Radrennen: Lizenz oder lieber Hobby?

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radfreunde
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Radrennen: Lizenz oder lieber Hobby?

Beitragvon radfreunde » 09.12.2014, 15:32

Um nicht andere Threads zuzumüllen, mach ich mal einen neuen auf.

Was ist das eigentlich mit der Lizenz?

Bild

Warum will sie keiner haben? Sie ist doch eigentlich ganz chic? Nicht mehr so ein alter Lappen, sondern jedes Jahr eine neue handliche, abwaschbare, farbige Plastikkarte wie eine Clubkarte.

Da wird diskutiert, was habe ich davon? Meist kaum monetäre Vorteile, die Startgebühren sind etwas geringer, aber bei den eigentlichen Kosten für die Teilnahme an einem Radrennen, fällt das kaum ins Gewicht. Das Geld lassen wir auf der Straße bzw. an der Tankstelle. Manchmal gibt ein Händler einen Rabatt, aber erst wenn man einige Erfolge vorzuweisen hat. Zumindest gibt es für den Sieger eines Radrennens eine Siegprämie - je nach Kategorie sind die Sieger sehr dahinter her. Manchmal gibt es attraktive Sachpreise für den Sieger, je nach Sponsor. Soll es bei Hobbyrennen auch geben, manchmal gibt es den vollen Beutel ja an alle vorher.

Zumindest ist das Anmeldeprozedere zum Rennen einfacher, in der Online-Anmeldung nur die nötigsten Daten, der BDR kennt mich und hat verifiziert. Beim Rennen ist es für den Teilnehmer und Veranstalter einfacher, er gibt seine Lizenz und das ausgeschriebene Startgeld ohne Pfand o. ä. und erhält seine Nummer. Muss nicht seinen Namen für die Siegerliste oder den Sprecher buchstabieren. Alles ganz geschmeidig.

Es gab mal Zeiten, da lies die Polizei einen Lizenzfahrer auf der Straße trainieren, wenn er die Lizenz dabei hatte. Lang, lang ist's her. Und schön wär's.

Aber was kommt, ist ein Sack voller Pflichten. Dazu lese man mal den Lizenzantrag durch:
http://www.rad-net.de/modules.php?name= ... rag_15.doc

Neben der Akzeptanz der Sportordnungen (nicht AGB's - umfangreiche Literatur) stehen hier auch WADA / NADA Code und anderes. Klar, der gemeine Hobbyradler ist ehrlich und sauber. Die Spuren beim Ötzi und anderen Grand Fondos sind da eindeutig. Wenn es um den Sieg (auch nur um die goldene Ananas) geht, sind alle Menschen gleich. Es werden Altersangaben geschönt, Geschlechter manipuliert, Medikamente eingeworfen oder einfach nur der Schiedsrichter verhauen, wenn er eine Entscheidung gefällt hat, die einem nicht passt.

Jede Sportart hat ihre Lizenzbestimmungen, auch wenn einige dann Tageslizenzen verkaufen. Ob die Sportler dann noch kontrolliert werden (können), wenn sie morgens als Micky Maus melden, sei dahingestellt. Oder man eine 2-Klasseneinteilung, die "richtigen" oder Kader-Athleten starten beim Ironman vor den "Sonstigen". Auch beim Fußball gibt es Lizenzregeln und -einteilungen und der Hobbykicker, selbst wenn er besser ist, darf nicht beim HSV mitspielen. Er darf noch nicht mal auf den heiligen Rasen (beim Spiel).

Schön wäre es, wenn der Run auf die Lizenzen ein Selbstläufer wär. Es fängt ja schon mit der Vereinsmitgliedschaft (oder Verbands-) an. Immer die gleiche Frage, was habe ich davon, das kostet nur Geld. Wenn der HSV (stellvertretend für alle Vereine) 70.000 oder mehr Mitglieder hat, stellt da auch keiner diese Frage. Spielen dürfen von diesem nur die wenigsten, ihnen fehlt die Lizenz. Aber sie sind stolz, am Erfolg "ihrer" Mannschaft teilhaben zu können, selbst jahrelanges Dahinsiechen lässt sie nicht von ihrer Einstellung abbringen. Oder bekommen die Eintrittskarten umsonst? In unserem Sport gibt es kaum passive Mitglieder, die nur den Sport durch ihre Mitgliedschaft und -beiträge unterstützen wollen.

