27. Weihnachtscross, Appelbüttel (Berichte, Bilder + Video)

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Heimfelder Dirk
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27. Weihnachtscross, Appelbüttel (Berichte, Bilder + Video)

Beitragvon Heimfelder Dirk » 26.12.2014, 18:35

Mirco als erster im Ziel:

Bild

Hier kommen von Helmut und mir

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... index.html">>>> 309 Bilder vom Weihnachtscross in Appelbüttel <<<</a>.
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mad.mat
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Beitragvon mad.mat » 26.12.2014, 20:28

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Mirco als erster im Ziel
Wahnsinn!!!! Glückwunsch!!!
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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hanseat
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Gefühlt wie ein verdreckter Gladiator.

Beitragvon hanseat » 26.12.2014, 20:28

Gratuliere Mirco, großartig!

Für mich ging es heut dann doch ohne die Mädels an die Rennstrecke. Es war doch zu kalt für die Kleinen. Oben in den Harburger Bergen ist das Klima doch ein wenig rauer, wie man während des Warmfahrens an den leicht verschneiten Dörfern um den Kiekeberg und im Rosengarten bestaunen durfte.

Dann an der Strecke traf ich ein paar Vereinskollegen und eine Vielzahl gut gelaunter Foris, die sich vorbereiteten, uns lauthals zu unterstützen.

Die Strecke wurde zum Vorjahr verändert. Die lange, durchschüttelnde Abfahrt und der sich direkt anschließende 15 Höhenmeter lange Anstieg aus dem letzten Jahr wurden entfernt. Stattdessen wurden noch ein paar extra Kurven und Schleifen ohne zusätzliche Höhenmeter eingebaut. Die vielen Regenfälle der letzten Tage gepaart mit dem leichten Frost sorgten für tiefe und sehr schmierige Verhältnisse. Hin und wieder wurde es sogar übelst matschig.

Wenn auch sehr spät, wurde ich heute erstmals bei der Startaufstellung aufgerufen, was wohl an meinen drei Pünktchen aus Elmshorn liegen musste.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20029.JPG">

Der Start ist mir diesmal gut gelungen. Ich konnte rechts außen auf den ersten beiden Geraden an vielen Radlern vorbeischlüpfen und fand mich schnell im Mittelfeld wieder. Nach einer halben 'tiefgründigen' Runde traf ich dann auf den lauthals grölenden HFS-Fanblock, der mir bereits meine Platzierung mitteilte. Platz 17 war schon mal besser als ich mir bei dem großen Teilnehmerfeld ausmalen konnte.

Die Matschrampe nahm ich immer im Laufen. Es war bereits eine große Konzentrationleistung bei der Modderabfahrt nicht abzufliegen, so dass ich dann gar nicht erst versuchte, die Rampe dieses Jahr im Fahren zu bewältigen. Ein Lächeln wollte mir hier aber nicht mehr über die Lippen kommen, obwohl dass Burkhard an dieser gemeinen Stelle von mir verlangte.

Eigentlich war das Mittelfeld in Kürze sortiert. Den Rest des Rennens kämpften wir (ein St. Paulianer, ein RG-Uni-HHler, ein Büdelsdorfer und ich) um die Plätze. Immer wieder ging es mal einen Rang nach vorn, um dann anschließend wieder überholt zu werden. Es ging hin und her und wir schenkten uns kaum was.

In Elmshorn fand ich diese Zwei- bzw. Mehrkämpfe als psychologisch unheimlich anstrengend und kapitulierte nach 2/3 des Rennens. Diesmal machte es mir sogar Spaß, vielleicht weil ich nie ganz vorn im Pulk fuhr, sondern immer dahinter. Generell war ich heute viel besser drauf und spürte, dass es trotz des tiefen, schmierigen Untergrunds gut für mich lief. Meine Reifen hatten allerdings nur 2 Bar drauf. Grenzwertig, wie ich bei den vielen Wurzeln spüren durfte. Immer wieder diese Schläge, bei denen man hofft, dass sie zu keinem Schlangenbiss im Schlauch und damit zur technischen Aufgabe führen.

