7. Garmin Velothon Berlin (Berichte, Bilder + Videos)

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Helmut
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7. Garmin Velothon Berlin (Berichte, Bilder + Videos)

Beitragvon Helmut » 19.05.2014, 02:19

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 202-15.JPG">

<b>Garmin Velothon Berlin
Der härteste Gegner war der kalte Regen</b>


„Es sind die Gegner, die ein Radrennen schwer machen“, lautet ein alter Lehrsatz. Am Sonntag beim Garmin Velothon Berlin war es auch das Wetter. Dauerregen bei Temperaturen von nur 10-12 Grad ließ tausende gar nicht erst antreten, hunderte fielen unterwegs aus, andere kamen unterkühlt im Ziel an, ich nach über 4 ½ Stunden mit tauben Fingern und verkrampften Muskeln.

Mehr Text zu ausgewählten Bilder schreibe ich am Montagabend. Hier kommen zunächst meine regenbedingt nur

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... index.html">>>> 55 Bilder vom Garmin Velothon Berlin <<<</a>.
Zuletzt geändert von Helmut am 23.05.2014, 07:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Joachimhh
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Garmin Velothon

Beitragvon Joachimhh » 19.05.2014, 09:46

Obwohl das Wetter eine Katastrophe war, hat es trotzdem Spaß gemacht. Durch das Spritzwasser konnte man auch ohne Trinkflaschen fahren, man brauchte nur den Mund aufmachen. :) Auffällig war, dass sehr vorsichtig gefahren wurde.

Morgens habe ich eine Stunde überlegt, ob ich starte. Dann bin ich erst einmal hingefahren und habe gedacht: Du kannst ja immer noch umdrehen, wenn das Wetter nicht besser wird. Nach dem Start war das Wetter egal. Berlin ist eine Reise wert.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 202-09.JPG">
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Don Vito Campagnolo
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"Schlag ins Wasser" oder "außer Spesen nix ge

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 19.05.2014, 14:22

Tut mir Leid, dass ich nix für das HFS-Team reißen konnte, aber der Sonntag fiel bei mir schon sehr sehr früh ins Wasser.

Samstag schnell nach Berlin rüber gefahren, die Transitstrecke war gnädig und zäh floss der Verkehr dann erst im Berliner Zentrum wegen zahlreicher gelb-schwarzer Gestalten. Am Brandenburger Tor noch ein bisschen das "Klapp mi am Mors-Team" angefeuert, Unterlagen abgeholt, ein bisschen was Essbares aufgesammelt und ab zum Hotel. Statt Sandmännchen gab es dann DFB-Finale zum "Einschläfern". So weit, so gut.

Am Morgen dann statt flottem "Aus-dem-Bett-Federn", eher ein mühsames seitliches Herausrollen und Hochhieven: Die weiche Matratze und das weiche, fortfließende Kissen hatten Hals, Nacken und Schultern gekillt. Kopf nach links/rechts drehen ging fast nicht, Kopf heben gar nicht, einzig das Kinn ein wenig in Richtung Brust bewegen ging einigermaßen. Also erstmal eine halbe Stunde lang heißes Wasser wegduschen, aber das half auch nicht wirklich.

Trotzdem rein in den Dress, Flaschen füllen und frühstücken und dann ab: Dummerweise war das einzige im Blickfeld Lenker, Fahrradtacho und ein bisschen Vorderrad, was in Fahrtrichtung lag, das blieb außerhalb meines Blickfeldes. Damit dann in einen 1000er Startblock stellen und 120 km fahren? Eher nicht, in dem Zustand hätte ich wohl nicht mal heil zum Start fahren können.

Damit war der Rennsonntag also schon kurz vor 9 Uhr am Hotel beendet. Zuerst also das Rad und dann das Wrack ins Auto verfrachtet und dann um den abgesperrten Bereich herum ins Regierungsviertel, schließlich musste ich ja den Transponder noch loswerden - auch gar nicht mal so witzig bei laufendem Scheibenwischer und mit steifem Hals Auto zu fahren. Beim Abreißen des Transponders vom Lenker hätte ich heulen können, aber was anderes blieb ja nicht übrig - weg damit.

Dann raus aus der Stadt, rauf auf die Bahn, irgendwo an der Grenze zu McPomm konnte der Scheibenwischer dann zum ersten Mal Pause machen. Zuhause war dann nach dem komischen Sitzen auf der Autofahrt auch noch der Rest des Rückens lädiert, so dass meine physio- und psychotherapeutische Abteilung (die beste Ehefrau der Welt) alle Hände voll zu tun hatte.

Sowas nennt man wohl insgesamt einen Schei$tag.

P.S. Die neue Woche begann ähnlich schlecht wie die alte endete: Heute Früh habe ich noch mit mir gerungen, ob ich zur Arbeit fahre oder noch einen Tag dranhänge, habe mich dann für´s Büro entschieden. Noch während ich auf der laaaaangen Rechtskurve der BAB-Auffahrt war (also knapp 30 Sekunden zu spät, um einen Umweg zu wählen) tönte es aus dem Radio: "Vollsperrung A1 wg. brennendem Holzlaster" - so war ich dann also statt nach 35 Min. schon nach 4:20 Std. "auf Schicht". :mad:
Das nennt man dann wohl "keinen guten Lauf".
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Janibal
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(Wasser)Schlacht

Beitragvon Janibal » 19.05.2014, 17:37

Schon der Anmarsch zur Hauptstadt endet blitzartig. Die Kämpfer aus Mittelhessen sind hoch motiviert. Liegt doch eine sonnige und eisheilige Woche voller Entbehrungen in diversen Lagern hinter uns. Tim versucht sich auf seinen Abschluss an der Uni zu konzentrieren, Dani arbeitet frei am Telefon. Ich verordne mir ein kleines Trainingslager rund um den Eisenberg bei Kircheim.

Tim und Dani haben in Frankfurt am Mein (Geld) erste Rennluft gerochen und wollen jetzt bei dem Velothon in Berlin ihre Leistungen bestätigen. Mir obliegt wieder die Ehre, etwas zu guiden. Doch das alles wird durch einen Unfall im Konvoi vor uns unterbrochen. Der Gegenverkehr hat die bauliche Trennung in der Baustelle durchbrochen und unseren Zug zum erliegen gebracht.

In Berlin wird sich am Abend um den DFB-Pokal geschlagen, einen großen goldenen Becher, der nach einjähriger Benutzung wieder zurückgegeben werden muss. Hier trifft Schwarz/Gelb auf Rot/Blau, wobei Blau sind beide Fangemeinden. Der Halt auf dem Weg in den Nordosten wird zum Leeren eines Döschens Bier genutzt. Tiefgründige Lieder wie: „Geh mal Bier holn, du wirst schon wieder ...“ dröhnen über den Beton, wo sonst überladene LKWs Maut zahlen. Nebenbei steht ein Fahrzeug vom Continentalteam Bike-Aid. Ein Fahrer nutzt die Zeit zum Trainieren für den Velothon. Die Polizei hat kein Verständnis und unterbindet es, dafür bekommen wir einen Einblick in das Leben zwischen Training und Radsporteinkommen.

