Special Olympics Landesspiele NRW 2024 (Berichte und Bilder)

sonja1
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Special Olympics Landesspiele NRW 2024 (Berichte und Bilder)

Beitragvon sonja1 » 23.05.2024, 07:45

Letztes Jahr waren die großartigen Weltspiele der Special Olympics in Berlin. Und jetzt sind wir schon wieder in Sachen Special Olympics unterwegs. "Schuld" daran ist die Cyclocross-Masters-WM letztes Jahr in Hamburg. Hier wurden wir von mehreren Leuten angesprochen und gefragt, ob wir auch in Münster dabei sind. Münster? :Weissnicht: Was soll da sein? Landesspiele von NRW? Nun ja, warum eigentlich nicht? Und so sind wir jetzt mittendrin in den Landesspielen NRW von Special Olympics. Aber wieso eigentlich Landesspiele? Hier ist – gefühlt – ganz Deutschland zu Gast :D-Land: . Wir haben gleich am ersten Tag schon Athleten und Trainer aus Hamburg, Schleswig-Holstein. Berlin, Baden-Württemberg und Sachsen gesehen. Außerdem sind Delegationen aus den Niederlanden, Luxemburg, Italien

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und Finnland vor Ort :D . Also, ganz schön viel los dafür, daß es „nur“ Landesspiele sind.

Gestern Abend war erstmal die große Eröffnungsfeier. Sie fand in der Sporthalle Berg Fidel statt. Als wir knapp eine Stunde vor Beginn da waren, war die Halle schon gut gefüllt. Die Stimmung war bestens :chearleader: . Es wurde schon geklatscht, getanzt, gesungen und sich einfach nur gefreut.

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Die Eröffnungsfeier selbst bestand aus ganz viel Tanz: Erst hat eine inklusive Tanzgruppe gezeigt, was sie kann. Dann trat eine Hip-Hop-Gruppe auf, die offensichtlich auch schon international erfolgreich war. Schon beeindruckend, wenn so jemand hochspringt und im Spagat landet… :shock: Danach haben beide Gruppen gemeinsam getanzt.

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Nach ein paar Reden bzw. Interviews mit Offiziellen wurde dann ein gemeinsamer Tanz mit allen Anwesenden eingeübt. Da wurde die ganze Halle gerockt. Was für eine geniale Stimmung.

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Und dann steuerte die Eröffnungsfeier langsam, aber sicher auf ihren Höhepunkt zu: Erst wurden die Eide der Schiedsrichter, Trainer und Athleten gesprochen. Den Eid der Athleten hat eine junge Frau aus Bergkamen gesprochen, die das erste Mal an so einem großen Sportereignis teilnimmt – und dann gleich so eine große Rolle übernehmen durfte. Sie war sehr, sehr aufgeregt, aber auch ziemlich stolz und glücklich, als sie den Eid „Ich will gewinnen. Und wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben.“ gesprochen hat.

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Danach wurde die Fahne von Mitgliedern des Athletenrats NRW hereingetragen und gehisst.

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Und dann endlich war es soweit: Das olympische Feuer wird hereingetragen.

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Nach mehreren Stationen in der Halle wurde es entzündet.

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Die Spiele sind eröffnet :Tanzen:

Zum Abschluß ist noch die Hermes House Band aufgetreten und hat viel Stimmung gemacht. Sie waren auch nicht lange alleine auf der Bühne :) .

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Nach vielen tollen Eindrücken des ersten Tages hier in Münster machten wir uns wieder auf den Weg zurück ins Hotel. Heute beginnt dann der sportliche Teil. Wir werden berichten.

Alle Bilder von der Eröffnungsfeier findet ihr hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/galle ... 2-05-2024/
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Re: Special Olympics Landesspiele NRW 2024 (Berichte und Bilder)

Beitragvon sonja1 » 23.05.2024, 21:35

Nach der gestrigen Eröffnungsfeier ging es heute los mit den sportlichen Wettbewerben :D . Wir haben uns daher gleich nach dem Frühstück zur Radstrecke begeben und teils bekannte, aber auch einige neue Gesichter gesehen. Die Radstrecke selbst hat so ihre Vor- und Nachteile. Sie ist nur ca. 370-380 m lang und hat an jedem Ende eine 180-Grad-Wenne, so daß man mit einer Runde auf 750 m kommt. Das ist relativ kurz. Schön für den Zuschauer, weil quasi die gesamte Strecke einsehbar ist. Für die längeren Kurse (5 km Zeitfahren, 5 km, 15 km und 25 km Straßenrennen) jedoch nicht so günstig, weil man ständig abbremsen und wieder beschleunigen muß. Auch die 180-Grad-Kurven stellen für den einen oder anderen Athleten eine Herausforderung dar.