In der letzten Runde fiel dem RG-Uni'ler, nachdem er mich wiederum überholt hatte, bei den Bretterhürden die Kette ab, ich schlüpfte vorbei und versuchte mich nun auf den St. Paulianer zu konzentrieren. Im folgenden technischen Teil war ich teilweise gleich auf, allerdings war er auf den Geraden immer schneller als ich, so dass er dann den Zielsprint um Platz 14 auch gewann. Ich freute mich trotzdem über meine bisher beste Platzierung überhaupt beim Stevens-Cup bei einem diesmal sehr großen Teilnehmerfeld. Mit dem MTB beendete ich das Rennen letztes Jahr 10 Plätze weiter hinten. Die HFS-Foris begrüßten meine Zieleinfahrt erneut mit lauten Zurufen. Vielen Dank dafür. Ihr wart wieder mal genial!

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .43.02.jpg">

Sorry, dass ich mich während des Rennens nicht bedanken konnte. Dafür blieb keine Luft.

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Generell war das Zuschauerinteresse wieder sehr groß. Der Start-Ziel-Bereich war noch besser organisiert als letztes Jahr. Die Zuschauer konnten den verdreckten Gladiatoren bei ihren Zielsprints in die schmutzigen Gesichter sehen. Das war auch für die Athleten atmosphärisch sehr gelungen. Weihnachtscross macht Laune. Nächstes Jahr gern wieder. Dann hoffentlich auch mit Familien-Fanblock!

P.S. Leider habe ich auf dem Weg zum Auto oder am Auto selbst dann meinen Garmin Edge verloren. Also doch noch ein Wermutstropfen an diesem eigentlich gelungenen Tag.
Zuletzt geändert von hanseat am 27.12.2014, 21:38, insgesamt 1-mal geändert.
"Mr. Nachkommastelle"
...wir sitzen alle in einem Boot, die einen rudern und die anderen genießen die Aussicht...
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Janibal
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rennhärte

Beitragvon Janibal » 27.12.2014, 00:09

Meine Kamera hat schlapp gemacht, der Spiegel klappt nicht mehr richtig und so nur ein paar Bilder. Mal in die Inst bringen und mit WD40 einnebeln (Scherz).

https://plus.google.com/photos/10638552 ... jruHrpjWVw

Bei den SENII mit Lizenz musste ich mit ansehen, wie Jörg von Goschi geschluckt wurde, der eigentlich nur kurzen Freigang von der Intensivstation hat.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .22.34.jpg">

In der letzten Runde dann doch wieder ewige Jugend vor Krematorium. Nur Startwunder (eines der Startwunder vom H. Hof) Björn verliert nach hinten raus zu viel. Später meinte er, dass Intervalltrinken zeigt nicht die gewünschten Verbesserungen auf der Strecke...

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Die Hobbykinder standen wirklich im Zeichen von Mirco. Stimmen behaupten, bei der Abfahrt in die Grube hätte er kurz gelacht.

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Auf dem Siegerbild oben deutlich die innere Freude zu sehen, Marit fuhr im gleichen Rennen und hat auf ihren Göttergatten so manche Runde gewartet.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20083.JPG">

Leider hat Marcus Problems mit seiner Gesundheit, die unter der Renndauer leidet. Teils Narben aus den Schlachten der Saison, teils neue vom Weihnachtsmann. So wurde es "nur" ein DF. Aber Angela, auch neulich noch beim QPE noch auf Intensiv, zeigte heute richtig Biss. So richtig habe ich die Platzierungen nicht mitbekommen, da Warmhalten angesagt war.

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Die Elite flog wie immer. Hoffentlich ohne Spätfolgen bin ich auf die Strecke gefahren, als Dano vorbei kam. Ausgang Zielbereich bis zum Zubringer der Kuhle habe ich ihn getrieben. Ich frisch, er in der vorletzten Runde. Oder hat er mich gezogen? Auf alle Fälle war ich platt und habe mir gedacht, liegt das an Dano oder der mir? Irgendwie fährt er die Wellen, Wurzeln, Kurven, Schlammlöcher, wo ich rolle und versuche nicht dem Boden nahe zu kommen. D.Anke sagt: schöne Lehrminute.

Warm und von den vielen Klamotten befreit geht es zur Startaufstellung des älteren Semesters. Zwei Dänen fragen noch nach der Renndauer, ob 30 min + 1 Runde oder 30 min. Später sagt Stefan vom Rennkomitee, es wird versucht 40 min zu fahren. Alles andere wäre auch weniger Spaß fürs gleiche Geld.