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Kurz vor Jena wird die Autobahn neu geleitet. Es gibt wie immer riesen Proteste, den beiden Grillbuden droht der Tod. Die zu erhalten wäre schon wichtig, handelt es hier doch um Handarbeit, gepaart mit moderaten Preisen. Es könnte ein Ende der Thüringer Bratwurst einfach so verschwinden. Heutige Planfeststellungsverfahren berücksichtigen einfach nicht überlebenswichtige Gegebenheiten.

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Archiv Bild Ostern 2014

Irgendwann erreicht die arme Armee armwinkend Berlin. ESK Onkel hatte schon bei der amerikanischen Botschaft angerufen, ob die wüssten, wo wir sind. Leider waren alle Kanäle mit anderen Telefonaten belegt.

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Da the time was runnig by und ich zum Briefing für die Guides muss, enteilte ich Onkels Stadtrundfahrt und leider auch dem Klappstuhlrennen. Gerne hätte ich Rosa Lee und MM mit Black Pearl sowie Hardcorebrocken und Maggi auf ihren Runden ums Tor angefeuert. So laufe ich mit dem ESK-Leibchen vorbei an dem deutschen Stuhlkreistag, Muttis Haus, Schloss Deja vu, hin zur Siegessäule und weiter nach Westen, denn dort sollte irgendwo das Haus von Rundfunk Berlin-Brandenburg liegen, doch es ist nicht mehr da. In der Polizeiwache kann mir Auskunft gegeben werden: Die Straße runter. Am Ende bin ich 30 Min. zu spät und 10 km weit gelaufen. Auf der Karte waren es nur 5 cm. So kann ich noch von den Neuerungen der Strecke und im Zielbereich erfahren. Und dass die Wettervorhersage stimmen soll. Deshalb auch schon die Wolken am Himmel über Berlin.

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Noch mit bekannten Gesichtern ein paar Worte gewechselt und den ESK, der bei vielen bekannt ist aus Presse, Funk und Realität, ins rechte Licht gerückt. Der ESK beteiligt sich auch an Friedensmissionen, wie z. B. Guiden von Stadtrundfahrten. Zurück bin ich mit der U-Bahn bis zum Potsdammer Platz, wo erste Tropfen den Straßenstaub bändigen. Letzte Klappstühle verlassen den Rennzirkus und weichen den Jungesellen- und Gesellinnenabenden. Zurück beim Onkel mit Blick auf die Charité gibt es noch Speiß und Trank. Fußball ist der richtige Betthupferl und so träumen wir alsbald von einer warmen, lichten und schmerzfreien Stadtrundfahrt, während der Regen endlos in die Hinterhöfe fällt. 2beer, der gerade aus dem nassen Südosten eintrifft, schreibt, dass es ihm reicht, mit dem Regen.

Das Handy klingelt, die positive Dani meldet, es regnet nicht. Leider hat sie das graue Wasser vor der grauen Wolkenwand im Halbdunkel nicht gesehen. Bei mir gibt es keine Alternative, ich muss zum Start. Kurz Frühstück und die letzten trockenen Tritte in der Tiefgarage genossen. Schon nach dem Queren des Bürgersteiges sind die Füße nass, der Rest ist nicht so schnell durch. Block B 60 km und noch halbwegs warm stelle ich mich zu den zitternden nassen Gestalten, vorher noch vorne dem Guide gesagt, dass ich hinten fahre. Ich habe auch kurze Hose an, doch obenrum dreifach und lang. Neben mir stehen welche in Kurz/Kurz. Wegen dem Sponsor. Obwohl ich den Sponsor von Goschi nicht erkenne, erkenne ich ihn. In Rufweite Bettina, kurz glaube ich an den falschen Film, bin ich hier beim Stevens Cyclocross Cup? Kann nicht sein, da war das Wetter besser. Goschi will nicht starten, redet von: Die Luft ist raus, Rahmenbruch (meinte wohl Don Vito Campa) bei den Kollegen vom Hamfelder Hof. Es ist Start und ich lasse ihn zitternd im Regen stehen.

Es wird ganz vorsichtig gefahren, getestet, was die Reifen in der Kurve halten und wie das Wasser nur von oben kommt und nicht noch vom Vordermann/frau. Zwei Kurven weiter rufen mir Mad.Mat und Britta zu, ich halte kurz und umarme die Armen. Mad hat kein Geld für einen Rasierer und beide können sich auch keine großen Räder leisten, die kleinen Räder drohen jederzeit zusammen zu klappen. Ich fahre weiter, vorbei an nassen Streckenposten, durch tiefe Seen in Straßenmitte und immer weint der Himmel auf die Köpfe. Ich kann nur allen sagen, die Wasserschlacht gewinnen wir, auch ohne alle die im Bett, auf dem Sofa oder in der Kneipe sich ärgern. Wir werden siegen, irgendwann wird die Sonne wieder für uns scheinen und der Regen wird zurück in den Untergrund weichen.

Auf der Havelchaussee greifen uns noch seine Verbündeten an. Oberst Bergauf und Admiral Defekt. Hinter einer Kurve kann ich mit Ersatzmaterial wieder zwei Kämpfer auf den Weg schicken, eine Amazone hat ihre Kette zwischen Speichen und Ritzel gezogen. Ich bekomme sie nicht los, aber sie soll nicht in ihrem ersten Rennen Opfer werden und so wird die Kette gekürzt, wobei der eingeklemmte Kettenrest ihr Rad zum Pflichtfixi macht, was ich so auch nicht gleich geblickt habe. Ein Stück weiter steht sie wieder, Kette gerissen. Noch mal nieten und irgendwie löst sich dann auch noch der Kettenrest und sie kann auf dem kleinen Blatt die letzten 45 km in Angriff nehmen.

Immer wieder sitzen geschlagene Recken in Bushaltestellen oder entkräftete Frauen schieben gegen Oberst Bergauf. Heute zerstören wir uns nicht selbst, ganz vorsichtig gehen wir miteinander um, halten durch und werden zusammen einen großen Sieg erringen. Kaum einer von uns wird von den UN-Friedenstruppen mit den blauen Lichtern aus der Schlacht entfernt.

Die Versorgungseinheiten haben eine Station aufgebaut. Hier können wir uns stärken, soll doch noch Feldwebel Wind auf dem Flugfeld Tempelhof mit ins Geschehen eingreifen. Doch sind wir skeptisch, es wird uns auch Wasser angeboten. Das könnte eine Falle sein. So kleine Sticheleien hat das Wasser nicht nötig, es fährt größere Geschütze auf. War es bis jetzt nur Regen, kommt jetzt Platzregen mit einer Gischt dazu, die Sicht wird verkürzt und was zum Kragen reinläuft, kommt am Hosenbein wieder raus. Wer jetzt liegen bleibt, sollte einen Klappspaten dabei haben. Oder einen Reifenheber. Mit dem kann ich dienen und so ist bei einem mitten auf dem Flugfeld Tempelhof schnell wieder für Weiterfahrt gesorgt.

