Gleiche Übersetzung - unterschiedliches Resultat?

huesla
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Gleiche Übersetzung - unterschiedliches Resultat?

Beitragvon huesla » 20.08.2009, 16:02

Hallo,

meine Frage ist, ist es eigentlich das gleiche, wenn ich z. B. vorne 50 Zähne und hinten 12 fahre, zu vorne 52 und hinten 14?

Ist das dann die gleiche übersetzung oder ist die mit den 52 Zähnen höher, weil man sie vorne tritt?
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Re: Gleiche Übersetzung - unterschiedliches Resultat?

Beitragvon kolo@post.cz » 20.08.2009, 16:50

huesla hat geschrieben:Hallo,

meine Frage ist, ist es eigentlich das gleiche, wenn ich z. B. vorne 50 Zähne und hinten 12 fahre, zu vorne 52 und hinten 14?

Ist das dann die gleiche übersetzung oder ist die mit den 52 Zähnen höher, weil man sie vorne tritt?

52/14 = 7.87m
50/12 = 8.83m
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Beitragvon harald_legner » 20.08.2009, 16:52

Es ist nicht das gleiche: Bei einem normalen Rennradreifen mit den Massen 23/622 kommst du bei 50/12 auf eine Entfaltung von 8,75m. Bei 52/14 sind es 7,80m.
[hl]
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Beitragvon ketterechts » 20.08.2009, 18:20

Das nennt man dann Kette rechts

Gruß

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Beitragvon Helmut » 20.08.2009, 20:16

huesla hatte wohl ein verunglücktes Beispiel gewählt. Die Frage, die ich mir auch stelle, ist:

Es gibt Gänge, einer mit dem großen, einer mit dem kleine Kettenblatt, die in Verbindung mit einem kleinen bzw. großen Ritzel beide mit einer Pedalumdrehung den gleichen Weg zurücklegen lassen. Sind sie trotzdem unterschiedlich schwer zu treten?
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon BikeMike » 20.08.2009, 20:49

Wenn ich auf die folgende Seite gehe ( http://tinyurl.com/mrxtt8 ) und dann die Kombi 52/14 und 50/12 eingebe, sehe ich, dass ich bei gleicher Trittfrequenz unterschiedliche Geschwindigkeiten habe.
Bei 90 U/Min sind das bei 52/14 z.B. 42,5 km/h. Dazu brauche ich 80 U/Min bei 50/12 (42,4 km/h).
Setze ich dann die Geschwindigkeiten in diese Formel http://tinyurl.com/l9m3sw , bekomme ich die entsprechend aufzubringende Leistung. Das wären bei 90 U/Min und 52/14 492 Watt für 42,5 km/h und bei 50/12 erreicht man 42,4 km/h bei 80 U/Min und 484 Watt.
Man kann sich das dann auch noch als Diagramm angucken und die entsprechenden Wattleistungen mit entsprechender Übersetzung angucken.
Hoffe, dass das gemeint war ;)
Gruß, Michael
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Beitragvon harald_legner » 20.08.2009, 21:50

Bar jeglichen physikalischen Beweises behaupte ich: Bei gleicher Entfaltung ist die Kombination Kettenblatt/Ritzel unerheblich, der Kraftaufwand ist derselbe.
[hl]
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Beitragvon Bergwasserziegentraeger » 21.08.2009, 14:28

Meiner Meinung nach wurde die Frage entweder falsch verstanden oder unpräzise gestellt:
Ist das dann die gleiche übersetzung oder ist die mit den 52 Zähnen höher, weil man sie vorne tritt?
Die Übersetzung ist nur der Quotient aus Zähnezahl hinten durch Zähnezahl vorne. Allein dadurch ergibt sich bereits:

12/50 = 0,24
14/52 ~= 0,27

Also eine unterschiedliche Übersetzung. "Vorne zwei Zähne mehr" zu ketten kannst Du nicht durch "hinten zwei Zähne mehr" ausgleichen. Diese Gleichungen kannst Du aber in Abhängigkeiten der vorhandenen Ritzel beliebig umformen und Dir zwei Kombinationen suchen, bei denen die gleiche oder annähernd die gleiche Übersetzung herauskäme.

Was den Kraftaufwand (das nötige Antriebsmoment) betrifft, so tritt sich von den oben gewählten Beispielen das kleinere Übersetzungsverhältnis schwerer, also die 50/12. Da sich die Entfaltung auf eine Kurbelumdrehung bezieht und direkt von der Übersetzung abhängt, bleibt kein anderer Wert mehr, der den "Kraftaufwand" bei gleicher Entfaltung reduzieren würde. Nur ein längerer Kurbelarm als grösserer Hebel. Dann geht es aber fast zwangsläufig um die auf der zurückgelegten Strecke (der Entfaltung) verrichtete Arbeit (und selbstredend liesse sich die auch durch Untersetzung und viele Kurbelumdrehungen, anstatt nur einer, erheblich reduzieren).
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Beitragvon Mr.Kane » 27.08.2009, 15:03

Helmut hat geschrieben:Sind sie trotzdem unterschiedlich schwer zu treten?
Stupide physikalisch betrachtet: Sie sind gleich schwer.

Erklärungsversuch: Wenn man auf dem Fahrrad fährt, ist die Schwierigkeit des Tretens durch die notwendige Leistung gegeben. Leistung ist nichts anderes als Kraft mal Weg. Wenn man also mit unterschiedlichen Gängen den identischen Weg zurücklegt so ist auch die Leistung bei gleicher Kraft gleich.

Aber Physik ist nicht ganz so simpel: Ich würde mutmaßen: Die Kette hat mehr halt, sofern sie auf mehr Zähnen aufliegt und kann daher besser die Kraft übetragen = weniger Verlustleistung. Aber genau in diesem Fall erhöht sich auch die Reibung an den mehr Zähnen die berührt werden, was also widerum mehr Verlustleistung bedeutet.

Zusammengefasst: Man dürfte keinen ernsthaft messbaren Unterschied feststellen können.
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Beitragvon Helmut » 27.08.2009, 21:19

Mr.Kane hat geschrieben:Zusammengefasst: Man dürfte keinen ernsthaft messbaren Unterschied feststellen können.
Das leuchtet mir ein. Danke! :GrosseZustimmung:
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.

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