Cross im Kellerswald '15, Bad Doberan (Ber., Bilder + Video)

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motta
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Cross im Kellerswald '15, Bad Doberan (Ber., Bilder + Video)

Beitragvon motta » 16.11.2015, 07:29

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....je länger, je lieber...

Ehrlich gesagt, stellte sich bei mir nach dem Rennen nicht die übliche Euphorie, sondern eher eine leichte Enttäuschung ein: Wegen der Ökobilanz, extra mit dem Zug angereist, hatte ich genügend Zeit Vorfreude aufzubauen:

Das Wetter heute und der vergangenen Tage versprach eine Schlammschlacht, also richtige Crossbedingungen. Eine super Strecke im Kellerswald hat der Verein hier abgesteckt und es gab kaum einen Meter, der nicht schlammig war. Gegenüber den Vorjahren gab es am Anfang noch eine steile Abfahrt die Böschung hinunter, die ein wenig an Borna erinnerte.

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Ich brauchte ein paar Runden um reinzukommen und, als ich in der letzten Runde so richtig "im Flow" war, Kuschi vor mir immer näher kam und auch Marco in Sichtweite, da war das Rennen vorbei, bevor es so richtig angefangen hatte.... Schade. Und so kommentierte ich meinen Zieleinlauf mit: "sch.... BDR- Regel"

Nun hoffe ich ein wenig, dass wir in Neumünster ein paar +++ bekommen, getreu meinem MOTTO: je länger, je lieber...

gruss MOTTA
Zuletzt geändert von motta am 21.11.2015, 06:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Ü40-Cyclist
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Re: Cross im Kellerswald Bad Doberan

Beitragvon Ü40-Cyclist » 16.11.2015, 08:30

motta hat geschrieben:Ehrlich gesagt, stellte sich bei mir nach dem Rennen nicht die übliche Euphorie, sondern eher eine leichte Enttäuschung ein:
Auch ich hatte dieses Gefühl, aber schon während des Rennens. Hatte ich mir doch so viel vorgenommen, aber von Beginn an nicht wirklich was auf die Bahn bzw. in den Schlamm gebracht. Schon auf der Besichtigungsrunde habe ich mir bei einem Durchschlag einen Platten gefahren. Also Schlauch gewechselt, war ja noch genug Zeit. Ein wenig warm gefahren und dann wurde auch schon zum Start gerufen. Auf der Startgeraden, Höhe der steilen Abfahrt, gleich mal weit nach rechts ins tiefe Laub abgedrängt worden und Schwung verloren. Bei der Einfahrt ins Gelände wurde aus meiner Sicht für die Bodenverhältnisse teils übertrieben reingehalten, sodass ich froh war, heil ums erste Eck gekommen zu sein.

Noch keine 500 m gefahren, begannen für mich sowohl die körperlichen, als auch mentalen Qualen. Der Kopf war leer, die Beine auch und die Mitstreiter schnell außer Sicht. So wühlte ich mich durch das tiefe Geläuf, in der Hoffnung auf ein schnelles Ende. Im Gegensatz zu Motta, war die Zielquerung für mich eine Erlösung. :kapitulieren:

Der Kurs an sich ist gut und lässt sich bei trockenen Bedingungen sicher recht flüssig fahren, heute aber für mich ein wenig „Too Matsch“. :Sehrlachend:

Danke an den Veranstalter für die Ausrichtung des Rennens und an meine Mitstreiter, die sich rücksichtsvoll allen Platzierungskämpfen mit mir entzogen, indem sie einfach 2-3 Gänge schneller waren als ich. :oops: Dank auch wieder an Micha, der mich sicher nach MV brachte und auch wieder zurück.

Nächste Woche Neumünster, ein Kurs, der mir mehr liegen sollte. Dort habe ich letztes Jahr mein bestes Saisonergebnis erreicht. Schauen wir mal, was dort geht.