Das sieht auch eine junge Dame und bittet um Hilfe. Zum Glück habe ich noch einen Schlauch. Sie fährt schon Kilometer weit ohne Luft. Sie ist auch nur leicht bekleidet, zittert am ganzen Körper und ist nicht nur grau, sondern weiß. Das Blut fließt nur noch innen. Schnell, ganz schnell, ohne große Lehreinheiten, versorge ich sie wieder mit Druck auf dem Hinterrad. Mit dem nötigen Willen schafft sie auch wieder Druck aufs Pedal zu bringen und damit auch wieder Blut unter die Haut. Das sind die Frauen, die uns heute, morgen und in Generationen jede noch so harte Schlacht gewinnen lassen.

<a target="blank" href="https://lh6.googleusercontent.com/-AaqN ... .jpg"><IMG SRC="https://lh6.googleusercontent.com/-AaqN ... 102403.jpg" width="800"></a>

Dass auf dem Tempelhof nicht nur Krieg ist, zeigen Archivbilder aus dem Sommer 2013.

<a target="blank" href="https://lh3.googleusercontent.com/-AgDm ... .jpg"><IMG SRC="https://lh3.googleusercontent.com/-AgDm ... to2219.jpg" width="400"></a><a target="blank" href="https://lh5.googleusercontent.com/-ixy5 ... .jpg"><IMG SRC="https://lh5.googleusercontent.com/-ixy5 ... to2220.jpg" width="400"></a>

Aber es kann auch schlimmer kommen.

<a target="blank" href="https://lh6.googleusercontent.com/-FSML ... .jpg"><IMG SRC="https://lh6.googleusercontent.com/-FSML ... 010_10.jpg" width="400"></a><a target="blank" href="https://lh5.googleusercontent.com/-vGlO ... .jpg"><IMG SRC="https://lh5.googleusercontent.com/-vGlO ... 010_27.jpg" width="400"></a>

Jetzt bin ich am Ende - vom 60er Feld, der Regen will aber auch nicht nachlassen, könnte doch einfach aufhören. Verteile noch etwas Schokolade und mache ein paar Bilder. Hier die Mauer gegen Hochwasser 10 km vor dem Sieg?

<a target="blank" href="https://lh6.googleusercontent.com/-BZRd ... .jpg"><IMG SRC="https://lh6.googleusercontent.com/-BZRd ... 104218.jpg" width="800"></a>

Hier kommt der Platz des Alex… Vorhang auf,

<a target="blank" href="https://lh5.googleusercontent.com/-Q3pT ... .jpg"><IMG SRC="https://lh5.googleusercontent.com/-Q3pT ... 105439.jpg" width="800"></a>

dann noch Muttis Haus und ganz rechts die Arche DB.

<a target="blank" href="https://lh6.googleusercontent.com/-Asp3 ... .jpg"><IMG SRC="https://lh6.googleusercontent.com/-Asp3 ... 111415.jpg" width="800"></a>

Ab hier schleppe ich noch einen Einkurbligen ab. Bis wir das Licht der Siegessäule genießen.

[<a target="blank" href="https://lh6.googleusercontent.com/-1lQF ... .jpg"><IMG SRC="https://lh6.googleusercontent.com/-1lQF ... 112354.jpg" width="800"></a>

Mein Daddy ist schon lange durch, Sen5. Auch Tim und Dani sind schon duschen. Der Besenwagen passiert mich ungesehen und ich rolle ihm hinterher. Der Einkurblige hat es geschafft, im Laufschritt vor ihm da zu sein. Eine Medailie bekommt jeder, doch weiterhin hat der Regen die Macht und vertreibt uns.

[<a target="blank" href="https://lh5.googleusercontent.com/-ISlv ... .jpg"><IMG SRC="https://lh5.googleusercontent.com/-ISlv ... 114549.jpg" width="800"></a>

Erst als die Helden der längeren Strecke, fast unter der Führung vom ESK Onkel, eintreffen, gibt der Regen sich geschlagen und lässt nach. Auch unser Continentalteam muss im Regen los, und auch hier bleiben schon viele vorm Start liegen.

Haben wir gewonnen? Das Urteil der Götter:

<a target="blank" href="https://lh3.googleusercontent.com/-C1PZ ... .jpg"><IMG SRC="https://lh3.googleusercontent.com/-C1PZ ... 114944.jpg" width="800"></a>

Zurück in Mittelhessen ist Sonnenuntergang. Die nächste Schlacht wird und kann kommen…
St. Jan
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Beitragvon Deichfahrer » 19.05.2014, 18:28

Wer mich kennt, nehme ich möglichst jedes Radrennen mit und fahre auch bei jedem Wetter. Mit dem Regen habe ich absolut nicht auf dem Schirm gehabt.

Leider konnte ich zähneknirschend nicht teilnehmen, kein Witz, weil die Versicherung mir eine Selbstbeteilungssumme genannt hat, war ich doch sehr überrascht. Hier der Grund: Auf dem Weg nach Dänemark letzte Woche ist mir die Windscheibe durch Steinschlag zerbrochen. Wer die Werbung aus dem Fernseher kennt, es kostet nix, es bezahlt alles die Versicherung, das kann in den Irrweg führen.

In diesem Fall habe ich mich gewaltig getäuscht, eine deftige Selbstbeteiligung musste ich zahlen. Somit fehlte mir das Geld für die Fahrt nach Berlin. Da ich noch Termine Freitag und Samstag hatte, war die Anreise für Sonntag geplant. Eine Mitfahrgelegenheit wäre kurzfristig schlecht gewesen und somit fuhr ich als Alternative eine RTF.
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Papa Boje
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Sieg der Vernunft oder bin ich zu weich?

Beitragvon Papa Boje » 19.05.2014, 19:42

:oops: :oops: :oops:

Seit 2,5 h bin ich wieder in HH und immer noch frage ich mich: War es die richtige Entscheidung nicht zu starten? Versuche mir etwas von Verantwortung gegenüber Frau und Kind einzureden. Allein es überzeugt mich nicht! Tief im Inneren bleibt der Vorwurf - wenigstens zum Start hättest du es versuchen können! Ich kann mir nicht einmal eine Meinung zu den Finischern bilden. Diese schwankt zwischen: RESPEKT und ihr seid doch bekloppt!!!

Aber letzten Endes bin ich um die Erfahrung reicher: Es gibt noch so viele Herausforderungen.

Gruß
Papa Boje
jusqu'au bout
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Garmin Velothon

Beitragvon GeestTri » 19.05.2014, 20:52

Hallo,

dies soll also mein erster Bericht in diesem Forum werden. Berlin Velothon 2014 ist auch ein geeignetes Thema. Nach bestem Wetter am Sonnabend tagsüber fing es schon gegen 20 Uhr an zu regnen. Das änderte sich bis Sonntag morgen auch nicht wesentlich. Beim Frühstück im Hotel kam schon ein Teilnehmer der 60er Strecke und erklärte mir, dass es bei solchem Wetter ja keinen Spaß macht. Zwei weitere Teilnehmer im Frühstücksraum erklärten die Sache ebenfalls für erledigt. Ich dachte mir aber wer Vätternrund 2012 beendet hat, den kann Regen nicht mehr abhalten.