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Besagter Stefan ruft mich in die erste Reihe aufs Laub. Neben mir Tex. ich will nur ein Autogramm, manch andere Kinder. Neben ihm der Typ KamSah&Siegte. Hinter mir Motta und in der Mitte, gut verpackt, das zweite Startwunder vom H. Hof: Marco. Dicht bei die Piraten Frank, Heiko. Und Ron auch schon in Sichtweite.

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Marcus übernimmt die Klamottenfrage, D. Anke sagt: unbezahlbar. Und D.Anke sagt auch: Andrea, du bist eine der Besten, erfolgreiche Übergabe des Fundstücks aus Volksdorf. Stefan pfeift und es geht ab.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20167.JPG">

Ich fahre und bin im Pedal, auf der Innenbahn. Keinen Platz verloren, muss aber durch den Schlamm oder den Umweg nach der ersten Kurve. Schlamm passt. Kurve und erstmal kaum Überholen möglich, erst nach dem Mottapfad. Ich spüre Atmen hinter mir und schwups sind zwei MTBler vorbei. Harry und KS&S. Sonst die üblichen Verdächtigen. Fred, Tex, Heiko etc. Ganz dicht auf Hinterrad kann ich nicht fahren, zumal im Zubringer zur Kuhle nicht mein Stil gefahren wird. Etwas Abstand und Heiko versucht auf den Bauch den Grund der Kuhle zu erreichen. ich fahre wie Alex, innen runter, absteigen und laufen. Ist genauso schnell, nur sicherer und etwas weniger pulsanschlagbehaftet. Jetzt auf Pos. seCX, passt alles, folgen und auf Fehler warten, denn die werden kommen. Schon am Eingang zum Zuschauerbereich macht sich Harry lang, ein weiterer Fahrer dazu und ich muss rausnehmen, kein Vorbeikommen. Harry kommt weg, wie damals Armstrong. Ich bleibe und sondiere. Tex nach der Zielgeraden und Fred nach der Kuhle. Er stellt das Hinterrad quer auf einer Wurzel und dreht sich. Vorher schon den anderen Fahrer passiert, der durch Traktionsverlust in Kurven aufgefallen ist, aber auf den Geraden immer mächtig am Holm gerissen hat.

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Hier mal ein großes Lob. Alle habe ihre Räder sofort aus der Bahn genommen. Ein Kattendorfer verfolgt mich. Ich habe mir sagen lassen, die Runden im Mittelteil sind zum Luftholen da. Stimmt nicht. Nur die Luft von Loreen holt mich ein: noch zwei Runden. Also Wiegetritt und nicht das Gefühl geben, die Lücke schließt sich. Zumal jetzt auch Überrundungen anstehen und nicht immer der leichteste Weg gewählt werden kann, die liegenden Bäume werden jetzt gesprungen, der Laufsteg mit vollem Risiko. Die Lücke bleibt, auch zum Harry, weiter nach vorne kann ich nicht sehen, auch nicht in den praktischen Schleifen, wo dem Opfer mal in die Augen geschaut werden kann. Die Zaunflatterbandgäste schreien die Platzierungen. Ich bin kurz vor der Kotzgrenze und habe wie Goschi, Jörg etc. Tunnelblick mit Tunnelsound. Noch mal alles, damit es zu keinem Zielsprint kommt, klappt. Entspannt kann ich auf der Zielgeraden in die untergehenden Sonne reiten. I'm a happy lonsome Cxboy.

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Nachbereitung im Auto. Der Motta ist am Rahmen gefroren und löst sich erst bei steigender Innenraumtemperatur. Meine Innenraumtemperatur steigere ich erst in der Badewanne. Ein herrlicher Weihnachtstag mit Ausflug in die winterlichen Harburger Alpen geht zu Ende.

<IMG src="https://lh5.googleusercontent.com/-b-9U ... CT0196.JPG" height="800">
St. Jan
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 27.12.2014, 03:09

Es passte wieder (fast) alles beim Weihnachtscross der Harburger RG. Von dem Dauerregen war zwar auf einigen Passagen tiefer Matsch geblieben, aber der Frost hatte noch keine „Schienen“ auf die Wege gefroren. Und es drang sogar Sonnenschein in den Wald hinein.