Die Mitgliederwerbung liegt an der Front bei den Vereinen, der Landesverband und erst recht der BDR sind da nicht die Hauptakteure. Sie können nur Begleitmusik über Öffentlichkeitsarbeit oder attraktive Angebote (Rennen, Breitensportveranstaltungen) machen. Es zeigt sich immer mehr, dass einige Vereine wachsen und andere Traditionsvereine verschwinden. Interessant ist, dass der Radsport einen sehr stabile Mitgliederzahl hat, während andere - sogar olympische Disziplinen - erschreckend schrumpfen. Auch das Werben für Lizenzen ist eine Vereinsaufgabe, sehr gut zu sehen, welche Trikots sind denn bei den Landesmeisterschaften vertreten - dort ist das Tragen des Vereinstrikots (nicht Team-) Pflicht. Auch hier kann der Verband und BDR nur helfen, allerdings sollte er mehr tun. Nur was? Das darf hier auch diskutiert werden, die Landesverbände und der BDR tun es auch.

Nur mal so "aus dem Bauch".

Viele Grüße, wir sehen uns

wilf
joerg
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Beitragvon joerg » 09.12.2014, 16:43

...lasst den Leuten doch ihr Hobby - ob mit oder ohne Lizenz dafür. Aber gerne auch alle "mit" und an keinem Renntag mehr "ohne"; Altersklasseneinteilung für alle und einzig ein tatsächliches Elite-Feld beibehalten.

Der Unterschied jetzt, ist doch vielmehr, ob derjenige, der unter Hobby läuft, fährt, in einem Verein Mitglied ist oder nicht. Hier dürfte, sollte, könnte "Kasse" gemacht werden. Wenn dieser "Unterschied" beim Einschreiben in der Brieftasche spührbar ist, könnte sich auch die Frage nach der Vereinszugehörigkeit ("...und der nach was bringt mir das...") relativieren.
catsoft
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Beitragvon catsoft » 09.12.2014, 19:59

joerg hat geschrieben:Der Unterschied jetzt, ist doch vielmehr, ob derjenige, der unter Hobby läuft, fährt, in einem Verein Mitglied ist oder nicht. Hier dürfte, sollte, könnte "Kasse" gemacht werden. Wenn dieser "Unterschied" beim Einschreiben in der Brieftasche spührbar ist, könnte sich auch die Frage nach der Vereinszugehörigkeit ("...und der nach was bringt mir das...") relativieren.
Aber die Wirklichkeit der letzten Jahre sah doch anders aus. Ich habe das erste Mal seit über 25 Jahren 2015 keine Lizenz mehr.... Wenn ich als Lizenzfahrer mehr für kürzere Rennen zahlen soll, dann eben nicht. Als ich vor 15 Jahren in den Crosssport eingestiegen bin, gab es noch gar keine Hobbyrennen, da stellte sich die Frage gar nicht.

Robert
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Peer
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Beitragvon Peer » 09.12.2014, 20:57

lustig, dass gerade das thema aufgemacht wurde...

ich habe gestern über meinen triathlonverein eine bdr lizenz beantragen lassen. hauptsächlich fürs crossen.

der grund ist einfach der, dass ich es vom triathlon so kenne, dass hobby bzw. "jedermänner" auch meistens echte hobbysportler sind, die nicht die umfänge trainieren, wie die "ambitionierten" sportler und meist auch nicht die zeiten erreichen.

radfahren ist bei mir zwar auch nur eine teildisziplin, aber dennoch würde ich es einfach gerne mal bei den lizenz-senioren versuchen. wenn das die top 10 der ü40 und u40 aus dem stevens cup machen würden, sähe es übrigens im feld der lizenzfahrer auch wieder anders aus und wäre sicherlich spannender und bunter :) mal ganz abgesehen davon, dass ich viele bei den hobbyfahrern sehe, die da sowieso hingehören ;)

ich versuchs jedenfalls mal nächste saison :)

gruss
peer
Pirat Heiko
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Beitragvon Pirat Heiko » 09.12.2014, 21:10

Ich glaube, die Peisfrage ist der falsche Absatz, einfach alle Rennen gleich teuer und Kinderrennen gratis.... Aber gerne mit Spendentoepfen für die Veranstalterarbeit, wenn die Eltern spenden wollen...

Ich glaube eher, dass der BDR wie einst das "jedermannphänomen" jetzt das "hobbyszenenphänomen" verschlaeft... Und statt nach Lösungen zu suchen, holt er die "Strafkelle"... Gebuehrenregelungen, Kontrolle von "wilden" Rennen etc....

Was spricht denn gegen Tageslizenzen? Renneinteilung "nur" noch nach Altersklassen? Ggf. A und B-Rennen mit Auf- und Abstiegsregelungen?