So machte ich mich gegen 8:30 auf zum Startgelände und erreichte nach Beutelabgabe gegen 9:00 Uhr den Startblock C. Es war recht übersichtlich und man hatte endlich einmal Platz im Startblock. Gegen 9:28 wurden wir auf die Strecke geschickt und zu dem Wasser von oben gesellte sich das Wasser der Vorder- und Seitenleute. Aber nach den ersten Kilometern war das eigentlich auch egal. Nasser als nass kann man nicht werden. Auf der Strecke selber wurde sehr diszipliniert und vorsichtig gefahren. In den Kreisverkehren wurde allerdings teilweise "sehr" vorsichtig gefahren. Alles in allem war ich nach 3:24 wieder im Ziel was ich bei den Wetterbedingungen in Ordnung fand.

Ich muss sagen, dass ich froh war, gestartet zu sein, weil "bei Sonnenschein kann jeder" und, alter Triathlet-Spruch: "Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt." Wenn der Termin passt, bin ich jedenfalls mit Sicherheit 2015 wieder in Berlin.
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F75 Pilot
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Beitragvon F75 Pilot » 19.05.2014, 22:12

Ich bin dieses Jahr zum ersten Mal in Berlin gestartet. Vorweg muß ich sagen, daß ich von der Organisation schwer angetan war. An allen gefährlichen Kurven standen Helfer/innen, die die Radsportkollegen zum langsam fahren aufforderten und Gefahrenpunkte, wie z. B. Verkehrsinseln, waren lange vorher ausgeschildert. Trotzdem blieben Stürze natürlich nicht aus. Zweimal sah ich, wie Kollegen in einer Kurve wegrutschten. Aber beide Male konnten sie wieder aufsteigen und weil auch die Nachfolgenden langsam fuhren, kam es zu keinem Auffahrunfall. An einer Stelle sah ich zwei Mitstreiter aus einem Strassengraben wieder hervorklettern.

Wegen einer Teambesprechung mußte ich schon um halb acht, im dicksten Regen, meine Unterkunft verlassen. Gut, daß ich mir vor ein paar Wochen eine Regenjacke gekauft hatte. Ohne die hätte ich sicherlich viel mehr gefroren. So ließ es sich aber aushalten. Mit einem Teammitglied älteren Semesters reihte ich mich dann in Startblock E auf der 120er Strecke ein. Beide bibberten wir dem Start entgegen. Als es dann los ging, war die Kälte wieder verflogen. Dank der Regenjacke machte auch das Wasser von vorne und von oben nichts aus. Nur ein Teilnehmer, der mit einem Fat-Bike, Reifen breit wie bei einem Trecker, unterwegs war, wirbelte so viel Gischt auf, daß ich mich beeilte an ihm vorbeizukommen.

Eher machte mir das Wasser von innen zu schaffen. Die Kälte drückte auf meine Blase. Bei etwas höheren Temperaturen schwitzt man die zugenommene Flüssigkeit wohl aus. In Berlin mußte ich das erste Mal während des Rennens anhalten, um zu pullern und das gleich zwei Mal. Die Gruppen zu denen ich mich gerade vorgearbeitet hatte, waren weg. So mußte ich mich wieder an den Windschatten von Leuten herankämpfen, die ungefähr das gleiche Tempo fahren. Irgendwann erspähte ich einen Markenkollegen von mir, dem es nichts ausmachte im Wind zu fahren und an dessen Fersen ich mich ranheftete. So ging es zurück nach Berlin. Irgendwann hörte es auf zu regnen. Unangenehm fand ich den holperigen Asphalt der Berliner Strassen.

Im Ziel kam ich dann mit einer Zeit von 3:21 an. Ohne die erzwungenen Pausen wäre es sicherlich eine 3:15 gewesen und angesichts von Kälte und Regen hatte ich auch versucht Kräfte zu sparen. Also da geht noch was in Berlin.

Die Velo Challenge in Hannover kann kommen. :wink:
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Harterbrocken
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Beitragvon Harterbrocken » 19.05.2014, 23:59

Wet, Wet, Wet, war bislang für mich eine mittelmäßig begabte Popband. Nun weiß ich, das es sich um einen ganz realen Zustand in Berlin handeln kann.

Ursprünglich hatte ich eine gemütliche 60er Runde mit dem Klapprad geplant. Aber der fiese Daueregen hielt mich ab. Statt volle Distanz rollerte ich nur eine Teilstrecke von der Unterkunft ins Ziel. Die Gesichtsausdrücke vorm Brandenburger Tor sprachen Bände: Wet, Wet, Wet. Glückwunsch an alle, die dem Regen getrotzt und den Velothon absolviert haben. Mein tiefer Respekt! Eine Regenachlacht der bemerkenswerten Art. Mit nur rund 8.000 Finishern dürfte die diesjährige Ausgabe die schwächste seit Bestehen des Velothons sein.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 20.05.2014, 01:49

Harterbrocken hat geschrieben:Mit nur rund 8.000 Finishern dürfte die diesjährige Ausgabe die schwächste seit Bestehen des Velothons sein.
Es waren gar nur 7.400 nach meiner Zählung anhand der Ergebnisliste. Das ist in Anbetracht des kalten Regens nicht das schwächste, sondern ein ganz besonders starkes Ergebnis. Zusammen mit den Cyclassics ist für mich der Velothon eines der beiden herausragenden Jedermannrennen in Deutschland. Weil Veranstalter upsolut nun zu Lagadère Unlimited gehört, der riesigen Agentur, die auch die Tour de France ausrichtet, wird sich das eher noch verstärken. Der Velothon dürfte 2015 wieder weit über 10.000 Renn- und Klappradfahrer anlocken, die dann bei hoffentlich besseren Wetter auch wieder alle auf die Strecke gehen werden.

Hatte ich noch am Vortag sehr viele bekannte Gesichter getroffen, so traf ich am Tag des Rennens nur Knud - und das auch nur Dank Handy-Kontakt. Die HFS-Teams hatte zahlreiche Ausfälle zu beklagen.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 202-08.JPG">

Die Klappradfahrer hatten am Samstag ihr skurriles World Klapp genanntes 4er-Mannschaftszeitfahren direkt neben dem Velothon durchgeführt, wechselten teils für den Velothon nicht extra das Rad. Einer fuhr auf der Kurzstrecke auf seinem Renn-Klappi in die Top 10 der Gesamtwertung!

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 202-03.JPG">

Es war eine gute Idee, auf besseres Wetter zu pokern und die Langstrecke zu fahren, statt in einem VIP-Zelt Unterschlupf zu suchen. So lernte ich, dass wie bei allen Städterennen auch in den Orten rund um Berlin die Radfahrer gefeiert werden, wenn auch die Zuschauer und deren Anzahl unter dem Regen litt. Eine Samba-Gruppe hatte wenigstens ein Zelt dabei, eine andere trommelte im Freien.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 202-17.JPG">

Unterwegs musste ich an Randonneur Angelboot denken. "Ist doch nur Wasser", hatte er mal geschrieben. "Ja, aber kaltes", dachte ich dazu und erinnerte mich an eine Doku, die zeigte, dass man es in Eiswasser länger ohne zu Unterkühlen aushält, wenn man die Ruhe bewahrt, also redete ich mir immer wieder gut zu.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 202-20.JPG">

Als einer der Letzten, die im Ziel ankamen, wurde ich noch anständig versorgt. Viele Leute rannten in bereitgestellten "Rettungsdecken" aus Plastik herum. Ich setzte mich schnell wieder auf's Rad, um zu meinem Auto zu gelangen statt Schüttelfrost zu bekommen.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .30.31.jpg">
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Beitragvon ottoerich » 20.05.2014, 18:28

<img src="http://666kb.com/i/coimk3r8ixcx0eeqh.jpg" width="800">


FC St. Pauli Triathlon hatte auch eine Abordnung von +/- 7 FahrerInnen gestellt und alle sind glücklich im Ziel gelandet. Drei davon hatten noch Zeit und Lust auf einen Erinnerunsgschnappschuss. Na ja.