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Andererseits liegt die Strecke direkt am Sport-Campus der Uni Münster, wo quasi das Zentrum der Landesspiele liegt: Leichtathletik, Fußball, Handball, Basketball, Tanzen, Rollerskate, Judo, Bowling – all das findet hier statt. Und dann ist es natürlich großartig, daß auch der Radsport direkt nebenan ist. So haben alle kurze Wege. :GrosseZustimmung:

Los ging es morgens mit den Klassifizierungen. Viele mußten da zunächst einmal 1.000 m einzeln auf Zeit fahren.

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Das bedeutete auf diesem Kurs: Start war 250 m vor dem Ziel. Und dann mußte man noch einmal eine ganze Runde fahren. Das klappte nicht bei jedem, weil nicht alle verstanden hatten, daß man zweimal durch das Ziel fahren soll. Aufregung spielte sicherlich auch eine Rolle. Und so hat der eine oder andere sein Rennen nach 250 m beendet :o . Aber das war nicht so schlimm. Es war genug Zeit, so daß alle Athleten, die zu früh abgebrochen haben, noch eine zweite Chance bekamen. Und alle haben diese Chance genutzt und ihre 1.000 m vollständig absolviert :Empfehlung: .

Nach den Klassifizierungen gab es eine längere Mittagspause. Nachdem wir uns verpflegt hatten, haben wir noch schnell bei den Rollerskatern vorbeigeschaut. Diese Sportart hat mich ja schon im letzten Jahr bei den Weltspielen begeistert. Und auch heute wurde ich nicht enttäuscht. Die Stimmung in der Halle war wieder großartig. Als wir dort waren, liefen gerade die Finalläufe über 1.000 m. Das ist in so einer kleinen Halle ganz schön viele Runden :shock: – ich meine 10. Also auch viele Kurvenlagen. Im ersten Lauf wurde das einer Läuferin gleich in der ersten Runde zum Verhängnis. Sie stürzte Sternesehen , berappelte sich aber schnell wieder und lief weiter :Empfehlung: . Am Ende war sie trotzdem sehr enttäuscht und konnte ihre Tränen nicht zurückhalten. Die anderen Läufer lieferten sich ein packendes Rennen – angefeuert von frenetischen Zuschauern. Das wirklich spannend.

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Auch das zweite 1.000m-Finale, das wir uns angesehen haben, war nicht weniger packend. Platz 1 war zwar schon frühzeitig vergeben. Der Läufer war einfach klar besser.

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Um Platz 2 stritten ein deutscher und ein niederländischer Skater. Der Niederländer kam immer dichter an den Deutschen heran. Ich hatte den Eindruck, daß er ihn noch packen würde. Aber dann kam es zu einer Überrundung durch den Führenden. Dadurch wurde es etwas wuselig. Der Niederländer schaffte es dann nicht mehr, an dem Deutschen vorbeizuziehen. Aber wirklich toll, wie spannend, diese Rennen sind. Mir hat es wieder riesig viel Spaß gemacht, hier zuzuschauen :Tanzen: .

Danach sind wir auch schon wieder zurück zu den Radfahrern gegangen. Schließlich sollten hier am Nachmittag die ersten Entscheidungen fallen. Besonders spannend fand ich hier das 5 km Straßenrennen der Frauen. Zu Beginn des Rennens fuhr Lara einen großen Vorsprung heraus. Aber schon in Runde 2 oder 3 ließen ihre Kräfte spürbar nach. Mathilda und Lea kamen immer näher

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und fuhren dann auch an ihr vorbei. Yvonne war zu diesem Zeitpunkt aufgrund eines Sturzes leider schon zurückgefallen. Lea übernahm die Führung. Mathilda wirkte stärker. Aber nach Angabe ihrer Familie traut sie sich häufig nicht, andere zu überholen. Sie würde lieber abbremsen, statt vorbeizufahren.