Letztlich ist es doch ein Luxusproblem, unser Sport boomt und es gab schon in den fruehen 90ern Hobbyrennen im Rahmen des MTB-Booms... Ist also nichts grandios neues.... Diesen Boom positiv nutzen, weiter entwickeln, neue Rennen aufnehmen... Ich denke, das hilft uns unseren Sport weiter in dieser tollen Form auszuüben. Denn warum ist denn in den Hobbyrennen so eine grandiose Stimmung? Warum das in Frage stellen?
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Fülle
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Beitragvon Fülle » 09.12.2014, 22:34

radfreunde hat geschrieben:Neben der Akzeptanz der Sportordnungen (nicht AGB's - umfangreiche Literatur) stehen hier auch WADA / NADA Code und anderes. Klar der gemeine Hobbyradler ist ehrlich und sauber. Die Spuren beim Ötzi und anderen Grand Fondos sind da eindeutig.

Es fängt ja schon mit der Vereinsmitgliedschaft (oder Verbands-) an. Immer die gleiche Frage, was habe ich davon, das kostet nur Geld. Wenn der HSV (stellvertretend für alle Vereine) 70.000 oder mehr Mitglieder hat, stellt da auch keiner diese Frage. Spielen dürfen von diesem nur die wenigsten, ihnen fehlt die Lizenz. Aber sie sind stolz, am Erfolg "ihrer" Mannschaft teilhaben zu können, selbst jahrelanges Dahinsiechen lässt sie nicht von ihrer Einstellung abbringen. Oder bekommen die Eintrittskarten umsonst? In unserem Sport gibt es kaum passive Mitglieder, die nur den Sport durch ihre Mitgliedschaft und -beiträge unterstützen wollen.
Das klingt ja schon alles ein wenig, hmmm, weinerlich!? Sorry, aber das mit dem Doping hättest du dir auch sparen können. Dieses mit dem ausgestreckten Finger auf andere zeigen, kommt irgendwie schlecht rüber.

Auch das mit den Vereinsmitgliedschaften ist doch neulich auch schon besprochen worden, bei den Hobbies im Cross sind doch bestimmt 80 % Vereinsmitglieder. Im Grunde genommen war die Hobbyklasse im Cross auch mein Einstieg, um Mitglied im Verein zu werden. Hätte es die Hobbyklasse nicht gegeben, wäre ich niemals bei Crossrennen aufgetaucht (erstmalig 2008), die Hürde war niedrig genug. Bei der Elite wäre ich niemals mitgefahren.

Hier muss man doch darauf hoffen, dass die Hobbyfahrer auch ihre Kinder anfixen, die sind doch der angestrebte (Lizenz-) Nachwuchs.

Als ehemaliger, wenigstens tlw. leistungsorientierter Handballer (Regionalliga) kann ich auch verstehen, dass einem die (wir) Hobbies irgendwie ein Dorn im Auge sind, irgendwie keine richtigen Sportler. 8)
Peer hat geschrieben:mal ganz abgesehen davon, dass ich viele bei den hobbyfahrern sehe, die da sowieso hingehören. ;)
Wir hatten uns ja auch darüber unterhalten, mich meinst du ja sicherlich nicht ;), aber selbst ich hätte mittlerweile auch kein Problem damit, mir eine Lizenz (wg. Cross) zu lösen, vermutlich werde ich dann 2-mal überrundet, aber 40 Minuten bleiben ja 40 Minuten. :) Das löst aber vermutlich nicht das Nachwuchsproblem.

Ich finde den Ansatz gut, die Altersklasen als alleiniges Kriterium zu nehmen und zu mischen....nennt man dann wohl Jedermannrennen.
Zuletzt geändert von Fülle am 10.12.2014, 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Konkursus » 09.12.2014, 23:09

eine sehr nette und durchaus wichtige Diskussion. Schön, dass hier nicht mit dem Zeigefinger auf die Hobbyfahrer gezeigt wird, wie ich es z. B. schon bei facebook gelesen habe.

Mir würde sich bei dem Missverhältnis von Lizenz- zu Hobbyfahrern die Frage stellen, ob die Hobbyfahrer die Lizenzfahrer nicht schon mitfinanzieren. Denn mit deren Startgeldern geht´s ja wohl kaum.

Ich selbst (bereits seit mehreren Jahren Vereinsmitglied) trage mich durchaus mit dem Gedanken, im nächsten Jahr - spätestens jedoch 2016 - mit Lizenz zu fahren.

Warum? Ich gehe jetzt langsam auf die 60 zu und habe bei Crossrennen (alles andere ist sowieso uninteressant) keine Lust, in einem Feld zu fahren, bei dem schon allein altersbedingt keine theoretische Chancengleichheit besteht. Da bleibe ich lieber zuhause und fahre hier.

Aber S4 könnte mich nochmal reizen. Wäre auch ein Anreiz, wenigstens einmal auf die Saison hinzutrainieren.