Ich selbst nach bin nach 3:37 h über die Matte getrudelt, gesund und munter. Unterwegs kamen immer mal wieder Zweifel, danach aber alles in Butter.

So ein bisschen erinnerte das Rennen an Münster 2012 (oder war es '11?). Seinerzeit war der Wolkenbruch noch 'ne Ecke heftiger und lang anhaltender. Aber zumindest im Ziel schien die Sonne. 2013 in Berlin gab es nach dem Rennen eine Regenpause.

Hier zwei Filmschnipsel von unterwegs:

http://vimeo.com/95755174

http://vimeo.com/95867373
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Beitragvon olaf » 20.05.2014, 19:31

ottoerich hat geschrieben:So ein bisschen erinnerte das Rennen an Münster 2012 (oder war es '11?). Seinerzeit war der Wolkenbruch noch 'ne Ecke heftiger und lang anhaltender. Aber zumindest im Ziel schien die Sonne.
Das war 2012 , :P wo wir noch mit Verspätung gestartet sind, weil ein Bauer morgens noch der Meinung war, dass wir etwas Zusatzfutter in Form von Jauche auf der Straße brauchen. :mad:

.....ich kann mich noch an die anschliessende Duschorgie im Schwimmbad erinnern. ;)
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Beitragvon Helmut » 20.05.2014, 23:48

Härte gegen sich selbst gepaart mit Gelassenheit, bewiesen auch Karin vom HFS-Team

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 0Karin.JPG">

und Heico Sönnichsen von www.nordlicht.me

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 0Heico.jpg">

Zu früh gefreut hat sich der vermeintlich sichere Gewinner der 60er-Runde. Schöne Bilder, leider keine bewegten...

http://www.challenge-magazin.com/cms/in ... 6&Itemid=1
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Beitragvon Helmut » 21.05.2014, 23:04

Hier das offizielle Video, in dem viele Leute "Gute Miene zum nassen Spiel" machen. Zu sehen sind viele "Klappradsportler", die nach der World Klapp zum Velothon das Rad nicht wechseln wollten, u. a. mad.mat und BriMore bei 0:48.

https://www.youtube.com/watch?v=9pBbfzY ... SVzlCi2CZg

Und hier ein Bericht im Tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/velot ... 10366.html
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Wasserkühlung oder: „It’s like fun, only different“ *

Beitragvon Karin » 22.05.2014, 21:12

Ursprünglich war der Velothon in meiner Saisonplanung nicht vorgesehen. Dann aber erhielt ich eine Einladung zu Freunden nach Berlin. Meine Frage „Nur so oder fährt Gerd auch Velothon?“ Antwort: „Gerd fährt, und aus Basel kommt noch Urs dazu! Beide 120 km“. Also gut. Da kam die Verlosung des letzten Startplatzes aus Helmuts HFS-Kontingent gerade recht. (Danke, Helmut! Danke für die Ziehung, Armin!)

Mit Regen am Sonntag hatte ich beim Packen am Donnerstagabend ja schon gerechnet. Aber dazu auch noch so kühl ... Sonntag früh entschied ich mich trotzdem für die Kleidungsvariante „Wasserkühlung mit Chance auf anschließendes Trockenfahren“ (ab Mittag sollte der Regen enden) und gegen die gern überschätzte Regenjacke – d. h. kurz plus Armlinge, Beinlinge, Windweste – plus Steckschutzblech gegen den nassen Sand von unten. Als bekennende Warmduscherin fuhr ich aber nicht per Rad, sondern mit Öffi zum Start, das kuschelig-trockene Gefühl unter der dicken "zivilen" Regenjacke so lange wie möglich auskostend. Im Block F traf ich Gerd und Urs, Uli machte das Vorher-Foto.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... in-vor.JPG">

Gute Laune. Und dann „pffft“ – Panne bei Urs Vorderrad. Nach erfolglosen eigenen Versuchen der Behebung suchte er den Service auf. Gerd und Urs hatten verabredet, als 2er Team zu fahren, ich war auf Alleinfahrt eingestellt, so bin kurz darauf mit Block F gestartet, Gerd aber wartete auf Urs und entschied sich dann gegen den Spätstart. Urs ging mit einem anderen Verspäteten auf Aufholjagd und fuhr das Rennen zu Ende (und hat mich auf der B101 überholt). Abnahme von Transponder und Startnummer durch die Rennkommissärin war für ihn aber ebenfalls im Velothon-Erlebnis-Paket enthalten.

Bis etwa zum Ortsausgang Berlin konnte ich etwas Windschatten genießen, wobei ich immer respektvollen Abstand hielt – keine Nähe wie in der Trainingsgruppe. Danach bis auf wenige Ausnahmen Alleinfahrt und stetig sinkender Schnitt - es waren einfach zu wenig Fahrer auf der Strecke, nachdem sich alles auseinandergezogen hatte. Auch kaum Überholer aus dem nachfolgenden Startblock G – später erfuhr ich, dass G bereits am Start so gut wie leer war.

Die Wasserkühlung funktionierte gut, fast zu gut, ich musste mir nicht wie sonst oft das kostbare Trinkwasser auf den Nacken schütten. Keine Gefahr der Überhitzung! Nach P-Stop war Warmfahren angesagt. Unerwartete Gesellschaft: ein Ohrwurm („I feel good“, J. Brown, Bewegtbilder aus „Good Morning Vietnam“)! Nicht unbedingt passend zur Trittfrequenz, aber gute Laune fördernd. Hab das Tierchen immer noch …

Positiv unterwegs: Trotz des Schietwetters oft Anfeuerung vom Straßenrand. Die Motorradhelfer (einer hat mich geschätzte 20 x überholt, immer wenn ein Radfahrer am Straßenrand stand, fragte er, ob ok, um dann zu helfen); sowie die überwiegend sehr vorsichtige Fahrweise – ich habe diesmal nur einen Verunfallten am Straßenrand gesehen – bei meiner letzten Teilnahme 2011 bei bestem Wetter hatte ich den Eindruck, alle paar km liegt einer am Straßenrand. Verbesserte Beschilderung und Warnung (Streckenposten) vor Gefahrenstellen. Und ich konnte trotz meines Schneckentempos unterwegs andere überholen – gefühlt mehr als sonst.