Game on! Gruß Mario ;-)
Jede Minute Zweifel verschenkt 60 Sekunden das Gefühl es zu schaffen.
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Don Vito Campagnolo
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Re: Cross im Kellerswald Bad Doberan

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 16.11.2015, 10:43

Ü40-Cyclist hat geschrieben:
motta hat geschrieben:Ehrlich gesagt, stellte sich bei mir nach dem Rennen nicht die übliche Euphorie, sondern eher eine leichte Enttäuschung ein:
Auch ich hatte dieses Gefühl, aber schon während des Rennens.
Ich hatte schon vor dem Rennen auf der Besichtigungsrunde meinen Tiefpunkt und fast jede Lust verloren - dann im Rennmodus habe ich mich aber dem Schicksal gefügt und kam ganz passabel zurecht. Auch wenn gegen Ende Tex noch mal fast in Schlagweite war - gut dass nicht noch eine Runde kam, denn das wäre mit schleichendem Plattfuß am Hinterrad möglicherweise ins Auge gegangen.

Der Start war irgendwie sehr merkwürdig: Die lange und breite Startgerade war gestern an 2 Stellen (Wettkampfrichter-Pavillion und Wall-Schikane der Gegenrichtung) gefühlt viel enger als sonst und statt am Ende einfach mit 2 Fahrspuren nach links abzubiegen, wurde auch hier noch eine schöne Wall-Schikane eingebaut.

Nach dem Startschuss ging es die ersten Meter flott los, aber irgendwie hatte ich dann das Gefühl, dass dann niemand mehr so richtig weiter Gas geben wollte - ich selbst steckte fest und konnte nicht. An der 2. Engstelle wurde es dann schon deutlich langsamer, gefühlt war der ganze Start hier schon so richtig vermasselst und dazu prasselte die ganze Zeit von vorn eine satte Dreckdusche.

Das Einbiegen in die Schikane klappte halbwegs, aber nur wild schlingernd und stochern ging es irgendwie hindurch. Dann die scharfe, schlammige Linkskurve mit weiterer Schikane leicht bergauf - hier hatte ich zum Glück gute Traktion und konnte den Anschluss an die vor mir liegenden Fahrer halten. Größte Überraschung: Das waren nur 4 Leute - wie ich das doch noch geschafft habe den Start so gut zu retten, weiß ich allerdings heute noch nicht.

Bei Überlaufen der Hürden konnte ich noch den vor mir liegenden Thomas überholen und kurz auf P4 vorfahren; in der anschließenden Steigung zog dann allerdings Kaifu-Dirk vorbei - wieder P5. Oben scharf links und dann die teils tief-schlüfrige Abfahrt runterschlingern. Hier musste Dirk kurzzeitig in die Botanik ausreiten, so dass ich wieder in den Genuss von P4 kam.

Die schlüfrige Steigung fuhr ich in der ersten Runde noch hoch - immer hart an der Haftgrenze des Hinterrades kostete das viel Tretkraft und viel Konzentration beim Spurhalten. Schneller als der vor mir laufende Tex war ich damit auch nicht, von daher habe ich es in den folgenden Runde auch zu Fuß probiert - fast genau so anstrengend.

Den Rest der Runde konnte ich die Platzierung halten, der Abstand nach vorn blieb konstant. In der 2. Runde musste ich gleich 3 Plätze hergeben: Thomas, Dirk und Dominik hatten da wesentlich mehr Druck auf dem Pedal. Dafür kam Tex sehr dicht in Reichweite, aber 2 recht heikle Quersteher (Sorte "Viertel-vor-Sturz") rückten die Sache wieder zurecht.

So hatte ich nun nach vorn wie nach hinten ein bisschen Luft und konzentrierte mich lieber auf eine möglichst fehlerarme Fahrt - fehlerfrei ging es nicht, dafür war man auf diesem Kurs viel zu sehr Passagier statt Pilot. Aber es klappte ohne echte grobe Schnitzer und wie schon geschrieben, kam ich auf dem letzten Kilometer auch noch mal recht dicht an Tex heran, allerdings ohne echt in Schlagweite zu kommen.