Ko
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Beitragvon motta » 10.12.2014, 05:00

Pirat Heiko hat geschrieben:Was spricht denn gegen Tageslizenzen? Renneinteilung "nur" noch nach Altersklassen? Ggf. A und B-Rennen mit Auf- und Abstiegsregelungen?
Tageslizenzen, wie es sie ja auch beim Triathlon gibt, finde ich eine gute Idee. Wer nur mal schnuppern will, fährt mit Tageslizenz - Serienfahrer holen sich die Jahreslizenz.

Was der BDR wohl dazu sagt - das wär ja was Neues!

meint MOTTA
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 10.12.2014, 07:48

Pirat Heiko hat geschrieben:... dass der BDR wie einst das "jedermannphänomen" jetzt das "hobbyszenenphänomen" verschlaeft... Und statt nach Lösungen zu suchen, holt er die "Strafkelle"... Gebuehrenregelungen, Kontrolle von "wilden" Rennen etc ...
Das ist z. B. ein Punkt, der mir so richtig gegen den Strich geht: Ok, dass der BDR ein gewisses Alleinvertretungsrecht i. S. Radsport für sich beansprucht, ist aus seiner Sicht ja verständlich, aber dass Lizenzsportler dann mit Sperren belegt werden, wenn sie an "unerwünschten Rennen" bzw. Rennen "unerwünschter Veranstalter" teilnehmen, ist für mich ein no-go.

Dann das ganze Kleingedruckte mit solch lustigen Sachen wie "Abkehrschein" und Vierteljahres-Sperren bei Vereinswechsel (ok, da gibt es 2 winzige sperrfreie Zeitfenster), Wechselgebühr usw. ...

Tut mir Leid, das sind Sachen auf die ich einfach keine Lust habe, die machen das Hobby nur unnötig kompliziert. Ich will doch einfach nur Radfahren und dabei Spaß haben.
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Beitragvon Stockumer Junge » 10.12.2014, 09:01

Ich habe jetzt gerade auch wieder 26,70 € an den Landesverband NRW für die Lizenz bezahlt. Eigentlich, weil es immer so ist. Sozusagen Gewohnheit, weil ich es ja seit den 90ern nicht anders kenne. Damals war es eine Eintrittskarte zum Radrennenfahren. Das ging gar nicht anders. Heute liegen die Dinge bekanntlich anders. Man benötigt sie dafür nicht mehr.

Die C-Fahrer waren damals die Hobbyfahrer. Die Starterfelder waren damals über 300 Fahrer groß. Deswegen gab es eine Beschränkung, dass höchstens 200 Fahrer an einem Rennen teilnehmen durften. Wenn heute ein C-Fahrerfeld über 100 Fahrer groß ist, ist das für den Veranstalter ein großer Erfolg.

Wie kann die Zukunft aussehen? Stärker in einzelne Leistungsklassen differenzieren? Schwer, so gross ist der Markt nicht.

Sich abschotten? Das hat noch nie was gebracht.

Auf Nachwuchs setzen? Gibt es kaum noch. Die Starterfelder sind schon sehr winzig geworden.

Hobbyklasse und Lizenzler zusammen fahren lassen? Das mag wohl beim Crossrennen gehen, beim Kriterium und Rundstrecken nicht. Rennfahrer fahren anders Rad als Hobbyfahrer. Schwere Stürze wären vorprogrammiert.

Schnupper- und Tageslizenzen wären ein Weg. Die Hemmschwelle wird genommen.

Wer kennt denn die Regelungen in Dänemark oder den Niederlande? Läuft das dort besser?
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kocmonaut
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Beitragvon kocmonaut » 11.12.2014, 22:51

Was Wilf hier beschreibt, ist der Wunsch nach "Verbundenheit" mit dem lizensierten Radsport. Es fühlen sich jedoch viele dadurch abgeschreckt, dass die "Verpflichtung" die "Verbundenheit" überlagert. Der Hobbyfahrer ist indes frei von Verpflichtungen und vom Leistungsdruck: Er fährt selbstbestimmt und nach Lust im Hobbyrennen, bei QPE oder bei anderen wettkampforientierten Trainingsfahrten, und freut sich über den 4. Platz. Im Lizenzrennen wäre er damit der "Looser". Diese erfreuliche Vielfalt führt leider zum Ausbluten der "alten" Hobbyfahrer, die früher die C-Klasse bildeten. Das beschreibt Stockumer Junge sehr schön.

