06-2026/
Re: Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Heute starteten alle Sportarten in ihre Wettbewerbe. Die meisten hatten nur Klassifizierungen. Dabei geht es darum, die Stärken und Schwächen der jeweiligen Athleten zu ermitteln, um in den anschließenden Finals ungefähr gleich starke Gruppen zusammenzustellen. Ich war heute als erstes am Sport-Campus in Saarbrücken. Dort findet Basketball und Tischtennis statt. Beim Basketball ist eine der – ich meine – sechs ausländischen Delegationen beteiligt: ein Team aus Israel.

Ich hatte Gelegenheit, mir insgesamt zwei (kurze) Klassifizierungsspiele anzusehen. Spieldauer war so ca. 10 Minuten, vielleicht auch 15 – da bin ich mir nicht ganz sicher. Teilweise ging es sehr rasant zu.

Interessant war eine Bemerkung einer Studentin (oder so… so genau weiß ich das nicht). Sie war mit einer Gruppe vor Ort und meinte, daß man den Athleten ihre Behinderung gar nicht ansieht und sie ja auch ganz schön gut spielen
. Wenn das bei Unbeteiligten ankommt, ist viel erreicht. Die Behinderung ist kein Grund, keine großartigen sportlichen Leistungen zu vollbringen.
Eine Halle daneben fand Tischtennis statt. Hier lernte ich Florian und Peter kennen.

Sie haben erst morgen ihre Klassifizierung, was sie nicht davon abhielt, heute an einer freien Platte zu trainieren. Ok, damit sie spielen konnten, haben sie zuvor das Schild „Platte gesperrt“ entfernt…
Man muß sich nur zu helfen wissen
. Das hat aber leider der Hallensprecher gemerkt und sie gebeten, das Schild wieder aufzustellen und die Platte zu verlassen. Schade
. Netterweise haben dann Hamburger Athleten ihren Trainingsplatz freigeräumt und Florian und Peter zur Verfügung gestellt
. Die Spielfreude, die beiden hatten, war einfach phänomenal.

Und Florian hat mir auch mehrfach erzählt, daß er der Titelverteidiger ist und daher auch dieses Mal wieder gewinnen möchte. Ich werde es beobachten, ob´s geklappt hat.
Und dann ging´s für mich auch schon weiter zu einer meiner Lieblingssportarten: Roller Skating. Das ist so rasant und so spannend, daß das Zuschauen einfach nur Spaß macht. Dazu ist die Atmosphäre dort so familiär, daß ich mich einfach sehr gerne dort aufhalte. Also auf nach Völklingen. Und auch hier war eine ausländische Delegation vertreten: die Ungarn.

Hier zeigte sich auch, daß die Bandbreite der Athleten riesig ist. Da gibt es sehr schnell und – für mich als Laien – professionell fahrende Skater

und andererseits die Skater, die auch noch während ihres Finallaufs dem Fotografen, also mir zuwinken
.

Das sind dann auch die Athleten, die sich nach ihrem Zieleinlauf so herrlich emotional freuen. Eine Pressemitarbeiterin meinte in diesem Zusammenhang heute zu mir, daß sie sich fragt, warum diese Sportler sich so freuen können. „Warum können wir das nicht? Was stimmt mit uns nicht?“ Tja, ist nicht jeder ein wenig behindert…?
Hier gab es heute übrigens auch schon die ersten Medaillen dieser Spiele, denn es wurden die Finalläufe über 100 m und 500 m ausgefahren. In einem Rennen war es so knapp, daß die Plätze 2-4 nahezu zeitgleich die Ziellinie überquerten. Entscheidend ist in diesem Fall die erste Rolle des Skates, der Bodenkontakt hat. Das Zielfoto wurde relativ lange ausgewertet, weil nicht klar war, ob der eine Skate, dessen Rolle vorne war, auch wirklich am Boden, oder schon – oder noch – in der Luft war. Am Ende lag zwischen zwei Plätze eine halbe Rolle
. Das ist bei Skater-Rollen nicht wirklich viel. Was für ein Lauf
.
Andere ließen es entspannter angehen und freuten sich, als sie es geschafft hatten
.

Am Ende gab es die wohlverdienten Siegerehrungen. Ich laß einfach mal Bilder sprechen:



Nach diesen emotionalen Momenten fuhr ich wieder zurück nach Saarbrücken. Im Kongreß-Zentrum war noch was los: Kraftdreikampf
. Das klingt erstmal etwas unspektakulär. Aber stimmungsmäßig ist es mega. Die Athleten bekommen in ihrer Vorbereitungsphase immer sehr viel Ruhe. Die Zuschauer wurden sogar ermahnt, ihre Handys auszuschalten
. Und auf diese vollkommenen Stille folgt frenetischer Beifall
, wenn der Athlet es geschafft hat, das Gewicht in die Höhe zu stemmen.

Und das feiern die Athleten auch:


Bei einem der Athleten wurde dann noch angesagt, daß er es noch nie geschafft hat, 160 kg zu heben. Als er auf die Bühne kam, wurde er dann wie wild angefeuert. Dann folgte die Ruhe zur Konzentration und Vorbereitung. Man konnte die Spannung förmlich spüren. Und dann griff er an die Hantel, aktivierte seine Muskeln und die Hantel ging hoch und immer höher. Geschafft! 160 kg! Was für eine Leistung
.
Den Schlußpunkt des Tages setzte der Litauer Modestas. Er wagte sich an die magische Grenze von 200 kg. Ein Raunen ging durch das Publikum. Aber Modestas zeigte schon die ganze Zeit starke Leistungen. Und er schaffte es!
Was für ein schöner Abschluss eines tollen und ereignisreichen Tages.

Für morgen kann ich schon mal versprechen, daß ich der Radstrecke einen Besuch abstatten werde. Dort startet mein Vereinskollege Helge im 25 km Straßenrennen. Ich werde berichten.
Alle Fotos von heute findet ihr hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 6-06-2026/

Ich hatte Gelegenheit, mir insgesamt zwei (kurze) Klassifizierungsspiele anzusehen. Spieldauer war so ca. 10 Minuten, vielleicht auch 15 – da bin ich mir nicht ganz sicher. Teilweise ging es sehr rasant zu.

Interessant war eine Bemerkung einer Studentin (oder so… so genau weiß ich das nicht). Sie war mit einer Gruppe vor Ort und meinte, daß man den Athleten ihre Behinderung gar nicht ansieht und sie ja auch ganz schön gut spielen
Eine Halle daneben fand Tischtennis statt. Hier lernte ich Florian und Peter kennen.

Sie haben erst morgen ihre Klassifizierung, was sie nicht davon abhielt, heute an einer freien Platte zu trainieren. Ok, damit sie spielen konnten, haben sie zuvor das Schild „Platte gesperrt“ entfernt…

Und Florian hat mir auch mehrfach erzählt, daß er der Titelverteidiger ist und daher auch dieses Mal wieder gewinnen möchte. Ich werde es beobachten, ob´s geklappt hat.
Und dann ging´s für mich auch schon weiter zu einer meiner Lieblingssportarten: Roller Skating. Das ist so rasant und so spannend, daß das Zuschauen einfach nur Spaß macht. Dazu ist die Atmosphäre dort so familiär, daß ich mich einfach sehr gerne dort aufhalte. Also auf nach Völklingen. Und auch hier war eine ausländische Delegation vertreten: die Ungarn.

