Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

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Indorain
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Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Indorain » 23.01.2018, 22:57

Edit: diese Frage wurde auf die Ankündigung im Thread viewtopic.php?f=46&t=11366 gestellt:

Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?


youtu.be/-TlLrVdfSUo
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UweK
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Re: Leistungsdiagnostik - Testtermine im Frühjahr 2018

Beitragvon UweK » 23.01.2018, 23:29

@Indorain: eine Leistungsdiagnostik kann schon helfen, wenn man richtige Trainingsziele hat.

Am Anfang der Saison macht das mehr Sinn, als am Ende, wo viele Anbieter ihre Termine raushauen.

Allerdings macht eine Leistungsdiagnostik für Hobbysportler ohne wirkliches Ziel mit unter wenig Sinn. Hängt aber auch von der gesamt-medizinischen Beurteilung und Gesamt-Auswertung auch ab. Unser Forumsmitglied stolk (lange nicht mehr hier gewesen) hatte seinerzeit ein Trainingsprogramm inkl. Diagnostik + Trainingsplanerstellung + Trainingslager mit Ziel den "Alpentraum (Langstrecke)" zu fahren gewonnen.

Vor der ganzen Geschichte ist er kaum den Waseberg hochgekommen. Heuer hängt er mich, wenn es nötig ist, überall ab.

Es kann was bringen, hängt aber viel von den individuellen Vorstellungen und Plänen so ab...
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon UweK » 23.01.2018, 23:59

Viele Aussagen vom Videosprecher (das bist nicht du Indorain, oder?) stimmen mit meinen Erfahrungen und meiner Meinung überein.

Allerdings haben häufig Hobby-Sportler, die zumeist auch noch Vereinslos sind oder in Breitensportvereinen ohne Trainer sind, keinerlei Rückmeldung über ihr Training.

Natürlich kann man sich für (viel Geld) auch einen Wattmesser beschaffen. Aber was sagen die Daten?!
Man kann auch mit einem "smarten Rollentrainer mit Wattsystem" und entsprechender Software unterwegs sein und Daten bekommen, aber wie soll man dann für die individuellen Vorhaben dann auch noch einen Trainingsplan entwickeln?!

Da ist der Griff zu einer Leistungsdiagnostik doch naheliegend. Und das finde ich am Anfang der Radsaison doch deutlich sinnvoller als am Ende, wie es doch häufig gemacht wird um nochmal richtig Kohle zu kassieren.
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Indorain » 24.01.2018, 15:41

Nein, das bin nicht ich im Video - ein paar mehr Haare habe ich denn doch noch ;)

Für den Hobby-Sportler ist die Notwendigkeit einer Leistungsdiagnostik m.E. zu hinterfragen. Wenn man nach der LD noch wertvolle Tipps für das Training bekommt, bringt das vielleicht was, aber ohne Leistungs- oder zumindest einen Pulsmesser, kann man die ermittelten Werte gar nicht im Training umsetzen.

Wenn man hingegen einen Leistungsmesser besitzt, dann gibt es, wie schon im Video angedeutet, viele Möglichkeiten auch so seine aktuelle Leistungsfähigkeit zu ermitteln.
Ich hatte aus meinen Aufzeichnungen (per GoldenCheetah) und allgemeinem Gefühl – trotz dass ich Ende letzten Jahres kein eigenes Testprotokoll gefahren bin – geschätzt, dass ich wohl eine CP60 (Critical Power für die Dauerstufe 60 Minuten) bzw. eine FTP (Functional Threshold Power) von 245 Watt haben müsse. Was hat der STAPS-Test am 18.12. ergeben? Eine ANS (Anaerobe Schwelle) von 245 Watt! Bämm. Wer braucht Tests? ;-)
Quelle https://torstenfrank.wordpress.com/2017 ... r-vla-max/

Für Trainer einer Radsportmannschaft oder Profi-Sportler sieht das ggf. ganz anders aus. Dort braucht man eine LD zur Kontrolle, Dokumentation, Leistungsnachweß oder einfach um auf Nummer sicher zu gehen!
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Ötzy » 24.01.2018, 20:35

Der verlinkte Beitrag von Thorsten Frank ist mindestens lesenswert. Weil er aufgrund seiner Erfahrung und den erläuterten Tests eine gewisse Glaubwürdigkeit mitbringt.

Im (durchschnittlichen) Video wird eine Meinung nur wenig nachvollziehbar vertreten.

