Neue Fahrradstraße in Rissen

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radfreunde
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Neue Fahrradstraße in Rissen

Beitragvon radfreunde » 18.12.2014, 00:53

Nicht nur in der Innenstadt, sondern auch im weit entfernten Rissen wurden wir mit der 2. Fahrradstraße beglückt.

Die 1. Fahrradstraße ist unten an der Elbe von Blankenese nach Rissen (Falkensteiner Ufer), wo man seit fast 10 Jahren zu verhindern suchte, dass die Autofahrer zur Zeit der Krötenwanderung hunderte dieser Tierchen plattfuhren. Schranken, Sperrbaken, Schilder wurde ignoriert oder gleich umgefahren. Als letztes Mittel gegen die mobilen Rowdies fiel der Verwaltung die Fahrradstraße ein, mal schauen, wie es im Sommer aus, wenn 10.000 Menschen den Strand von Wittenbergen bevölkern...

Die 2. Fahrradstraße ist 500 m vom Rheingoldweg an der Hamburger Stadtgrenze:

http://www.hamburg-works.de/Radfreunde/ ... Rissen.jpg

Rot eingezeichnet die 2. Fahrradstraße, blau die Stadtgrenze. Die Stadt will den Sandmoorweg (gelb) verkehrsberuhigen und verhindern, dass die mobilen Stinker auf den Rheingoldweg ausweichen. Also Idee, wir machen eine Fahrradstraße, die nicht von vielen hamburger Radfahrern benutzt wird, denn was kommt da - Wedel. Und die Verwaltung ist zu bl..., den Weg hinter der S-Bahn zur Fahrradstraße auszubauen (rot gestrichelt), denn dann gäbe es eine prima Verbindung zur S-Bahn Wedel. Auch Hamburg hat die VeloRoute1 von Rissen zum Rathaus (grün) - eigentlich ganz schön, nur gibt es nicht 1 (!) Schild, was darauf hinweist. Aber die Alltagsradfahrer haben ja alle GPS :) Dann ist es auf der prima Strecke auch nicht so voll. :D

Was mich stört, sind nicht die Fahrradstraßen, sondern die Motivation diese einzurichten, ist nicht die Fahrradfreundliche Politik, sondern den Mißbrauch der Fahrradfahrer als Hindernisse (politisch inkorrekt: lebende Schutzschilde).

Vielleicht sollten unsere Hobbyparlamentarierer mal öfter aufs Rad steigen und richtig radfahren - nicht nur 500 m zum Bäcker, wenn überhaupt.

Bis dann mal auf den neuen Fahrradstraßen - ich kann auch den Hanburger Grünen Ring 3 empfehlen, sehr schön.

wilf
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Kiezkicker
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Re: Neue Fahrradstraße in Rissen

Beitragvon Kiezkicker » 20.12.2014, 10:45

radfreunde hat geschrieben:Was mich stört, sind nicht die Fahrradstraßen, sondern die Motivation diese einzurichten, ist nicht die Fahrradfreundliche Politik, sondern den Mißbrauch der Fahrradfahrer als Hindernisse (politisch inkorrekt: lebende Schutzschilde).
Mal ab von der Spekulation zu den Motiven, wen sollen denn deiner Meinung nach diese "lebenden Schutzschilder" in Fahrradstraßen schützen? Die Kröten?

Fahrradstraßen werden meinem Eindruck nach in Hamburg zurzeit gern noch an Stellen eingerichtet, die dem Autoverkehr nicht weh tun und dem Radverkehr nur bedingt Besseres bringen. Oftmals handelt es sich auch nur um Symbolpolitik vor Wahlen (tendenziell etwa im Harvestehuder Weg).

Aber es gibt auch geglückte Beispiele, die einen echten Fortschritt bedeuten. Etwa am Eilbekufer. Auch wenn's auch dort noch nicht das wahre Paradies ist und es noch Verbesserungsbedarf gibt (etwa bei der Querung bzw. Vorfahrtsregelung an Hauptstraßen).
Radfahrer sind keine besseren Menschen. Sie haben nur das bessere Verkehrsmittel.
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radfreunde
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Re: Neue Fahrradstraße in Rissen

Beitragvon radfreunde » 20.12.2014, 22:05

Kiezkicker hat geschrieben:
radfreunde hat geschrieben:Was mich stört, sind nicht die Fahrradstraßen, sondern die Motivation diese einzurichten, ist nicht die Fahrradfreundliche Politik, sondern den Mißbrauch der Fahrradfahrer als Hindernisse (politisch inkorrekt: lebende Schutzschilde).
Mal ab von der Spekulation zu den Motiven, wen sollen denn deiner Meinung nach diese "lebenden Schutzschilder" in Fahrradstraßen schützen? Die Kröten?
Die Fahrradstraße Falkensteiner Ufer wurde errichtet, nach dem alle Versuche gescheitert waren, ein Durchfahrtverbot während der Krötenwanderung durchzusetzen.

Der Rheingoldweg wird vor dem Umbau des Sandmoorwegs umgewidmet, damit die Autofahrer erst gar nicht auf die Idee kommen, diesen als Umweg-Rennstrecke zu benutzen. Denn für (Hamburger) Radfahrer hat die Fahrradstraße dort wenig Nutzen.

Zu den anderen Fahrradstraßen wie Eilbek geb ich dir recht, aber die sind auch nicht im Bezirk Altona... Wie gesagt, ich fahre gern die Veloroute 1, nur ohne Navi mit dem runtergeladenen Track würde es kein Mensch finden, mangels Beschilderung, die ich auf den Velorouten in Wandsbek hervorragend finde.

Gruß
wilf

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