Im Ziel fühlte sich der hintere Reifen auch schon sehr mau an und nach der Transponderabgabe war nur noch ein Hauch Luft drin - war also nicht viel über. Also ein absolut ausgereiztes Timing und mit Platz 7 eine Super-Platzierung.

McPomm ist Cross-mäßig immer eine Reise wert, das war ja bisher schon immer der Ort meiner "Greatest Hits". Und der Kurs hat gestern reichlich Kraft gekostet: Abends bei der Gassi-Runde mit dem Hund hab ich kaum einen Fuß vor den anderen bekommen und hätte beim Gehen einschlafen können ...

Beim Blick auf´s Wetter dieser Woche wird es in NMS wohl ähnliche Bedingungen geben. Hoffentlich bekomme ich den waidwunden Reifen wieder abgedichtet, denn gutes Profil wird auch dort sicher nicht schaden.
Pirat Heiko
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Beitragvon Pirat Heiko » 16.11.2015, 12:18

Hey "Don Vito Campagnolo" :-) Erstmal ein grosses Kompliment an dich: Es ist die reine Freude zu sehen, wie stark du diese Saison faehrst. Wir sprachen ja gegen Ende der letzten Saison darueber, dass du "nur" deinen Speed lernen musst zu halten. Das gelingt dir jetzt und das freut mich! So, das musste mal gesagt werden!

Ich selbst fuehlte mich vor dem Rennen von dem Kurs komplett ueberfordert und hatte dann im Rennen zumdst. das Gefuehl, dass es nicht so schlimm ist. Im Gegensatz zu Mölln, wo ich komplett im Matsch versank, konnte ich dieses Mal viele lustige Rutschpartien unternehmen und empfand es oft als freudige Erwartungsspannung wo mein Rad jetzt wohl als naechstes mit mir hin will.... Dazu ein paar kleinere nette Duelle... War schmutzig, aber irgendwie auch lustig...

Wir (Silke und ich) hatten eine recht lange Autofahrt am Samstag aus Stuttgart hinter uns gebracht, wo wir beim D-Cup am Start standen, dort fuhr "Taktikfuchs" Silke einen hervorragenden 7. Platz ein, aber in Doberan hatte ich dann das Gefuehl, sie hatte die erste Rennhaelfte verschlafen. Am Ende war ihr recht knapper 2. Platz mit aber fast 3,5 Minuten Vorsprung auf 3 ein geiles Ergebnis. Rutschen kann sie irgendwie....

In Stuttgart waren uebrigens im Hobbyrenne 101 Starter am Start... Das war ein Gewusel... Krasse sch.... Irgendwie aber auch eine total lohnende Erfahrung!
Zuletzt geändert von Pirat Heiko am 16.11.2015, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Tex
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Beitragvon Tex » 16.11.2015, 13:34

Boy, oh boy, den Ü40-Start hätte ich gerne aus der Hubschrauberperspektive!

Erst mal: Transponder vergessen, während der Startaufstellung zurück zum Auto, dann mit Auge zudrücken links außen in die erste Reihe gequetscht. Dort viel Laub und Matsch, beim Startpfiff dreht das Hinterrad durch. Dirk neben mir zieht ab, ein weiterer Pulk in der Mitte ebenfalls. Die Verengung naht, auf der linken Seite ist kein Durchkommen. Aber die Startgerade ist noch lang. Ich lasse mich leicht zurückfallen, tauche hinter der Führungsgruppe durch und ziehe ganz nach rechts hinüber. Hochschalten, Vollsprint. Als Dritter auf Höhe der Schikane am Ende der Geraden. Zwei bremsen und schwenken links ein, ich nicht: Angstfrei (haha!) schieße ich fast geradeaus über die leicht abfallenden Seitenbegrenzung hinunter auf die eigentliche Piste, zentimetergenau zwischen rosa markierten Wurzeln hindurch – Führung.