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Es waren ca. 200 Leute gestartet, zahlreiche Zuschauer säumten vor allem den Start-/Zielbereich.

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Dort wurde man auch mit Kaffee und Kuchen, Glühwein und Grillwürsten versorgt.

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Immer wieder gern erlebe ich die Kommissäre bei den Rennen des Stevens Cups (die der anderen Serien habe ich noch nie persönlich erlebt). Man nimmt die Aufgabe ernst, geht dabei herzlich mit den Fahrern und miteinander um.

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Enttäuscht waren sie von dem erneut kleinen Starterfeld beim Eliterennen. Ein Grund mag gewesen sein, dass am nächsten Tag ein Lauf um den Deutschland Cup in Herford bevor stand und die Leistungsspitze beim World Cup in Zoldern fuhr, aber die Lizenzrennen haben nach meinem Eindruck auch so arg an Teilnehmern verloren, je jünger die Klasse, umso größer der Blutverlust. Das ist beim Crossen nicht weiter tragisch, weil die Teilnehmerzahlen durch die boomenden Hobbyklassen locker aufgewogen werden (ca. 50 % der Starter). Sorgen muss man sich um die Straßenrennen der Elite-Fahrer machen. Es bleibt zu hoffen, dass der BDR die richtigen Schlüsse daraus zieht. Dass er die DM der Jedermänner sterben ließ, zeugt von Einsicht, dass man die Lizenzrennen wieder auf- statt abwerten muss.

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Die Elite-Lizenzler zogen dann wie ein startender Düsenjet derart an mir vorbei, dass ich auf einem Baumstamm stehend fast das Gleichgewicht verlor.

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Die meisten Zuschauer verzeichnete natürlich das Eliterennen der Lizenzler. Dano gab sich seiner jugendlichen Konkurrenz geschlagen. Er trägt dies mit Fassung, hatte das D-Cup-Rennen in Herne und die DM am 10. Januar in Borna im Auge.

Mirco, der erst vor wenigen Tagen den ersten A400M der Bundeswehr von Sevilla nach Deutschland flog, lag bei den U40-Hobbyisten in der ersten Runde „nur“ an fünfter Position, hat dann Runde für Runde seine Vorderleute der Reihe nach kassiert, kam vor der letzten Runde mit so viel Vorsprung vor allen anderen an den Kommissären vorbei, dass die ihn erst nicht wahrgenommen hatten, ihm völlig überrascht hinterherläuteten. Immerhin verpassten sie davon aufgeweckt nicht seinen Zieleinlauf.

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Ein Mädel vom TVV Neu Wulmstorf beschwerte sich zu Recht bei mir, dass die Hobby-Frauen in den Berichten auf HFS zu kurz kommen. Da kann ich nur alle Mädels auffordern, sich wie sie bei und in den Rennen zu zeigen und zudem auch selbst darüber zu berichten. Auf HFS werden wir keine Frauenquote einführen, eine Männerquote schon gar nicht.

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Der Weihnachtscross ist immer auch ein Treffen der Radsport-Szene und deren Honoratioren. Mit Karl-Heinz Knabenreich, Wolfgang Strohband, Dr. Manfred Schwarz und Volker Heyer traf ich u. a. gleich vier ehemalige Vorsitzende des Radsportverbandes Hamburg. An HFS-Foristis waren nicht nur viele Fahrer, auch Nur-Zuschauer vor Ort. Weil immer wieder neue Rennen starteten und ständig weitere Leute traf, fand ich leider viel zu wenig Zeit, um mit allen in Ruhe zu plaudern.

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Die beste Stimmung herrschte beim Abschlussrennen der Ü40-Hobbyisten. Die bringen immer gute Laune und gut gelaunte Fans mit. Mit dem Startpfiff ist es mit dem Scherzen vorbei, schlagartig sind alle am Anschlag, kämpfen hart aber fair um jeden Meter Bodengewinn. Ich kenne kein Rennen, bei dem ich deutlicher das angenehme Gefühl habe, dass die Leute zwar gegen-, aber auch miteinander fahren. Auch weil ich aus deren Feld am meisten Leute kenne, ist deren Rennen für mich immer der Höhepunkt der Stevens Cross-Rennen.

