Gut angekommen ist auch die Aktion "Kopf hoch", die in diesem Jahr fortgesetzt wird. So verständlich es ist, dass Rennradfahrer in optimierter, windschnittiger Position fahren wollen, so schlimm sind Unfälle mit parkenden Autos. Es soll weiter für mehr Aufmerksamkeit geworben werden.
Der BRT in Kellinghusen war zwar nicht in Hamburg, aber doch so in der Nähe, dass auch Tagestouren möglich waren. Etwas mehr Beteiligung aus Hamburg wäre möglich gewesen. Das Wetter war sicherlich nicht förderlich. Für dieses Jahr steht Lünen in den Startlöchern. Es lohnt sicher für ein verlängertes Wochenende. (HFS wird an anderer Stelle berichten.) Auch für 2027 und 2028 gibt es Bewerbungen.
Nach zwei Jahren Pause wurden die Trikots für den RMCD bzw. GC Radmarathon Cup wieder beim Kaffeeklatsch überreicht. Leider war mit Jens-Gerrit Becker vom BSV nur ein erfolgreicher Fahrer anwesend.

Er mußte das neue Trikot natürlich gleich am Mann zeigen!
In den Ehrungen gab es einmal das Radsportabzeichen in Gold (mit Urkunde) zu vergeben. Auch hier scheint Luft nach oben.
Die jeweilig drei ersten in den Altersklassen "bis 18", "18-65" und "über 65" bekamen Gold- Silber- oder Bronzemedaillen überreicht.
SeniorenBemerkenswert hier das Abschneiden des RV Altona mit drei Podiumsplätze bei den beiden Männer-Klasse
Männer Erwachseneund "Dauersiegerin Roswhita Lüders bei den Frauen.
Insgesamt sehr beeindruckende Leistungen.
Die Liste aller Wertungsfahrer/innen liegt unter https://radsport-hh.de/wp-content/uploa ... M-2025.pdf
Weitere Bilder unter: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2026/ ... ruar-2026/
Bemerkenswert auch, dass Hamburgs fleißigster Verein, FC St. Pauli, auf Bundesebene dritter wurde.
Dann war erst einmal Kaffeepause. Für das Buffet hatte Jessica Paschukat im Alleingang gesorgt.

Mehrfach war zu hören, dass allein des Buffet schon die Anreise gelohnt habe. In der Tat. Einzig: Es war zu viel, die Teilnehmer kapitulierten vor so vielen verschiedenen leckeren Kuchen und Torten! Für die Organisation zeichnete auch Sven Paschukat verantwortlich, so dass die RG Harburg ein toller Gastgeber für den RVH war.
Nach der Pause informierten die Gäste. Tom Finke als KO Radwandern beim GC informierte über Geschichte, aber auch über Gedanken, die man sich beim GC macht. Ideen sind willkommen. Hier ist beim RVH ein Neustart fällig, nachdem die RG West den RVH verlassen hat. Für viele ist Radwandern eine sehr gemütliche Ausfahrt mit Kaffeetrinken unterwegs. Aber es ist viel mehr möglich.
Spannend wurde es, als Tom Finke erläuterte, dass es auch eine Einzelwertung gibt. Für die bekannte Vereinswertung beim Radwandern zählen gemeinsame Touren mit mindestens drei Teilnehmern und mindestens 20 km Fahrt.
In der Einzelwertung gibt es dieses Limit nicht. Im Extremfall könnte eine Fahrt zum Becker gewertet werden. Auch Trainingsfahrten können Radwandern sein. Alles was für die Breitensport-Lizenz zählt ist per Definition kein Radwandern. Die Möglichkeiten wurden intensiv diskutiert.
Neben den "Strecken-Fahrern" sei es wichtig auch die "Erlebnis-Fahrer" zu ehren. Dabei ist es schwierig einen Maßstab zu finden.
Das waren spannende Impulse. Ich denke aber, dass es nicht zielführend ist, wenn wir hier mit Trainingskilometern die Radwander-Wertung kapern.
Frank Moesgaard (Beauftragter Gravel GC und VP Breitensport in Niedersachsen) warb für den Gravel Day am 31. Mai. Zum Thema Unterschied zur CTF kritisierte er, dass manche Gravel Tour zu anspruchsvoll sei, Gravel bewege sich auf "Waldautobahnen" und teils Asphalt. Gravel kommt gerade und bietet Vereine viele Möglichkeiten. Ziel müsse es sein, viele Leute für die Vereine zu gewinnen.
Er erzählte außerdem, dass ab 2026 die Kilometer für "Off-Road" und "On-Road" getrennt gezählt und gewertet werden. Damit gibt es am Jahresende auch doppelt so viele Ehrungen. Nicht allen gefiel diese Trennung. Über eine weitere Aufsplittung wird beim GC nachgedacht, wenn ich das richtig verstanden habe.
Es ist eindeutig, dass die neue Wertung über Lizenzen und die Sichtbarkeit über das Jahr, eine gewissen Wettbewerb um Kilometer ausgelöst hat. Hier ist ein deutlicher Trend zu erkenne, auch im Breitensport Leistung zu bewerten.
Im Ausblick ist fest zu halten, dass in Hamburg weniger Veranstaltungen als in den Vorjahren geben wird. Das Thema Helfer begleitet uns ebenso wie das Thema weggefallene zentrale Personen. Der Wille zur Zusammenarbeit ist gut erkennbar. Niedersachsen wird die Koordination der Veranstaltungen in deren Norden mit SH/HH voran treiben. Sie soll in Zukunft vor die offiziellen Meldefristen gezogen werden. Auch mit Mecklenburg-Vorpommern gibt es gute Kontakte.
Fazit: Ein lohnende Nachmittag, viele Infos und schöne Gespräche mit Freunden.
Knud

