17. Vattenfall Cyclassics (Berichte + Bilder)

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UweK
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17. Vattenfall Cyclassics (Berichte + Bilder)

Beitragvon UweK » 19.08.2012, 18:03

Klasse Rennen.

Frühes aufstehen, trotz Startblock Q (100 km), denn ich wollte ganz vorne stehen, und es hat geklappt. Ich hatte einer bunt zusammengewürfelten Firmentruppe, viele das erste Mal dabei, dann aber doch den Vortritt gelassen und fuhr in ca. der 3. Reihe los.

Meine Safer-Guide-innen waren (wie ich nach dem Rennen erfahren habe) vom S.C. Hammaburg, zudenen ich seit gestern auch gehöre. :-) Okay ziehe ich den Schluss vor, kurz vor der Transponder-Rückgabe traf ich Meike wieder, die mich über das gerade eingestellte Foto von der Website wieder erkannte. Kurz drauf stüzte sie sich auf ihr Rad und ich fragte, ob sie was zu trinken bräuchte - zack schnell war die große Trinkflasche leer. War wohl sehr sehr nötig. :-)

Zum Start, die Firmentruppe hat sich schnell zerlegt, da es kein Rad-Team war. Ich genoss das Hinterrad von einer Guide und zügig ging es los... Nach 3 km stand ich alleine im Wind, keiner vor mir, keiner hinter mir, wie kann das denn passieren?!

Ab km 40 habe ich mich richtig auf die Verplegung gefreut, denn dieses süße-klebrige Gefühl im Mund wurde ich einfach nicht los. Kurzer und entspannter Stopp, meine gerade leer gegangene 1. Flasche sicherhaltshalber nochmal aufgefüllt (was sich als wertvoll im Ziel erwies).

Bei km 70 ungefähr traf ich dann auf eine Tri-Athletin, mit der ich dann bis Wilhelmsburg fuhr - wie bei ner RTF immer schön am rumschnattern. :-) Die letzten 10 km zog ich dann allein weiter nach vorne und holte nochmal so 90 % meiner maximal Last ab (ja es war heiß). Der Zieleinlauf war herrlich, wäre da nicht das große Schlagloch kurz vor der Linie.

Am Ida-Ehre-Platz begrüßte ich zunächst die dort auch anwesenden Hammaburger und bin dann zu den HFS Foris.

Hat Spaß gemacht - auf bald.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20353.JPG">

Edit: Es heist natürlich S.C. HammAburg -- sometimes there is something fuzzy in my head ;-)
Zuletzt geändert von UweK am 20.08.2012, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 19.08.2012, 19:33

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20318.JPG">

Hier kommen von Heimfelder Dirk, BriMore und mad.mat unsere

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .html">438 Bilder von den Vattenfall Cyclassics</a>.

Helmut

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20373.JPG">
Zuletzt geändert von Helmut am 29.08.2012, 23:44, insgesamt 2-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Deichfahrer » 19.08.2012, 20:35

Heute um 8.00 Uhr sollte mein Startblock auf die Reise geschickt werden, somit musste ich meinen Wecker auf Arbeitszeit einstellen. :roll: Um 6.15 Uhr ging es durch die leeren Straßen von Vierlanden nach Hamburg in die Innenstadt. Kurz am Hauptbahnhof Kaffee und Kleinhappen weggedrückt und ab zum Start.

Der Start ging aus Block L und ich stand gleich als erster am Flatterband. Das war mein Plan = an vorderster Front starten und in der Spitzengruppe mitfahren, möglichst nicht im großen Pulk. Nach dem Start ging der Plan voll auf und so fuhren wir in einer 3 Mann-Gruppe bis in die Harburger Berge. Bekanntlich ist es so, dass sich neue Gruppen in den Bergen formieren und so entstand eine ca. 15 Mann starke Gruppe.

Auffallend war heute auf der Strecke die vielen Lücken, also RTF-Flair. Es war unheimlich viel Platz gewesen zum Fahren und Ausweichen. Bisher kannte ich nur in sehr großem Pulk die Cyclassic.

Aber hier schon mal großes Lob an den Veranstalter mit den Guides :GrosseZustimmung: Mit sehr hohem Tempo wurden die Niedersächsischen Dorfern durchgefahren. Auch die Anstiege wurden im hohem Tempo bewältigt. Tja, was das Training auf der Quälrunde in Goslar schon ausmacht. :applaus: Die 15 Mann Gruppe harmonierte sehr gut und es machte riesig Spass in dieser Gruppe.

Mit dem Wind wurde Harburg schnell erreicht und zurück wieder durch den Hafen. An dieser Stelle begann erst wieder der große berüchtigte Pulk. Oha, ab Elbbrücke begann die Verengung auf der Straße. So musste ich das Tempo drosseln. :mad: Egal, heil durch gekommen und ab die letzten Km über den Jungfernstieg zum Ziel. Huiiiiiii, ab Rathaus Gänsehautfeeling. Die Zuschauer mit voller Begeisterung und Anfeuern dabei. :GrosseZustimmung:

Transponder schnell abgegeben und ab zur Verpflegungsstation. Akku musste aufgeladen werden mit Flüssigkeit. Spanische Hitze eben :Sonnenschein:

Für mich war es ein cooles Rennen und auch die Veranstaltung hat mir gefallen. Das ganze war von Weltformat. :applaus:
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Molli
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Beitragvon Molli » 19.08.2012, 21:05

<b>Cyclassics mal ausser Konkurenz</b>

Diesmal mal nicht durch Hamburg jagen, sondern als Safer Cycling Guide Präsenz zeigen für mehr Sicherheit. Ich finde diese Action wichtig :GrosseZustimmung: und so hatten meine Tochter und ich uns entschieden als Guide mitzufahren. Samstag Abend gab es die Einweisung bei Upsolut, unter anderem von Erik Zabel. Anschließend gemeinsames Pastaessen, wo auch Zabel noch blieb und jeder Zeit ansprechbar war :GrosseZustimmung: . Auch bekamen wir noch unsere "Ausrüstung", Ersatzschlauch, Erste Hilfe Set, usw. Ausserdem unsere Trikots, die leider bei etwas stämmigeren Leuten wie mir etwas windschnittig saßen, aber es ging beim Fahren.