Hier zeigte sich auch, daß die Bandbreite der Athleten riesig ist. Da gibt es sehr schnell und – für mich als Laien – professionell fahrende Skater

und andererseits die Skater, die auch noch während ihres Finallaufs dem Fotografen, also mir zuwinken

Das sind dann auch die Athleten, die sich nach ihrem Zieleinlauf so herrlich emotional freuen. Eine Pressemitarbeiterin meinte in diesem Zusammenhang heute zu mir, daß sie sich fragt, warum diese Sportler sich so freuen können. „Warum können wir das nicht? Was stimmt mit uns nicht?“ Tja, ist nicht jeder ein wenig behindert…?
Hier gab es heute übrigens auch schon die ersten Medaillen dieser Spiele, denn es wurden die Finalläufe über 100 m und 500 m ausgefahren. In einem Rennen war es so knapp, daß die Plätze 2-4 nahezu zeitgleich die Ziellinie überquerten. Entscheidend ist in diesem Fall die erste Rolle des Skates, der Bodenkontakt hat. Das Zielfoto wurde relativ lange ausgewertet, weil nicht klar war, ob der eine Skate, dessen Rolle vorne war, auch wirklich am Boden, oder schon – oder noch – in der Luft war. Am Ende lag zwischen zwei Plätze eine halbe Rolle
Andere ließen es entspannter angehen und freuten sich, als sie es geschafft hatten

Am Ende gab es die wohlverdienten Siegerehrungen. Ich laß einfach mal Bilder sprechen:



Nach diesen emotionalen Momenten fuhr ich wieder zurück nach Saarbrücken. Im Kongreß-Zentrum war noch was los: Kraftdreikampf

Und das feiern die Athleten auch:


Bei einem der Athleten wurde dann noch angesagt, daß er es noch nie geschafft hat, 160 kg zu heben. Als er auf die Bühne kam, wurde er dann wie wild angefeuert. Dann folgte die Ruhe zur Konzentration und Vorbereitung. Man konnte die Spannung förmlich spüren. Und dann griff er an die Hantel, aktivierte seine Muskeln und die Hantel ging hoch und immer höher. Geschafft! 160 kg! Was für eine Leistung
Den Schlußpunkt des Tages setzte der Litauer Modestas. Er wagte sich an die magische Grenze von 200 kg. Ein Raunen ging durch das Publikum. Aber Modestas zeigte schon die ganze Zeit starke Leistungen. Und er schaffte es!

Für morgen kann ich schon mal versprechen, daß ich der Radstrecke einen Besuch abstatten werde. Dort startet mein Vereinskollege Helge im 25 km Straßenrennen. Ich werde berichten.
Alle Fotos von heute findet ihr hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 6-06-2026/
Re: Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Was war das schon wieder für ein toller Tag! Aber von vorne: Heute morgen bin ich wieder zum Ludwigsparkstadion, dem Stadion, in dem die Eröffnungsfeier stattfand, gefahren. Dort und auf den Fußballplätzen nebenan fanden die Fußballspiele statt.

Daneben befindet sich die Saarlandhalle, wo sich die Badminton-Spieler duellierten. Ihr merkt, ich nehme viele verschiedene Sportarten mit. Mein erstes Ziel war die Badminton-Halle. Dort waren alle, die Lust auf ein wenig Bewegung hatten, dabei, sich mit ein wenig Musik aufzulockern
. Darunter waren Athleten, Schiedsrichter und Volunteers. Ich hab´s gerade so geschafft, meine Kamera zusammenzubauen. Dann begab ich mich in die Mitte dieses tanzenden Kreises. Ich versprach mit davon schöne Bilder wie dieses hier:

Und plötzlich wurde es eng um mich, denn der Kreis kam dann zum Ende hin in der Mitte zusammen – aber da war ja ich
. Nun ja, mittendrin statt nur dabei
.
Was mich beim Badminton auch begeistert hat, war die Tatsache, daß zu Beginn eines Spiels alle Spieler für jedes der 9 Spielfelder mit Musik begleitet und unter viel Applaus in die Halle einmarschiert sind
.


Gute Fotos von den Spielen konnte ich leider nicht wirklich kreieren, da aus Rücksicht auf die Sportler kein Blitzlicht verwendet werden durfte. Daher kann ich nur Eindrücke wiedergeben.

Es wurde über zwei Gewinnsätze gespielt. Die beiden Lübecker Christian und Kai haben sich dabei ein sehr spannendes Match geliefert. Im 3. Satz lag Christian schon 3:10 hinten. Ich dachte, das war´s jetzt. Aber er kämpfte sich zurück und konnte tatsächlich das Blatt noch wenden. Am Ende gewann er mit 21:15. Was für ein starkes Come-Back
.

Dann ging´s für mich weiter zum Fußball. Ein sehr netter Volunteer gab sich für mich als Ansprechpartner für Medien zu erkennen und machte mich auf das Frauen-Fußballturnier auf Platz 6 aufmerksam. Dort waren neben Teams aus Deutschland auch Mannschaften aus dem Kosovo

Israel

und Bosnien-Herzegovina

vertreten. Und just als ich vor Ort waren, spielten auch gerade Kosovo gegen Israel.

Am Ende konnte Israel das Match knapp mit 1:0 für sich entscheiden. Die Freude darüber war riesig.

Ich wäre tatsächlich gerne noch länger geblieben, weil die Stimmung auf und neben dem Platz einfach großartig war
. Aber ich hatte heute noch ein ganz wichtiges Ziel: St. Wendel. Dort ist die Radstrecke. Und mein Vereinskamerad Helge hatte hier heute sein 25 km-Straßenrennen. Da mußte ich natürlich dabei sein. Also ab in den Zug und den – extra für die Special Olympics eingerichteten
– Shuttle. Da die Radsportler gerade Pause hatten, bin ich nach nebenan zum Gestüt Welvert gegangen. Dort findet Reitsport statt.
Reitsport hatte ich schon in Berlin gesehen, fand es aber sehr langweilig. Damals fand der Wettbewerb in einer Halle statt. Und dort war es sehr ruhig. Da ich keine Ahnung von diesem Sport habe, sah ich halt einfach nur Pferde rumlaufen…
Dieses Mal fand das Turnier draußen statt – leise war es trotzdem. Es ist einfach besser für Reiter und Pferd. Mir wurde aber von einer Helferin ein wenig erläutert, worauf es bei der Dressur, die gerade stattfand, ankommt. Reiter und Pferd müssen bestimmte Elemente ablaufen (Kreis, geradeaus, mit lockerem Zügel und dadurch nur mit den Beinen, mit Grüßen usw.). Diese Elemente müssen möglichst exakt ausgeführt werden, also z.B. den Kreis an einem bestimmten Punkt beginnen und dort auch wieder beenden oder die Geradeausstrecke bis zum Ende durchlaufen. Ok, mit Erklärung macht es tatsächlich auch mehr Spaß da zuzugucken
.


Aber dann war es endlich soweit: Die Radsportwettbewerbe gingen weiter. Als erstes stand das 5 km Zeitfahren auf dem Programm. Die Strecke ist dabei recht anspruchsvoll, denn das Saarland ist alles – nur nicht flach
. Und so gibt es auch hier einen kurzen, aber sehr knackigen Anstieg mit bis zu 10 % auf der 2,5 km-Runde. Hier kann man das vielleicht erahnen.

