9. Garmin Velothon Berlin, 18.-19.06. (Berichte+Bilder)

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UweK
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9. Garmin Velothon Berlin, 18.-19.06. (Berichte+Bilder)

Beitragvon UweK » 19.06.2016, 15:54

Zuletzt geändert von UweK am 20.06.2016, 21:13, insgesamt 6-mal geändert.
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Deichfahrer
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Beitragvon Deichfahrer » 19.06.2016, 19:27

Also erstmal möchte ich mal zu meinem Ergebnis schreiben. Bisher finde ich mein Ergebnis nicht, ist mein Transponder defekt gewesen. Neuerdings wurde ganz neuer Transponder mit Silberblatt ausgestellt anstelle die klobigen Transponder. Kenne es aus Dänemark und finde es große Klasse. Okay, lasse mich überraschen ob das Ergebnis noch auftaucht.

Samstag Anreise, Berlin hat reine Luxuspreise für Übernachtungen aufgerufen, dafür kann ich 1 Woche Harz machen, deswegen nur 1 Nacht in der Hauptstadt. Nach 3 Jahren Pause in Berlin, hat Berlin sich mal wieder geändert und doch war es wieder interessant die Stadtbesichtung. Anschließend ging es zum Tiergarten zur Messe und Startunterlagen abholen. Kleiner Rundgang über die Messe, paar Foris und Herwig von Champion System angetroffen, Abschließend ging es über den Kudamm.

Premiere feierte neue Hose und Trikot mit dem Logo HFS, nach einem Waschgang passte es besser und wie eine 2. Haut angegossen am Körper. In aller Ruhe ging es zum Startort, diesmal hatte ich vor eine entspannte Runde zu drehen, aber A Block sagt schon was. Der A Block hat die Bedeutung Tempobolzen und das Rennen beherrschen. Nach dem Pengknall ging es schon mit 40+ raus aus Berlin. Irgendwie ging es nicht anders als in der Gruppe mit zu schwimmen, somit war mein Vorhaben nicht drin. Bis zur Verpflegungsstelle blieben wir zusammen, wegen einem Sturz im Kreisel wurde die Gruppe zerkleinert. Mittlerweile fühlte ich mich wohler in einer ca. 20 Mann starken Gruppe, wegen dem Flughafen passte es auch für mich. Über die Schnellstraße ging es zügig nach Berlin mit dem kleinen Abstecher Flughafen. Wieder sah ich schlimmen Sturz, was schon passierte, mit ärztliche Versorgung.
Vor dem Ziel auf der Zielgerade wieder 2 schlimme Stürze, diese wilde Horde hatte ich ziehen lassen, weil mir alles nicht so sicher war wie es enden kann/wird. Mit viel Glück erreichte ich heil/gesund mein Ziel unter 3 Stunden.

Die Verpflegung im Ziel war Top und keine lästigen Transponderabgaben.

Die Strecke fand ich diesmal besser, bessere Gefahrensignale durch Streckenposten oder Schilder. An der Strecke war diesmal mehr Leben von Anwohnern bzw. Partytime.

Ob Polizei oder Streckenposten, ihr habt alle tollen Job gemacht. Danke an den Veranstalter und Helfer.

:Laola: :Danke:
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Beitragvon CGB » 20.06.2016, 07:00

moin zusammen,

ich war auch gestern mit dabei. hat mal wieder spaß gemacht. zum großen HFS-Teffen hat es leider nicht gereicht, da verwadnten besuche etc noch anstanden. Ein kleiner Abstecher war aber noch drin um noch viel erfolg und gutes ankommen zu wünschen. ich hoffe dies ist auch bei allen eingetreten.

Letztes Jahr lief es beir mir richtig gut. ICh hatte viel Zeit zum trainieren und konnte mich gut nach vorne durcharbeiten. Dieses Jahr leif leider etwas stressiger. Das Rad stand lange im Keller. Der Plan: Ankommen und ne ruhige Kugel schieben. Das Problem: Startblock B!

Aber keine Panik. der Plan steht. Langsam angehen lassen! Kann man auch von BLock B! Kann man? vielleicht aber als es dann los ging hiess es Kette rechts und bloß nicht abreißen lassen! Im großen und ganzen konnte ich aber dann eine etwas ruhigere Gruppe finden und kam mit 3:16 ins Ziel. Deutlich besser als erwartet!
Stürze selbst habe ich nicht erlebt. DOch Ein paar Verletze und KRankenwageneinsatze fielen auch mir auf. Wirklich schade. Das Wetter war eigentlich top und der Tag stand eigentlich in einem guten Stern.

Viele Grüße

Andy
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Beitragvon Besenwagenflüchtling » 20.06.2016, 14:05

Meinen Bericht möchte ich mit DANKE beginnen.

DANKE mad.mat, das Du mich des Öfteren angeschoben hast, Kanarienvogel ebenfalls fürs schieben und Motivieren wie zb. dass war der letzte Anstieg. (wohlbemerkt das hat er beim zweiten Hügel gesagt
:)
UweK für die vielen Tipps wie Schalten etc. und BriMore für dein Hinterrad auf den letzten Kilometern. Ihr habt mir alle wahnsinnig geholfen.

Ich bin bereits am Freitag angereist und habe mir noch am Abend die Startunterlagen abgeholt. Lief alles perfekt. Am Samstag auf der Messe haben wir beschlossen, dass wir zusammen fahren wollen, was auch geklappt hat. Aus E (mein Startblock) ging es dann um ca. 8 Uhr auf die 60 KM (66,3 km) Reise.
Flott kamen wir raus und die ersten 10 km ging es auch recht zügig, bei mir alles gut.
Dann kam der Feind in meinen Kopf....Hügel, scheiße….bei mir ging das Tempo rapide runter :mad: und ich brauchte (wie gehabt) meine Zeit um wieder Luft zu bekommen. Luft wieder da und auch der nächste Hügel, ich wusste gar nicht das Berlin hügelig ist. Nachdem sich meine Luft nach ca. 30 km eingespielt hat, begannen die ebenfalls bekannten Schmerzen am Moors und die Beine wurde lahmer, was will man nach nur 338 trainigskilometern auch erwarten. Lach

Unfälle haben wir zum Glück nicht gesehen nur drei Verunfallte am Straßenrand, erschreckend ist das bei einem der Krankenwagen 20 Minuten gebraucht hat bis er vor Ort war.