Heute morgen 7.00 Uhr am Start, mein Partner Janibal war auch schon da. Kurz vor'm Start kam noch Oldboy vorbei und beschwerte sich. dass wir nicht in seinem Block waren, wir sollten ihm doch bis zum Ziel Windschatten geben, meinte er.

Nach dem Start teilten wir uns und gaben den anderen Fahrern den einen oder anderen Tipp, um sicherer zu fahren. Dies wurde dankend angenommen, manchmal gab es auch nette Unterhaltungen und man bekam nur positive Resonanz für unsere Aufgabe. :D

Es hat viel Spaß gebracht anderen zu helfen und mal ohne Zeitdruck die Cyclassics zu absolvieren, :) da es für uns keine offizielle Zeitmessung gab. Ich hab es genossen und alles viel intensiever wahrgenommen, nächstes Jahr bin ich wieder dabei. Auch von den anderen Guides habe ich im Ziel ähnliche Aussagen gehört.
Zuletzt geändert von Molli am 20.08.2012, 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
Auch die Dicken kommen über den Berg
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Ledersattel
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Beitragvon Ledersattel » 19.08.2012, 21:09

Moin und Glückwunsch an alle Teilnehmer!

Vorweg:
Artikel erschienen am 19.08.2012 bei http://mobil.abendblatt.de

"Cyclassics-Fahrer stürzt beim Start – mit 3,32 Promille

Die vermutliche geringste Fahrtleistung hatte ein Cyclassics-Teilnehmer der unmittelbar nach dem Start stürzte und in der Notaufnahme der Asklepios Klinik St. Georg vorgestellt werden musste. Der Patient wies einen Alkoholspiegel von 3,32 Promille auf, war aber gang- und standsicher."

Ich glaube, daß ich diesen Fahrer gleich nach der Einfahrt in die Speicherstadt, Foris aus Block P müßten die Versorgung des Verunfallten noch mitbekommen haben (?), und das Taumeln und dann den Sturz erlebt habe. Mir stellt sich die Frage, wie bekomme ich morgens um zwanzig vor neun schon 3,32 Promille zusammen?

Meine Tour war sehr schön, ich bin überall gut durchgekommen, keine Pannen oder sonstige Mißgeschicke erlebt. Zwar mal wieder keine passende Gruppe gefunden, muß wohl noch etwas mehr trainieren (?), um entsprechend mitfahren zu können.
Es gab zahlreiche andere Fahrer, die Pannen hatten, einige schon auf den ersten Kilometern und dann zu Fuß auf dem Rückweg.
An der Unfallstelle bei Hittfeld, es wurde weit vorher darauf hingewiesen und gebeten, das Tempo rauszunehmen, was viele überhaupt nicht scherte; wie sagte einer als er an mir vorbeifuhr: "... das versaut mir meinen ganzen Schnitt!"
Viele Teilnehmer fühlten sich wirklich wie die Profis, da wird die Riegelverpackung wahllos in die Gegend geworfen, ob der Nebenfahrer davon etwas abbekommt oder sich davon "getroffen" fühlt ist egal. Das gleiche mit Trinkflaschen; einige müssen wohl aus Prinzip kurz vor dem Ziel plötzlich und unmotiviert wegwerfen.
Die Idee mit den Guides finde ich sehr gut, glaube auch, daß viele ihre Aufgabe richtig verstanden und umgesetzt haben. Trotzdem darf es erlaubt sein, auf Verbesserungen hin zu weisen: Ein Guide, der beim Überholen und Einbiegen auf eine große und breite Straße den Nebenmann "schneidet" muß nicht sein. Und freihändig zu fahren, dabei den Helm abzunehmen um irgend etwas richten, dient auch nicht gerade als Vorbildfunktion. Wie gesagt, das soll die gute Außendarstellung und Vorbildfunktion anderer nicht schmälern!

Schön ist es jedenfalls, die letzten Meter ab dem Brahmsplatz in Angriff zu nehmen, sich darüber bewußt zu werden, daß man alles heil und gesund erlebt hat, die begeisternden Anfeuerungen der Zuschauer zu erleben und daß man gleich von seiner Liebsten in den Arm genommen wird!
Das anschließende Treffen mit den H-F-S Foris, an der Bande im Zielbereich, gibt genug Gelegenheit zu berichten und zum zuhören.

Bilder von Start und Ziel sowie auch von den Promis erscheinen hier in Kürze.
@ Helmut: Bilder liegen in Deinem Ordner! Die letzten hundert hat der PC nicht mehr geschafft, die Nacht war um.

Gruß
Ledersattel

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20412.JPG">
Zuletzt geändert von Ledersattel am 21.08.2012, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
turbo32
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Beitragvon turbo32 » 19.08.2012, 21:51

@ Deichfahrer
O M G :mad: Was`n das für ne luschige Vorbereitung, 3 Std. vorher anständiges Frühstück - Müsli und ne Std. vorher ne Banane, so geht das :P :wink:

Schöne Woche :cool:
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Marit
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Beitragvon Marit » 19.08.2012, 22:02

Nachdem Mirco ja noch an seiner Erkältung rumlaboriert, machten wir uns mit nur einem "Renner" auf nach Hamburg. Dafür war Mirco dieses Wochenende als mein "Sportlicher Leiter" für das Drumherum zuständig!