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Dann fuhr sie aber doch vorbei und war in der Führung. Lea blieb erst noch an ihr dran, aber Stück führ Stück konnte Mathilda sich absetzen. Die Plätze schienen verteilt. Aber was war das? :shock: Lara hatte sich offenbar wieder etwas erholt und kam wieder an Platz 2 heran. Und tatsächlich, sie hatte noch so viel Power übrig, daß sie sich wieder auf Platz 2 vorschieben konnte.

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Was für ein Rennen! Das hat richtig Laune gemacht :Tanzen: .

Im 5 km Straßenrennen der mittelstarken Männerklasse war Marc aus Lüneburg der tragische Held.

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Er fuhr ein Superrennen und hat sich sogar bis an die Spitze vorgearbeitet. :GrosseZustimmung: Und dann passierte das: In einer der beiden 180-Grad-Wenden fuhr er die Kurve eigentlich total klasse, schöne Schräglage. Leider hat er nicht auf sein Pedal geachtet. Das innere Pedal war unten, berührte aufgrund der Schräglage den Boden und brachte ihn zum straucheln Sternesehen . Der erste Platz war futsch. Der Lenker leicht verbogen. Das konnte einer der Helfer schnell richten. Aber irgendwie schien die Schaltung auch nicht mehr so richtig zu funktionieren. So konnte er zwar sein Rennen beenden, aber es wäre mehr drin gewesen. Ärgerlich.

Bei den schnellen Jungs kommt man aus dem Staunen nicht heraus. David fuhr ein einsames Rennen von vorne und setzte über die 5 km einen soliden 35er-Schnitt auf den Asphalt :Respekt: . Ganz klar Gold. Großartig.

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Danach waren die Rad-Wettbewerbe für heute beendet. Wir gingen dann wieder zum Sport-Campus. Da liefen noch ein paar Leichtathletik-Disziplinen.

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Als diese dann auch zu Ende waren, machten wir uns wieder auf den Weg zurück ins Hotel. Ein ereignisreicher und schöner Tag geht zu Ende. Morgen Nachmittag gibt es die Siegerehrungen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Michaels Bilder von heute findet ihr hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/galle ... 3-05-2024/
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Re: Special Olympics Landesspiele NRW 2024 (Berichte und Bilder)

Beitragvon sonja1 » 26.05.2024, 16:03

Eine Anmerkung vorweg: Den Text habe ich am Freitag angefangen, komme aber erst jetzt dazu, ihn endgültig zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Daher stimmen die Tagesangaben nicht unbedingt...

Heute war Finaltag – im wörtlichen und übertragenen Sinne. Für uns war es der letzte Tag hier bei den Landesspielen. Und dieser Tag war voller Finalläufe. Am Vormittag wurden noch die Zeitfahren über 2 km und 5 km ausgetragen. Am Nachmittag folgten zwei Straßenrennen über je 25 km. Danach sollte es die Siegerehrungen geben. Es wartete also ein volles Programm auf uns.

Beim Zeitfahren über 2 km waren wir uns alle nicht sicher, ob die eine Teilnehmerin das schaffen würde. Sie tat sich schon am Vortag schwer, die Strecke alleine zu bewältigen. Ich konnte dabei von außen nicht beurteilen, ob es Angst, Unerfahrenheit oder schlicht keine Lust war. Jedenfalls wurde in Abstimmung mit den – sehr netten strreicheln – Kommissären entschieden, daß sie von ihrem (jüngeren) Bruder begleitet werden darf. Und gemeinsam haben sie es dann auch geschafft :GrosseZustimmung: .

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Für manche Athleten ist eben auch schon das Absolvieren des Wettbewerbs eine Herausforderung.

Beim 5km-Zeitfahren habe ich mich eine Zeitlang in den Bereich der ersten 180-Grad-Wende gestellt und mir die Kurventechnik angesehen. Bei einem Athleten hat die Trainerin versucht, ihren Schützling dazu zu animieren, weiter außen anzufahren, um besser in die Kurve einbiegen zu können. Das hat nicht immer gut geklappt.