Mir hat es mit Euch riesigen Spaß gemacht und würde mich freuen wenn wir nächstes Jahr wieder zusammen starten würden und erneut ohne Panne, Gesund und mit viel Spaß zu finishen

Ich freue mich das alle die ich kenne Gesund im Ziel angekommen sind, allen verunfallten wünsche ich eine schnelle Genesung.

Es war ein sehr schönes Wochenende.

Gruß der Besenwagenflüchtling

:wink:

Meine Fotos folgen
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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ksmichel
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Beitragvon ksmichel » 20.06.2016, 14:51

Man stelle sich vor, in einer Menschenmenge von einigen Hundert zufällig ein HFS-Trikot zu sehen. Ich, frisch angemeldet, kenne die Leutchen ja noch nicht, habe aber mutig die Trikotträgerin angesprochen, die in einem kleinen Grüppchen stand. Großes Hallo, sofortiger Brain-Overflow durch viele Namen (sorry dafür). Zum Treffen konnte ich nicht, die Verwandten luden zum Kaffee.

Am Morgen. Sonntag morgen. In der Nacht hatten ein paar Kreuzberger beschlossen, auf der Straße zu feiern. Vorm Haus. Gefühlte 10 Minuten Schlaf. Puls 180! Um halb sechs Kratzen an der Tür. Die Katze. Ja, ich weiß, ich muss aufstehen, danke.

Rein ins Trikot, per Smartphone die Tageskarten (für mich und das Rad) gebucht. Schnellfrühstück und los. Morgens um 6 am Sonntag. Die U-Bahn ist voll vom Partyvolk. Am Ernst-Reuter-Platz steige ich aus, und es geht ein paar Pedalhübe durch die morgens noch entvölkerte und durch schwarz gewandete Patrouillen gesicherte Kaufmeile. Man will kaum glauben, dass es hier in vier Stunden nur so von Menschen wimmeln wird, so ruhig ist es jetzt. Fast andächtig.

Startbeutelabgabe, eine Helferin hat schon aus der Ferne erspäht, das ich bei ihr richtig bin und winkt mich ran. Wie kann sie um diese Zeit soo fröhlich sein? Ein Opfer noch an den Gott des fließenden farbigen Wassers in rosafarbenen Dixi-Schrein und langsam geht's zum Startblock C. Ab 7.05 Uhr ist Aufstellung für die 60er-Runde, ich bin weit vorn und komme mit Günther (Neuberliner) ins Gespräch, dann mit einigen anderen, so vertreiben wir uns die Zeit. Ein Schluck aus der Pulle. Eine Helferin bittet uns, etwas zusammen zu rücken, der Block füllt sich nun immer stärker. Die Spannung steigt, es knallt und an uns vorbei geschleift drängelt sich die Skoda-Truppe, wohl hundertköpfig vor. Wir rollen los, ein ruhiger Start und wünschen uns alles Gute beim Rennen.

Unter der Brücke gibt's einen kleinen Hubser, die Zeitmessung startet, und am Kreisel durchströmt mich das Glücksgefühl, das bekannte. Die Füße finden ihren Takt, aufpassen ist angesagt, weil einige schneller wollen als ich, ich wiederum andere hinter mir lassen will. Die Sonne scheint noch flach und beleuchtet die Straßen noch golden. Der Fahrtwind, selbst mit schlappen 30 lässt mich denken: "Gut, dass ich die Armlinge habe."

Erst geht's ostwärts, dann biegen wir nach Süden und endlich geht's über eine lange Gerade nach an Spandau vorbei in den Grunewald. Puls 136. Da gibt's ein paar kleine Hügelchen, welche hektische Schaltgeräusche und erste Flüche laut werden lassen. Die wohl Erfahreneren nuckeln an ihren Flaschen und werfen geheimnisvolle Turbo-Zaubernahrung ein. Der erste Hügel ist geschafft, die Abfahrt ist die Belohnung. Der zweite Huckel ist gemeiner, weil nach ihm noch ein kurzer Anstieg kommt. Alles nichts für Geübte, aber es bremst eben doch. Puls 166.

Wir passieren eine Unfallstelle, der Gestürzte scheint bei Bewusstsein, wird von einem Zugang versorgt, das Rad liegt achtlos an der Seite. Meine größte Sorge, und nicht unbegründet, fahren doch einige so, als ob sie glauben, die letzten zu sein. Hin und wieder weichen wir verloren gegangenen Flaschen, Riegeln und ganzen Riegeltaschen aus, einmal liegt sogar eine kleine Werkzeugtasche auf der Fahrbahn.

Ich beiße mich durch und es hilft dabei, dass sich meine Augen an wechselnden Fahrern und Fahrerinnen festbeißen oder an ihren Rädern. Die Gedanken geraten in den Flow. Puls 155. Die Landschaft saust vorbei - soweit man das bei 32 km/h sagen kann und ab und zu kann ich es kaum fassen, wieso es mir so viel bringt, das wildfremde Leute am Straßenrand stehen und dir zujubeln. In Steglitz zum Beispiel. Klasse, einfach klasse. Ihr ahnt nicht, wie so was die Füße flotter drehen lässt.

Kurzer Stopp bei der Verpflegungsstelle. Nicht um zu futtern, sondern um das Glympsen der Position für meine Freundin einzuschalten. Damit sie mich im Ziel schneller findet. Staunend sehe ich, wie schnell die Rennräder an mir vorbeirasen - und in diesem Pulk fahre ich auch mit? Mit diesem Tempo? Muss wohl so sein, denn als ich mich wieder einreihe, überhole ich einige Kandidaten wieder, die ich an ihren Trikots oder am Rad wiedererkenne.

