4. Mallißer Radrennen (Bericht, Bilder + Video)

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Janibal
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4. Mallißer Radrennen (Bericht, Bilder + Video)

Beitragvon Janibal » 04.06.2012, 14:03

Die 4. Austragung des großen Preises von Malliß ist meine 3. Teilnahme an dem Traditionsrennen. Immer wieder die selben Lieder würden die Toten Hosen singen, so wie heute (So) am Ring. Der Ring in Malliß besteht aus 10 km Teer und ein paar Wellen, davon ein ernst zu nehmender Anstieg. Das alles 4x und es sind aber nicht die selben Lieder, da jedes Rennen sich anders entwickelt. Und auch Tage wie diese wird es für mich nicht so oft geben.

Anreise mit dem Zug. Von Bargteheide

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Bargteheide Central Station, Rushour, Sonntag 8:15

mit der Regionalbahn nach Bad Oldesloe,

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Bad Oldesloe Main Connecting Station, Sonntag 8:25

dort weiter mit dem Regionalexpress nach Lübeck.

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Lübeck Goal to See Station, Sonntag 9:04

Hier umsteigen in eine Dieselregionalbahn nach Bad Kleinen (echt, das gibt es)

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Bad Kleinen Botanic Station, Sonntag 9:55

und von dort wieder weiter mit einer Regionalbahn nach Ludwigslust. Erst dann nur noch Rad, vorbei an Kornblumenfeldern

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Kornblume, Blauer Schnaps in Rabatte

unter dem Gesang von Autohupen. Nach viel Leere ohne Ampeln eine Straßensperre. Malliß. Nun ist es auch schon fast Mittag und da soll das Rennen über die 40 km gestartet werden. Ich beeile mich und bekomme die letzte Startnummer, ganz entspannt und Ingo kommt mich persönlich begrüßen.

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Ingo, links

Ingo ist der Organisator der Radveranstaltung und gerade Opa geworden. Er wäre gerne mitgefahren, in meiner Altersklasse, verzichtet aber, damit er die Zieleinfahrt, Bergpreis und Start selbst managen kann. Er hat einen Zeitungsartikel über mich aus den Lübecker Nachrichten in der Hand….
Warmgefahren bin ich, also nur kurz/kurz. Der Himmel ist bedeckt und ein kühles Lüftchen weht, das wird stärker, als die Meute von ca. 35 Startern und zwei Starterinnen von der Leine gelassen wird. Kein gemütliches Anrollen, gleich Vollgas. Zum Glück habe ich heute Kette Rechts mit dabei.

Schon bald wird es ruhiger, in den Kurven aber immer noch etwas blanke Nerven. Alle bleiben oben und vor dem nennenswerten Anstieg dann Abtasten. Hier muss etwas zu meinen Defiziten gesagt werden. Die Anfahrt ist kurvig, hat mal unbefestigten Rand oder Kantsteine und auch eine Bahnschiene. Hier kann ich nicht voll reinhalten und so sehe ich mich immer am Ende des Feldes vor dem Anstieg.

Dank meiner Trainingsfahrten im Hessischen ist der eher einfach für mich. Endlich mal bin ich nicht am Kotzen, habe keine brennenden Muskeln und kann noch Hinweise zur Fahrtrichtung an andere geben. Ich bin nicht der Einzige mit solch Können, und so komme ich gut oben an, aber nicht sehr gut.

In der zweiten Runde der Bergpreis. Ich halte mich raus, muss aber rein ins Grün. Zu schmal die Straße. Immerhin kommt Zug ins Feld und so versuche ich mal eine Gruppe vorne abzutrennen. Alleine geht das nicht und so bleiben nur wenige ohne Anschluss. Die dritte Runde fällt dann leider unter "Immer wieder die gleichen Lieder".

Keiner und auch kein Team versucht wirklich wegzufahren. Alle legen es auf einen Bergsprint an und wollen sich 200 m weiter über die Linie retten. Wie jede Runde für mich das gleiche Lied, vor dem Berg ganz hinten, jetzt sogar ganz ganz hinten, Letzter. Und vorne wird gezogen. Irgendwie sind alle überfordert und so kann ich noch etwas Slalom fahren, oben zwei Hinterräder erwischen und anstelle zuzusehen, wer vorne gewinnt, Sprinte ich. Keine Drogen, keine Wut, einfach nur so. Nach ganz vorne reicht es nicht, nur unter die Top10 und zu Platz 3 AK Ü40-Ü60.

Ich ziehe mich wieder wärmer an und fahre noch mal zum „Berg“. Damit endlich mal was davon im Netz zu sehen ist und keiner mehr aus Angst auf einen Start verzichtet.

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Lebensretter auf halber Anstiegshöhe

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Bergwertung und ein Ende in Sicht

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Schriftliche Unterstützung der Helden kurz vorm Ziel

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Schaulustige

Ingo hat wirklich ein anspruchsvolles und faires Rennen organisiert, wieder mal. Ich bleibe noch bis zur Siegerehrung und freue mich endlich mal wieder auf den stairways to heaven stehen zu dürfen. Muss mich zwischen einer Radflasche und einem Sixpack entscheiden. Radflasche habe ich schon und Sixpack ist schwer (anzutrainieren), so frisst der Bauer was er kennt.

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Preisregen

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Fachpublikum

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Nachwuchs

Ist auch einfacher, denn das Umsteigen geht weiter. Schnell die 22 km nach Ludwigslust abgespult, unterwegs wieder die selben Lieder der Autohupen, doch dieses Mal als Gruß. Ich falle ganz knapp in den IC und verpacke dort mein Rad in Plastik, kein Radplätzchen für mich frei (Die Bahn ist zur Zeit mit der Radmitnahme maßlos überfordert). In Stendal

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Stendal Toilett Station, Sonntag 16:50

umsteigen nach Hannover, wieder IC. Unterwegs Autostadt Wolfsburg. Neben der Bahn liegt die Übungsstrecke für Neulinge der Unvernunft SUV. Hannover wieder IC, Studiexpress nach Marburg/Gießen.

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IC Bycicle cabin, overflow, Sonntag 19:15

Ich

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schreibe den Bericht über das Radrennen in Mallißin der Bahn und die Spurkränze singen immer wieder die selben Lieder.
St. Jan
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Beitragvon MiMei » 20.04.2013, 13:18

Moin,

hier mal ein kleines Video vom Rennen und dem Drumherum.

http://vimeo.com/59051489

am 02.06. es wieder soweit. :D
"Starte Dein Radtraining immer mit Rückenwind. Dann hast Du auf der Rückfahrt einen höheren Trainingseffekt."

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