Stoffwechselprozesse - Wann, warum und wie sie funktionieren und wo sie sich wie auswirken, das wird oftmals mangelhaft erklärt.
Ist aber ein wichtiger Punk um zu verstehen, dass man 3 oder 4 Intervallblöcke von 8-10 Min. im obersten, persönlichen Leistungsbereich nicht auf 150g Kopfsalat fahren sollte.

Oder (Fehler am eigenen Leib...) ständig gut gesättigt und mit Flaschen voll Kohlenhydraten + Riegel auf 3,5 Stunden Grundlagenfahrt zu gehen.
Kann man machen - bringt aber wenig.

Ob man Leistungstdiagnostiken braucht ist wohl die falsche Frage.
Wer sie braucht und aus welcher Motivation heraus ist wohl interessanter.
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Knud » 24.01.2018, 23:09

Ich bin jetzt voll verwirrt. Das Video oben ist viel Beweis durch Behauptung- oder ich habe es nicht verstanden. Klar kann man einiges über sich und den aktuellen Stand wissen, wenn man in den eigenen Körper horcht. Aber deutlich auch nicht alles.

Eine Leistungsdiagnostik ohne anschließenden Plan scheint wenig sinnvoll. Und der wiederum ist es nur, wenn man ihn auch umsetzen kann. Vielleicht ist das das eigentliche Problem.

Knud
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 25.01.2018, 11:33

Knud hat geschrieben:
24.01.2018, 23:09
...
Eine Leistungsdiagnostik ohne anschließenden Plan scheint wenig sinnvoll. ...
"Scheint wenig sinnvoll" kannst du getrost durch "ist sinnlos" ersetzen.

Als erstes muss man für sich selbst klären: "Will ich in meiner freien Zeit einfach etwas sportlich radeln oder bin ich bereit einen Plan abzuarbeiten - egal ob mir gerade der Sinn danach steht oder nicht."

Training nach Plan (inkl. Kontrolle/Diagnostik) hat den Charme, dass man keine "Leerkilometer" macht und auch mit überschaubarem Aufwand echte Steigerung erzielen kann. Dafür muss man aber eben bereit sein sich in das Korsett eines Plans zu begeben und nicht einfach nur nach Lust & Laune Ausfahrt an Ausfahrt zu reihen.
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UweK
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon UweK » 25.01.2018, 18:53

:GrosseZustimmung:
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Deichfahrer » 26.01.2018, 20:00

Ich brauche keine Leistungsdiagnostik und für mich absolut sinnlos. Viel Geld ausgeben geht immer :Sehrlachend:
Alles nach Plan abarbeiten ist nicht mein Ding, fahre lieber mit Lust und Laune wo immer eine gewissene Freiheit mitfährt.
Höhenmeter ist die beste Grundlage für mich und Aufbau für die ganze Radsaison.
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Huskyfreund » 27.01.2018, 21:27

Hallo zusammen, ich hatte auch mal an eine solchen Diagnostik teilgenommen. Ich mache es nicht wieder. Man muss dann sehr akribisch den Plan abarbeiten und dabei ist mir im letzten Frühjahr komplett der Spaß vergangen (:LMAA: war meine Einstellung), so dass die ganze Radsaison ins Wasser viel :Wein: . Ich konnte mich nicht mehr aufraffen und schon bei dem Anblick des Rades hatte ich keine Lust mehr :kotz: Ich trainiere jetzt wieder nach Lust und Laune :D . Auch mal harte Einheiten, aber immer auf den Körper hörend.
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Ötzy » 28.01.2018, 19:10

Schöner Einwand und absolut nachvollziehbar.
Mein Crosser fährt seit langer Zeit „nackt“, also ohne Schnickschnack-Messungen.
Der Straßenhobel zeigt oftmals nur Zeit und Kilometer an.
Geschwindigkeit nur bei Gruppenfahrt, weil einige hektische Flecken bekommen wenn man „deren“ Lieblingstachowert unterschreitet. :roll:
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon axiom 1 » 28.01.2018, 21:19

Meine Leistungsdiagnostik ist schon viele Jahre her.

War nicht so sinnlos, weil ich relativ frisch mit dem Rennrad unterwegs war und strategische Fehler beim frei-Schnauze-Fahren vermeiden wollte. Hab dabei wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Mich hat beeindruckt, daß der Medizinmann anhand meiner Abgaswerte sehr genau definieren konnte, bei welchen Umdrehungen ich zu der Zeit normalerweise unterwegs war. Es stimmte exakt.