Wieder in der richtigen Stadt. Man merkt's am Straßenbelag. Es rumpelt öfter unter mir, es schlägt im Handgelenk. Meine neuen Hirzl-Handschuhe machen sich gut, besser als alle Roeckl, die ich vorher hatte. Viel schneller als ich gedacht hatte, biegen wir aufs Tempelhofer Feld ein. Puls 160. Enge Durchfahrt, aber alle bleiben vernünftig und nichts passiert. Mit den Augen suche ich den Fotografen, der mir im letzten Jahr hier "aufgelauert" hatte. Waren schicke Bilder gewesen. Diesmal steht der Stroboskop-Blitz fast am Ausgang. Ich lege mich in Szene und ziehe meinen Bauch ein. Das Grinsen brauche ich nicht zu spielen. Es steht fast seit dem Start fest im Gesicht.

Ein bisschen geht's nun auf und ab, die Warnschilder vor engen Kurven und Schienen häufen sich. Insgesamt 200.000 Berliner stehen am Straßenrand, steht später in der Zeitung. Zigtausend von denen umlagern wohl auch die spektakuläreren Kurven mit Schienen und schreien uns an wie Wikinger, die gerade aus dem Langschiffen an Land strömen, um Beute zu machen.

An der East-West-Gallery steht noch ein Fotograf. Sein Stroboblitz saust vorbei. Und dann kommen noch mal die kleinen Hügelchen im Regierungsviertel. Vor irgend einer Botschaft steht eine verhüllte Mama, die uns zujubelt und ihr Kind die Rassel schwingen lässt. Ich winke, andere machen das auch.

Dann das erste Lufttor. Puls 155. Und ganz plötzlich biegen wir ein in den Kreisel vorm Ziel. Die Goldelse grüßt, während mir wieder mal Glücksgefühle durch die Adern schießen. Sind das etwa Schwerter, die auf Schilden klopfen? Nein, aber man hört schon die Zuschauer im Zieleinlauf, die arme, luftgefüllte Nudeln auf die Bande donnern. Das wirkt so wie Trommler auf den Galeeren, und ich lege, was ich kaum glauben konnte, einen Zahn zu. Ich erspähe meine Freundin am rechten Straßenrand. Sie macht Fotos, dich hoffentlich noch bekomme, wenn ich artig bin. 163 Puls, einen Fahrer lasse ich dank Zielturbo weit hinter mir, wir leisten uns ein spielerisches Sprintduell. Ein kleiner Sieg. Der große kommt als das Blitzlichtgewitter am Zielbogen sagt: Du hast es geschafft.

Die Ehrenschleife bringt uns zur Medaillenausgabe. Fürs Treppchen reicht es nicht, eher sieht es nach "billiger im Dutzend, aber irgendwie ja doch nett" aus. Der Rest geht schnell: Essen und Getränke fassen und ich wundere mich, wie gut es mir diesmal geht - im Vergleich zum vorigen Mal. Und ein bisschen stolz darf ich auch sein: Mit meinem Normalo-Bike war ich dieses Jahr ein bisschen schneller als mit dem eigens für mich angepassten Leih-Cervélo, das ich letztes Jahr fahren durfte. Pedalkraft rules.

Und das nächste Mal plane ich HFS fest ein. Hat mich sehr gefreut, ein paar von euch in Berlin zu treffen.
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Kanarienvogel
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Beitragvon Kanarienvogel » 20.06.2016, 15:57

Große Veranstaltung! Langes Wochenende!
Also auch großer/langer Text :HaHa:. Sorry, ich hoffe euch wird nicht langweilig.

Chaka…….das fünfte Mal fuhren wir zum Velothon nach Berlin. Ich glaube ich bin jedes Jahr geblitzt worden. Mal auf der Hin – mal auf der Rückfahrt. Und dieses Mal……..wie gesagt Chaka, KEIN „teures“ Erinnerungsfoto :cool: .

Aber von Anfang an……..

…… Marion und ich reisen ja immer schon am Freitagnachmittag an und genießen die Zeit in der Hauptstadt. Nachdem wir die letzten Jahre immer mit U- und S-Bahn oder zu Fuß die Strecken vom Hotel zu den einzelnen Eventorten bewältigt hatten, entschieden wir uns dieses Mal für „Call a Bike“. Den Fahrradverleih der Deutschen Bahn, in Hamburg heißt es glaube ich StadtRad. Überall in der gesamten Stadt sind Stationen installiert, wo man sich entweder über eine HandyApp oder am Automaten per EC Karte Räder ausleihen oder wieder abgeben kann. Eine tolle Sache, man sollte die Räder allerdings vor der Entnahme gründlich kontrollieren, sie sind nicht immer im bestem Zustand :mad:.Es kann schon mal passieren das man sich wie ein Rodeo Reiter vorkommt weil die hinteren Dämpfer nicht richtig funktionieren oder das Passanten im Tiergartenpark ängstlich zur Seite springen weil das Rad so dermaßen scheppert nur weil man über einen kleinen Huckel gefahren ist.

So ging es mit unseren „Spezialfullys“ nach dem Hoteleinchecken, welches sich am Anhalter Bahnhof befand und der Zimmerbesichtigung, zur Akkreditierung zwischen S-Bahnhof Tiergarten und Ernst Reuter Platz. Ich hatte mich ja, wegen meiner dreimonatigen Zwangspause, für eine Ummeldung auf die 60er Strecke entschieden. Da ich mich mit der Hilfe eines Bekannten schon im Vorwege darum gekümmert hatte, klappte alles reibungslos und ich bekam sogar noch eine Original 60er Startnummer mit Transponder. Normaler Weise glaube ich bekommt man nur einen Aufkleber auf die alte Startnummer. Alles wurde von den Helfern super freundlich erledigt und alle hatten immer ein nettes Wort für einen, obwohl hinter den Kulissen wirklich Stress herrschte. Viele Artikel der Velothon-Kollektion waren noch nicht oder zu spät geliefert; LKW Fahrer wollten nicht da anliefern wo sie sollten und einige Helfer waren schon seit sieben Uhr morgens dabei und wir kamen ca. 18:30 Uhr. Liebe Leute ihr habt meinen Respekt :Respekt: . Bei der Anmeldung sah ich dann auch schon den ersten Foristi in Persona „Stephan“ (Besenwagenflüchtling) mit seinen Hamburg Wasser Kollegen. Leider entkam er mir (natürlich nicht dem Fotoapparat :) ), da zwei Berliner Teilnehmer Marion und mich in ein nettes Gespräch verwickelten und dann war Stephan weg. Die zwei, ich glaube Brüder (Ronald und Stefan), erzählten uns eine lustige Geschichte. Zum vierten Mal sind sie jetzt angemeldet. Zumindest einer, ich glaube Ronald, hat bisher „dreimal“ gekniffen. Dieses Mal sind sie aber gefahren, Marion hat sie im Ziel getroffen (Beweisfotos liegen vor). Also ihr beiden, Grüße aus der Nordheide, ich hoffe ihr lest hier im Forum ein bisschen, wie von mir empfohlen. Abends trafen wir uns noch mit einem Fahrer des ehemaligen Team Mainplan und gingen zusammen in der Nähe des Potsdamer Platzes bei einem tollen Italiener essen.