Wenn man für ein "Gleichgewicht" in allen Klassen sorgen möchte, dann müssten m. E. zweierlei Dinge gleichermaßen passieren:
- der BDR muss lockerer bzgl. Lizenzbestimmungen werden
- ambitionierte und starke Hobbyfahrer wollen! "in einer anderen Liga" (Aufstieg C-Klasse) fahren. Würde ich hier müssen! schreiben, wären es wieder eine Regulierung in der Hobbyklasse (die keiner will)

Alles sehr utopische und deswegen wenig beharrliche Überlegungen.

kocmonaut
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Camillo
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Beitragvon Camillo » 12.12.2014, 08:20

Ich besitze eine C-Lizenz und fahre sowohl Rennen aus dem GCC, wie aber auch in Hamburg, Berlin oder Hannover. Dürfte ich diese Rennen mit der C-Lizenz nicht fahren, würde ich keine lösen... obwohl die Rabatte bei Stadler natürlich nicht zu verachten sind. ;-)

Ich habe mir eine Lizenz lediglich geholt, um mir die Option offen zu halten, auch mal ein Lizenz Rennen zu fahren, welches in meiner Nähe ist, falls dann die Zeit da ist, fahre ich.
Im Winter gewinnt man, nicht im Sommer. (Bernard Hinault)
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Konkursus
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Beitragvon Konkursus » 12.12.2014, 11:36

stimme Kocmonaut in vollem Umfang zu.

In den sog. Jedermannrennen können dann zwei Welten aufeinanderstoßen. Die der engagierten und guten Hobbyfahrer, die gerne schnell und vornewegfahren, aber wegen der Verpflichtungen etc. ohne Lizenz und die derjenigen, die grundsätzlich mit Lizenz fahren könnten (im Grunde: müssten), aber dies nicht wollen, weil sie gewinnen möchten.

Und schon krachts.

Ko
crumble
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Beitragvon crumble » 12.12.2014, 13:57

Fülle hat geschrieben:Dieses mit dem ausgestreckten Finger auf andere zeigen, kommt irgendwie schlecht rüber.
Recht hat er damit aber schon. Ich will aber auch gar nicht kontrolliert werden. Sieht man einmal von denen ab, die was einwerfen um auf irgendeiner Liste oben zu stehen oder die etwas einwerfen, um das ueberhaupt durchzustehen, gibt es noch die Kranken. Je Aelter die Fahrer werden, desto ehern wird sich bei ihren ganz normalen Medikamenten etawas finden lassen, was auf der Dopingliste steht. Dann heisst es zwischen Sport und Gesundheit abwaegen. Sehr vielen wird noch nicht mal bewusst sein, dass sie eigentlich dopen. Allerdings werden sie dann hoechstwahrscheinlich krankheitsbedingt eh nicht in den Top10 fahren.

Dank der vielen Profis wusste ich immerhin, dass mein eines Astmamittel meldepflichtig und das Notspray verboten war. Ob sie es noch immer sind? Keine Ahnung. Da ist dann schon das naechste Problem. Als Lizenzfahrer muesste ich das jede Saison ueberpruefen und eventuell die Medikamente wechseln. Jedermannrennen sind da wesentlich entspannter. Das einzige was mich da stoert ist, dass mit dem GCC verscuht wird dem ganzen einen serioesen touch zu geben.

Mit meiner Trainingsleistung haette ich bei den Lizenzrennen eh immer damit zu kaempfen ueberhaupt mit einer Zeit ins Ziel zu kommen. Ausserdem liegen mir Kreiselrennen mental und vom Koerperbau ueberhaupt nicht. Die abgesperrten, grossen Kreise der Jedermannrennen sind fuer mich ideal. Eine Lizenz wuerde fuer mich nur Stress und keinen Spass bedeuten. Der einzige Grund in einen BDR-Verein einzutreten, waere fuer mich die hervorragenden Leistung bei der RTF Organisation zu wuerdigen.
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Indorain
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Beitragvon Indorain » 12.12.2014, 15:38

Nur mit dem Erwerb einer Lizenz ist es nicht getan. Wenn man einigermaßen gut mitfahren möchte braucht man ein richtiges Rad-Renn-Training. Meistens wird aber nur ein Rennrad-Training angeboten. Nur im Jugend- bzw. Nachwuchsbereicht wird so ein Training durchgeführt. Wer schon als Jugendlicher diese Schule durchlaufen hat, ist dann auch für Amateurrennen gerüstet und kann sich ggf. einer der vielen Renngemeinschaften anschließen - ansonsten wird es schwer.