Er hat mich dazu veranlasst mehr in allgemeine Athletik und Gymnastik zu investieren, denn ich war fast steif wie ein Brett. Das war ein besonders wertvoller Beifang der Aktion Leistungsdiagnostik. Mein damaliger Vereinspräsi Thomas hat mir irgendwann danach - aus eigener Erfahrung - Yoga empfohlen. Gesagt, tunlichst getan, viele Jahre weiter getan und immer noch glücklich damit. Mittlerweile ist Yin Yoga Radfahrers Favorit. Ob ich meine Mitte dabei gefunden habe? Muss ja nicht alles verraten, aber sich selbst die Fußsohlen massieren zu können hielt ich vorher für unvorstellbar, zumindest für mich und bei gestreckten Beinen!.

Jedenfalls war es für mich gut. Ansonsten muss man sicherlich regelmäßig ran, wenn man leistungsorientiert fährt und voran kommen möchte. Wenn man diesen relativ teuren Weg gehen möchte.
Gründungsmitglied Cyclocross Hamburg e.V.
www.cyclocross-hamburg.de
www.cyclocross-land.de
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Knud » 28.01.2018, 21:39

Fazit:
So unregelmäßig wie ich auf das Rad komme, kann ich keinem Plan hinterher fahren.
Muss ich auch kein Geld ausgeben für eine Plan, der eh nur in die Schublade geht...

Knud
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Rheuma Kay » 29.01.2018, 11:13

UweK hat geschrieben:
23.01.2018, 23:59

Man kann auch mit einem "smarten Rollentrainer mit Wattsystem" und entsprechender Software unterwegs sein und Daten bekommen, aber wie soll man dann für die individuellen Vorhaben dann auch noch einen Trainingsplan entwickeln?!
Das ist ja das schöne bei Sufferfest. Da kann ich auf Grund des 4DP Fitness Tests aus diversen Trainingsplänen den passenden für mich auswählen. Die einzelnen Workouts werden dann individuell an meine Leistungsdaten angepasst. Dazu gibt es noch Videos mit Yoga und Atemübungen. Und um eventuellen satirischen Beiträgen etwas Wind aus den Segeln zu nehmen ( :Zwinkern: ) : Es wird sogar darauf hingewiesen, dass die Trainings bei vorhandenen Leistungsmessern (gutes Körpergefühl geht wohl auch) auch draussen durchgeführt werden können.
Wer sich das also zutraut und Lust dazu hat nach Trainingsplan seine Leistung zu verbessern, könnte meiner Meinung nach mit einem steuerbaren Trainer etwas erreichen. Ich werde ab nächster Woche den dreiwöchigen Climbing Trainingsplan ausprobieren, um zum Traingslager Anfang März auf Malle die Berge nicht wieder rückwärts runter zu rollen :Zwinkern: .
Ich bin sehr gespannt, ob meine Erwartungen erfüllt werden!

Ich glaube auf Zwift gibt es so etwas auch, aber "nur aufgrund des FTP-Wertes.
Ich habe heut' morgen Pinguine in der U-Bahn gesehen und wenn man genau hinschaut, sieht man in den Pfützen die Pottwallarven zappeln
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon UweK » 29.01.2018, 18:51

Danke für die Info zum Sufferfest. Klingt nach einer sinnvollen Sache. (ich kenne mich mit der Software aber überhaupt nicht aus).
Weist du zufällig, was die Abkürzung "4DP Fitness Test" bedeutet?

Richtig ist auch, dass es viele vorgefertigte Workouts / Trainingsprogramme in Zwift gibt. Auch kann man sich seine eigenen Workouts / Intervalle eintragen in Zwift eintragen (so man z.B. einen Trainingsplan hat).
Allerdings muss man sich selbst entscheiden, was sinnvoll für einen ist. (Ohne Trainer / Trainingsplan)

Die Wattwerte werden in Zwift auf Basis der Functional Threshold Power (FTP) auf das Workout angepasst. Sollte man beim FTP-Test nicht alles gegeben haben, so passt Zwift diesen automatisch nach oben an.
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Rheuma Kay » 30.01.2018, 09:20