Der zweite Tag begann mit ausschlafen und einem ausgedehnten Frühstück vom Büfett im Hotel. Danach ging es mit den, dieses Mal etwas besser ausgesuchten, Call a Bike Rädern auf eine schöne Stadtrundfahrt zu den angesagten“ Touriorten“ in der Nähe des Startortes :Radler: :Radler: .Bei bestem Wetter ging es zum Brandenburger Tor, Reichstagsgebäude, Kanzleramt, Haus der Künste und Schloß Bellevue, bis wir den Messebereich des Velothons erreichten. Hier waren schon so viele Forumsmitglieder am verabredeten Treffpunkt versammelt, ich möchte sie gar nicht alle aufzählen (so kann ich keinen vergessen :) ), es war Klasse und es kamen immer noch welche dazu. Es war wirklich wie ein Stammtischtreffen. Wie der Zufall so wollte war genau gegenüber der Messestand von Champion System mit unserem lieben Herwig. Nicht nur bei uns am Tisch sondern auch bei ihm gab es Fachgespräche weil bei einigen Foris noch Fragen zur Ausrüstung waren. Stephan übernahm sogar kurzfristig den Messestand. Er bzw. Herwig hielten uns aber über seinen Ertrag im Dunkeln :Totlach:. Beim Gang über die Messe konnte man erkennen das Knallbunte Farben bei den Rädern sehr angesagt sind. Auch die Vielzahl der Brompton Falträder und ihre Fahrer waren super anzusehen manche von den Farben sogar im Partnerlook mir ihrem Rad. An einem Stand konnte man sich vor einem Panoramabild des Mont Ventoux fotografieren lassen. Ich wollte es erst machen, mit drei gestreckten Fingern…… aber wer hätte es mir geglaubt :Unentschlossen: ? Michael und Stephan duellierten sich auf dem Ergometer und am Canyonstand war Erik Zabel zu Besuch (Na, ob das die richtige Werbung ist?). Neben uns am Tisch gesellte sich ein Fahrer der RG Uni Hamburg mit seiner Tochter, die mir Stolz ihre Medaille vom Kidsrennen zeigte. 4. Platz in ihrer Alterklasse Herzlichen Glückwunsch :Kopfüberklatschen: :Kopfüberklatschen: . Ihr Vater, wurde mir im Nachhinein erzählt, soll im Rennen am Sonntag gestürzt sein. Ich hoffe es war eine Fehlinformation und wenn nicht, wünsche ich gute Besserung und hoffe das nicht allzu schlimmes passiert ist. Kurz bevor Marion und ich uns verabschiedeten (um uns auf den Schleusenkrug vorzubereiten) kamen noch ein paar Hamfelder vorbei die als Guides eingesetzt wurden und auf dem Weg über die Messe trafen wir auch noch Hans47.

Das abendliche Treffen der Foris im Schleusenkrug war ein voller Erfolg, wenn er auch fast ins Wasser gefallen wäre :regenschutz: . Als wir ankamen fing es gerade kräftig an zu regnen und die überdachten Plätze im Außenbereich der Lokalität waren leider alle belegt oder reserviert. Gott sei Dank konnten wir noch einige Tische in der Gaststube ergattern, die wir zusammenstellten, so dass alle Platz fanden. Hier brillierte mad.mat wieder mit einer schönen Geschichte über die früheren Zeiten dieser Gaststätte, wie er uns immer (auch während des Rennens!!!!!) über die Szenelokale oder angesagten Radläden Berlins (oder anderen Anekdoten) auf dem Laufenden hielt. Dieses Mal habe ich ihn aber erwischt, die Geschichte des Schleusenkruges stand auf der Getränkekarte :bruellwitz: . Ich glaube ja……… er liest jedes Mal einen Reiseführer bevor er sich mit uns trifft. Als letzter traf Janibal im Schleusenkrug ein, er kam direkt von der Besprechung der Safer Cycling Guides.

So, jetzt aber zum Rennen.

Im Vorwege hatten Brimore, mad.mat und ich schon besprochen das wir die 60er Runde zusammenfahren wollten. Am Samstag kamen dann noch UweK und Besenwagenflüchtling dazu. So einigten wir uns alle zusammen aus Startblock E zu starten. Denn, vor geht’s nimmer, nach hinten immer und so reiten wir uns in den Startblock ein in dem der letzte von uns gemeldet war. OK, einige von uns wurden von den Ordnern erstaunt angeschaut als sie mit A oder B Startnummern in Block E erschienen aber es ist erlaubt. Nächstes Mal sollten wir uns vielleicht im Voraus besser absprechen und ein Team melden. Vor der Startaufstellung fuhr ich die einzelnen Blöcke ab und konnte noch mehrere bekannte Gesichter erblicken, so z.B. Sonja1 und Mike667. Dann kam der Start und ganz im Gegenteil zu dem was Deichfahrer geschrieben hat ging es bei uns sehr langsam los. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Bis zu Brandenburger Tor hatte man den Eindruck alle Fahrer überlegen noch “Fahre ich nun los oder nicht“. Kurz nach dem Potsdamer Platz wurde es dann aber schneller und wir konnten immer gut mitschwimmen. Die ersten Gruppen an die wir uns dranhängen wollten waren noch zu schnell aber dann fanden wir unser Tempo. Jetzt kam die erste Erhebung (ich schreibe extra nicht Berg) die ich wider Erwarten sehr gut überstand, die Gruppe musste sich danach erst einmal wieder sammeln was nicht nur hier, sondern im ganzen Verlauf des Rennens prima klappte. Wurde die Gruppe getrennt, nahmen die vorderen kurz Tempo raus bis wieder alle zusammen waren. Das sind Fahrten ganz nach meinem Geschmack. Zusammen losfahren, zusammen ankommen. :applaus:

Mit der Einfahrt in den Grunewald erhöht sich auch das Unfallrisiko. Was sich an diesen Tag leider bestätigte. Ein/e Fahrer/in verunfallte an einer Leitplanke, eine andere überanstrengte sich an der letzten Anhöhe und purzelte in die Seitenböschung. Ein dritter lag schon im Krankenwagen bei unserer Vorbeifahrt. Ich hoffe alle haben es einigermaßen glimpflich überstanden. Gute Besserung.

Kurz nach Verlassen des Grunewaldes hieß es „Achtung HFS‘ler vorraus, fertigmachen zum Gruß“. Es war Tomcat aus Harsefeld wenn ich mich nicht irre. Von ein paar Kuriosen oder auch lustigen Szenen gibt es natürlich auch zu berichten………. An Mountain – oder Treckingbikes hat man sich ja schon gewöhnt auf der Kurzstrecke …………….aber Fatbikes…….Mano man, Respekt liebe Teilnehmer :GrosseZustimmung: eure Waden möchte ich haben. Oder, habt ihr schon einmal bei einem RENNEN eine Gruppe gesehen die fröhlich Lieder anstimmt. Nein, ich ja…………………und ich glaube sie hatten HFS Trikots an :D.

Die engen (und dadurch auch gefürchteten) Zu – und Ausfahrten vom Flughafen passierten wir ohne Schwierigkeiten und auch auf dem Rollfeld selber war diesmal wenig los (Mmh, lag vielleicht auch am Startblock) und Gott sei Dank weeeeenig Wind. Dann waren es auch nur noch ein paar Kilometer und die Siegessäule kam in Sicht.
Und WIR haben es geschafft, ja auch wenn sich immer noch mal ein Fahrer dazwischen drängelte, WIR überfuhren in einer Reihe, neben einander die Ziellinie :dance: , wo Marion, Sonja und Michael schon auf uns warteten. Sie hatten bloß Schwierigkeiten uns hinterher im Zielbereich zu finden. Denn wir waren gar nicht da. Einige von uns (neeein , ich sach nicht wer :Aetsch: )hatten so großen Durst, das bei der ersten Bierbude eine Vollbremsung hingelegt und bestellt wurde. Nachdem wir unser wohlverdientes erstes Erdinger leer und ein abschließendes Gruppenfoto :Photo: gemacht hatten, fuhren wir dann die Auslaufrunde in den Zielbereich und erhielten unsere Medaillen. Ich ließ meine noch gravieren, andere fuhren gleich ins Hotel zum zweiten Frühstück. Marion und Stephan warteten im Verpflegungsbereich auf mich, unterhielten sich derweil mit Janibal, den wir im Grunewald schon einmal getroffen hatten. Er teilte uns noch mit, dass die eine Fahrerin, die sich dort überanstrengt hatte wohl glimpflich davon gekommen war. Am Finalen Treffen nach dem Duschen, beim Einlauf der 120er Fahrer, nahmen Marion und ich nicht mehr Teil, dafür war unser Hotel doch zu weit weg und wir machten uns von dort auf den Heimweg. :wink:

Ein tolles Wochenende, mit tollen Leuten und einem Rennen mal aus einer anderen Sicht.

Es hat mir/uns sehr gefallen.

Die Bilder hat Uwe ja gestern schon bereitgestellt. Ich hoffe es ist für jeden etwas dabei, viel Spaß beim anschauen.
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Beitragvon mad.mat » 20.06.2016, 20:31

Corstiaan der rasende Holländer von Fortuna Celle ist auch mitgefahren. Er erzielte ein phantastisches Ergebnis! Sein Bericht findet ihr hier:

http://radsport.esv-fortuna-celle.de/in ... am-19-6-16
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Beitragvon Tomcat » 20.06.2016, 20:57

Tolles Event, tolles Wochenende. Meine Frau und ich sind immer noch total geflasht :D

Einen bebilderten Bericht habe ich auf meinen Seiten veröffentlicht unter:

http://thomas-tremmel.de/berlin-velothon-2016

Hat mich sehr gefreut, dass ich die HFS-Gruppe noch auf der Strecke getroffen habe.

Bis dann.

Gruß

Thomas
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Beitragvon BriMore » 20.06.2016, 22:02

Auch der Bericht und ein paar Bilder von mad.mat und mir sind nun online. Zu finden ist es hier:
https://brimat2015.wordpress.com/2016/0 ... rlin-2016/

Folgendes möchte ich noch anmerken:
Danke an Besenwagenflüchtling für eine ganz neue Erfahrung. Jemanden Windschatten spenden zu können ist toll und auch ist es großartig, auch vorne mal die Worte "kürzer" zu hören strreicheln
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Beitragvon Fran Ky » 20.06.2016, 23:07

Kanarienvogel hat geschrieben:...Neben uns am Tisch gesellte sich ein Fahrer der RG Uni Hamburg mit seiner Tochter, die mir Stolz ihre Medaille vom Kidsrennen zeigte. 4. Platz in ihrer Alterklasse Herzlichen Glückwunsch :Kopfüberklatschen: :Kopfüberklatschen: . Ihr Vater, wurde mir im Nachhinein erzählt, soll im Rennen am Sonntag gestürzt sein. Ich hoffe es war eine Fehlinformation und wenn nicht, wünsche ich gute Besserung und hoffe das nicht allzu schlimmes passiert ist...
Lieber Kanarienvogel,

ich habe mich richtig gefreut, mal einen Schreiber der vielen guten Texte und Berichte von HFS direkt kennenzulernen :D

Vielen Dank an UweK für die Fotos!