Die Zuschauer gaben sich aber sehr viel Mühe, den Sportlern diese Qual Runde für Runde mit viel Anfeuerung zu erleichtern
. Das war stark!
Dazu war in der Abfahrt noch ein Kreisel zu durchfahren.

Hier mußten die Fahrer aufpassen, daß sie nicht zu schnell werden, um die Kurven sicher zu beherrschen. Also durchaus anspruchsvoll die ganze Nummer.
Um 15:30 Uhr ging es für Helge auf die Strecke. 25 km – das bedeutet 10 Runden, also 10 x diesen Anstieg hoch. Die Ansage für Helge lautete: Laß Nils erstmal fahren und bleib bei Heike (die einzige, aber sehr starke Frau in dieser Konkurrenz). Heike fährt ein stabiles Tempo. Kurz nach dem Start lief das Rennen wie erwartet: Nils vorneweg, dann Alex und kurz dahinter Heike und Helge sowie ein weiterer Fahrer mit etwas Abstand hintendran.

So weit, so gut. Der Plan ging auf
. Nach 1,5 Runden aber hatte sich ein Fahrer abgesetzt. Und das war… ups…
Helge! Oh je, hoffentlich übernimmt er sich nicht. Es ist ja noch ein langes Rennen. Ich hab dann irgendwann mal den Abstand gemessen: 35 Sekunden. Wenig später war der Vorsprung auf 1 Minute angewachsen. Ok, wenn er so weiterfährt, sieht das echt ganz gut aus. Ich hab dann versucht, ihn Runde für Runde vor dem Kreisel etwas einzubremsen, damit er sich sein gutes Ergebnis nicht durch einen möglichen Sturz vermasselt. Der Vorsprung war ja groß genug. Das fuhr er aber alles sehr souverän und vor allem auch mit viel Freude.

Und er hat das wirklich gut durchgestanden, kaum abgebaut und einen souveränen Sieg eingefahren
. Was für ein Auftakt für ihn!
Die Freude bei Helge

und uns

war riesig. Jetzt kann er seine beiden folgenden Wettbewerbe (10 km Zeitfahren und 40 km Straßenrennen) entspannt angehen. Nur so für Statistik-Freunde: Er ist einen 27,7er-Schnitt gefahren.
Besonders schön war eine Siegerehrung einer Klasse im 5 km Zeitfahren. Es gibt so den einen oder anderen Athleten, der nicht so ganz verstanden hat, welche Plazierung er eingefahren hat. Und auch bei der Siegerehrung, bei der man ja zu seinem erzielten Platz gebracht wird, war es ihm (seinen Namen hab ich leider vergessen) noch nicht klar. Erst als der Sprecher seinen Namen nannte und die Goldmedaille auf dem Weg zu ihm war, begriff er, was er geleistet hat.

Er kam aus dem Staunen gar nicht heraus:

Und auch als er die Medaille in der Hand hatte, mußte er immer wieder nachsehen, ob das wirklich Gold ist.

Was für ein wunderschöner Special-Olympics-Moment. Und mit diesen schönen Bildern verabschiede ich mich in die Nacht
. Morgen geht´s nach Frankreich zum Schwimmen.
Ach so, die Bilder des Tages gibt´s hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 7-06-2026/

Daneben befindet sich die Saarlandhalle, wo sich die Badminton-Spieler duellierten. Ihr merkt, ich nehme viele verschiedene Sportarten mit. Mein erstes Ziel war die Badminton-Halle. Dort waren alle, die Lust auf ein wenig Bewegung hatten, dabei, sich mit ein wenig Musik aufzulockern

Und plötzlich wurde es eng um mich, denn der Kreis kam dann zum Ende hin in der Mitte zusammen – aber da war ja ich
Was mich beim Badminton auch begeistert hat, war die Tatsache, daß zu Beginn eines Spiels alle Spieler für jedes der 9 Spielfelder mit Musik begleitet und unter viel Applaus in die Halle einmarschiert sind


Gute Fotos von den Spielen konnte ich leider nicht wirklich kreieren, da aus Rücksicht auf die Sportler kein Blitzlicht verwendet werden durfte. Daher kann ich nur Eindrücke wiedergeben.

Es wurde über zwei Gewinnsätze gespielt. Die beiden Lübecker Christian und Kai haben sich dabei ein sehr spannendes Match geliefert. Im 3. Satz lag Christian schon 3:10 hinten. Ich dachte, das war´s jetzt. Aber er kämpfte sich zurück und konnte tatsächlich das Blatt noch wenden. Am Ende gewann er mit 21:15. Was für ein starkes Come-Back

Dann ging´s für mich weiter zum Fußball. Ein sehr netter Volunteer gab sich für mich als Ansprechpartner für Medien zu erkennen und machte mich auf das Frauen-Fußballturnier auf Platz 6 aufmerksam. Dort waren neben Teams aus Deutschland auch Mannschaften aus dem Kosovo

Israel

und Bosnien-Herzegovina

vertreten. Und just als ich vor Ort waren, spielten auch gerade Kosovo gegen Israel.

Am Ende konnte Israel das Match knapp mit 1:0 für sich entscheiden. Die Freude darüber war riesig.

Ich wäre tatsächlich gerne noch länger geblieben, weil die Stimmung auf und neben dem Platz einfach großartig war
Reitsport hatte ich schon in Berlin gesehen, fand es aber sehr langweilig. Damals fand der Wettbewerb in einer Halle statt. Und dort war es sehr ruhig. Da ich keine Ahnung von diesem Sport habe, sah ich halt einfach nur Pferde rumlaufen…


Aber dann war es endlich soweit: Die Radsportwettbewerbe gingen weiter. Als erstes stand das 5 km Zeitfahren auf dem Programm. Die Strecke ist dabei recht anspruchsvoll, denn das Saarland ist alles – nur nicht flach

Die Zuschauer gaben sich aber sehr viel Mühe, den Sportlern diese Qual Runde für Runde mit viel Anfeuerung zu erleichtern
Dazu war in der Abfahrt noch ein Kreisel zu durchfahren.

Hier mußten die Fahrer aufpassen, daß sie nicht zu schnell werden, um die Kurven sicher zu beherrschen. Also durchaus anspruchsvoll die ganze Nummer.
Um 15:30 Uhr ging es für Helge auf die Strecke. 25 km – das bedeutet 10 Runden, also 10 x diesen Anstieg hoch. Die Ansage für Helge lautete: Laß Nils erstmal fahren und bleib bei Heike (die einzige, aber sehr starke Frau in dieser Konkurrenz). Heike fährt ein stabiles Tempo. Kurz nach dem Start lief das Rennen wie erwartet: Nils vorneweg, dann Alex und kurz dahinter Heike und Helge sowie ein weiterer Fahrer mit etwas Abstand hintendran.