Sie hält bis zum ersten Berg nach den Hürden, Frank und Mike ziehen erwartungsgemäß vorbei. „Mike, auf geht’s!“, rufe ich hinterher – am Ende wird es nach vielen guten Platzierungen sein erster Sieg. Zwei Runden lang Kampf um Platz drei, „Dirk kommt, den willst Du nicht vorbei lassen!“, gibt Janibal zu bedenken. Aber er hat mehr Dampf, ist nicht zu halten und verliert den dritten Platz nur wegen eines Reifendefekts. Dominik schnappt mich am matschigen Berg-Aufstieg (ich fahre, er läuft). In der Runde darauf muss ich dort den üblichen Spaziergang einlegen, um wieder zu Kräften zu kommen. Auch Thomas kommt also easy vorbei, und er fährt noch vor bis auf Rang drei!

In der letzen Runde läuft zunächst wieder alles sehr kontrolliert ab, ich fahre auch den Matschberg mit Schwung nach oben – und auf der Kuppe um ein Haar gegen eine dicke Buche. Den drohenden Aufprall mit dem linken Arm abbremsen – ächz, anstrengend… Marcos roter Helm blitzt durchs Unterholz, er ist inzwischen dichtauf. Weiter, weiter! Ein Fehler darf jetzt nicht mehr unterlaufen! Starkes Schlingern in der S-Schlaufe vor Start und Ziel, sieht scheiße aus, aber irgendwie komme ich durch. Im Ziel bleiben drei Sekunden Vorsprung.

Von der Waldautobahn des Vorjahres war kaum etwas übrig, der Kurs durch den aufgeweichten Boden überaus anspruchsvoll und kräftezehrend, er verzieh keinen Fehler. Auch bei sonst so sicheren Topfahrern wie Florian Kremerskothen hat es ordentlich gerasselt. Oberlenkerfahren verhinderte an vielen Stellen unkontrollierbares Ausbrechen und nachfolgende Ausflüge ins Unterholz. Insofern war Bad Doberan die lange Anfahrt im Regen wert: sturzfrei, gute Platzierung, schöne Reisegruppe mit Mike, Dominik und Marcus (der ebenfalls noch in die Punkte fuhr) und unbestritten die beste Wurst im Stevens-CX-Zirkus. Sogar Lars griff zweimal zu.
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Beitragvon Jacfm » 16.11.2015, 17:34

Tex hat geschrieben: Als Dritter auf Höhe der Schikane am Ende der Geraden. Zwei bremsen und schwenken links ein, ich nicht: Angstfrei (haha!) schieße ich fast geradeaus über die leicht abfallenden Seitenbegrenzung hinunter auf die eigentliche Piste, zentimetergenau zwischen rosa markierten Wurzeln hindurch – Führung.
Ach du warst der Wahnsinnige, der da im Tieflug an mir vorbeikam, ich dachte, Mike hätte eine neue Linie gefunden. ;)
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 16.11.2015, 17:45

Jacfm hat geschrieben:Ach du warst der Wahnsinnige, der da im Tieflug an mir vorbeikam, ich dachte, Mike hätte eine neue Linie gefunden. ;)
So sind sie, unsere St. Paulianer: Wo keine Linie ist, da wird kurzerhand eine neue Linie in die Landschaft gefräst ... :shock:
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Beitragvon Peer » 16.11.2015, 21:11

Im letzten Jahr ist mir in Bad Doberan in der letzten Runde die Kette gerissen... ich hatte also noch eine Rechnung mit diesem Kleinod an der Ostsee offen...

Leider war die Bolzerstrecke durch den tagelangen Regen gründlich aufgeweicht und dementsprechend glitschig und rutschig... also nichts mit Tempo... stattdessen war Gefühl und Technik gefragt...

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Ich durfte diesmal aus der ersten Reihe starten, konnte dies aber wie so oft nicht nutzen und verlor gleich einige Plätze, die ich mir dann mühsam in den nächsten 2 Runden zurück erkämpfen musste. Als ich mich auf Platz 7 vorgekämpft hatte, passierte jedoch wieder mal etwas, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte...

Meine Bremsbelege waren nach der 4. Runde komplett runter und ich konnte die Bremshebel komplett durchdrücken, ohne dass etwas nennenswertes passierte... nun gab es aber einige kleine Abfahrten, die häufig in Kurven endeten.. einmal küsste ich ein blaues Polster vor einem Baum, das andere mal musste ich mich vom Rad abwerfen...