Meine Sohn wird ja gern von vielen als Mädchen erkannt, ist aber noch immer ein Junge (er nimmt das total gelassen) :cool: und hat sich für sein erstes Rennen mächtig ins Zeug gelegt. Schlußendlich war er in der Altersklasse 2004/2005 Achter (was ich wirklich saugut finde, er wurde direkt nach dem Start an die Bande gedrückt und hat sich von hinten bis vorne durchs Feld gearbeitet. Auch von mir ganz großer Respekt!), 4. aus Jahrgang 2004 klingt für ihn halt noch besser. Ich hoffe, dass ihm die kleine Angeberei verziehen wird. :roll:

Ich hatte tatsächlich einen Sturz im Kronprinzessinnenweg, vor mir hatten sich zwei Lenker innig ineinander verhakt und gingen langsam - die Fahrer sich laut anschreiend - zu Boden. Ausweichen ging nicht mehr, gebremst habe ich so gut wie es ging und hab mich dann notgedrungen über die Beiden und meinen Lenker in den weichen Waldboden abgerollt.

Beiden ging es auf Nachfrage gut und an mir sah auch alles ganz okay aus. Also hab ich meine Kette wieder aufgeworfen und bin direkt wieder losgeradelt. Zum Glück kam kurz darauf ein Zug von "Skodafahrern" vorbei, in den hab ich mich reingehangen und hatte ein paar Kilometer später meine Gruppe wieder, mit der ich gut ins Ziel gekommen bin.

Ich hatte dieses Wochenende viel Spaß, mein Sohn auch :)

viele Grüße
Fran Ky
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Beitragvon UweK » 20.06.2016, 23:30

Fran Ky hat geschrieben:Vielen Dank an UweK für die Fotos!
Leite den Dank an Kanarienvogel & Besenwagenflüchtling weiter, ich hab die nur hochgeladen und verlinkt...

Ich finde die Bilder auch Klasse, das macht Kanarienvogel schon ganz wie der Admin!
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Ledersattel
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Beitragvon Ledersattel » 21.06.2016, 10:55

Moin Moin!
Nach 6 Jahren wieder einmal (Berliner)Velothon Luft geschnuppert!
Damit sich der Weg nach und in Berlin auch für Anne lohnte, war die Reise von Freitag bis Montag geplant.
Alles was da während der Anfahrt an Regen runterkam, kommt zumindest nicht mehr am Sonntag runter, so war der Gedanke und die Hoffnung auf trockenes Velothon Wetter nicht ganz unbegründet.
Den Abend verbrachten wir mit Sonja und Michael bei den 12 Aposteln (war aber kein himmlischer Segen zu erwarten, die Herkunft des Namens hat eine andere Bewandnis).
Am Sonnabend zogen Anne und ich dann ein wenig zu Fuß durch Berlin um dann über "Unter den Linden", Brandenburger Tor und "Straße des 17. Juni" zum H-F-S Treffpunkt zu gelangen.
Wieder die stürmische Begrüßung durch Mathias überleben und weitere liebevolle Umarmungen und Worte durch die anwesenden Foris.
nach kleiner Erdinger Erfrischung wurde die Messe erkundet und teils mit fachmännischer Beratung durch Michael erweitert.
Ich fand, daß die Messe weniger zu bieten hatte als erwartet und von "früher" erlebt. Aber es gab doch das eine und andere Schnäppchen.
Unterwegs wurde ich angesprochen mit "... schön, daß Helmut auch mitfährt". Kurze, nette Begrüßung durch Uwe Rohde, der gerade auf dem Weg zu seinem Auftritt zur Aktionsbühne war.
Den Abend verbrachten wir in einer typischen Berline Klause. Die Kneipe war sehr alt, konnte man an allen Teilen erkennen. Dafür war der italienische(!) Wirt aber so wie man sich einen richtigen (Berliner)Kneipenwirt vorstellt, urig, gut gelaunt und immer für einen Spruch bereit.
Der Vorteil der 120er Strecke ist, daß Mann und Frau länger schlafen dürfen; als wir zum Frühstück kamen, stiegen Sonja und Michael gerade aufs Rad und fuhren zum Start.
Als ich dann endlich auch langsam mal losrollte, traf ich noch Goschi und Volker.
Sonst war kein H-F-Ser zu sehen, ich war völlig allein im 500er Startblock.
Aber allein ist man dann ja doch nicht und es ergeben sich immer nette Gespräche, z.B. mit dem unbekannten Nachbarn aus dem gleichen Hotel.
Der Start verlief sehr ruhig und äußerst langsam. dadurch kamen wohl auch schnell die nachfolgenden Startblöcke angerauscht und verlangten lautstark schnelle Vorfahrt!
Unfälle gab es einige an der Strecke, zum Glück keinen in unmittelbarer Nähe.
Einige Abschnitte mußte ich alleine fahren, ich paßte nicht so richtig in eine Gruppe rein, bzw. als ich mich mal umsah, ob nicht von hinten mal wieder ein Zug kommt an den ich mich anhängen konnte, sah ich zig fröhliche Gesichter in meinem Windschatten.
Auf den letzten ca. 20km hatte ich einen Mitfahrer mit dem ich ein bißchen ins Gespräch kam. Wir fuhren, uns gegenseitig motivierend, bis ins Ziel zusammen. War nett, danke, gab nochmal ein bißchen Schwung.
Im Ziel habe ich dann gleich wieder Volker getroffen. Wir wollten eigentlich noch zusammen ein Erdinger nehmen, aber im Gedränge haben wir uns aus den Augen verloren. Anne hatte mich im Ziel empfangen und war froh und glücklich, mich wieder heil und gesund in den Arm nehmen zu können.
Tja, einige Zeit später dann zurück ins Hotel, unterwegs noch freundliche "Hallo H-F-S" Zurufe (von anderen Foris?) erhalten.
Wir hatten ja bis Montag gebucht, so war dann ruhiges Duschen und Entspannen möglich.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, sehr freundliche Helfer, gutes Wetter, nette Foris und schönes Besichtigungsprogramm davor und danach.