So weit, so gut. Der Plan ging auf

Und er hat das wirklich gut durchgestanden, kaum abgebaut und einen souveränen Sieg eingefahren

und uns

war riesig. Jetzt kann er seine beiden folgenden Wettbewerbe (10 km Zeitfahren und 40 km Straßenrennen) entspannt angehen. Nur so für Statistik-Freunde: Er ist einen 27,7er-Schnitt gefahren.
Besonders schön war eine Siegerehrung einer Klasse im 5 km Zeitfahren. Es gibt so den einen oder anderen Athleten, der nicht so ganz verstanden hat, welche Plazierung er eingefahren hat. Und auch bei der Siegerehrung, bei der man ja zu seinem erzielten Platz gebracht wird, war es ihm (seinen Namen hab ich leider vergessen) noch nicht klar. Erst als der Sprecher seinen Namen nannte und die Goldmedaille auf dem Weg zu ihm war, begriff er, was er geleistet hat.

Er kam aus dem Staunen gar nicht heraus:

Und auch als er die Medaille in der Hand hatte, mußte er immer wieder nachsehen, ob das wirklich Gold ist.

Was für ein wunderschöner Special-Olympics-Moment. Und mit diesen schönen Bildern verabschiede ich mich in die Nacht
Ach so, die Bilder des Tages gibt´s hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 7-06-2026/
Re: Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Die Bilder des Tages veröffentliche ich schon mal: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 8-06-2026/
Der Bericht muß warten. Es war heute sehr heiß (34 Grad), sehr lang und dadurch irgendwie sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Der Tag endete mit einer Riesenparty auf der Siegerehrungstribüne und einer Polonaise.


Mehr dazu morgen.
Der Bericht muß warten. Es war heute sehr heiß (34 Grad), sehr lang und dadurch irgendwie sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Der Tag endete mit einer Riesenparty auf der Siegerehrungstribüne und einer Polonaise.


Mehr dazu morgen.
Re: Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Der heutige Tag hatte seinen Schwerpunkt bei unseren Norderstedter Athleten. Die meisten von ihnen treten in der Leichtathletik an. Vorher ging es für mich aber erstmal nach Frankreich. Frankreich?
Ja, genau. Special Olympics ist international und nutzt die Nähe zu Frankreich. Die Schwimmwettbewerbe finden im Olympia-Schwimmbad in Forbach statt. Auch dahin fährt ein Shuttle-Bus
.
Vor Ort angekommen gab es zunächst die Unified-Staffeln – also zwei Schwimmer mit und zwei ohne Behinderung treten gemeinsam an. Das war durchaus spannend, weil die Schwimmer unterschiedlich stark sind und es dadurch auch öfter mal Führungswechsel gibt. Am Ende feierten die Staffeln gemeinsam
.


Die Stimmung war übrigens grandios – aber auch sehr laut.

Ein bißchen tun mir die Helfer leid, die den ganzen Tag in der Halle sind… Ich war ja im wesentlichen da, um Leos 200 m-Lagen anzuschauen. Leo schwimmt in Hamburg für den ETV.

Eigentlich liebt er die langen Strecken, also so ab 1 km aufwärts. 200 m ist quasi ein Sprint für ihn und daher nicht unbedingt seine Stärke. Und so kam es, daß er zum Ende hin dem 2. Platz immer näher kam.

Es wurde knapp und knapper – und am Ende fehlte dann nur eine halbe Sekunde zu Platz 2. Wäre die Bahn doch einfach 5 m länger gewesen…
Glücklich war er trotzdem. Und dazu noch 9 Sekunden schneller als in der Klassifizierung: 3:51 statt 4 Minuten
.

Bei der Siegerehrung feierte er dann eine große Party.


Danach bin ich schnell zum Bus gelaufen, um zur Leichtathletik zu kommen. Hier waren die meisten meiner Norderstedter Sportkameraden im Einsatz. Den Anfang machte Sven-Jacob, der das erste Mal bei Nationalen Spielen dabei ist und gerade seinen Minispeer-Wettbewerb hatte.

Und er holte alles aus sich raus. Er warf weiter als sonst, so daß die Trainer schon Angst hatten, daß der Wurf zu weit war. Wenn die Athleten nämlich viel besser sind als in der Klassifizierung, wird das Ergebnis nicht gewertet. Sven-Jacob war allerdings sehr zufrieden und feierte sich erstmal selbst
.

Am Ende durfte er sich auch vollständig freuen, denn er gewann Gold
.


Danach ging es Schlag auf Schlag. Ich wußte gar nicht, wo ich zuerst sein sollte. Es gab emotionale Siegerehrungen


aber parallel dazu auch die Wettbewerbe. So war Alex erst beim Minispeer

und dann beim Kugelstoßen

im Einsatz. Am Ende hatte er Silber und Platz 6 erreicht. Auch Carsten war beim Kugelstoßen.

Er durfte sich am Ende über Silber freuen, nachdem er im letzten Stoß nochmal richtig einen rausgehauen hat.

Bei seiner Siegerehrung passierte dann wieder etwas Unerwartetes. Plötzlich – ich kann gar nicht mehr sagen, warum
– waren zwei Volunteers auf der Bühne und hoben den Goldmedaillen-Gewinner hoch. Was für eine coole Aktion!

Robin sprang im Weitsprung

auf Platz 7 und freute sich riesig.

Zwischendurch mußte man zusehen, sich möglichst viel im Schatten aufzuhalten oder anders zu erfrischen, denn es war mit 34 Grad wirklich sehr heiß. Da hilft auch eine kleine Dusche als Abkühlung.

Großen Respekt hatte ich vor den 5.000-m-Läufern. Bei dieser Affenhitze 5 km zu laufen, ist für mich fast unvorstellbar. Aber diese Athleten haben das tapfer durchgezogen.

Mein persönlicher Held des Tages war Marco.

Er ist Volunteer. Und seine Aufgabe war es, die Athleten und Zuschauer zu unterhalten und einfach nur Party zu machen. Das hat er mit einer Hingabe und Ausdauer gemacht, daß ich das einfach nur bewundern konnte. Wenn es mal etwas länger dauerte, bis die nächste Siegerehrung startet, legt er einfach Partymusik auf und tanzt mit den Athleten. Großartig.

Und dann war da noch Valentinas Auftritt. Sie trat im Weitsprung an. Schon vor dem Start verstand sie sich prächtig mit ihrer Konkurrentin
.

Gesprungen ist sie auch super
.

Sie hat auch ihre Mütze auf dem Kopf gelassen. Anders als ihre (andere) Konkurrentin. Sie nahm während des Anlaufs die Mütze vom Kopf und behielt sie während des Sprungs in der Hand. Tolle Koordination
.

Valentinas Wettkampf mußte dann aber aufgrund von Meßfehlern wiederholt werden, was zur Folge hatte, daß dieser Wettkampf die letzte Siegerehrung des Tages bekam. Eigentlich waren sie in ihrer Leistungsklasse zu dritt. Die dritte Teilnehmerin war aber zu gut und wurde daher disqualifiziert. Normalerweise würde sie trotzdem im Rahmen der Siegerehrung eine Teilnehmerschleife bekommen. Aber irgendwie war sie nicht dabei
. Also traten nur Valentina und ihre Konkurrentin gemeinsam zur Siegerehrung an. Und was für ein Auftritt!

Die Freude, als sie ihre Silbermedaille bekam, unbeschreiblich.

Sie warf dann sogar noch ihre Mütze in die Menge.

Anschließend feierten beide Springerinnen gemeinsam. Und weil es eh die letzte Siegerehrung war, also keine weiteren Sportler warteten, wurde ausgiebig gefeiert. Die Teamkameraden beider Athletinnen enterten die Bühne und bildeten am Ende – natürlich unter Marcos Anleitung – eine Polonaise. Was für eine Party. Ich lasse einfach Bilder sprechen.