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Wer später bremst hat länger Gas, wissen wir von Harterbrockens HFS-Signatur, der ebenfalls zum Zuschauen auflief. Folgerichtig schnitt Don Vito Compagnolo für seine Verhältnisse gut ab. Marco hatte sich zwar entgegen seiner Ansage nicht auf der Rolle warm gefahren, war aber mit defekter Vorderradbremse auf die Bahn gegangen, rollte so weit nach vorne.

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Es wurden sehr viele Bilder geschossen, insbesondere von bs vom RV Hamburg und Andi von Andis-Radsportseiten. Heimfelder Dirk vom RV Altona rückte mit seiner Kamera den Leuten so auf die Pelle, dass man deren Anstrengung auf den Bildern sehen kann. Zudem waren Kameras auf der Strecke aufgebaut, über die zeitweilig bewegte Bilder auf zwei Monitore projiziert wurden. Der Mann vom Abendblatt, der so nett über die HFS-Bambiverleihung geschrieben hatte, war ebenfalls an der Strecke, um sich Notizen zu machen.

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Hanseat Alex hatte seinen selbst gezeugten Fanblock leider nicht dabei, aber seine drei Mädels wurden durch drei zauberhafte Kinder ersetzt, die ihrem Papi zujubelten. Dass Papi das Ü40-Rennen auf einem MTB gewann, war denen glaube ich nicht so wichtig, wie ihn einfach auf dem Rad vorbei stürmen zu sehen. Im Hintergrund der omnipräsente bs.

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Anerkennend nahmen die Lütten zur Kenntnis, dass auch der Weihnachtsmann mitfuhr.

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Hier kommen von Heimfelder Dirk und mir unsere

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... index.html">>>> 309 Bilder vom Weihnachtscross in Appelbüttel <<<</a>.

Helmut

<IMG src="https://lh6.googleusercontent.com/-j10i ... rg1318.jpg" width="725">
Bild: bs

P. S. Nur Zuschauen, Schnacken und Fotografieren ist O.K. für mich, viel lieber aber fahre ich selbst, dies in einem Tempo, bei dem ich Schnacken und Fotografieren kann. Trotzdem, Grauschopf Lorraine habe ich fest versprochen, auch beim Finale der Stevens Cross Serie am 18. Januar in Buchholz als Chronist dabei zu sein.
Zuletzt geändert von Helmut am 27.12.2014, 19:42, insgesamt 2-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Don Vito Campagnolo
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Ungebremstes Feiertagsvergnügen!

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 27.12.2014, 11:01

Vorweg erst mal zwei dicke Dankeschön an den Veranstalter: Einmal dafür, dass der Weihnachtscross erst am 2. und nicht schon am 1. Feiertag stattfindet: Nach dem Gelage an Heiligabend hatte ich Donnerstag noch ein 50:50-Gemisch als Blut und südafrikanischen Rotwein in den Adern und mir war den ganzen Tag über gar nicht so … also ein gutes Timing, denn am Freitag war die Welt wieder in Ordnung. ;) Zum Zweiten dafür, dass die lange Abfahrt aus dem Programm genommen wurde: Das war im letzten Jahr zwar der Streckenteil, der mir am meisten Spaß gemacht hat, aber dass es dieses Mal nicht dort herunter ging, hat mir echt den Ar*** gerettet.

Lange hat es in dieser Saison gedauert, aber für irgendetwas musste der Dauerregen der letzten Tage ja gut sein: Endlich das erste schöne Matsch-Rennen. Die Bodenverhältnisse waren zwar nicht ganz so übel, wie es eigentlich zu erwarten war, aber viele Abschnitte der Strecke waren feucht-schmierig, schlammig und tief. Richtig fein also, da habe ich mich lange drauf gefreut.

Der einzige Unfall des Tages passierte mir dann auch schon vor dem Rennen: Auf der Inspektionsrunde gab es von der vorderen Bremse einen ganz hässlichen Schrei, dann ein Dauer-Kratzen und Schleifen. So war ich nach dieser einen Runde also während des Elite-Rennens damit beschäftigt das möglich wieder zu richten. Was war geschehen? Der Belag war verschlissen (ja ich weiß, es soll ja Leute geben die das ab und an mal kontrollieren) und die Halte-Feder-Klammer ist von der Scheibe zerschreddert worden; deren kläglichen Reste sorgten nun für das Dauerschleifen.