Da ich kein 2. Rad in der Wechselzone habe, musste es auch irgendwie so gehen.... Ich bremste also mit der Innenseite meines rechten Fusses und teilweise mit der Hacke... schob haufenweise Laub mit dem Schuh vor mir her und bremste mich so bergab soweit herunter, dass ich nicht in den Kurven stürzte... Das war natürlich nicht sonderlich elegant, reichte aber meinen kleinen Vorsprung nach Hinten zu verteidigen und als 7. ins Ziel zu kommen.

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Damit habe ich meine beste Platzierung in der Masters 2 Klasse in diesem Jahr belegt und war somit sehr zufrieden mit dem Ausflug nach Bad Doberan.

Die Kamera hatte ich diesmal nicht auf dem Lenker, hatte aber kurz die Senioren 3,4 an einem glitschigen Anstieg gefilmt. :) Da kann man ganz gut sehen, wie häufig die Hinterräder bei dem Glibber durchdrehen.

https://www.youtube.com/watch?v=C7clR96E7Q4

Gruß
Peer
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Janibal
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Beitragvon Janibal » 17.11.2015, 21:19

Bad Doberan

und kein

bad Doberman


Bad ist klar, Wasser von allen Seiten für die Elite, bei den Überalterten Hobbys dann keine Dusche mehr, nur noch Wasser von unten. Und kein Doberman, weil ich den miesesten Start hingelegt habe, seit dem es Starts gibt.

Aber: Die Stimmung ist super.

Keine Überraschung, war doch Regen angesagt. Auf der Autobahn Aquaplaning. Google übersetzt: Wasser hobeln. Daraus folgt: Leitplanken hobeln. Muss kurz vor uns passiert sein, Dreher auf der Bahn in die Leitplanken. Wir fragen uns, wie sollen wir das heute schaffen ohne ESP, Traktionskontrolle und ABS. Jörg und sein Crossmobil bringen uns sicher an den Start nach Bad Doberan.

Die Wanne ist voll und die Dampfbahn pfeift. Problemloses Empfangen der waschechten Plastiknummern und der weichen Papierhobbynummern. Dazu ein Transponder. Unkosten (kommt aus der Umgangssprache und der Kaufmann verwendet es angeblich nicht, weil es eine scheinbare syntaktischen Inkonsistenz erzeugt) von 5 € werden also zu Kosten. Und noch mal 5 € an Stefan, den Aufsteller, wer den Transponder vergessen hatte.

Kurze Streckenabfahrt und schon darf Jörg auf die Strecke. Als Sen3 im übersichtlichen Starterfeld. Ganz Übersichtlich das Starterfeld von den Sen4.

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v.l.n.r: Sen4, Stefan, Sen3 (mehrfach), Jörg, Markus (Hobby U40).

Vor dem Start noch die Fahrer wie in der F1 geschützt:

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v.l.n.r: :wink:, Jörg, Stefan, Sen3
Vergleich:
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Aus: http://www.motorsport.com/elms/photo/ma ... cing-grid/

Die Streckenverhältnisse sind recht gut, nur gibt es technischen Defekt. Die Kette bleibt nicht auf dem Kettenblatt. Wie schon bei Schlamm in Mölln, darf Jörg die Kette öfters als gewollt wieder auflegen, was keine Plätze nach vorne bringt.

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Immerhin gibt Jörg heute weder ein kleines, noch großes Blutbild ab.
Langsam trudeln die Sen2 Fahrer ein. Langsam und trudeln ist richtig. Was hier auf wen zutrifft, ist Land auf, Land unter bekannt.

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v.l.n.r: peer, goschi, björn

Noch sind die Damen auf der Strecke, Silke hier auf den Stairways to heaven. Gestern noch siebte in Stugatt beim D-Cuple, gel.