Wer mehr sehen möchte, schaut einfach hier rein: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 8-06-2026/
Vor Ort angekommen gab es zunächst die Unified-Staffeln – also zwei Schwimmer mit und zwei ohne Behinderung treten gemeinsam an. Das war durchaus spannend, weil die Schwimmer unterschiedlich stark sind und es dadurch auch öfter mal Führungswechsel gibt. Am Ende feierten die Staffeln gemeinsam


Die Stimmung war übrigens grandios – aber auch sehr laut.

Ein bißchen tun mir die Helfer leid, die den ganzen Tag in der Halle sind… Ich war ja im wesentlichen da, um Leos 200 m-Lagen anzuschauen. Leo schwimmt in Hamburg für den ETV.

Eigentlich liebt er die langen Strecken, also so ab 1 km aufwärts. 200 m ist quasi ein Sprint für ihn und daher nicht unbedingt seine Stärke. Und so kam es, daß er zum Ende hin dem 2. Platz immer näher kam.

Es wurde knapp und knapper – und am Ende fehlte dann nur eine halbe Sekunde zu Platz 2. Wäre die Bahn doch einfach 5 m länger gewesen…

Bei der Siegerehrung feierte er dann eine große Party.


Danach bin ich schnell zum Bus gelaufen, um zur Leichtathletik zu kommen. Hier waren die meisten meiner Norderstedter Sportkameraden im Einsatz. Den Anfang machte Sven-Jacob, der das erste Mal bei Nationalen Spielen dabei ist und gerade seinen Minispeer-Wettbewerb hatte.

Und er holte alles aus sich raus. Er warf weiter als sonst, so daß die Trainer schon Angst hatten, daß der Wurf zu weit war. Wenn die Athleten nämlich viel besser sind als in der Klassifizierung, wird das Ergebnis nicht gewertet. Sven-Jacob war allerdings sehr zufrieden und feierte sich erstmal selbst

Am Ende durfte er sich auch vollständig freuen, denn er gewann Gold


Danach ging es Schlag auf Schlag. Ich wußte gar nicht, wo ich zuerst sein sollte. Es gab emotionale Siegerehrungen


aber parallel dazu auch die Wettbewerbe. So war Alex erst beim Minispeer

und dann beim Kugelstoßen

im Einsatz. Am Ende hatte er Silber und Platz 6 erreicht. Auch Carsten war beim Kugelstoßen.

Er durfte sich am Ende über Silber freuen, nachdem er im letzten Stoß nochmal richtig einen rausgehauen hat.

Bei seiner Siegerehrung passierte dann wieder etwas Unerwartetes. Plötzlich – ich kann gar nicht mehr sagen, warum

Robin sprang im Weitsprung

auf Platz 7 und freute sich riesig.

Zwischendurch mußte man zusehen, sich möglichst viel im Schatten aufzuhalten oder anders zu erfrischen, denn es war mit 34 Grad wirklich sehr heiß. Da hilft auch eine kleine Dusche als Abkühlung.

Großen Respekt hatte ich vor den 5.000-m-Läufern. Bei dieser Affenhitze 5 km zu laufen, ist für mich fast unvorstellbar. Aber diese Athleten haben das tapfer durchgezogen.

Mein persönlicher Held des Tages war Marco.

Er ist Volunteer. Und seine Aufgabe war es, die Athleten und Zuschauer zu unterhalten und einfach nur Party zu machen. Das hat er mit einer Hingabe und Ausdauer gemacht, daß ich das einfach nur bewundern konnte. Wenn es mal etwas länger dauerte, bis die nächste Siegerehrung startet, legt er einfach Partymusik auf und tanzt mit den Athleten. Großartig.

Und dann war da noch Valentinas Auftritt. Sie trat im Weitsprung an. Schon vor dem Start verstand sie sich prächtig mit ihrer Konkurrentin

Gesprungen ist sie auch super

Sie hat auch ihre Mütze auf dem Kopf gelassen. Anders als ihre (andere) Konkurrentin. Sie nahm während des Anlaufs die Mütze vom Kopf und behielt sie während des Sprungs in der Hand. Tolle Koordination

Valentinas Wettkampf mußte dann aber aufgrund von Meßfehlern wiederholt werden, was zur Folge hatte, daß dieser Wettkampf die letzte Siegerehrung des Tages bekam. Eigentlich waren sie in ihrer Leistungsklasse zu dritt. Die dritte Teilnehmerin war aber zu gut und wurde daher disqualifiziert. Normalerweise würde sie trotzdem im Rahmen der Siegerehrung eine Teilnehmerschleife bekommen. Aber irgendwie war sie nicht dabei

Die Freude, als sie ihre Silbermedaille bekam, unbeschreiblich.

Sie warf dann sogar noch ihre Mütze in die Menge.

Anschließend feierten beide Springerinnen gemeinsam. Und weil es eh die letzte Siegerehrung war, also keine weiteren Sportler warteten, wurde ausgiebig gefeiert. Die Teamkameraden beider Athletinnen enterten die Bühne und bildeten am Ende – natürlich unter Marcos Anleitung – eine Polonaise. Was für eine Party. Ich lasse einfach Bilder sprechen.




Wer mehr sehen möchte, schaut einfach hier rein: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 8-06-2026/
Re: Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Der letzte vollständige Wettkampftag – bevor es morgen noch einige wenige Wettbewerbe und die Abschlußfeier geben wird. Mich zog es heute in den Norden des Saarlands an den Bostalsee. Dort findet Freiwasserschwimmen und Beachvolleyball – und in der Ferne konnte man das Segeln sehen.

Beim Freiwasserschwimmen standen die 1.500m-Finalläufe auf dem Programm. Als ich ankam, war ein Rennen gerade fast zu Ende. Der Zieleinlauf – ja, man muß nach dem Schwimmen auf dem Strand ins Ziel laufen – war hart umkämpft.

Aber wie das hier so üblich ist: Am Ende freuten sich beide gemeinsam über ihren tollen Wettkampf
.

Ich wurde dann unverhofft mit süßen Annehmlichkeiten verwöhnt
.

Danach habe ich mich ein wenig dem Beachvolleyball gewidmet. Hier gab es im Unified-Turnier ein sehr spannendes Spiel zwischen Dingolfingen und Hipolstein, das am Ende die Dingolfinger für sich entscheiden konnten.



Aber eigentlich war ich hier für Lea, eine Schwimmerin aus Schleswig-Holstein. Sie ging auch auf die 1.500 m und war als einzige Frau in einer Konkurrenz mit zwei Männern. War sie auf ihrem Weg zum Start noch etwas skeptisch,

so war es an der Startlinie Vorfreude pur.

Und dann ging es auch schon los. Ein kurzer Sprint

und dann ab ins Wasser

Unterwegs kann man die Schwimmer leider nicht gut fotografieren. Aber wir mußten auf den schnellsten Schwimmer nur 22 Minuten warten, bis er aus dem Wasser kam.

1.500 m Freiwasserschwimmen in 22 Minuten…
Was für eine Leistung
. Lea folgte wenig später mit einer Zeit von 28 Minuten.