Es gab man die Initiative zur Trainerausbildung, viele haben daran teilgenommen - ich auch! Leider gab es weder von Vereins- oder Verbandsseite Interesse daran, die neuen Trainer weiter zu schulen und Sie in entsprechende Aufgaben einzubinden, so ist meine Lizenz verfallen... Ich muss aber auch rückblickend sagen, daß die Inhalte wertlos waren - hätte ich mir auch aus dem Netz saugen können. Wenn ich aber in die praktische Trainingsarbeit eingebunden wäre und mit entsprechenden Weiterbildungen, so hätte das sicherlich was werden können...
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Beitragvon kocmonaut » 13.12.2014, 19:24

Hallo Indorain,

in der Tat sind Lizenzfahrer häufig diejenigen, die bereits seit der Jugend Lizenrennen fahren. Wer später anfängt, landet eher in der RTF-Szene oder evtl. in Hobbyrennen. Zudem ist in der Jugend der Anteil der Lizenzinhaber (in Bezug auf alle Radsportler dieser Altersklasse) deutlich höher als als bei den Erwachsenen. Wer sich fürchten will, der muss glauben, dass in 10 Jahren nur noch 5-10 Fahrer in der Eliteklasse starten.

Insofern ist der Ausflug in den Nachwuchs absolut themenbezogen. Auch Stockumer Junge fragte bereits - und lieferte die Antwort gleich mit, denn:

Stockumer Junge schrieb: "Auf Nachwuchs setzen? Gibt es kaum noch. Die Starterfelder sind schon sehr winzig geworden."

Deine Kritik an mangelnder Unterstützung in der Traineraus/weiterbildung kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Meine 2010 erworbene Trainerlizenz ist zwar auch verfallen (kennen wir uns vielleicht aus dem Lehrgang in S-H/HH?), das lag aber daran, dass die Bemühungen vereinsintern zu wenig Früchte getragen haben, denn die Nachfrage blieb trotz Angebot spärlich. Also ließ ich es deswegen wieder bleiben. Das mag vielleicht ein Fehler sein, hier nicht langen Atem zu haben, jedoch: die eigene Geduld, Hoffnung und Energie ist nun mal nicht unendlich.

Und da schließt sich wieder der Kreis um die unendliche Frage nach dem Ei des Kolumbus: Was war zuerst (nicht) da: kein Nachwuchs oder keine Förderung für den lizensierten Radrennsport?

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Beitragvon Helmut » 14.12.2014, 03:16

Passt m. E. zum Thema... Eben fand ich im Challenge Magazin einen Hinweis, den ich als gute Nachricht empfinde:

Die Sieger der Altersklassen (des GCC) werden nicht mehr wie in den letzten Jahren zu " Deutschen Meister Jedermann".

Na endlich. Der BDR scheint gemerkt zu haben, dass er auf dem Holzweg war, "Deutsche Meister"-Titel an Jedermann zu verteilen. Wer diesen Titel anstrebt, wird sich künftig wieder mit der Elite des Radsports messen müssen.

Jetzt fehlt nur noch, dass der BDR auch seinen A- und B-Lizenzfahrern die Teilnahme an GCC-Rennen gestattet. Dann gäbe es auch weniger Lizenzverweigerer. Die Gründe, eine Lizenz zu lösen, blieben dadurch ja erhalten (z. B. Teilnahmemöglichkeit an reinen Lizenzrennen), es fiele nur ein mit der A- und B-Lizenz verbundener Nachteil weg.
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Beitragvon Italo Racer » 14.12.2014, 19:04

Das was ich widerlich finde, sind diese ganzen Jedermann-Teams, die halbwegs Profi mäßige Strukturen haben. Was haben die eigentlich bei den Jedermännern zu suchen?

Ich finde ja auch, wenn einer eine gewisse Anzahl an Jedermannrennen auf den Podiums Platz beendet hat, sollte er aufsteigen in die Lizenz-Klasse und somit für die nächste Zeit bei den Jedermännern gesperrt werden.
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Beitragvon Das Biest » 15.12.2014, 08:14

Ich war kürzlich auf einem Lehrgang des BDR zum "Sportlichen Leiter". Dort wurde auch zum Thema Lizenz pro und contra diskutiert. Mir leuchten die Argumente Pro und Contra absolut ein.

Ich komme für mich persönlich zu dem Schluss, dass eine Rennlizenz nur dann Sinn macht, wenn man das ganze schon sehr professionell betreibt, es also mit einem Hobby schon fast nichts mehr zu tun hat.

Das geht in die Richtung "Berufsfahrer". Für die und deren internationale Rennen macht es absolut Sinn. Da, wo es um etwas geht!

Für die "kleinen" Hobbyfahrer, finde ich es (mit den ganzen Regeln, Verboten und Einschränkungen) für übertrieben.

In welcher Vielfalt der Veranstalter eine Unterteilung der Hobbyklassen unternimmt, um es gerechter zu machen, ist ja ihm selber überlassen. Ich für mich, fahre Rennen ja auch "nur" für mich und nicht um diese zu gewinnen. Ich mache es also aus Spaß an der Freude.