Der kluge Mann hat natürlich reichlich Ersatz und auch welchen dabei, etwas einfältigere Naturen haben ihren reichlich vorhandene Ersatz warm und trocken Zuhause lagern. Also hieß es ohne Ersatz improvisieren und erst mal den ganzen Schrunz aus der Bremszange pulen. Die Klammer war hin und ohne dieses Teilchen halten die Beläge nicht, sondern fallen heraus. Blieb also nichts anderes übrig, als das Rennen nur mit der Hinterrad-Bremse zu bestreiten. Da die einzige echte Abfahrt heute aus der Strecke genommen wurde, war das auch ohne allzu offensichtliches Harakiri durchaus machbar.

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Damit war am Start ausnahmsweise mal absolute Defensive angesagt. Statt „Attacke“ hieß es einfach nur mitschwimmen und rechtzeitig vor der 1. Kurve den Anker werfen, um nicht einen oder mehrere Mitstreiter im Übermut abzuräumen. Das klappte in der Tat auch sehr gut, die tiefstehende Sonne war am Start problematischer als der waidwunde Crosser.

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Nach den schlüpfrigen Anfangs-Kurven hatte sich das Feld auch so weit in die Länge gezogen, dass die Gefahr gebannt war einem anderen Fahrer mangels Bremsleistung in die Karre zu fahren. Das ganze Rennen hindurch hatten die Reifen allerdings reichlich Arbeit zu verrichten, denn etliche Male gelang es eben nicht ganz so gut rechtzeitig die passende Kurvengeschwindigkeit einzujustieren. So ging es öfters mal im Speedway-Stil ums Eck und ich hatte alle Hände (und ab und an auch mal Füße) damit zu tun, das ausbrechende Rad einzufangen. Die Schlammreifen „Limus“ haben hier einen echt guten Job erledigt, denn damit gelang es immerhin sehr gut, die ab und an zu schnelle Fuhre noch irgendwie ums Eck zu steuern.

An Motta kam ich schon ziemlich zu Beginn des Rennens vorbei und sehr zu meinem Erstaunen blieb ich auch vor ihm – das habe ich in dieser Saison sonst so gut wie nie geschafft. Und Pirat Heiko habe ich laufender Weise an der „Matschrampe“ überholt, wobei er glaube ich wieder irgendeine technische Malesche hatte, die mich wahrscheinlich vor dem Zurücküberholtwerden bewahrt hat.

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In der 2. Rennhälfte hatte ich dann noch einen Fight mit mehreren Überholmanövern mit einem dänischen MTB-Fahrer, am Ende mit dem besseren Ende für mich: Das war schon fast ein „Niederringen“ und eigentlich eher eine typische Situation, in der mir letztlich die Kraft ausgeht, dieses Mal hat es aber gereicht.

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So kam ich letztlich als 11. ins Ziel, was für mich so schon ein feines Ergebnis ist, angesichts der streckenweise richtig kraftraubenden Bedingungen erst recht. Die fehlende Bremse war unterm Strich gar nicht mal so ein echtes Manko. Ich denke mal, weiter vorn wäre ich mit ihr auch nicht gelandet. Allerdings war der Kopf am Ende noch erschöpfter als der Körper, denn das Bremsen und Steuern hat dieses Mal schon einiges mehr an Konzentration gekostet als sonst üblich. Erkenntnis: Bremsen wird überbewertet.

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Unterm Strich also ein schöner 2. Feiertag mit ein bisschen Sonne, vielen netten Leuten, einem gut organisierten Rennen und einigem Schlamm an Mensch und Maschine. Und Ersatz-Beläge zählen ab sofort zur Grundausstattung bei jedem Rennen …
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Beitragvon Pirat Heiko » 27.12.2014, 11:40

Zu allererst: es hat spass gebracht!!!

Ich kam gut weg, aber bei einem wurzeligen Stueck relativ am Anfang muss sich mein Schnellspanner am Hinterrad geloest haben, sodass in der ersten Abfahrt sich selbiges verabschiedete und ich wie von Janibal beschrieb eine neue Fahrtechnik probierte.... Ist aber nicht sehr effektiv.... Dann habe ich mich beiseite gehockt und erstmal versucht so ruhig wie moeglich das Hinterad wieder reinzuprokeln...