Zu ihrer Siegerehrung konnte ich leider nicht bleiben, weiß aber, daß sie Bronze gewonnen hat, denn die beiden anderen Männer waren klar besser. Aber Respekt für diese Leistung
.
Mich führte es dann weiter zum Golfplatz. Mario, den ich mittwochs immer beim Schwimmen treffe, trat dort an.

Da mußte ich natürlich noch hin. Zum Glück hab ich es noch rechtzeitig geschafft, um seine letzten Schläge mitzubekommen.


Mario spielt in Level 1 (oder A?). Da geht es im wesentlichen darum, seine Geschicklichkeit in einzelnen Disziplinen (kurze Schläge, lange Schläge, Abschlag etc.) zu zeigen. Je nachdem wie nah man an das Loch herankommt oder am besten sogar direkt das Loch trifft, gibt es Punkte. Je besser man wird, desto höher kann man in den Levels aufsteigen und dann ganze 9-Lochrunden spielen. Aber soweit ist Mario noch nicht.
Da Marios Siegerehrung so spät war, lief ich nochmal schnell beim Radsport vorbei. Das ist quasi nebenan. Hier lief gerade das Zeitfahren der Tandems über 10 km.


Helges Zeitfahren über 10 km habe ich verpaßt – nicht aber seine Siegerehrung. Dieses Mal gab es Silber.

Dann war auch hier Schluß. Vorher mußte es aber natürlich auch noch ein Erinnerungs- und Dankesfoto von allen Helfern, Schiedsrichtern, Organisatoren etc. geben.

Danke für euren Einsatz
.
Also fuhr ich zurück nach Saarbrücken. Eigentlich dachte ich an dieser Stelle, daß ich heute mal früh in meiner Unterkunft sein werde. Tja… was soll ich sagen. Es hat nicht ganz geklappt, denn erst blieb ich in der Fußgängerzone und später beim 3x3-Basketball hängen. Aber der Reihe nach:
In der Fußgängerzone steht eine kleine Ausstellung, in der Kinder (mit Behinderung) ihre Superkraft gemalt haben. Außerdem dürfen Passanten selbst Bilder mit ihrer Superkraft malen. Kathrin Bühring hat mir dabei zwei Bilder genauer erklärt. Ein Erzieher/Lehrer einer Förderschule meinte wohl, daß Konstantin die Aktion eh nicht verstehen werde. Naja, und das ist das Ergebnis.

Da hat er sich wohl getäuscht… Skifahren ist doch eine ganz großartige Superkraft
.
Und dieses Bild hat eine Passantin interpretiert. Diese Interpretation wurde mir per Video vorgespielt. Ich versuche das mal wiederzugeben, was die Passantin darin gesehen hat. Hier kommt erstmal das Bild:

Zum einen sieht sie zweimal die „111“ – nämlich rechts in recht groß und links oben in relativ klein. Das ist eine sog. Engelszahl. Die rechte Figur sieht sie als den Maler, der mit einer geraden Linie eine klare Abtrennung zwischen sich und die anderen zieht. Die beiden anderen sind „nur“ mit einer Schlangenlinie getrennt. Außerdem ist die rechte Figur – also nach ihrer Interpretation der Maler – kleiner als die anderen beiden, hat aber ein großes Herz, das man nach außen sieht. Die mittlere Figur zeigt darüber hinaus, daß man mal lacht und mal traurig ist. Also, Kunst war nie meine Stärke, aber das hier fand ich schon faszinierend.
Zu guter letzt machte ich noch einen Abstecher zum Tblisser Platz, um zu schauen, ob dort noch was los ist. Und wie! Da liefen die letzten Spiele vom 3x3. Als ich ankam, spielte eine deutsche Mannschaft (ich weiß leider nicht welche), gegen Luxemburg.

Schon wieder eine ausländische Delegation!
Dabei hatte ich heute morgen schon die Italiener am Bostalsee getroffen.

Danach hab ich noch das Duell der Eiderbaskets gegen die Unified Hagen angesehen. Das war sehr umkämpft – ging es doch um den Finaleinzug.


Einmal mußten zwei Spieler sogar durch die Schiedsrichter voneinander getrennt werden, was man eher selten sieht. Aber es ging ja auch um was. 20 Sekunden vor Schluß lagen die Eiderbaskets noch mit einem Punkt hinten, konnten dann aber noch den Ausgleich erzielen. Also ging es in die Verlängerung, die die Eiderbaskets am Ende für sich entscheiden konnten. Was für ein geiles Match!
Die Freude war natürlich riesig.


Dann war aber wirklich Schluß für heute. Alle Fotos des heutigen Tages findet ihr hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 9-06-2026/

Beim Freiwasserschwimmen standen die 1.500m-Finalläufe auf dem Programm. Als ich ankam, war ein Rennen gerade fast zu Ende. Der Zieleinlauf – ja, man muß nach dem Schwimmen auf dem Strand ins Ziel laufen – war hart umkämpft.

Aber wie das hier so üblich ist: Am Ende freuten sich beide gemeinsam über ihren tollen Wettkampf

Ich wurde dann unverhofft mit süßen Annehmlichkeiten verwöhnt

Danach habe ich mich ein wenig dem Beachvolleyball gewidmet. Hier gab es im Unified-Turnier ein sehr spannendes Spiel zwischen Dingolfingen und Hipolstein, das am Ende die Dingolfinger für sich entscheiden konnten.



Aber eigentlich war ich hier für Lea, eine Schwimmerin aus Schleswig-Holstein. Sie ging auch auf die 1.500 m und war als einzige Frau in einer Konkurrenz mit zwei Männern. War sie auf ihrem Weg zum Start noch etwas skeptisch,

so war es an der Startlinie Vorfreude pur.

Und dann ging es auch schon los. Ein kurzer Sprint

und dann ab ins Wasser

Unterwegs kann man die Schwimmer leider nicht gut fotografieren. Aber wir mußten auf den schnellsten Schwimmer nur 22 Minuten warten, bis er aus dem Wasser kam.

1.500 m Freiwasserschwimmen in 22 Minuten…


Zu ihrer Siegerehrung konnte ich leider nicht bleiben, weiß aber, daß sie Bronze gewonnen hat, denn die beiden anderen Männer waren klar besser. Aber Respekt für diese Leistung
Mich führte es dann weiter zum Golfplatz. Mario, den ich mittwochs immer beim Schwimmen treffe, trat dort an.

Da mußte ich natürlich noch hin. Zum Glück hab ich es noch rechtzeitig geschafft, um seine letzten Schläge mitzubekommen.


Mario spielt in Level 1 (oder A?). Da geht es im wesentlichen darum, seine Geschicklichkeit in einzelnen Disziplinen (kurze Schläge, lange Schläge, Abschlag etc.) zu zeigen. Je nachdem wie nah man an das Loch herankommt oder am besten sogar direkt das Loch trifft, gibt es Punkte. Je besser man wird, desto höher kann man in den Levels aufsteigen und dann ganze 9-Lochrunden spielen. Aber soweit ist Mario noch nicht.
Da Marios Siegerehrung so spät war, lief ich nochmal schnell beim Radsport vorbei. Das ist quasi nebenan. Hier lief gerade das Zeitfahren der Tandems über 10 km.


Helges Zeitfahren über 10 km habe ich verpaßt – nicht aber seine Siegerehrung. Dieses Mal gab es Silber.