Nach einem Rundgang über die Messe, ging es dann zum Teamtreff im Odlo-Store. Bei Kuchen, Obst und kalten Getränken wurde dann das Teamoutfit von Odlo powerd by Merkurdruck anprobiert und die Starterbeutel wurden in Empfang genommen. Danach kurze Ablaufbesprechung. Gott sei Dank gab es keine Teamorder und so durfte jeder fahren wie er/sie wollte. :D

Start für uns fand aus Startblock E statt. Direkt vor uns im Startblock befanden sich das Skoda- sowie das Erdingerteam. Auf diese durfte dann der Startblock E aufschließen und so sind wir alle zusammen pünktlich um 7:45 Uhr gestartet. So bildeten sich auch gleich viele schnelle Gruppen, wo man sich schön ranhängen konnte. Ein Odlo-Teamkollege setzte sich dann mit einer der Spitzengruppe ab und bis zur Schnellstrasse konnte ich auch dranbleiben. Bis ich dann in einer Kurve mal wieder nicht schnell genug antreten konnte. Naja, der gute Mann fährt eigentlich für Nutrixxion u. a. auch Lizenzrundstreckenrennen. Die nächsten 2 Kilometer sauste ich also alleine dahin, bis von hinten auffordernde Worte riefen, ich solle mich dranhängen, ich würde doch sonst auch schneller fahren. Kannte den Fahrer nicht, aber er hatte noch einen Odlokollegen im Schlepp. Zu viert fuhren wir dann mit teilweise über 45 km/h über die Schnellstrasse mit regelmäßigen Wechseln. Irgendwann musste ich dann aber abreißen lassen. Die nächste Gruppe ließ nicht lange auf sich warten und so konnte man mit locker 40 km/h so dahinradeln.

Der Kösterberg war diese Jahr deutlich besser zu fahren als letztes Jahr. Keine Massen, die kein Vorbeikommen ermöglichten. Die Reeperbahn habe ich nur kurz aus den Augenwinckeln wahrgenommen, musste doch noch versuchen ein paar Plätze gutzumachen auf den letzten Kilometern. Also immer schön links mit Highspeed ins Ziel. (Musste doch meinen am "Berg" gesenkten Schnitt wieder hochfahren.)

Nach 1:31 erreichte ich dann als 36. Frau der 55er Strecke das Ziel. Schnitt 37,2. Damit war ich 4 Min. schneller als letztes Jahr und konnte genau 20 Plätze gutmachen.
:Laola:
Hatte auch das Gefühl, dass die "Safer cycling Gides" viel Ruhe auf die Strecke gebracht haben. Auch durch das nach rechts weisen von langsamen Teilnehmern wurde die Strecke links für die Schnelleren Gruppen "freigehalten". Sollte auch auf den GCC-Rennen Anwendung finden!
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Janibal
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sie, die

Beitragvon Janibal » 19.08.2012, 23:16

Sie, die Cyclassics

Text (Oberhausen, Ballast der Republik) mal wieder von den Toten Hosen, etwas abgeändert

Sie malt sich grelles Make Up auf ihre Augen
Zieht die teuren Schuhe an und ihr schönstes Kleid
Sie kennt alle Clubs und Bars.
Sie braucht kein Geld, er lädt sie immer ein
So schön war's mit ihm nie
Als sie noch zusammen waren
Denn miteinander konnten sie nicht glücklich sein

Doch jedesmal Mal, wenn er sie ansieht
Dann wird ihm klar, wie sehr er sie noch liebt
Und er vergisst, wie's mit ihr war in all den bösen Jahren
Weil sie die Liebe seines Lebens ist.

Sie ist schon so lang unbewohnt und fühlt sich schrecklich
Vielleicht lässt sie sich irgendwann mal operieren
Doch sie war in ihrem Leben niemals hässlich
Macht alles nur, um ihm zu imponieren
Und sie verdrängt den ganzen Schmerz
All die Stiche in ihr Herz
Immer wieder versucht sie ihn zu verführen

Doch jedesmal Mal, wenn er sie ansieht
Dann wird ihm klar, wie sehr er sie noch liebt
Und er vergisst, wie's mit ihr war in all den bösen Jahren
Weil sie die Liebe seines Lebens ist.

Über alles kann sie mit ihm reden
Nie hat sie was anderes gesucht
Sie läuft nachts zu seinem Haus durch den Regen
Denn sie hofft, bald wird alles gut

Doch jedesmal Mal, wenn er sie ansieht
Dann wird ihm klar, wie sehr er sie noch liebt
Und er vergisst, wie's mit ihr war in all den bösen Jahren
Weil sie die Liebe seines Lebens ist.


Eigentlich wollte ich mich nicht mehr verführen lassen, doch dann bot sie mir eine Helferrolle an. Sie möchte keine Stiche mehr in ihr Herz, sondern lachen und Helden machen. So durfte ich am Samstag mit Erik Fahrstuhl fahren, essen und Tipps aufnehmen, wie sie wieder geliebt werden könnte. Gunnar Mollenh. (Molli) erzählt mir, das überall die bösen Jahre anfangen.

Die Stadt glüht und in der Spitaler Strasse werde ich von M&M an ihren Tisch bestellt. Marit (Unterwäschemodel) ist ein bisschen overdressed und Mirco kann sie leider morgen nicht lieben, eine Erkältung verhindert den Start. Ganz große Übung in Sachen Demut. Aber wir haben auch Wichtigeres zu besprechen, als über die Liebe.

Zu Hause angekommen noch kurz die schönen neuen Kleider anprobiert, mit Nummer versehen, damit sie mich auch erkennt, damit ich ihr würdig werde. Und ins Bett, etwas schlafen, denn sie verlangt auch Härte.

Versuche ihr zu imponieren, fahre mit dem Rad an. Unterwegs werde ich schwach, sehe ein Claas LEXION 770. Der wäre auch eine gute Partie. Mit ihm könnte ich so manch Runde drehen. Aber da wird mad.mat. eifersüchtig.

Bild

Die Sonne geht über dem See auf, nur verdeckt durch ein paar Häuser. Sportsüchtige laufen um den See, zwischen all den anderen Verliebten. Sie stellt mich an den schönsten Platz, den sie hat, mitten auf die Brücken zwischen den Seen. Gunnar gesellt sich zu mir, ich halte sein Rad, er möchte sich noch etwas frisch machen. Dann vertraue ich ihm mein Rad an, gehe durch die Reihen. Die Augen leuchten, doch gibt es auch Nervöse, klar bei so einer Braut.