Vor dem Ding dachte ich noch "wow... Platz 4..." , jetzt dachte ich "wow... Platz 25 (geschaetzt)" ... Da musste ich dann auch grinsen und fuhr wieder los.... Traf meine Piratenkollegen Arne und Ron, hatte maechtig damit zu tun Sven ein-/ zu ueberholen... Habe dann kurz vor der Zielgerade nochmal mein Hinterrad verloren, so dass ich noch das Glueck hatte, etwas das Laufen zu trainieren...

Fazit (mit etwas Abstand...): Cross ist geil, egal was passiert, egal welcher Platz, egal.... Eben in Herford habe ich mal alles heil gelassen... Auch was wert. :-) Mache ich morgen in Vechta einfach auch..... Ist auch billiger auf Dauer... :-) :-)

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Fülle
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Beitragvon Fülle » 27.12.2014, 11:54

Nicht mein Tag, nicht meine Strecke und in der Kombi war die logische Konsequenz für mich nach der 2. Runde auszusteigen und mir eine Rennwurst einzuverleiben.

Nachdem ich sogar in die Startaufstellung aufgerufen wurde, bin ich in der Startphase irgendwie nach hinten durchgereicht worden, falsche Linie, schlechte Sicht, Unvermögen, einfach schlecht drauf oder was auch immer :? In der Abfahrt hat sich das Vorderrad eingegraben (scheint mein Standardunfall zu werden) und ich hab den Pfosten der Streckenbegrenzung geküsst (gibt sogar "glücklicherweise ein Video davon" :shock: ) und mir die Knie angeschlagen. Dann knallte noch ein Fahrer in mich herein und mein Lenker war verdreht, der war eigentlich gut montiert und bis der wieder einigermaßen gerade war, verging so seine Zeit.

Als vorletzter ging es dann weiter auf die Verfolgung, aber irgendwie stand ich neben mir, übersah fast die mit Flatterband umwickelten Hürden, nahm jedes blöde Schlammloch mit und fuhr wieder in die Abfahrt, sprang aber rechtzeitg vor meiner Sturzstelle ab, um kein Risiko einzugehen, schulterte das Rad und lief zügig den Hügel wieder rauf um direkt oben an der Kante wegzurutschen, dabei schlug mir mein Lenker auf meine Zähne. :?

Danach taten also meine Knie und meine Zähne weh und ich dachte mir, dass ein dritter Einschlag irgendwie auch noch schlechter ausgehen könnte und rollte dann nach dieser Erkenntnis im Ziel aus. Nächstes Jahr gehts wieder los...
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Spezies8472
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Beitragvon Spezies8472 » 27.12.2014, 13:11

Leider war ich nur eine knappe halbe Stunde vor Ort, da ich auf Tour war, aber was ich gesehen habe, hat mich echt beeindruckt. Denn was die Damen dort auf dem Parcours abgeliefert haben ... Hut ab!

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20044.JPG">

Die Stimmung unter den nicht gerade wenigen Zuschauern war echt klasse. Und, wie das nun mal so ist, hat mich der Heimfelder Dirk natürlich gleich "erwischt", danke fürs Foto. :gruss:

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .54.11.jpg">
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Cross, Sonnenuntergang und Lucky Luke

Beitragvon bs » 27.12.2014, 15:09

<IMG src="https://lh4.googleusercontent.com/-iSU- ... rg1273.jpg" width="725">

Es wurden mal wieder eine oder zwei Fotos mehr (Sind über den folgenden Artikel verlinkt).

http://www.endspurt-hamburg.de/node/2212

Burkhard

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20146.JPG">
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Beitragvon Helmut » 31.12.2014, 01:21

Danos aktuelle Depesche vereint Berichte über drei Rennen, u. a. dieses hier. Von seinem Bericht geht's zu den Bildern von Petra.

http://danosdepesche.bergamont.de/danos/1346
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Heimfelder Dirk
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 10.01.2015, 11:34

Die Lokalpresse berichtet auch (Seite 6):

http://www.neuerruf.de/pages/archiv/201 ... _02-15.pdf

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