Dann war auch hier Schluß. Vorher mußte es aber natürlich auch noch ein Erinnerungs- und Dankesfoto von allen Helfern, Schiedsrichtern, Organisatoren etc. geben.

Danke für euren Einsatz
Also fuhr ich zurück nach Saarbrücken. Eigentlich dachte ich an dieser Stelle, daß ich heute mal früh in meiner Unterkunft sein werde. Tja… was soll ich sagen. Es hat nicht ganz geklappt, denn erst blieb ich in der Fußgängerzone und später beim 3x3-Basketball hängen. Aber der Reihe nach:
In der Fußgängerzone steht eine kleine Ausstellung, in der Kinder (mit Behinderung) ihre Superkraft gemalt haben. Außerdem dürfen Passanten selbst Bilder mit ihrer Superkraft malen. Kathrin Bühring hat mir dabei zwei Bilder genauer erklärt. Ein Erzieher/Lehrer einer Förderschule meinte wohl, daß Konstantin die Aktion eh nicht verstehen werde. Naja, und das ist das Ergebnis.

Da hat er sich wohl getäuscht… Skifahren ist doch eine ganz großartige Superkraft
Und dieses Bild hat eine Passantin interpretiert. Diese Interpretation wurde mir per Video vorgespielt. Ich versuche das mal wiederzugeben, was die Passantin darin gesehen hat. Hier kommt erstmal das Bild:

Zum einen sieht sie zweimal die „111“ – nämlich rechts in recht groß und links oben in relativ klein. Das ist eine sog. Engelszahl. Die rechte Figur sieht sie als den Maler, der mit einer geraden Linie eine klare Abtrennung zwischen sich und die anderen zieht. Die beiden anderen sind „nur“ mit einer Schlangenlinie getrennt. Außerdem ist die rechte Figur – also nach ihrer Interpretation der Maler – kleiner als die anderen beiden, hat aber ein großes Herz, das man nach außen sieht. Die mittlere Figur zeigt darüber hinaus, daß man mal lacht und mal traurig ist. Also, Kunst war nie meine Stärke, aber das hier fand ich schon faszinierend.
Zu guter letzt machte ich noch einen Abstecher zum Tblisser Platz, um zu schauen, ob dort noch was los ist. Und wie! Da liefen die letzten Spiele vom 3x3. Als ich ankam, spielte eine deutsche Mannschaft (ich weiß leider nicht welche), gegen Luxemburg.

Schon wieder eine ausländische Delegation!

Danach hab ich noch das Duell der Eiderbaskets gegen die Unified Hagen angesehen. Das war sehr umkämpft – ging es doch um den Finaleinzug.


Einmal mußten zwei Spieler sogar durch die Schiedsrichter voneinander getrennt werden, was man eher selten sieht. Aber es ging ja auch um was. 20 Sekunden vor Schluß lagen die Eiderbaskets noch mit einem Punkt hinten, konnten dann aber noch den Ausgleich erzielen. Also ging es in die Verlängerung, die die Eiderbaskets am Ende für sich entscheiden konnten. Was für ein geiles Match!


Dann war aber wirklich Schluß für heute. Alle Fotos des heutigen Tages findet ihr hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 9-06-2026/
Re: Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Hier kommen die Bilder des letzten Tages: Radsport und Abschlußfeier. Morgen geht´s heim und dann schreib ich noch was dazu.
https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 0-06-2026/

https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 0-06-2026/

Re: Special Olympics - Nationale Spiele (15.-20.6.2026), Saarland
Etwas später als gedacht kommt hier mein letzter Bericht:
Letzter Tag der Special Olympics. Viele Athleten hatten ihre Wettbewerbe schon beendet. Aber einige hatten ihre Finals noch auszuspielen. So standen unter anderem im Radsport noch Finalläufe an. Da Helge in seinem 40 km Straßenrennen antreten sollte, war für mich klar, daß ich mich wieder auf den Weg zur Radstrecke mache.
Leider war ich nicht rechtzeitig genug da, um noch das Unified-Straßenrennen über 10 km zu sehen
. Ich hätte sonst noch viel früher aufstehen müssen. Aber wichtig war, daß ich für Helge rechtzeitig vor Ort war. Das hat ohne Probleme geklappt. Heute war es auch wieder brütend heiß mit bis zu 36°C oder so ähnlich. Das Rennen startete zum Glück schon um kurz nach 10:00 Uhr, so daß wir dort „nur“ Temperaturen von noch knapp unter 30°C hatten. Trotzdem war es wichtig, dass Helge bei diesem langen Rennen das Trinken nicht vergisst
. Also hab ich mich mit Olli kurzgeschlossen und mich an die Stelle gestellt, wo das Tempo relativ langsam ist und Helge problemlos trinken kann. Im Laufe des Rennens war es dann meine Aufgabe, ihm regelmäßig Ansagen zu machen, daß er trinken soll. Das hat auch soweit alles ganz gut geklappt
.
Das Rennen selbst war vom feinsten
. Insgesamt gingen zwar leider nur fünf Athleten an den Start.

40 km schafft halt nicht jeder. Aber diese fünf Athleten haben sich einen so tollen Kampf geliefert. Das hat richtig Spaß gemacht, hier zuzugucken. Es zeichnete sich schon kurz nach dem Start ab, daß sich eine Dreiergruppe absetzen wird.

Helge und Maiki gehörten nicht zu dieser Spitzengruppe. Es folgten dann quasi zwei Rennen in einem Rennen. An der Spitze konnten sich David und Matthias von ihrem dritten Fahrer lösen.

Diesem gelang es aber, im Laufe des Rennens, den Abstand, der eigentlich schon relativ groß war, Stück für Stück wieder zu verkleinern. Es blieb dadurch hier die ganze Zeit spannend, wer von den dreien – oder bleiben sie doch nur zu zweit?
– das Rennen machen wird.
David ist dazu auch noch ein kleiner Taktik-Fuchs. Immer, wenn es flach war bzw. bergab ging, ließ er Matthias den Vortritt und hat schön den Windschatten genutzt. Bei dem kleinen, knackigen Anstieg ging er dann immer kurz aus dem Sattel und zog so seinem Konkurrenten schön die Körner. Clever gemacht
. Tatsächlich war David am Ende auch der Stärkste und konnte das Rennen für sich entscheiden.

Nur so am Rande: Er ist die 40 km mit einem 30,7er Schnitt gefahren
.
Hinter der Spitzengruppe fuhr Helge in der ersten Runde mit Maiki. In der zweiten Runde hat er sich am Anstieg total verschaltet
und dadurch den Anschluß verloren. Das passiert auch den Besten.

Der Abstand wurde dann auch Runde für Runde größer (ich glaube, es war dann fast eine Minute), so daß wir Zuschauer uns eigentlich sicher waren, daß das Rennen für ihn an dieser Stelle gelaufen war. Aber dann wurde der Diesel von Helge warm. Der Abstand wurde plötzlich wieder Runde für Runde kleiner: erst 50 Sekunden, eine Runde später nur noch 35 Sekunden. Wow! Das wird ja noch richtig spannend. Und plötzlich war er vorne
. Wie genial ist das denn!
Maiki ließ sich aber nicht abschütteln
. Und so entwickelte sich auch hier ein spannender Zweikampf um Platz 4. Irgendwann war Maiki wieder vorne. Helge kam bergauf immer noch sehr gut ran, verlor dann aber in der Gegenrichtung wieder ein wenig den Anschluß. Was für ein Krimi. Am Ende mußte Helge sich aber doch geschlagen geben und fuhr – erschöpft, aber sehr glücklich – seinen 5. Platz nach Hause.