Ganz leise schickt sie ihre Reiter auf die Reise. Komme gerade noch um zu sehen, wie die Gruppe E verabschiedet wird. Dann werden auch wir los gelassen. Keine Hektik, keine Panik und keine 4 vorne auf der Uhr. Gunnar bleibt bei der Spitze von F, ich lasse mich zurückfallen und am Ende der breiten Bahn hinter Schenefeld glaube ich mit den Genießern aus F unterwegs zu sein. Jetzt kommt es auch zur Vermischung der Startgruppen und die Straße wird etwas enger. Liebevoll wird Rücksicht genommen und ich muss niemanden sagen, wie schön es läuft, jeder weiss es, denn es läuft kein Blut.

In Wedel besuche ich ihre Küche, heute hat ein Bekannter vom Alfsee Dienst. Ich zapfe ein blondes Isogetränk und eine Flasche Klaren. Was sie alles für uns bereit hält ist ausreichend, nur das sie mit Flaschen geizt ist nicht Ladylike.

Jetzt geht es ins Blankeneeser Hochgebirge und da alle ziemlich die gleiche Geschwindigkeit fahren, ist der Weg zum Höhepunkt schmerzfrei. Manche lassen sich rechts etwas mehr Zeit, doch auch sie werden nicht von ihr enttäuscht, es folgt eine entspannte Abfahrt. Irgendwie ist Gunnar an meiner Seite und zusammen reden wir über Die Schönheit der Strecke, sie freut sich über Anerkennung und zeigt, was sie wirklich kann.

Bis zur Reeperbahn lasse ich mich nicht von ihren Kurven blenden und schneide sie. So etwas wie Rennfahren leuchtet durch Benutzung der Gegenspur auf, nach der noch trockenen Reeperbahn nehme ich raus und versuche jedem ein friedliches happy end auf der Mö zu ermöglichen. Hier wird sie laut, fragt: War es schön?

So schön, das ich gleich noch mal möchte. Vorher besuche ich die Beiersdorfer, mein Vater ist einer von ihnen (a.D.) und ist Top 20 seiner Altersklasse. Ich habe mich gefreut, das er wieder mit dabei sein konnte, zum 16. mal. Es stimmt, es gibt viele Freunde, aber nur einen Vater.

Bild

Die zweite Runde verläuft etwas schneller, auch ohne wirklichen Stich in Herz. Sie hat die Strecke noch mal extra aufgeheizt. So wird ihre Küche gut besucht, ich suche mir Gruppen ohne einen ihrer Helfer, immer wieder verlasse ich diese, fahre vorne im Wind damit es sich nicht staut oder warte auf neue Gruppen.

Wieder auf dem Höhepunkt ist Relef bei mir, er ist von ihr begeistert und wünschte, Ulrike könnte sie sehen. Er sagt mir, der Helmut ist noch hinten und so warte ich in der Sonne. Unterhalte mich mit einen THWler über Verliebte und Materialfetischisten. Keine Gruppen mehr, dann kommt Helmut. Ich bin schon etwas unbeweglich und es fällt mir schwer zu folgen, dabei möchte ich doch persönliches Geleit anbieten. Helmut schwärmt von ihr und ihren Töchtern. Nebenbei ist der Schnitt über dem vom Besenwagen und so biegen wir irgendwann wieder auf die Mö ein, die Reeperbahn schläft immer noch. Noch immer ist sie laut und verlangt von uns eine Antwort auf ihre Frage.

Bild

Für mich keine Diskussion, doch auch Außenstehende werden befragt, z.B. BriMore oder NobNob. Ich bin der Meinung, sie hat gewonnen, sie ist wieder zum verlieben, die bösen Jahre sind vorbei, schaut sie mal wieder an.
St. Jan
turbo32
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Beitragvon turbo32 » 19.08.2012, 23:35

Ohje, das ist mir zu anstrengend.
Ich bin ein einfacher Geist. :?
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ChrFarwig
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Schnelle Stürze (Achtung, Rekord!)

Beitragvon ChrFarwig » 19.08.2012, 23:43

Der Bruchpilot mit 3,3 Promille ist natürlich groß, aber noch größer war der vermutlich nüchterne Fahrer direkt vor mir, der nach wenigen Metern gemütliches Einrollen noch weit vor der Startlinie durch ruckartiges Bremsen das Vorderrad blockierte und dann über den Lenker ging. Sensationelle Leistung bei geschätzten 15 km/h. Er konnte aber weiterfahren und meinte anschließend zu seinem Mitfahrer: "Jetzt bin ich wach."
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Beitragvon jenne » 20.08.2012, 00:11

Ledersattel hat geschrieben:Mir stellt sich die Frage, wie bekomme ich morgens um zwanzig vor neun schon 3,32 Promille zusammen?
Er hat dafür wahrscheinlich viel trainiert... ;) :Kiffen: :kipprein: prrosit
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Camillo
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Beitragvon Camillo » 20.08.2012, 07:57

Super Veranstaltung! Mehr kann ich gar nicht sagen. Es war meine erste Teilnahme bei den Cyclassics und wird definitiv nicht meine letzte gewesen sein.

Gestartet aus Block H auf der 155 Km, hieß es am Ende 3:51:55 bei einem 40,6er Schnitt. Meine selbst gesteckten Ziele habe ich somit erreicht. Mit der Platzierung werde ich dann bei meiner nächsten Teilnahme auch in Block A stehen.

Zu den Safer-Cycling: War im Vergleich zu Berlin super Klasse. Der Giude in meinem Block hat Tempoarbeit gemacht, Leute zurecht gewiesen und langsameren Gruppen zugerufen, dass sie bitte nach links fahren sollen. Einfach nur Top.