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Einmal war gut zu sehen, daß ein anderer Fahrer mit einer wirklich guten Kurventechnik

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geschmeidig in der Kurve an ihm vorbeigefahren ist. Der überholte Fahrer staunte nicht schlecht :shock: . Und ich habe eine Ahnung, was in den nächsten Trainingseinheiten auf dem Programm steht… ;)

Beim 5km-Zeitfahren der schnelleren Fahrer gab es einen spannenden Zweikampf zwischen der Niederländerin Jolein

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und Paul

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zu beobachten. Jolein fuhr mit sehr viel Feuer los und legte in der ersten Runde eine Zeit von 1:19 auf die Straße. Am Vortag war sie noch Rundenzeiten von 1:24/1:25 gefahren. Da war also Power in den Beinen :Krafttraining: . Paul konnte da nicht so mithalten. Er kam erst nach 1-2 Runden so richtig in Fahrt. Aber einmal in Schwung gekommen, legte er Zeit zwischen 1:16 und 1:19 hin. Nach 7 Runden haben beide ihre Zeit vom Vortag um gut 10 Sekunden gesteigert und belegten die Plätze 1 (Paul) und 2 (Jolein) :Empfehlung: . Nur mal so am Rande: Die beiden sind einen Schnitt von 34,6 km/h bzw. 33 km/h gefahren :Respekt: . Was für ein Tempo, wenn man die beiden 180-Grad-Kurven pro 750m-Runde bedenkt.

Das Vormittags-Programm wurde relativ straff durchgeführt, weil Regen :regenschutz: drohte. Das hat super geklappt, denn alle sind trocken geblieben :Empfehlung: . Und dann war ja erstmal Mittagspause :trommel: . Auf dem Weg zum Verpflegungszelt fing es an zu regnen, aber das war noch nicht so schlimm. Wir waren ja dann auch erstmal im trockenen. Anschließend sind wir Richtung Basketball-Halle geschlendert, weil es dort schon gegen 13 Uhr wieder weitergehen sollte. Und schließlich findet Basketball ja drinnen, also im trockenen statt. So weit kamen wir aber zunächst nicht, weil kurz vorher das Tanzzelt stand. Und dort war ebenfalls Action angesagt. Also haben wir uns mal tanzen angeguckt.

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Ich hab von der Sportart zwar keine Ahnung, aber die Stimmung dort war super :Laola: , so daß wir dort hängengeblieben sind, bis die Tänzer in ihre verdiente Mittagspause gegangen sind.

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Aber nun ging´s für uns doch noch in die Basketball-Halle. Da war leider noch nicht so viel Basketball zu sehen. Statt dessen konnten wir Cheerleader beim Aufwärmen und Proben ihres Programms beobachten – auch toll.

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Danach ging´s wieder zurück zur Radstrecke. Hier warteten noch die letzten beiden 25km-Straßenrennen und Hans-Peter Durst, zweifacher Paralympics-Sieger und mehrfacher Weltmeister auf uns.

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Für die Athleten bedeutete das 33 Runden auf diesem relativ kurzen Kurs. Es war inzwischen auch wieder trocken – gut, die Straße nicht :roll: , aber wenigstens von oben. Erst war die Gruppe der etwas langsameren Fahrer an der Reihe. Hier waren einige dabei, die das erste Mal in einem Wettbewerb eine so lange Strecke gefahren sind. Es blieb also spannend zu sehen, wie jeder Athlet mit der Dauer des Rennens zurecht kommt. Der Führende (Nils) konnte sich recht schnell von den anderen absetzen und legte ein flottes Tempo vor, während die anderen – gefühlt – ihr eigenes Tempo fuhren und sichtlich viel Spaß hatten.

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Nach meinem Eindruck taten sie das recht konstant. Als Nils den Zweiten (Alexander) überrundete, konnte Alexander sich allerdings an sein Hinterrad klemmen und mit ihm im Windschatten mitrollen.

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Da fragt man sich als Außenstehender schon: Ist der Führende so langsam geworden oder ist der Zweite nach ein paar Runden Einrollzeit schneller geworden? :Unentschlossen: Jedenfalls fuhren beiden so über viele Runde gemeinsam – bis zur Zielgeraden. Hier setzte der Alexander zum Sprint an und überfuhr so als Erster den Zielstrich – allerdings mit einer Runde Rückstand.