Nachtrag: Es gab leider doch einen tragischen Todesfall: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/v ... n-24256044
sonja1
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Beitragvon sonja1 » 21.06.2016, 13:09

Vieles wurde schon gesagt. Es war ein wirklich schönes Wochenende, das auch für uns von Freitag bis Sonntag ging. Wenn schon Berlin, dann auch richtig. Und so trafen wir Freitag Abend auf Ledersattel und seine Frau und verabredeten uns zum gemeinsamen Essen. Ein prima Einstand in das Wochenende!

Samstag stand für uns der Messerundgang auf dem Programm. Es war in der Tat etwas enttäuschend, was geboten wurde. So fehlten namhafte Hersteller wie Schwalbe, Conti u.a. Michael interessierte sich für eine neue Satteltasche. Der Stand, an dem wir gefragt haben, hatte aber nur die großen Gepäckträgertaschen dabei ... :mad: Ich würde mal sagen, Zielgruppe verfehlt. Wir haben auch mit Herwig gesprochen und letzte Fragen (z.B. warum die "Zippergarage" unten angebracht wurde) klären können.

Mittags war dann das Forumstreffen. Toll, wie viele im Laufe der Zeit gekommen sind.

<img src="http://helmuts-fahrrad-seiten.de/bilder ... rs_073.jpg" width="480">

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Wer wie wir ganz bis zum Ende blieb, traf auch noch auf Deichfahrer, der mit seiner Frau zu uns stieß. Nach dem Treffen haben wir im Hotel unsere Räder vorbereitet (Transponder montiert usw.), bevor es abends zum netten Ausklang mit den Foris ging.

<img src="http://helmuts-fahrrad-seiten.de/bilder ... rs_120.jpg" width="480">

Wir haben uns entschlossen, den Velothon nicht als "Berlin-RTF", sondern als echtes Rennen zu fahren. Und so blieben wir in unserem Startblock B, machten ein kurzes Erinnerungsfoto

<img src="http://helmuts-fahrrad-seiten.de/bilder ... rs_137.jpg" width="480">

und gingen nicht zu den anderen in Startblock E. Eigentlich war meine Erwartung, daß im Startblock B - wie in Hamburg - überwiegend Fahrer eingruppiert sind, die fahren können. Ich hatte nämlich in Hamburg beim Start aus B den Eindruck, daß es sich dort viel entspannter fährt als in den hinteren Startblöcken. Diese Hoffnung erfüllte sich hier jedoch leider nicht. Es war von Beginn an ein sehr hektisches und unruhiges Rennen. Kurz vor dem Grunewald fand dies seinen unrühmlichen Höhepunkt in Form einer Welle, die unmittelbar in einer Kurve gefahren wurde. Ich war heilfroh, daß ich bis zum Kantstein noch ausreichend Platz hatte. Sonst hätte es böse enden können. Den Sturz von Fran Ky habe ich gehört, aber nicht gesehen. Ich war froh, ihn einigermaßen heil im Ziel wiederzusehen.

Mit Michael blieb ich bis kurz vor Tempelhof zusammen. Dann verlor ich ihn in eine der diversen Kurven und mußte mir andere Gruppen suchen. Das gelang auch immer irgendwie. Die Zieleinfahrt war toll. Ich war relativ alleine und habe die Zuschauer aufgefordert, mich anzufeuern, was sie auch sofort und lautstark gemacht haben. :Laola: Vielen Dank dafür :Danke: Das hat mich ins Ziel getragen, wo ich mit einer guten Zeit angekommen bin.

<img src="http://helmuts-fahrrad-seiten.de/bilder ... rs_243.jpg" width="480">

Im Ziel haben wir dann Marion getroffen und gemeinsam auf die "RTF-Fahrer" ;) aus Block E gewartet. Als sie eintrafen, trafen wir uns am Bierstand für ein letztes Erinnerungsfoto.

<img src="http://helmuts-fahrrad-seiten.de/bilder ... rs_266.jpg" Width ="480">

Anschließend ging´s zum Duschen ins Hotel und danach nach Hause. Danke an alle, die zum Gelingen dieses Wochenendes beigetragen haben.
Sonja - die radelnde Anwältin

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Kanarienvogel
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Beitragvon Kanarienvogel » 21.06.2016, 22:00

Fran Ky hat geschrieben:
Meine Sohn wird ja gern von vielen als Mädchen erkannt, ist aber noch immer ein Junge (er nimmt das total gelassen) :cool:
Oh, Oh, Asche auf mein Haupt. Ich hoffe er kann mir verzeihen. Sollte er schon RTF fahren (oder vielleicht bald) ist wohl ein Stück Kuchen oder eine Cola von mir fällig.

Fran Ky, schön zu hören das du deinen Sturz ohne Blessuren und größere technische Defekte überstanden hast. Einem Bekannten von mir ist genau das selbe passiert. 20m vor der Ziellinie :mad:. Er mußte sein Rad leider ins Ziel tragen. Blöd, auch wenn es nur eine kurze Strecke war.



mad.mat schrieb:

Corstiaan der rasende Holländer von Fortuna Celle ist auch mitgefahren. Er erzielte ein phantastisches Ergebnis!

Ich finde das hat schon etwas vom " fliegendem Holländer" :) und das (wenn ich es erwähnen darf) als Sen4 :Anbeten:
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Beitragvon Deichfahrer » 21.06.2016, 22:26

@ Kanarienvogel

Mit deinem Bekannten bin ich die ganze Strecke gefahren und 1km vor dem Ziel habe ich ihn ziehen lassen und was sehe ich da 20m vor dem Ziel, schiebt sein Rad ins Ziel.
War wohl doch nicht so schlimm ausgefallen für ihn. Andere waren wohl schlimmer dran.
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Beitragvon Janibal » 21.06.2016, 23:22

Bericht aus Biolin

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Es gibt viel Radlergarn um die großen Jedermannrennen in Deutschland. Das neuste ist, das Radrace als Hauptsponsor auftritt und nur noch Singlespeed gefahren wird. Sicher ist, das die Eliterennen nicht mehr ausgefahren werden und auch nicht mehr der Nachwuchs gefördert wird. Der Betreiber, eine chin. Kapitalistenvereinigung, sagte neulich im Hamburger Abendlandblatt, das er woanders mehr verdienen könne. Von mir aus soll er das. In Hamburg wird sich etwas Neues bilden und solange gehen die Aprilscherze weiter.