Negativ: Die größere Gruppe, die mich auf der B101 überholte, sich vor mich setzte, sofort zum Bremsen zwang und so unruhig fuhr, dass ich mich wieder nach vorn absetzen musste. Das fehlende Zuschauerinteresse in der zweiten Hälfte des Rennens - nicht nur auf dem Land, sondern vor allem ab etwa Tempelhof bis Hauptbahnhof. Dafür waren dort auch Streckenposten nicht mehr interessiert - viele waren damit beschäftigt, auf ihre Smartphones zu starren oder sich mit ihren Kollegen zu unterhalten, statt die querenden Fußgänger und Radfahrer im Auge zu behalten. Einige Male wurde es für die vor mir Fahrenden eng.

Und warum mussten auf der Zielgeraden die wenigen verstreuten Mitfahrer die gesamte Breite blockieren und unabhängig von der Geschwindigkeit eher links fahren? Zum Abschluss nahm der vor mir Fahrende auch noch deutlich vor der Ziellinie die Beine hoch, so dass ich bremsend über selbige fuhr - nur eine Kleinigkeit, aber muss ja nicht…

Grund zur Freude: Ziel vor dem Besenwagen erreicht, unfall- und sogar pannenfrei angekommen! Aber: Ganz schlechte Zeit gefahren.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... n-nach.JPG">

Bestätigt: Regenjacken werden überschätzt. (Auch wenn‘s zum Trockenfahren nicht mehr gereicht hat – im Ziel waren nur die Knielinge wieder vollständig trocken). Uli ist der beste Pfleger. Ich komme auch mit kaltem Regenwetter klar, aber wir werden nicht wirklich Freunde.

Verbesserungswünsche: Auswahl zwischen Heißgetränk und Weizen im Ziel. Und im Zielbereich sollte es - analog zum bekannten Hochleistungshändetrockner - einen Ganzkörpertrockner zum Durchgehen geben (Idee beim Aufwärmen, heiße Schokolade und Suppe im Café).

Nächstes Jahr wieder? Durchaus möglich. Kann ja nicht jedes Jahr so nass sein.

*Zitat nach J. Krakauer.
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Beitragvon Helmut » 23.05.2014, 07:23

Hier das offizielle Video vom Rennen der Profis:

https://www.youtube.com/watch?v=PHVRxHN ... Zg&index=1
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Camillo » 23.05.2014, 07:45

Wo fangen wir an? Hmm...

Samstag war super Wetter, es hat Spaß gemacht und die Hoffnung, dass es doch nicht so kommt, wie der Wetterbericht es vorhersagte, war groß... Leider wurden wir schon beim Essen am Abend enttäuscht und ich glaube, es regnete ab da an komplett durch.

Sonntagfrüh ging der erste Weg zum Fenster und es schüttete... Was eine Katastrophe... nun gut, muss man durch. Als ich zum Warmfahren ging und ca. 5 Minuten später komplett nass war, war mir auch alles egal... ab in Block und warten, dass der Startschuss fiel, der fiel pünktlich um 09:20. Mit hoher Geschwindigkeit ging es los... Irgendwann musste ich meine Brille absetzen... a) sie beschlug, b) ich konnte nichts sehen, weil zu viel Regentropfen drauf waren... Na ja, ging auch ohne, nur sah ich nach dem Rennen aus, als wenn ich ein bis zwei Sportzigaretten geraucht hätte. :)

Das Rennen an sich fand ich ganz okay, es wurde ruhiger gefahren als die Jahre zuvor, so zumindest mein Empfinden. Unterwegs noch Erik Zabel getroffen, der nicht nur einmal für Pace im Feld gesorgt hat... Starker Typ!

Am Ende viel ein 6. Platz bei raus und ich bin ganz zufrieden, bei dem Wetter war für mich und meiner überlegten Taktik einfach nicht mehr drin.

:wink:
Im Winter gewinnt man, nicht im Sommer. (Bernard Hinault)
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 23.05.2014, 08:59

Hilfe!

Ich finde die Ergebnisse 2014 nicht.

Wer kann mir helfen?
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Beitragvon Helmut » 23.05.2014, 09:24

Auf der Titelseite des Volothon zeigt der Link auf die Starter-, nicht Ergebnisliste, aber man findet sie von dort. Hier die Ergebnisse:

http://velothon.r.mikatiming.de/2014/?pid=start
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Stauder Volker » 23.05.2014, 19:11

Gut gelaunt fuhr ich am Samstag Nachmittag nach Berlin mit der Hoffnung, das Wetter würde sich noch umschlagen. :) Zu früh gefreut! Durchgehend Regen von Beginn des Pokalendspiels bis zum Eintreffen im Ziel am Sonntag. Bei meinen diesjährigen Teilnahmen an Rennen hat mich immer der :regenschutz: begleitet. Es kam Sonntag Morgen noch schlimmer. :mad: Auf meinem Weg vom Tempelhof zum Start vernahm ich nach rd. 3 KM ein Pfeiffen im Vorderrad. Ein Metallstift hatte sich in den Mantel gebohrt. Also Schlauchwechsel bei bereits eingesetzten strömenten Regen. Hier war ich zum ersten Mal unentschlossen, ob der Startteilnahme. Die Panne hatte zur Folge, dass ich meine Startgruppe nicht mehr rechtzeitig erreichte. Also in die erste Sparte des Startblocks C. Der Regen hatte zwztl. aufgehört. Los ging es auch schon im flotten Tempo am Schloss vorbei und rein in den Grunewald. Ich konnte mich einer Gruppe in dreistelliger Teilnehmerzahl anschließen.
: Kreisel :
Es wurde sehr umsichtig gefahren und an Gefahrenstellen stark herabgebremst, aber danach wieder flott angezogen, um das Feld zu separieren. Mir war klar, dass ich dranbleiben musste, um bei diesen unangenehmen Bedingungen zügig in's Ziel zu kommen. Die Verhältnisse ließen auch die Möglichkeit schlechtschwimmen: zu. Nach rd. 50 KM auf gerader und übersichtlicher Strecke der erste Sturz von mehr als zehn Fahrern, lediglich Sachschäden. Ich befand mich rd. 100 M hinter dem Sturzfeld und konnte im Schritttempo links an den am Boden liegenden Fahrern vorbei. Dann ging es im geschlossenem Feld über die A 101 wieder zurück nach Berlin. Dann, ca. 5 KM nach dem Stadtschild ein erneuter Sturz von mehreren Fahrern vor mir und ich konnte rechtzeitig bremsen. Alles nochmal gut gegangen, dachte ich. Sanitäter und Polizei waren sofort vor Ort und kümmerten sich um die nur Leichtverletzten. Doch dann rauschte einer in mein Hinterrad und ich lag am Boden. :cry: Mir selbst ist nichts passiert, aber mein Schaltwerk und Schaltauge waren verbogen. Dies merkte ich bei der Weiterfahrt, denn ich konnte nicht mehr alle Gänge der Kassette schalten. Auch hatte ich meine Gruppe verloren. So quälte ich mich die letzten 30 KM in's Ziel und versuchte dabei an einem größeren Fahrerfeld dranzubleiben. Ein mühevolles Unterfangen.

