Sonntag Morgen, der Wecker klingelt gnadenlos um 4:20 Uhr. Was mach ich hier eigentlich?

Es ist halt Cyclassics-Zeit. Da wird Ausschlafen einfach überbewertet

. Und so machten wir uns nach einem kurzen Frühstück auf den Weg in die Hamburger Innenstadt. So gegen 6 Uhr waren wir vor Ort – genauer gesagt: beim Start der 60er. Die 100er sind ja leider etwas weiter ab vom Schuß gestartet worden.
Zu der Zeit war noch nicht ganz so viel los. Der erste Startschuß sollte um 7 Uhr erfolgen, so daß die meisten Fahrer erst so nach und nach eintrudelten. So richtig viele waren es ja dieses Jahr nicht auf der 60-er-Runde – nur so um die 3.000. Nach einem Pläuschchen hier und da haben wir uns dann relativ zielgerichtet in Startblock F begeben. Von dort sollten die Handbiker starten (s. Rennesel). Aber sie waren nicht da. Wo bleiben sie denn?

War Startblock F doch die falsche Information?

Dann endlich kam ein Handbiker in Sicht

. Ich sprach ihn an, aber er meinte nur, daß es einen Treffpunkt gab, an dem er aber keinen angetroffen hat…

Aber ich blieb geduldig. Und dann endlich kamen sie – gerade noch rechtzeitig, um ein gemeinsames Foto
und den Start
mitzubekommen. Vorher gab es noch Diskussionen mit anderen Teilnehmerinnen, weil Startblock F der Frauenstartblock war, aber so Leute wie der Rennesel oder derDirk nicht so recht die Voraussetzungen dafür erfüllen. Das konnte dann aber schnell geklärt werden.
Als dann alle 60er unterwegs waren – das war relativ schnell der Fall
sind wir nicht wie den Vorjahren zu den 100ern gewechselt, weil die in der Hafencity starteten. Das war dann doch recht weit weg. Wir haben statt dessen die S-Bahn genommen und sind nach Buxtehude gefahren. Die Rechnung ging auf: Wir haben sehr viele 100er beim Vorbeifahren gesehen und angefeuert.
Darunter waren auch Knud, Olaf und VeloC (leider ohne Foto…

). Wir liefen dann eine ganze Zeit lang den Fahrern entgegen und kamen so Stück für Stück dem Startort der Profis immer näher.
Bevor die Profis starten, müssen sie ja erstmal nach Buxtehude kommen. Und so warteten wir mit vielen anderen – darunter der eine oder andere Autogrammjäger –
auf das Eintreffen der Mannschaftsbusse, die so nach und nach eintrudelten.
Man konnte dann die Fahrer
und auch die Kommissäre bei ihren Vorbereitungen beobachten.
Susann freute sich riesig, daß sie einmal international beim Kontrollgang hospitieren durfte

. Wie schön, daß so ein Profirennen auch für erfahrene Kommissäre noch ein richtiges Highlight darstellt.
Wir wechselten dann unseren Standort Richtung Buxtehuder Innenstadt, wo die Teampräsentation stattfand.
Atmosphärisch war die Präsentation in den kleinen Gassen von Buxtehude viel schöner als in Hamburg irgendwo am Rande der Alster. Die Profis fuhren teils einzeln, teils im Team unter großem Applaus an den Zuschauern vorbei

.
Das war wirklich toll und hat mir sehr gut gefallen

.
Dann war es endlich soweit. Der Startschuß für das Profirennen stand unmittelbar bevor. Vorher wurde noch das obligatorische Startfoto gemacht.
Dann erfolgte der neutralisierte Start und das große Feld rollte langsam, sehr langsam los. Man konnte wirklich jeden Fahrer einzeln erkennen. Das hat Spaß gemacht

.
Die (Begleit-)Autos folgten erst später. Für sie war in der Altstadt kein Platz.
Nachdem auch der letzte Fahrer die Gassen verlassen hat, machten wir uns auch so langsam auf den Heimweg. Ein langer Tag geht zu Ende. Und doch verfolgten uns die Profis noch weiter. Wir sprachen gerade in der S-Bahn darüber, wo sie sich wohl jetzt gerade befinden dürften, da sahen wir sie auf den Elbbrücken neben der S-Bahn herrollen

. Wie cool war das denn bitte?

Auch an der Alster konnten wir sie noch kurz sehen. Den Rest des Rennens haben wir uns dann im Fernsehen angeschaut.
Und das Fazit der Cyclassics? Die Messe ist noch ausbaufähig, aber auf einem guten Weg. Das KidsRace hat sich bewährt und ist inzwischen ein fester und guter Bestandteil der Cyclassics. Was dieses Jahr gefehlt hat, ist ein Angebot für die Fahrer in der Altersklasse zwischen KidsRace und Jedermann-Rennen. Und natürlich würde ich persönlich mich riesig freuen, wenn auch die Athleten mit Behinderung bald wieder eine Plattform bekommen könnten. Mit der Trennung der Starterfelder bin ich nur so halb zufrieden, weil wir es so nicht zu dem 100er-Start geschafft haben. Der Start der Profis in Buxtehude war atmosphärisch toll und bindet die Region auch gut ein. Die Erreichbarkeit ist auch gut – besser als vor einigen Jahren, als der Start in Kiel war. Im Ergebnis war es eine gelungene Veranstaltung. Das frühe Aufstehen hat sich wiedermal gelohnt.