Ich bin wirklich begeistert gewesen, nach dem Rennen auch von dem ganzen Drumherum.
Im Winter gewinnt man, nicht im Sommer. (Bernard Hinault)
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10 Jahre

Beitragvon dirksen1 » 20.08.2012, 08:24

10 Jahre Cyclassics (für mich). Das macht 10 Jahre Hassliebe zu einer Veranstaltung, die einst während meiner Flucht aus einer bereits in Scherben liegenden Un-Beziehung den wohl damals größten Kick lieferte und die Richtigkeit dieser Flucht mehr als nur bestätigte. War sie doch nur die logische Konsequenz…

10 Jahre Cyclassics. Das sind aber auch 10 Jahre, in denen der August „verplant“ war, in den man alles andere (wirklich alles, ich weiß, wovon ich spreche) dieser irrsinnig guten und irrsinnig gefährlichen Veranstaltung hintenan gestellt hat. Und ja, es war gut und es hat fast jedes Mal im Vorfeld zu der Sinnfrage des Ganzen geführt und jedes Mal (!) hinterher mit einem „Ja, es war geil“ abgeschlossen.

So auch gestern. Morgens viertel nach Drei saß ich im Auto, halb Vier war der Coffee-to-Go in der Becherhalterung, die (für mich) neue Verney-1826 CD sprudelte wohlige Klänge in meine verschlafenen Ohren und so kam ich viel zu früh bereits um 10 vor Fünf im BriMore-Tipp-Parkhaus an. Gut, denn die 37°C am Mittag grillten so wenigstens nicht mein Auto.

Ein Spaziergang durch die teilweise noch schlafende Hamburger City öffnete meine Augen dann für einen (unangenehmen) Vergleich zwischen 4.000€-Rennrädern und Menschen, die diese Summe nur aus der alten Bild-Zeitung kennen, die ihnen als Kopfkissen dient. Eine fremdartige Begegnung, die zum Nachdenken führte in unserer schnellen Welt...

Als dann um 6:00 Uhr die Notakkreditierung öffnete, ging alles plötzlich wieder den gewohnten hektischen Gang. Hier wie dort wurde gehetzt, alle waren nervös, ihren Startblock nicht rechtzeitig zu erreichen (ich auch), einzig die netten Helferinnen und Helfer strahlten eine stoische Ruhe und Gelassenheit aus, die ich gern 2 Stunden vor einem Start hätte. Schnell (ja, wieder „schnell“) zurück zum Auto, die Stadt war nun innerhalb der letzten 3/4tel Stunde komplett wach und laut geworden, Startnummer, Transponder ans Rad, Klamotten an und los. Startblock P, locker bleiben, du hast noch ne Stunde. Prima, also zwei leckere Brötchen und nen Kaffee für die eigene kleine Zelle, in der mir Ruhe und Gelassenheit verordnet hatte. Klappte überraschend gut, alles prima.

In den Starblock, Abklatschen der Team-Mitglieder, schnell (nicht barfuß) ins Dixi-Klo und dann ging es auch schon los. Die Strecke genauso falschrum wie schon letztes Jahr, nach 20 min war mit der Köhlbrand-Brücke das einzige Highlight leider in der Anfangs-Hektik des Feldes vorbei und ab da wurde es mir irgendwie langweilig. Volker war wohl auch eher bestrebt, ein „Rennen“ zu fahren und so setzten wir uns ab, zunächst in einer großen Gruppe, dann in dem für HH üblichen Gruppen-Hopping, immer auf der Suche nach ner Truppe, die das eigene Tempo fährt. Klappte ganz gut, das Gefühl, am meisten Arbeit im Wind zu machen, ist wohl eher subjektiv, weil man prinzipiell ja nur am Löcher zufahren ist, denn „die da vorne kriegen wir noch…“.

Nach ca. 2-dreiviertel Stunden war alles vorbei, heile ankommen war das wie immer gesetzte Tagesziel, hat geklappt. Einmal werden die Cyclassics und ich uns nochmal sehen, dann heißt es wohl weiterziehen auf einer Flucht, die schon lange keine mehr ist ...

Kritik an der Veranstaltung? Hmmm… Ja, habe ich. Warum fährt ein Safer-Guide treuradelnd neben einem Teilnehmer her, der mit nem reinrassigen Zeitfahrlenker unterwegs ist? Später sah ich noch einen weiteren Teilnehmer mit einem solchen „Geweih“ auf dem Vorbau. :mad:

Warum machte niemand der zig Zuschauer die Dame darauf aufmerksam, dass hier ein Radrennen stattfindet, als diese mit ihrem Retriever an der Leine ganz verzückt im Zick-Zack-Kurs auf der Rennstrecke radelte?

Die Transponder-Rückgabe war erfreulich schnell, ebenso die Medaillen-Gravur. Warum es jedoch nur einen (?) Stand gab, der den Erdinger-Gutschein annahm, bleibt mir rätselhaft, aber egal, am HFS-Nach-dem-Rennen-Treffpunkt taten mir die 4 € nicht leid.

Wann öffnet endlich die Anmeldung für 2013? ;-)

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20182.JPG">
Zuletzt geändert von dirksen1 am 06.09.2012, 08:53, insgesamt 2-mal geändert.
ES LIEGT NIE AM RAD!
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Beitragvon heihu11 » 20.08.2012, 08:32

Camillo hat geschrieben:Zu den Safer-Cycling war im Vergleich zu Berlin super Klasse. Der Giude in meinem Block hat Tempoarbeit gemacht, Leute zurecht gewiesen und langsameren Gruppen zugerufen das sie Bitte nach Links fahren sollen. Einfach nur Top.
Also wir sind sind aus dem hinteren Teil in G auf die 100 Km gegangen. Dort habe ich im Startblock KEINEN von den Safer Cycling Leuten gesehen. In Berlin waren 3 sichtbar in meinem Block. Auf der Strecke habe ich sie dann auch nur als Tempomacher wahrgenommen, die die schwächeren Fahrer durch lautes Rufen nach rechts gescheucht haben. Fehlte eigentlich nur noch eine Trillerpfeife um alle Fahrer zu erschrecken. Hinter ihnen ein wilder Haufen von Fahrern, die versucht haben dran zu bleiben und dadurch so dicht überholt haben, dass man Angst bekommen mußte.