Im Ziel angelangt war ich ob der guten Zeit, trotz des Sturzes und dass ich selbst nicht verletzt war :D. Ich habe mich dann selbst mit mehreren Weißbieren belohnt, die wollten die Getränke unbedingt loswerden und auf mich angestossen. Hintergrund war wahrscheinlich die geringe Zahl der Zielfahrer. Beim Halten der Becher zitterten mir die Hände vor Kälte und dann legte mir ein netter Betreuer einen "Marathonimantel in Gelb" um den Körper und mir wurde es wieder warm. So bin ich dann zu meinem Quartier im Stadtteil Tempelhof gefahren. Sah schick aus. :)
Ein großes :Danke: möchte ich an die vielen Sambagruppen und hartnäckigen Fans am Wegesrand richten und auch eine :Laola: an den Veranstalter, seinen Mitarbeitern, den Sanitätern und der Polizei, die das Rennen für alle Teilnehmer, trotz der widrigen Umstände, zu einem gelungen Erlebnis haben werden lassen. Mein Respekt auch an alle, die sich das Rennen angetan haben.
: Kreisel :
Ich hoffe nur für das Jahr 2015 auf ein besseres Wetter und dass ich viele Foris antreffe. Alles Andere kann so bleiben. :D
Im Vordergrund steht der Spaß und das Team
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Dani HO
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Beitragvon Dani HO » 23.05.2014, 21:07

Vorweg: Ohne Internet is doof. :sad: Also jetzt schnell und kurz die Gelegenheit nutzen und wenigsten ein paar Worte schreiben zum zweiten Radrennen in meiner persönlichen Rennradgeschichte und dem ersten Beitrag hier.

Das erste war (gemeinsam mit Tim aus Gießen) am 1. Mai die Velotour Eschborn-Frankfurt und war als Generalprobe gedacht für Berlin und (oh Gott, was hat mich da nur geritten) Hamburg. :o Generalprobe gelungen, sowohl für das Rennen, als auch für den ganzen organisatorischen Kram. Gedanken, die einem als Ersttäter durch den Kopf gehen, wie .....wo gibts die Startunterlagen?...Was mach ich mit dem Transponder?.....-wo ist das Bier? :cool:

Im Regen fahren konnte ich ja in Frankfurt schon ein bisschen üben, aber Berlin!!! Holla die Waldfee!! Aber zu dem Thema ist ja schon genug geschrieben worden :) und es ist ja auch schon bald Regen von gestern. Was bleibt, ist die Erinnerung an ein unvergessliches Rennen, ein tolles Wochenende mit Freunden und etwas Stolz im Herzen, denn angekommen bin ich. Glücklich und mit Strahlen in den Augen und der Sonne im Herzen. Hier noch ein dickes Danke an ESK Onkel, der uns seine Wohnung zur Verfügung stellte, an Tim, der das ganze ohne Murren mitmachte und an Janibal für den Rest. :P

Dani, südlichster Außenposten HFS
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Beitragvon Jacfm » 23.05.2014, 23:00

Die Klappradfahrer hatten am Samstag ihr skurriles World Klapp genanntes 4er-Mannschaftszeitfahren direkt neben dem Velothon durchgeführt, wechselten teils für den Velothon nicht extra das Rad. Einer fuhr auf der Kurzstrecke auf seinem Renn-Klappi in die Top 10 der Gesamtwertung!
Hut ab vor der Leistung der Klappifahrer, aber die Daten stimmen leider nicht ganz, denn wenn man Gesamtwertung liest, denkt man halt alle Fahrer auf der 60 km Runde, der Fahrer wurde aber 8. in der Gesamtwertung der Promis und VIPs.
Knud
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Beitragvon Knud » 26.05.2014, 14:08

Langsam sortieren sich meine Eindrücke von meinem ersten Velothon.

Als mich der Wecker aus den Federn treibt, schifft es heftig. Trotzdem erst mal frühstücken. Vielleicht wird es ja besser. Ich entscheide mich für kurz, das soll angeblich besser trocknen. Als ich eine Stunde später losfahre bilde ich mir ein, dass der Regen nachgelassen hat.

Auf der Anfahrt muss ich nur einmal kurz warten, als ich die Strecke kreuze, das Feld der 60er zieht sich schon deutlich. Ich habe viel zu viel Zeit, so dass ich den Startblock von außen ab radle und auch noch 10 Minuten unter einem Vordach warte. Ich friere. Von den anderen HFSlern sehe ich nur Helmut, der zu der Zeit auch noch deutlich sichtbar mit sich hadert. Auch den habe ich danach nicht mehr gesehen.

Endlich geht es los. Die Abstände sind gleich so groß, dass ich mich wohlfühle. Dafür ist es schwer ein Hinterrad zu finden. Ein paar Kilometer kann ich mit den Kollegen aus dem Startblock mithalten. Als der Regen aufhört, wird dieses durch „Beregnung von vorn“ überkompensiert. Die Schuhe sind schon auf dem ersten Kilometer geflutet worden. Irgendwo auf der Website hatte ich gelesen, dass die lange Strecke geeignet sei „um Ihren Durchhaltewillen zu beweisen“. Langsam verstehe ich das.

Leider müssen einzelne parkende Autos aufwendig abgesichert werden (Absperrband, Polizeiauto und ein Posten). Viele Helfer spornen uns an und jubeln uns zu. Klasse! Irgendwo hier sehe ich das erste und einzige mal eine Guide. Er wird gleichmäßig links und rechts überholt. Im Grunewald kann ich mich gut am hinteren Ende einer großen Gruppe einordnen. Hier sehe ich auch einmal jemanden wegrutschen, alles andere verläuft ohne Sturz. Richtung Stahnsdorf muss ich die Gruppe dann aber ziehen lassen. Aber es ist auch sehr schön, dass auf diesen ca. 2 km hunderte Zuschauer nur mich anfeuern. Ein Knirps fordert laut: „Schneller!“ Bald wieder in der Gruppe, bald alleine läuft es bis Ludwigsfelde recht gut.

Es wird vorsichtig gefahren, auch die große Gruppe bremst vor Kurven und Kreisen gut ab. Sehr gut, dass vor Kreisverkehren noch mal durch Zuruf vor Glätte gewarnt wird.

Schade dass man in Ludwigsfelde nur entweder durch das Zuschauerspalier oder zur Verpflegung fahren kann. Hier ist noch mal Volksfest und ein Sprecher macht Dampf. Einen Dank an die unbekannte Zuschauerin, die mein Rad festhält, während ich mich versorge. Danach versuche ich an die Gruppe vor mir heranzufahren. Das kostet sinnlos Energie. Die B 101 mag zum flottfahren einladen, leider sind das aber auch 11 km im Wind ohne Zuschauerunterstützung. Für mich eher anstrengend und langweilig.

Auf dem „Rückweg“ fahre ich viel zu viel allein. Manchmal merke auch erst spät, dass ich tatsächlich nur erster einer ordentlichen Gruppe bin. In Berlin hört dann endlich der Regen wieder auf, der mich durch Brandenburg begleitet hat. Leider sind auch hinter der B 101 Zuschauer Mangelware. Aber die Spitze ist lang durch, die Profis kommen erst in einer Stunde oder so. Nur ein paar Kinder haben noch Ausdauer.