Es werden vier verschiedene Leistungswerte ermittelt (über 5s, 1 min, 5min und wie beim FTP-Test über 20 min). Daraus wird dein Fahrerprofil erstellt. Dazu werden dir zum einen Trainings empfohlen, die deine Schwächen verbessern können und zum Anderen Trainings die deine Stärken unterstützen. Die Workouts werden dann auch an diese Daten angepasst, so dass ich dann auch immer auf den Punkt völlig fertig bin, wenn das Training zu Ende ist. Die Videos sind für meinen Geschmack auch ganz nett gemacht. Die ständige Betonung auf "Suffering" ist manchmal etwas übertrieben, aber es geht noch. Bei mir kam erstaunlicherweise bei meinem ersten und einzigen Test heraus, das ich ein Sprintertyp bin. Habe ich nie mit gerechnet. Dachte immer, ich wäre ein mittelmäßiger Allrounder :Unentschlossen:
Kann man aber vielleicht auch erst genau sagen, wenn man den Test öfters macht.

Hier ist ein link zu deren Seite, wo der 4DP Test erklärt wird: https://thesufferfest.com/blogs/trainin ... s-test-faq
Ist aber alles nur auf Englisch. Auf Deutsch habe ich leider nichts gefunden.

Probier es doch einfach mal mit der Gratiswoche zum Testen aus. Da kannst du gleich mal so einen Test machen, ohne dafür Geld auszugeben.
Bei meinem Elite Direto war ein Gutschein für eine zweimonatige Probemitgliedschaft dabei. Vielleicht kennst du ja jemanden der sich gerade einen Trainer gekauft hat und den Gutschein nicht braucht.
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Re: Leistungsdiagnostik - Sinnvoll?

Beitragvon Los Vannos » 30.01.2018, 22:01

Don Vito Campagnolo hat geschrieben:
25.01.2018, 11:33
Knud hat geschrieben:
24.01.2018, 23:09
...
Eine Leistungsdiagnostik ohne anschließenden Plan scheint wenig sinnvoll. ...
"Scheint wenig sinnvoll" kannst du getrost durch "ist sinnlos" ersetzen.

Als erstes muss man für sich selbst klären: "Will ich in meiner freien Zeit einfach etwas sportlich radeln oder bin ich bereit einen Plan abzuarbeiten - egal ob mir gerade der Sinn danach steht oder nicht."

Training nach Plan (inkl. Kontrolle/Diagnostik) hat den Charme, dass man keine "Leerkilometer" macht und auch mit überschaubarem Aufwand echte Steigerung erzielen kann. Dafür muss man aber eben bereit sein sich in das Korsett eines Plans zu begeben und nicht einfach nur nach Lust & Laune Ausfahrt an Ausfahrt zu reihen.
Sehr schön in Worte gefasst.

Ich hab mir letztes Jahr, also nach der Genesung meines Unfalles und fast-Handverlustes gesagt, entweder ganz oder gar nicht.
Erstmal testen ob es ganz geht, hab mich dazu bei Heiko Lehmann - The Perfect Getaway https://perfect-endurance.weebly.com/ einem Laktatstufentest unterzogen und ein Jahr Trainingsplanung mit ihm abgesprochen.
Ich sag es mal so, meine Leistung ist um bestimmt 20% gestiegen. Der nächste Laktatstufentest steht Ende Februar an, aber erst nach der Umsetzung des Planes bin ich nicht nur gefühlt schneller auf dem Rad, auch meine Watt pro Kg sind um einiges gestiegen. Von 3,4W/Kg bin ich jetzt bei knapp 4W/Kg und das innerhalb eines Jahres.

Ich muss aber dazu bestätigen, dass man schon den Plan abarbeiten muss. Gelingt mir nicht immer perfekt, aber ich versuch ihn soweit es geht in meinen Alltag zu integrieren.
Ein gewisses Maß an Ehrgeiz braucht man dafür aber schon, da sonst 3 Std. Rolle irgendwann sehr eintönig werden können. Ohne Ziele ist das auch nicht machbar.
Ich hab meine Ziele und das erst Rennen 2018 wird mir zeigen, ob ich meinen Zielen auch näher komme, oder nicht...

Als Hobbyfahrer, der lediglich ein paar Jedermann-Rennen wie Cyclassics und co besser fahren möchte, als das Jahr davor, ist eine Leistungsdiagnostik eine Nummer zu viel. erst recht, wenn man ohne Elektronik am Rad unterwegs ist. Ohne Pulsmessung oder besser noch zusätzlichem Leistungsmesser ist eine Diagnostik rausgeschmissenes Geld.

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