Für mich haben die Safer Leute hier in HH ihr Ziel total verfehlt. Mit Safer Cycling hatte das NIX zu tun. Das war in Berlin deutlich besser.

LG Heike
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Tomcat
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Beitragvon Tomcat » 20.08.2012, 09:22

Camillo hat geschrieben:...und langsameren Gruppen zugerufen das sie Bitte nach Links fahren sollen.
Erinnert mich daran, dass ich noch bei keiner Veranstaltung so viele Leute vor Kurven gehört habe, die LINKS mit RECHTS und andersrum verwechselt haben. :? Das hat dann schon mal für Verwirrung gesorgt, wenn vor einer Linkskurve jemand mit einem sehr ausgepägtem Organ laut "RECHTS" gerufen hat.

Ansonsten eine Top-Veranstaltung. Die Idee mit den Safer Cycling Leuten fand ich sehr gut. Immer wenn ich davon jemanden in meiner Gruppe hatte, gab dieser immer sehr deutlich Kommandos und fuhr immer so, dass er die Gruppe im Blick hatte.

Gruß

Thomas
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Beitragvon duerckheimer » 20.08.2012, 09:30

Auf der Strecke habe ich sie dann auch nur als Tempomacher wahrgenommen die die schwächeren Fahrer durch lautes Rufen nach rechts gescheucht haben. Fehlte eigentlich nur noch eine Trillerpfeife um alle Fahrer zu erschrecken. Hinter Ihnen ein wilder Haufen von Fahrern die versucht haben dran zu bleiben und dadurch so dicht überholt haben das man Angst bekommen mußte.
Das kann ich so leider auch nur unterstreichen... Ich bin aus der Mitte des Block M gestartet und habe erst bei km 70 einen Guide gesehen, dieser kam aus dem Block "O" (!!!) und machte die Tempoarbeit für eine Handvoll Fahrer aus N und O... Als Guide und "für Sicherheit stehend" sollten diese Fahrer doch eigentlich eine andere Aufgabe haben...

Aber nun zu meinem Eindruck von gestern: Mein Tag begann relativ angenehm, das Auto war bereits am Vorabend gepackt, morgens nur noch mal schnell checken, ob wirklich alles verladen war. Parkplatz wie jedes Jahr Nähe U-Bahn Hallerstraße, die letzten km zum Einrollen... Der Block M lag fast völlig im Schatten, was durchaus angenehm war. Die Wartezeit bis zum Start war erträglich (Hier auch ein großes Dankeschön an den Veranstalter, der sich offensichtlich Mühe gegeben hat, angesichts der zu erwartenden Temperaturen, rechtzeitig und zügig zu starten!)

Es lief alles super, ich konnte "mein" Rennen fahren, hatte irgendwie immer jemanden vor mir, neben mir, der das gleiche Tempo fuhr und mir die leichte Brise abnahm... So konnte ich ein tolles Rennen fahren und hatte sogar die "Zeit" mir die vielen Zuschauer am Straßenrand anschauen. Bei km 85 ging mir dann so langsam die Kraft aus bzw. eigentlich machte mir die Hitze zu schaffen, denn mein Magen war der Meinung Hitze und Anstrengung gefallen ihm nicht so wirklich... Aber ich habe es ohne (!) Zwischenfälle ins Ziel geschafft und meine gesetzten Ziele mit Bravour geschafft.
Ziel 1: Heil ins Ziel kommen - checked
Ziel 2: Unter 3 Stunden bleiben, idealerweise unter 2:55 - checked 2:53:54

Meine Frau fragte mich gestern nachmittag, warum ich mir das seit 5 Jahren immer wieder antue... es ist diese Gänsehaut, die ich gefühlte 30 mal während der 100 km hatte... Die L(M)eute am Straßenrand, wie sie jeden (!!!) anfeuern, brüllen und klatschen, die Orte die aus dem Radrennen einen eigenen Event machen. Die Trommelgruppe, die Vereine, die Gewerbekreise, FFWen, THWs und alle anderen... (VIELEN DANK) Und dann die Mönckebergstraße.... ohne Worte

Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei, um diese tolle Veranstaltung zu geniessen!!!
Gruß
Björn
Müllbeutelchen
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Beitragvon Müllbeutelchen » 20.08.2012, 09:53

Molli hat geschrieben:Es hat viel Spaß gebracht anderen zu helfen und mal ohne Zeitdruck die Cyclassics zu absolvieren, da es für uns keine offizielle Zeitmessung gab.
Vielleicht wäre das die Lösung für ALLE, einfach die Zeitmessung abschaffen, dann könnten alle die Cyclassics ohne Zeitdruck absolvieren... Mehr Sicherheit geht nicht...

Ich habe die rotweißen Guides auch aktiv nicht wahrgenommen - allerdings auch nicht negativ. Obwohl vielleicht gerade diese Art der Unauffälligkeit das Geheimnis des Erfolges war.

Wesentlich negativer finde ich da das Procedere des Frauenstartblocks - warum wird dieser nicht als komplett eigener Block gestartet, sondern vor den Block D gesetzt? Das muss Stress mit den schnellen Fahrern aus dem regulären Block D geben, und zwar schon auf den ersten engen Metern...

Noch was zur Streckensicherung:
- die Warnschilder an allen schwierigen und kniffligen Stellen fand ich vorbildlich, einzig die 10 %-Stelle auf der Rückfahrt fand ich als Gefahrenstelle oversized, aber besser zu viel als zu wenig
- die Absicherung von Verkehrsinseln wie eh und je sehr personenabhängig zwischen hui-super und pfui-nichts zu sehen.
- einzig wirklich negative Stelle: Sieversen-Kreuzung Rosengartenstrasse: Warum durfte man dort nur rechts an der Ampel vorbeifahren, das war ein unnötiger Engpass - und auch promt nen Sturz dahinter - sah nicht schön aus.