Ich versuche mich warm zu machen, lass es aber lieber, möchte dafür die erste Runde nutzen. Muss eh von hinten starten. Weit gefehlt, noch vor Goschi komm ich in die letzte Reihe. Das war so nicht geplant und so lass ich alle in der ersten Kurve vor. Auch die abgestiegen sind, dürfen wieder aufsteigen und vor mir fahren. Dobermänner haben biss, ich nicht. Aus dem Radsport wissen wir, dass hier Pflaster geklebt werden. Nicht nur um Blut zurück zu halten, sondern auch um Verspannungen zu lockern oder Hormone wie Testeron dosiert zu geben. Hab ich wohl mit Nikotion verwechselt, die waren billiger und frei erhältlich…

Nach der ersten Runde auch schon die 50 m Start-Lücke geschlossen und Goschi deklassiert. Björn soll folgen, doch er bleibt hinter mir und kontert sogar. Dobermann. Irgendwann ist aber die Luft raus und ich fahre sicher in den Top ten rein, als Letzter derer. Das keine 20 am Start waren, fragt keiner. Und irgendwann werde ich einen Start hinbekommen, so wie der Knelly bei der Elite.

Doch vorher noch die unberechenbaren Hobbies. Markus und Dornen-Steffen mit. Recht unspektakulär verfolge ich das Rennen nicht, sondern bin unter der Dusche. Kaum fertig, duscht Markus schon sein Rad.

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Elite

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v.l.n.r.: baum, knelly, baum

Durch den etwas ungriffigen Untergrund und durch zu viel PS in den Beinen fahren die nur die halbe Entfaltung. Und nur die ersten beiden, Tilo und Knelly fahren den einzig wirkliche Erhebung im Wald hoch. Kostet Kraft und bringt Stärke. Dano wird Dritter, Knelly 5. Letztes Jahr hat Knelly bei den Sen2 hier gewonnen und Dano kurz Träger des gelben Leibchens des Eliteführenden. Heute war es spielen im Schlammkasten.

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Kurz bevor die Nacht den Tag auffrisst, die überalterten Hobbies. Schön mit anzusehen. St. Tex gewinnt den Start, verliert nach hinten etwas an Boden, dafür kommt St. Mike vorne durch, Pirat Frank lässt ihn gewähren. Heute ist wenig mit Taktik, sondern wer Traktion hat, ist im Vorteil.

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St. Mike
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Pirat Frank
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St. Tex

Bei St. Mike war die Platzierung überfällig, denn nach 3,2 kommt … In den Top 10 bilden sich Lichtgestalten, der Micha kommt immer besser weg und Motta ist auch für einen fliegenden Start nach 2 Runden, so wie ich. Am Ende geht bei ihm viel mehr als am Anfang, aber deutlich besser als noch 2014.

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Micha
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v.l.n.r.: laub, motta, motter

Etwas zurückhaltend war Mario, Heiko hat die Leere genossen, gestern in Stuttgart mit 101 Hobbies am Start. Das liegt daran, das alle Starter am an einem Rennen fahren müssen, mehr haben die Armen da unten nicht, heiligs Blechle. Jetzt die Berechnung. Würde Stevens nur einen Lauf machen, dann würden um die 800 Hobby Starter da sein. Selbe Rechnung wie von Dano, der sagte bei den Cyclassics: 19.345 Leute bei mir im Windschatten. Wenn eine Person im Windschatten ca. 5 % an Energieeinsparung für den Vordermann bewirkt, dann hätte ich theoretisch bei einem Krafteinsatz für 25 km/h mit ca. 24.181 km/h über die Kuppe bügeln können und wäre dann ins Ziel geflogen. Da dies nicht so war, stelle ich auch die Theorie mit dem Windschatten und so in Frage.

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Bleibt noch St. Marcus zu erwähnen. Gerade als ich ihm sagte, der vor ihm habe Probleme vertikal zu bleiben, suchte er die Horizontale. Min. 5 Mal. Lass das Umfallen einfach, dann ist das Mittelfeld deines. Aber auch er hat kein Blutbild abgeben, zu weich der Untergrund.

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Feinster Cross mit Unkosten im wilden Osten aufm Totensonntag.

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St. Jan

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