Einmal wird es doch eng. Nach der Oberbaumbrücke biege ich links ab und sehe viele Leute auf der Straße. Mit einem lauten „Platz da“ (wo kommt die Luft dafür her??) wird die Straße wieder frei. Die letzten 20 bis 25 km werden immer schwerer, von mir aus hätte auf dem Flughafen das Ziel sein können. Auch hier kann ich den Anschluss nicht mehr halten. Ich kann nach der Eingangskurve nicht mehr beschleunigen. Vorteil: ich habe die breiten Straßen in Berlin quasi für mich allein. Einmal bin ich dafür aber auch unsicher, in welche Richtung ich weiter fahren soll.

Eine Schienenquerung scheint mir recht hart. Tatsächlich verliere ich vorne Luft. Anhalten und Pumpen? Schlauch wechseln? Das dauert mit meinen klammen Fingern sicher ewig. Ein Motorrad habe ich zu letzt bei km 30 gesehen. Von den Service-Stationen in der Karte habe ich unterwegs nichts wahrgenommen. Ich beschließe, das zu beobachten, und hoffe, mich ins Ziel zu retten. Gefühlt sind die Straßen hier schlechter abgesperrt. Aber ich habe eh kaum noch den Blick für die Sehenswürdigkeiten.

Auf der Zielgerade überhole ich noch einen, dem die Kette abspringt. Ob der die letzen 500 m geschoben hat? Ich frage mich ja auch, ob es „gilt“, wenn man den letzen Kilometer schiebt. Als ich die Zielgerade überfahre, werde ich wieder persönlich angesagt, hier allerdings mit falschem Team. :oops: Fahrer und Vorderrad sind platt. Fast ungläubig sehe ich, dass ich meine Traumzeit von unter vier Stunden erreicht habe.

Der Teilnehmerbereich ist schon deutlich in Auflösung begriffen. Aber das Erdinger kommt direkt zu mir. :cool: Die Verpflegung baut auch schon ab, es ist aber noch etwas da. Die Welle war halt schon da. Lange habe ich mich nicht mehr umgesehen. Aber die Massage nehme ich dankbar an. Allerdings gibt es dadurch kleine Hämatome. Ist das normal? Zuhause gemeldet. Sie waren fest davon ausgegangen, dass ich abbreche. Aber dazu hat es bei allem zu viel Spaß gemacht. Und an den anderen Stellen reichte der Ehrgeiz zum Durchhalten.

Ich nutze eine ausgestellt Stehpumpe und rolle zum Quartier, bevor die Luft wieder raus ist.

Fazit: Ich bin für die Langstrecke nicht schnell genug zum Mitschwimmen. Aber als Einzelzeitfahren möchte ich das auch nicht gestalten. Aber alleine dann Löcher zufahren, kostet zu viele Körner. Vielleicht klappt es mit dem Training nächstes Jahr besser. Ich hätte nie gedacht, dass eine Wasserflasche 70 km hält. Meine Reservebanane wurde nicht gebraucht und fährt wieder mit heim. Die Absicherung war sehr gut, die vier Videos mit den „Berlin Roadgirls“ waren mir zu oberflächlich.

Ich glaube, Anke wäre stolz auf mich.
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Beitragvon pivo » 26.05.2014, 18:09

Knud hat geschrieben:Fazit: Ich bin für die Langstrecke nicht schnell genug zum Mitschwimmen. Aber als Einzelzeitfahren möchte ich das auch nicht gestalten...
Ich glaube, Anke wäre stolz auf mich.
Sei auch mal stolz auf Dich. 120 km im stehenden Wasser mit einem 31er Schnitt. Sturzfrei angekommen - was willst Du eigentlich? Andere sind gar nicht erst an den Start gegangen!

Ich sach' ma': Chapeau!

Peter
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Beitragvon Janibal » 27.05.2014, 17:40

... es gab ja auch einen Starterbeutel. Falls sich jemand fragt, wozu der schwarze Überzug beigelegt wurde und was das sein könnte, hier eine sinnvolle Verwendung.

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Hält besser, wenn die Musikklammer mitläuft...
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Beitragvon Ötzy » 28.05.2014, 22:33

Im Rahmen der WorldKlapp ist ja das Jedermann-Rennen durchgeführt worden. Ich durfte auch. Und der Waschgang hat mir richtig Spaß gemacht (hinterher ist alles nicht so wild)
.... Der Bericht zur MSR folgt dann später an anderer Stelle.
Zuletzt geändert von Ötzy am 30.05.2014, 16:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Helmut » 29.05.2014, 00:25

Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Ötzy » 29.05.2014, 21:08

Ötzy hat geschrieben:Berlin (Freischwimmer 1.20).....
Helmut, vielleicht ist weniger ja manchmal mehr:
Berlin - Regen - trotzdem gestartet - war schön!

Warum aber wird aus einem kurzen Bericht in Versform jede Leerzeile und Satzzeichen entfernt und neue hinzugefügt?
Der Text macht jetzt keinen Sinn mehr und ist absolut unleserlich geworden.

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Beitragvon Helmut » 29.05.2014, 22:21

Ötzy hat geschrieben:Warum aber wird aus einem kurzen Bericht in Versform jede Leerzeile und Satzzeichen entfernt und neue hinzugefügt?
Der Text macht jetzt keinen Sinn mehr und ist absolut unleserlich geworden.
Mit Verlaub, weil er es vorher auch war, jedenfalls für mich. Anscheinend habe ich ihn verschlimmbessert. Sorry.

Ich muss den Text ja nicht verstehen. Klicke also bitte einfach auf "Edit" und forme ihn so um, wie er von Dir gemeint war. Ich verspreche es so stehen zu lassen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Knud
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Beitragvon Knud » 31.05.2014, 01:03

pivo hat geschrieben:
Knud hat geschrieben:Fazit: Ich bin für die Langstrecke nicht schnell genug zum Mitschwimmen. Aber als Einzelzeitfahren möchte ich das auch nicht gestalten...
Sei auch mal stolz auf Dich. 120 km im stehenden Wasser mit einem 31er Schnitt. Sturzfrei angekommen - was willst Du eigentlich? Andere sind gar nicht erst an den Start gegangen!

Ich sach' ma': Chapeau!
Danke, danke!
Das ist dann wohl anders rüber gekommen, als es gemeint war. Ich war am Ende mehr als zufrieden mit mir. Inneren Schweinehund überwunden, Spaß gehabt, oft den Blick auf das Schöne an der Strecke gerichtet und am Ende schneller gewesen, als ich es mir zugetraut hätte. :) Ob "Stolz" das trifft, weiß ich nicht. Aber glücklich war ich.

Es war mein erstes Rennen über so eine Distanz. Klar muß ich noch Lernen, meine Kräfte besser einzuteilen. Aber es scheint ein taktisches Dilema zu geben: Gehe ich am Anfang mit dem Tempo mit, fahre ich ggf. über meinen Niveau und "hinten" fehlen die Reserven. Gehe ich es ruhiger an, kostet das alleine Fahren nicht weniger Kräfte.

Ich verstehe ja immer noch nicht so richtig, warum die Durchschnittsgeschwindigkeiten mit der Streckenlänge eher steigen. Schließlich sinkt meine eigene.... :oops:

Knud

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