Und dann kam etwas, was wieder sehr bezeichnend für diese Athleten ist: Helge hatte ja schon eine Gold- und eine Silbermedaille gewonnen. Aber er freute sich fast am meisten darüber, daß er endlich keinen Podiumsplatz geschafft hat, weil er die Plazierungsmedaille in Herzform viel schöner fand und daher diese unbedingt haben wollte
.

Mit diesem Rennen war dann auch im Radsport Schluß. Michael hat mit seinem Kommissärskollegium einen guten Job gemacht
.

Und auch den Sprecher – auch ein Michael – darf man nicht unerwähnt lassen. Er hat durchweg launig durch die Siegerehrungen moderiert
.

Für mich ging es dann wieder zurück nach Saarbrücken, wo am Nachmittag noch die Abschlußfeier stattfand. Die Bühne mit dem olympischen Feuer war schon aufgebaut.

Dann folgte ein buntes Programm mit einer wieder sehr beeindruckenden, tollen Rede des saarländischen Innenministers, der anschließend regelrecht gefeiert wurde – zu recht.

Außerdem gab es eine Darbietung mit Cello und Keyboard,

Tanz


und den Einmarsch aller in- und ausländischen Delegationen.


Zum Schluß wurde die Fahne eingeholt

und an eine Vertreterin der nächsten Winterspiele übergeben.


Dann erlosch auch das olympische Feuer und die Nationalen Spiele waren beendet – nicht aber die Party. Die ging auf dem Platz noch weiter
.


Fazit: Es waren großartige Spiele, die sogar grenzüberschreitend waren. Es waren heiße Spiele, so daß Wasserspender wie diese hier sehr, sehr wichtig waren und viel genutzt wurden.

Ich hatte Gelegenheit, in dieser Woche 16 von 27 angebotenen Sportarten anzuschauen, mir erklären zu lassen und Sportler aus allen Regionen kennenzulernen und feiern zu sehen. Es bleiben sehr viele wundervolle Erinnerungen, die mich noch hoffentlich sehr lange positiv in meinem Alltag begleiten. Danke, daß ich dabei sein durfte.
Alle Bilder des letzten Tages – dieses Mal sogar auch mit einigen Bildern unseres „Stammfotografen“ Michael
– findet ihr hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... 0-06-2026/
Letzter Tag der Special Olympics. Viele Athleten hatten ihre Wettbewerbe schon beendet. Aber einige hatten ihre Finals noch auszuspielen. So standen unter anderem im Radsport noch Finalläufe an. Da Helge in seinem 40 km Straßenrennen antreten sollte, war für mich klar, daß ich mich wieder auf den Weg zur Radstrecke mache.
Leider war ich nicht rechtzeitig genug da, um noch das Unified-Straßenrennen über 10 km zu sehen
Das Rennen selbst war vom feinsten

40 km schafft halt nicht jeder. Aber diese fünf Athleten haben sich einen so tollen Kampf geliefert. Das hat richtig Spaß gemacht, hier zuzugucken. Es zeichnete sich schon kurz nach dem Start ab, daß sich eine Dreiergruppe absetzen wird.

Helge und Maiki gehörten nicht zu dieser Spitzengruppe. Es folgten dann quasi zwei Rennen in einem Rennen. An der Spitze konnten sich David und Matthias von ihrem dritten Fahrer lösen.

Diesem gelang es aber, im Laufe des Rennens, den Abstand, der eigentlich schon relativ groß war, Stück für Stück wieder zu verkleinern. Es blieb dadurch hier die ganze Zeit spannend, wer von den dreien – oder bleiben sie doch nur zu zweit?
David ist dazu auch noch ein kleiner Taktik-Fuchs. Immer, wenn es flach war bzw. bergab ging, ließ er Matthias den Vortritt und hat schön den Windschatten genutzt. Bei dem kleinen, knackigen Anstieg ging er dann immer kurz aus dem Sattel und zog so seinem Konkurrenten schön die Körner. Clever gemacht

Nur so am Rande: Er ist die 40 km mit einem 30,7er Schnitt gefahren
Hinter der Spitzengruppe fuhr Helge in der ersten Runde mit Maiki. In der zweiten Runde hat er sich am Anstieg total verschaltet

Der Abstand wurde dann auch Runde für Runde größer (ich glaube, es war dann fast eine Minute), so daß wir Zuschauer uns eigentlich sicher waren, daß das Rennen für ihn an dieser Stelle gelaufen war. Aber dann wurde der Diesel von Helge warm. Der Abstand wurde plötzlich wieder Runde für Runde kleiner: erst 50 Sekunden, eine Runde später nur noch 35 Sekunden. Wow! Das wird ja noch richtig spannend. Und plötzlich war er vorne
Maiki ließ sich aber nicht abschütteln

Und dann kam etwas, was wieder sehr bezeichnend für diese Athleten ist: Helge hatte ja schon eine Gold- und eine Silbermedaille gewonnen. Aber er freute sich fast am meisten darüber, daß er endlich keinen Podiumsplatz geschafft hat, weil er die Plazierungsmedaille in Herzform viel schöner fand und daher diese unbedingt haben wollte

Mit diesem Rennen war dann auch im Radsport Schluß. Michael hat mit seinem Kommissärskollegium einen guten Job gemacht

Und auch den Sprecher – auch ein Michael – darf man nicht unerwähnt lassen. Er hat durchweg launig durch die Siegerehrungen moderiert

Für mich ging es dann wieder zurück nach Saarbrücken, wo am Nachmittag noch die Abschlußfeier stattfand. Die Bühne mit dem olympischen Feuer war schon aufgebaut.

Dann folgte ein buntes Programm mit einer wieder sehr beeindruckenden, tollen Rede des saarländischen Innenministers, der anschließend regelrecht gefeiert wurde – zu recht.

Außerdem gab es eine Darbietung mit Cello und Keyboard,

Tanz


und den Einmarsch aller in- und ausländischen Delegationen.


Zum Schluß wurde die Fahne eingeholt

und an eine Vertreterin der nächsten Winterspiele übergeben.


Dann erlosch auch das olympische Feuer und die Nationalen Spiele waren beendet – nicht aber die Party. Die ging auf dem Platz noch weiter


Fazit: Es waren großartige Spiele, die sogar grenzüberschreitend waren. Es waren heiße Spiele, so daß Wasserspender wie diese hier sehr, sehr wichtig waren und viel genutzt wurden.

Ich hatte Gelegenheit, in dieser Woche 16 von 27 angebotenen Sportarten anzuschauen, mir erklären zu lassen und Sportler aus allen Regionen kennenzulernen und feiern zu sehen. Es bleiben sehr viele wundervolle Erinnerungen, die mich noch hoffentlich sehr lange positiv in meinem Alltag begleiten. Danke, daß ich dabei sein durfte.
Alle Bilder des letzten Tages – dieses Mal sogar auch mit einigen Bildern unseres „Stammfotografen“ Michael
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