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Wie immer fahre ich bei solchen Veranstaltungen als Guide mit, wenn es der Terminkalender erlaubt. Biolin steht in Konkurrenz zum Giro Stormarn und der Seerundfahrt mit Vättern. Als Guide ist am Samstag ein Briefing, wo auf das Wesentliche hingewiesen wird. Auch drei Jungs vom Hamfelder Hof wollen sich als Guide betätigen, kommen aber zu spät zum Briefing und werden trotzdem zugelassen. Bei der Pastaparty gibt es anschließend BIOTomatensalat, vegetarische Maultaschen, Leberkäse und Cürrywurst. Endlich mal nicht das übliche genudel. Unterhaltung droht aus Bayern. Frei statt Bayern. So ist eine internationale Guidetruppe mit vielen Akzenten morgen am Start.

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Da alle Hotels politische Preise haben, beschließe ich im Auto zu pennen. Direkt neben dem Schleußenkrug, wo noch ein HFS treffen zelebriert wird. Das die berliner Luft so gut ist, das ich fast verschlafe, bringt gut Puls am morgen. Zum Glück sind es keine 300m in meinen Block C der 60er Runde.

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Hinter uns der Frauenstartblock , ein ganz heiß diskutiertes Ding. Ich hab nur Augen für den Block C. recht gutes Material und auch ambitionierte Fahrer treffen hier auf Rücktrittbremsen. Und schon geht es los, recht dicht beieinander, sturzfrei und diszipliniert. Eingangs der Havelchausee liegt gleich das erste Sturzopfer, Krankenwagen ist Vorort. Wenig später ist jemand die Böschung runter, Krankenwagen braucht etwas länger. Parallel kann ich beim Flicken helfen.

So geht es über die bergige Havelchausee, am Ende steht ein hamburger Stevensfahrer mit Platten. Auch hier ein neuer Schlauch. Jetzt sind die großen Gruppen durch, ab hier wird nur noch gekämpft und kein Windschatten gelutscht. Und jetzt ist Musik drin.

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Am Tegel wird Signal gegeben, die Flughafeneinweiserin kontrolliert den Rest.

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Und so rollen wir vorbei an der Mauer und dem Fernsehturm in die Dönerallee. Hier riecht es schon morgens um 10 nach Döner.

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Die Siegessäule kündigt die längste Zielgerade der Welt an.

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Und wieder war es eine schöne Stadtrundfahrt, mit vielen Kurven, Licht und Schatten, Engeln mit Kopf und ohne.

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Beitragvon crumble » 21.06.2016, 23:50

Ich fand den Velothon dieses Jahr Schweine gefährlich. Ich bin die 120 aus dem B Block heraus gefahren.

Bis ca Km 50 ging es ja noch. da standen wir nur, ohne das Leute am Boden lagen. Danach lagen alle 15 bis 20 Km welche am Boden und blockierten die komplette Straße. Meistens so 4 Reihen vor mir. Ich war heil froh, das es auch alle hinter mir bremsen konnten. So kam ich heil ins Ziel.

Mit zu wenig Training, Flüssigkeit und nur einem angebissenen Riegel gingen mir blöderweise 20Km vor Ziel langsam die Lichter aus. Dank der vielen Stürze hatte ich dann lieber raus genommen anstatt mich auch noch grau und auf den Asphalt zu fahren. Irgendwie hatte ich es im Ziel dann doch ein wenig bereut, denn mir fehlte nur 1:06 um unter 3h zu liegen. Aber ich sollte lieber nicht meckern. Da heile heraus gekommen zu sein, war Geburtstagsgeschenk genug.

Bei der Zeitmessung scheint es das übliche Chaos zu geben. Ist die Strecke denn nun 114 oder 118 Km lang gewesen? In den Ergebnislisten gibt es zwei Streckenlängen. Auf meinem Tacho sind es leider 120 weil er die Daten vom Velothon in einen alten Datensatz geschrieben hatte. Ich würde nur gerne wissen ob ich wirklich einen 39er Schnitt geschafft habe :cool:
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Goschi
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Beitragvon Goschi » 22.06.2016, 09:00

Mein Tacho sagte auch 118 km.

Mir hat das Rennen wieder super viel Spass gemacht.
Ich bin die 120 km im A Block als Guide gefahren und muss mal ein Lob an die Fahrer aussprächen...der größte Teil aller ist super gefahren...und natürlich gab es auch Unfälle,aber bei den vielen Radlern hielt es sich doch im Rahmen (ja stimmt natürlich ...jeder Sturz ist einer zu viel...gamz klar).
Also ich werde 2017 auf jeden Fall wieder am Start sein. :Empfehlung:
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Beitragvon crumble » 22.06.2016, 13:01

Goschi hat geschrieben:Mein Tacho sagte auch 118 km.
Danke :D
Goschi hat geschrieben:Mir hat das Rennen wieder super viel Spass gemacht.
Zwischendurch war es auch ein schönes Rennen. Durch die engen Kurven fuihren ja auch alle ohne jedes Problem. Vielleicht war ich einfach viel zu aehr in der Mitte vom Block. Normalerweise bin ich weiter hinten unterwegens und da liegen die Gestürzten dann schon am Straßenrand.

Also nächstes Jahr wieder etwas langsamer :)
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Fran Ky
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Beitragvon Fran Ky » 22.06.2016, 21:23

Kanarienvogel hat geschrieben:
Fran Ky hat geschrieben:
Meine Sohn wird ja gern von vielen als Mädchen erkannt, ist aber noch immer ein Junge (er nimmt das total gelassen) :cool:
Oh, Oh, Asche auf mein Haupt. Ich hoffe er kann mir verzeihen. Sollte er schon RTF fahren (oder vielleicht bald) ist wohl ein Stück Kuchen oder eine Cola von mir fällig.

Fran Ky, schön zu hören das du deinen Sturz ohne Blessuren und größere technische Defekte überstanden hast.
Hallo Kanarienvogel,

das verzeiht er bestimmt. Ich bin mir sicher, dass er Dein Angebot annehmen wird :-)

viele Grüße
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