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Dann waren die ganz schnellen Jungs mit dem ganz schnellen niederländischen Mädel an der Reihe. Ich habe mich riesig auf dieses Rennen gefreut :D , weil es vom Papier her viel Spannung versprach. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Am Start waren u.a. Jolein (33er Schnitt im 5 km Zeitfahren), Paul (34er-Schnitt im 5 km Zeitfahren) und David (ich hab leider keine Geschwindigkeit vom Vortag, aber auch er ist unglaublich schnell). Eigentlich dachte ich, daß die drei erstmal gemeinsam unterwegs sein werden. Aber David hatte einen anderen Plan: Er kam schon nach der ersten Kurve als Führender wieder raus und blieb dort auch erstmal für etliche Runden.

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Hinter ihm spielten sich Dramen ab: Paul rollte bei der ersten Zieldurchfahrt langsam heran und war sehr wütend :meckern: : Kette ab.

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Aber kein Problem: Ihm konnte geholfen werden. Die Kommissäre haben ihm eine Rundenvergütung gewährt :Empfehlung: . Und so konnte er eine Runde später wieder auf die Strecke gehen. Und wie! Mit mächtig Wut im Bauch gab er jetzt richtig Gas. Da konnte auch Jolein nicht folgen, aber David schien uneinholbar vorneweg. Mal kam Paul dichter ran, aber dann gab David Gas und konnte sich wieder weiter absetzen. Die Medaillen schienen klar verteilt. Aber was war das denn? :shock: Der Abstand zwischen David und Paul wurde immer kleiner.

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Ungefähr 10-12 Runden vor Ende war es dann soweit: Paul hatte David wieder eingeholt. Puh! Was für eine Aufholjagd.

Paul ging auch gleich nach vorne. Aber David ist ein erfahrener Athlet und erholte sich erstmal im Windschatten von Paul und ließ Paul die Führungsarbeit machen.

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Eigentlich dachte ich, daß einer der beiden noch einen Außreisversuch starten würde. Aber sie blieben bis zur letzten Kurve zusammen, so daß es zum Sprint kam,

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den David für sich entscheiden konnte.

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Was für ein geniales Rennen! So macht Radsport Spaß :Tanzen: .

Und auch Paul war sehr glücklich über seinen 2. Platz.

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Das war´s dann mit den Radsportwettbewerben. Es fehlten noch die Siegerehrungen Pokalhoch . Die sollten auf der Festpielwiese neben dem Leichtathletik-Platz stattfinden. Vor den Radsportlern waren erst noch die Beachvolleyballer an der Reihe. So kamen wir in den Genuß, bei den Siegerehrungen Mannschaften aus Italien und Finnland begrüßen und beklatschen zu dürfen.

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Danach sollten die Radsportler geehrt werden – sollten… Leider hatte der Wettergott etwas dagegen :sad: . Es gab eine Unwetterwarnung mit Warnungen vor Gewitter und Starkregen :geschockt: . Da hieß es nur „Abbruch“ und ab in feste Gebäude. Die Siegerehrungen sollen Samstag nachgeholt werden, aber da sind wir leider nicht mehr dabei. Auch einige Radsportler sind dann nicht mehr da. Und so wurde kurzerhand improvisiert. Wir gingen in die Halle, in der Judo und Boccia stattfanden und machten dort eine kleine Siegerehrung für alle Radsportler, die bei der großen Siegerehrung nicht mehr dabei sein können.

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Wirklich schade, daß der Tag so ein Ende nehmen mußte. Aber Sicherheit geht vor. Und immerhin konnten die Wettbewerbe im Trockenen durchgeführt werden.

Wir haben noch ein wenig beim Boccia zugesehen, bis der Regen nachließ.

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Dann ging es nach einem langen Tag wieder zurück ins Hotel.

Fazit: Wir waren ja mehr so aus Versehen hier. Und es hat sich so was von gelohnt :GrosseZustimmung: . Wir haben viele tolle Wettbewerbe und auch einige uns weniger vertraute Sportarten gesehen. Die Stimmung war großartig :chearleader: . Das Wetter hat bis auf dieses kleine Unwetter gut mitgespielt. Die Organisatoren haben einen tollen Job gemacht :Empfehlung: . Vielen Dank auch an alle ehrenamtlichen Helfer, alle Kommissäre, Betreuer und nicht zuletzt an die Athleten, die eine großartige Leistung gezeigt haben :Danke: :Danke: .

Michaels Bilder vom letzten Tag findet ihr hier: https://helmuts-fahrrad-seiten.de/galle ... 4-05-2024/
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