Ansonsten hatte ich trotz Hitze viel Spass und Freude - Zeit deutlich schlechter als letztes Jahr - aber das war mir vorher schon klar - diese Saison hatte einfach andere Prioritäten und die sind mit vollem Erfolg aufgegangen.

Es war toll, das trotz früherem Start auf den 100-150 km Strecken schon so viele Zuschauer am Strassenrand standen und jubelten, ob in Harburg, in den Dörfern oder in Wilhelmsburg, es ist auch nach 10 Jahren immer noch Gänsehaut pur...

M

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Zuletzt geändert von Müllbeutelchen am 20.08.2012, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 18. Vattenfall Cyclassics, Hamburg (Berichte+Bilder)

Beitragvon Harterbrocken » 20.08.2012, 10:26

UweK hat geschrieben:Meine Safer-Guide-innen waren (wie ich nach dem Rennen erfahren habe) vom S.C. Hammerburg
Moin Uwe,

toller Bericht. Nur eine kurze Korrektur: Der Club heißt SC Hammaburg. Aber Hammerburg ist auch nett. Denn die Mädels und Deerns dort sind ja wirklich der Hammer. Werde auf der nächsten Mitgliederversammlung mal den Antrag stellen, uns in Hammerberg umzutaufen. Passt zwar nicht zur norddeutschen Topografie, klingt aber super oder? :HaHa:

Ach ja, Cyclassics waren ja auch noch. Ist ja aber alles gesagt. Sturzfreier und friedlicher habe ich sie noch nie erlebt.
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Tomcat
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Beitragvon Tomcat » 20.08.2012, 10:33

Müllbeutelchen hat geschrieben:Vielleicht wäre das die Lösung für ALLE, einfach die Zeitmessung abschaffen, dann könnten alle die Cyclassics ohne Zeitdruck absolvieren...
Dafür gibt es RTFs, und selbst da fahren einige Fahrer noch Rennen. Der Renncharakter ist ja für viele Fahrer der Grund, eben *nicht* an den Cyclassics teilzunehmen. Man weiß, worauf man sich einläßt und das muss jeder für sich entscheiden.

Ich bin gerne auf RTFs und liebe dort den lockeren Ablauf, aber ich mag auch gerne mal den Renncharakter der Cyclassics.

Gruß

Thomas
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Beitragvon Müllbeutelchen » 20.08.2012, 10:41

Bufo hat geschrieben:Ich bin gerne auf RTFs und liebe dort den lockeren Ablauf, aber ich mag auch gerne mal den Renncharakter der Cyclassics.
Ich wage ja die Behauptung, dass es nur maximal 1.000 Starter um den Sieg geht - ja okay, man kann auch gegen den besten Kumpel nen Rennen fahren oder gegen sich selber - aber wer Rennen will, der sollte eine Lizenz lösen und wirklich Rennen fahren... Ich glaube jedenfalls nicht daran, dass die 20.000 Starter mit dem Gedanken abends im Krankenhaus zu liegen an den Start gehen.

Ich fände den Gedanken mit der 20.000 Starter-RTF gar nicht so schlecht. Und die Vätternrundan gibt diesem Gedanken ja auch ein positives Beispiel - das nebenbei aktuell auch schneller ausgebucht ist als die Cyclassics.

Aber ist alles auch nur so ein Gedanke - ich denke, die 17-jährige Geschichte läßt sich an der Stelle nicht zurückdrehen.
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Re: 10 Jahre

Beitragvon condal » 20.08.2012, 10:57

dirksen1 hat geschrieben:Ein Spaziergang durch die teilweise noch schlafende Hamburger City öffnete meine Augen dann für einen (unangenehmen) Vergleich zwischen 4.000€-Rennrädern und Menschen, die diese Summe nur aus der alten Bild-Zeitung kennen, die ihnen als Kopfkissen dient. Eine fremdartige Begegnung, die zum Nachdenken führte in unserer schnellen Welt...
:Empfehlung:
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Beitragvon da.ho » 20.08.2012, 11:45

Moin alle,

also ich will nur kurz meine Eindrücke schildern: super Rennen. Kann man noch mehr sagen?! Na noch ein paar Sachen gibts noch...

Da guckt man noch zu Hause auf das Termometer und was steht da? 7 Uhr - 20°C, ja holla, da war ja schon klar wie es werden würde... Ich war recht früh im Startblock O, hab ich aber dann noch nicht unter die ersten 30 (Heisssporne) gestellt. Also erstmal dann eine gute Stunde warten...
...und da gab es dann zwei Dinge die nennenswert waren...

... kurz vor dem Start fummelte neben mir ein Fahrer aus dem Team einer Restaurantkette an seinem Ventil am HR rum... dann wurde es plötzlich etwas hektisch, "Ersatzschlauch, Ersatzschlauch!!!" schallte es, das Bike wurde über die Absperrung gehoben, Schlauchwechsel! Na so kann es laufen. In der Hektik haben die guten dann auch noch zwei Reifenheber zerbrochen, dann war wohl auch noch die Kartusche alle, es wurde eine Pumpe aus dem Feld gereicht. Die brachte aber nicht den gewünschten Druck, also noch mal lautes Fragen nach einer weiteren. (Nun gut, ganz kurz vor dem Start war die Bereitschaft dann auch eher schleppend noch die Pumpe zu verleihen - ich kann es verstehen.) Es fand sich dann aber auch noch eine weitere... Und dann startete das Feld... was ich dann noch gehört habe, war etwas wie: Mist das Ventil ist defekt..... Ich hoffe die Jungs haben es dann noch geschaft, später sah ich, dass der Shimano Service Stand auch nicht weit weg war.