Aber das muss jeder mit sich selber ausmachen.
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 15.12.2014, 08:34

Italo Racer hat geschrieben:Das was ich widerlich finde, sind diese ganzen Jedermann-Teams, die halbwegs Profi mäßige Strukturen haben. Was haben die eigentlich bei den Jedermännern zu suchen?
Das hat wohl etwas damit zu tun, was sich der Sponsor davon verspricht:

Vielleicht sieht der Geldgeber eines solchen "profimäßigen" Jedermannteams wie z. B. Merkurdruck eher einen positiven Marketingeffekt, wenn seine Mannschaft bei Jedermannrennen wie Rund um Köln/um den Finanzplatz, Cyclassics, Göttingen oder sonstwo zu sehen sind und auf den Siegerlisten stehen. Diese Rennen finden i. d. R. an prominenten Orten statt, sind gut besucht und (von wenigen Ausnahmen wie z. B. Ötztaler) zumindest in der Berichterstattung dopingfrei.

Im Gegensatz dazu finden viele Linzenzrennen faktisch "unter Ausschluss der Öffentlichkeit" fast zuschauerfrei statt, wenn 40 Mal in einem Gewerbegebiet um den Block gefahren wird. Außerdem leidet das Ansehen des lizensierten Amateurs unter der Dopingmisere des Profisports.

Vor dem Hintergrund ist es aus Sicht eines Sponsors nicht ganz unverständlich, wenn er seine Werbebotschaft dort platziert, wo sie seinem Unternehmen eher positiven statt negativen Imagegewinn bringen kann.

(Das heißt nun nicht, dass ich das auch so gut finde. Etwas reichlich befremdlich finde ich diese Materialschlacht unter dem Banner "Jedermann" auch.)
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Beitragvon Helmut » 05.01.2015, 02:01

Auch auf die Gefahr hin, dass mir vielleicht einige Hobby-Crossrennen-Fahrende gleich an die Gurgel gehen möchten, weise ich gern darauf hin, wie man beim Weser-Ems Cup versucht die leistungsstarken "Hobby-Fahrer" in die Lizenzrennen zu ziehen: Bei den Hobbyrennen ist die Strecke teils entschärft. Wahre Helden fahren die ganze Strecke und müssen eine Lizenz dafür lösen. Zudem wurden alle Hobbyrennen in dichter Folge gestartet, so dass alle Hobbyisten gleichzeitig auf der Strecke waren (bis zu über 70). Siehe

http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=8945

Beim WEC genügt es eine Lizenz für ein Jahr zu lösen, weil der WEC immer am 31.12. endet. Für den Stevens Cross Cup muss man dies gleich für zwei Jahre tun, weil der erst Ende Januar endet. Da kann aber der Stevens Cup nix dafür, dass der BDR Saison- und Jahresende durcheinander bekommen hat.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 05.01.2015, 08:38

Helmut hat geschrieben:Auch auf die Gefahr hin, dass mir vielleicht einige Hobby-Crossrennen-Fahrende gleich an die Gurgel gehen möchten, ...
Aber nicht doch, das wäre doch gar kein HFS-Stil. Etwas subtiler darf es schon sein: Ein paar Stockhiebe auf die nackten Fußsohlen reichen doch auch. Oder dem Admin die Zigaretten verstecken. Oder so. ;)
Helmut hat geschrieben:...wie man beim Weser-Ems Cup versucht die leistungsstarken "Hobby-Fahrer" in die Lizenzrennen zu ziehen: Bei den Hobbyrennen ist die Strecke teils entschärft. Wahre Helden fahren die ganze Strecke und müssen eine Lizenz dafür lösen.
Damit wird zwar ein gewisser Abstand hergestellt, aber nicht gerade im Sinne von "Aufwertung der Lizenz", eher in "Abwertung der Hobbyklasse". Das kann natürlich auch einen positiven Effekt haben, z. B. in dem Sinne, dass sich Neulinge eher mal trauen bei einem Hobby-Rennen an den Start zu gehen.

Imho fehlt aber immer noch eine echte Aufwertung der Lizenz. Irgendetwas, bei dem jeder sagt "Ey geil, so´ne Lizenz ist echt das Ding! Cool und sexy, noch toller als jedes Smartphone, das muss ich einfach haben!" Naja, in der Art jedenfalls. So eine zündende Idee was fehlt irgendwie noch.