... zweites Ereignis: Ein Fahrer, der am Startblock vorbei nach hinten zum Eingang ging - den Helm allerdings verkehrt herrum auf, das Einstellrad auf der Stirn, der Halteriemen sehr, sehr straff unter dem Kinn. Erst dachte ich mir das ist ein Witz oder jemand der das erste Mal einen Helm aufsetzte, komisch aber auch, dass er, das Oberrohr zwischen den Beinen, trippelnd vorwärts ging. Schon sehr ungewöhnlich. Und als er dann auch schon vorbei war - wurde mir klar: Der Typ ist sternhagel voll!!!! Nen Guide oder jemandem aus dem Orga-TEAM war leider nicht mehr zu sehen und ich hätte auch erwartet, dass die anderen Fahrer hinten im Block dem Typen erstmal klar ansagen, dass er so nicht mitfährt. Aber wie ich oben lese, das hat wohl keiner gemacht und er ist dann wohl doch auf die Piste... (schön das kein anderer in Mitleidenschaft gezogen wurde).

Bis in die Harburger Berge ist mir dann noch aufgefallen, dass das mit dem Rechtsfahren noch nicht bei jedem angekommen ist, eigentlich fuhren die Langsamsten eher auf der linken Seite der rechten Spur, was manchen schnelleren dann zum rechts überholen verleitete...

Auch warum manche ihre leeren Flaschen schon nach 10 km in die Büsche warfen (da wo Sie keiner findet und einsammelt), war nun auch nicht die Heldentat des Tages.

Zur Strecke braucht man nicht viel sagen, sehr schön und ich hatte das Gefühl, die Beläge wurden hier und da erneuert, alles fühlte sich etwas glatter an. Auch, dass die Verpflegung in Jesteburg nun verlegt wurde, kann man nur positiv werten. Letztes Jahr war es doch schon sehr eng und ein Gedränge ohne Ende.

Nach Jesteburg und nach Holm jeweils an einem kleinen Anstieg habe ich dann noch Stürze gesehen, der nach Jesteburg, ich glaube es war Harmstorf oder Helmstorf, war wohl heftiger, drei Krankenwagen waren da und mehrere Fahrer wurden mit Infusionen noch am Boden liegend behandelt. Ich hoffe alle sind auf dem Weg der Besserung.

Auf der Rückfahrt ist mir noch aufgefallen, dass ein Paar Schienen im Hafenbereich nicht aufgefüllt waren... (oder irre ich mich?), etwas tückisch besonders, wenn das bei den Schienen vorher der Fall war.

Sehr schön, wie immer, auch die Zieleinfahrt.
Wenn nicht immer die ganzen Autos den Verkehr behindern würden - käme man viel schneller vorran....
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Beitragvon 456hex » 20.08.2012, 12:07

Ich fand die Cyclassics eigentlich wie jedes Jahr klasse. Sonst wäre ich nicht auch schon das 12. Mal dabei. Nur so entspannt wie dieses Jahr habe ich es in der Vergangenheit nicht empfunden. Lag wahrscheinlich an mir selber, da ich für meine Verhältnisse"gemütlich- flott" unterwegs war.
Ich wurde doch von sehr vielen ambitionierten Radlern überholt. Diese sind sicher ihr persönliches Rennen gefahren. Nichtsdestotrotz fuhren die meisten sehr umsichtig. Lag es an den Guides?? Vielleicht! Der bei mir in der Gegend mitfuhr z. B., brachte Ruhe ins Feld und dass einzelne Fahrer besser ihre Spur halten. Ich habe keine Unfälle sehen müssen, einzig ab Harburg doch so 3-5 Trinkflaschen vereinzelt auf der Strasse.

Was mich überrascht hat, doch 2 Räder mit Triathlonlenkeraufsatz sowie ein Rad mit Flaschenträger hinten am Sattel wahrnehmen zu können. Solche Leute kennen wahrscheilnich das Reglement nicht oder ignorieren es. Bei mir im Startblock G wurden diese Dinge kontrolliert. Doch bei ca. 20.000 Teilnehmern kann man unmöglich alles kontrollieren.

Ansonsten möchte ich mich noch für die vielen Fotos bedanken. Ist immer wieder spannend, was Helmut so vor die Linse bekommen hat, was ich dann doch nicht gesehen habe! So unterschiedlich kann ein Rennen erlebt werden.
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ottoerich
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Beitragvon ottoerich » 20.08.2012, 12:43

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Mit dem AntiqIngs-Team nach 2.54 h im Ziel gelandet und damit meine Schallmauer 2.50 h befestigt. Olaf machte die Lokomotive in den Harburger Bergen, stampfte unaufhaltsam hinauf. Gelegentlich versuchte ich es mit Entlastung, während Dany in der Flucht ihr Heil suchte.

Kurz vor Wilhelmsburg sackte meine Sattelstütze ab (Schlagloch) und ich hatte für rund 15 km BMX-Feeling. Das ging tierisch in die Beine - und aufs Gemüt.

Mein Eindruck: bedeutend weniger Unfälle als in den Jahren zuvor.

Bei der After-Show-Party konnte ich hinter dem Altonaer Rathaus noch Helmut zujubeln. Unterstützt wurde ich hierbei von dem "Altona Gruppeddo", eine lustige Bande, die viel Alarm machte. Kennt die jemand, weiß jemand mehr (Trikots in Orange / Grün mit Teamaufdruck)?

Nächstes Jahr wieder, dann vielleicht die 155er Runde.
Deichfahrer
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Beitragvon Deichfahrer » 20.08.2012, 13:11

Hey Turbo 32,
wo warst du am 19.08.2012??? :Weissnicht: Kein Bericht :oops:
Naja, bei deiner Verpflegung vor dem Rennen, müsste ich alle 10 km anhalten und aufs Dixi - Klo. Es gibt eine viel bessere Vorbereitung :D und darauf schwöre ich seitdem ich Rennen fahre. :GrosseZustimmung: :Sehrlachend:

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