In dem Zusammenhang noch mal eine Verständnisfrage, da ich nicht alles im Kleingedruckten des BDR kenne:

Wenn man erst spät im Jahr (~Ende September) passend zur Cross-Saison eine Lizenz lösen würde und diese dann zum Jahresende auslaufen ließe und nicht verlängern würde: Wäre man dann im neuen Jahr wieder Hobby-Fahrer "mit weißer Weste" oder gäbe es noch irgendwelche Nachwirkungen/Beschränkungen i. S. von Startverbot bei bestimmten Rennen, Vereinswechselbeschränkungen oder ähnliches?
Jacfm
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Beitragvon Jacfm » 05.01.2015, 14:19

Helmut hat geschrieben:Beim WEC genügt es eine Lizenz für ein Jahr zu lösen, weil der WEC immer am 31.12. endet. Für den Stevens Cross Cup muss man dies gleich für zwei Jahre tun, weil der erst Ende Januar endet. Da kann aber der Stevens Cup nix dafür, dass der BDR Saison- und Jahresende durcheinander bekommen hat.
Da kann auch der BDR nicht so richtig was für, sondern eher die UCI, denn die Crosssaison geht nun mal bis in den Februar hinein, endet international mit der WM immer so am ersten Februar-WE. In Belgien gibt es sogar noch Mitte Ende Februar Cross Rennen:

http://superprestigecyclocross.be/

Die Termine der nationalen Titelkämpfe werden soweit ich weiß auch von der UCI vorgeschrieben, damit sie nicht mit dem internationalen Kalender kollidieren und finden Somit immer im Januar vor der WM statt.

Die regionalen Veranstalter müssen nun halt immer irgendwo im Gewusel der nationalen Kalender ihren Platz finden (zusätzlich zu den Terminen in ihrer Region).
Don Vito Campagnolo hat geschrieben:Wenn man erst spät im Jahr (~Ende September) passend zur Cross-Saison eine Lizenz lösen würde und diese dann zum Jahresende auslaufen ließe und nicht verlängern würde: Wäre man dann im neuen Jahr wieder Hobby-Fahrer "mit weißer Weste" oder gäbe es noch irgendwelche Nachwirkungen/Beschränkungen i.S. von Startverbot bei bestimmten Rennen, Vereinswechselbeschränkungen oder ähnliches?
Ja das kannst du, hat letztes Jahr ein Fahrer von Focus sowie ein Pirat gemacht, die dann in Buchholz gestartet sind und dies Jahr macht das einer von Uni HH (soweit ich das den Meldelisten entnehmen kann).
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Beitragvon Helmut » 05.01.2015, 23:05

Jacfm hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:Beim WEC genügt es eine Lizenz für ein Jahr zu lösen, weil der WEC immer am 31.12. endet. Für den Stevens Cross Cup muss man dies gleich für zwei Jahre tun, weil der erst Ende Januar endet. Da kann aber der Stevens Cup nix dafür, dass der BDR Saison- und Jahresende durcheinander bekommen hat.
Da kann auch der BDR nicht so richtig was für, sondern eher die UCI, denn die Crosssaison geht nun mal bis in den Februar hinein, endet international mit der WM immer so am ersten Februar-WE.
Dass die Crosssaison von der UCI vorgegeben bis in den Februar reicht, ist doch O.K. Welchen Sinn aber soll es bitte machen, dass die Lizenzen mittendrin auslaufen? Und wenn auch das von der UCI vorgegeben wäre, sollte der BDR sich dafür einsetzen, dass dies geändert wird.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon radfreunde » 06.01.2015, 00:39

Helmut hat geschrieben:Dass die Crosssaison von der UCI vorgegeben bis in den Februar reicht, ist doch O.K. Welchen Sinn aber soll es bitte machen, dass die Lizenzen mittendrin auslaufen? Und wenn auch das von der UCI vorgegeben wäre, sollte der BDR sich dafür einsetzen, dass dies geändert wird.
Welchen Sinn macht es, ein Jahr eine Lizenz, ein Jahr keine Lizenz usw.?

Mal was anderes, gerade in der Ausschreibung zur UCI Jedermann-Weltmeisterschaft "UCI World Cycling Tour" (UWCT), Copenhagen Gran Fondo 2015 gefunden:
Copenhagen Gran Fondo Road Race 2015 hat geschrieben:Everyone is allowed to participate in the race - whether you hold a license or not, or whether you are a member of a club or not – you may join the race. The price is DKK 600, -, which you pay during registration.

Afterwards, on the race day you must buy a license. And then you’ll have three different options to choose from:
- UCI license
- DCU “cycling for all” - license (only Danish riders)
- One-Day license

The first two licenses is issued by the National Federation, and requires a membership in a national registrated cycling club. The third option – one-day license - can be purchased on the day of the race, and this license does not require any membership of a cycling club. Price: DKK 50,-.

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