TriStar111 Monaco 2010 (Bericht & Bilder)

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Tribelix
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TriStar111 Monaco 2010 (Bericht & Bilder)

Beitragvon Tribelix » 07.09.2010, 23:03

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20357.JPG">

Ich hätte weniger schreiben können, dann hätte mir aber was gefehlt. Viel Spaß beim lesen.

"Ich kann keine Rennen mehr gewinnen, aber ich kann an schönen Rennen teilnehmen." So kann man die Teilnahme am Triathlon in Monaco eigentlich nur beginnen. Verbunden mit einem Kurzurlaub an der Cote d´Azur, den ich zwar immer mal machen wollte, aber nie die Zeit gefunden hab ihn mal zu machen, ließ sich das Ganze, ganz gut verbinden. Eine Frage stellte sich noch: Monaco, Nizza, wo wollten wir wohnen?

Bezahlbare Hotels gibt es in beiden Städten, Restaurants leider nicht, so fiel die Wahl auf Nizza. Auf Google Earth, konnte man gut die markierten Hotels und Restaurants in Nizza sehen und es wimmelt nur so davon. Nimmt man nur die Fußgängerzone und die Altstadt, kann man hier das ganze Jahr essen (glaube ich), ohne ein Restaurant doppelt zu nutzen. Bei der Buchung des Hotels haben wir drauf geachtet, dass das Zimmer groß genug ist, um das Rad mit reinzustellen und ob man das auch darf. Das Hotel war absolut Zentral, 10 min bis zum Bahnhof, 8 min bis zum Strand (Steine), 3 min bis zu vielen Restaurants. Das Zimmer hatte über 30 qm und war sehr empfehlenswert. Beim Fahrstuhl hatte ich Angst, dass ich meinen Radkoffer da nicht rein bekommen und ich den die ganzen 4 Stockwerke hochschleppen muss, der Koffer und ich passten gerade eben, mit Gepäck sind wir drei Mal hoch gefahren.

Am Freitag hat es uns dann nach Monaco getrieben, um die Startunterlagen zu bekommen, für 3,40 € ist man in 22 min mit der Regionalbahn im Kleinstaat. Der Bahnhof von Monaco befindet sich im Berg, so dass es uns erst mal nach unten trieb, Formel 1 geschädigt wird man da das eine oder andere schon erkennen, wo man sich gerade befindet. So war es dann auch die erste Kurve, nach dem Start in der Formel 1, die uns in Monaco begrüßte "Sainte Devote", benannt nach der kleinen Kirche unterhalb des Bahnhofs.

Um zum Strand nach Larvotto zu kommen, mussten wir einmal quer durch Monaco. Die Avenue d´Ostende hoch zum Casino, die auch zur Laufstrecke gehört, zeigte mir dann auch gleich wo der Hammer hängt, 10 % Steigung und das in der Mittagshitze (wärme). Vorbei an der Casinorückseite, die Treppen runter zur Kurve "Mirabeau", benannt nach dem Hotel am Anfang des Kurvengewimmels. Weiter zur Promenade konnten wir rechts schon den Tunnel sehen, der unterhalb des Fairmont Hotels liegt. Vorbei am Japanischen Garten und Grimaldi Forum waren wir dann an der TriStar EXPO Larvotto Beach.

Zu den Starunterlagen gab es einen Rucksack dazu. Die EXPO war schnell durchschritten diverse Stände, Cannondale, Garmin und Französische Stände, nichts besonderes.

Nach einem kleinen Mittagssnack ging es dann auf Sightseeing Tour, beginnend im "Tunnel" unter dem Fairmont Hotel, in dem uns dann 100 m vor Ende des Tunnels ein schwarzer Ferrari 599 GTB Fiorano mit einer Auspuffsonate in D-Moll den Tag versüßte. Kaum raus aus dem Tunnel, ist man auch schon an der "Schikane", man ist das kurz (für die Formel 1). Am Hafen geht es jetzt direkt zum "Schwimmbad" und zur "Rascasse" zu Füßen von The Rock (Altstadt, Ozeanographisches Museum, Kathedrale und Palast befinden sich da oben). Noch gesehen: den Yachtclub von Monaco, Automobil Club von Monaco (100 m von Sainte Devote entfernt, hier wird der Sieger des Grand Prix geehrt). Von der Altstadt hat man eine schöne Aussicht auf Monte Carlo und auf der anderen Seite auf den Stadteil Fontevieille, der durch Sandaufschüttung dem Meer abgerungen wurde, auf dem auch das Stadion vom AS Monaco steht.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20207.JPG">

Samstag einchecken von Rad (mit eingeklickten Radschuhen), Bike Bag (Helm, Radbrille Start-Nummernband), Run Bag (Laufschuhe, Ersatz-Startnr., Gels, Mütze).

Am Bahnhof, als ich gerade die Fahrkarten kaufte, wurde Viola von zwei Triathleten angesprochen, die auch auf dem Weg nach Monaco waren. Beide kamen aus Kopenhagen, wobei der eine Gunnar ein Schwede war und der andere Stephan ein Franzose aus Nizza (zuerst war ich auch verwirrt). Beide trainieren im gleichen Schwimmverein in Kopenhagen und hatten eine Wochen vorher einen 70.3 in Dänemark gemacht. Zudem besaß Stephan noch eine Wohnung in Nizza, so dass Gunnar nicht lange überlegt hatte mitzumachen.

Gunnar sprach akzentfreies Deutsch/Englisch und Stephan perfektes Englisch, in schweren Fällen wurde übersetzt, was zum Glück nicht oft vorkommen sollte. Nachdem ich dann Stephan erzählte, dass der erste Zug am Sonntagmorgen erst um 6:23 fährt und nicht wie er dachte früher (ein Deutscher erzählt einem Franzosen, der in Dänemark wohnt und in Nizza geboren ist, wann die Züge fahren, er hatte sich im Tag vertan), dass wir beide mit dem Taxi fahren wollen, ob sie sich nicht anschließen wollten. Man beschloss die Zeit zu stoppen von Bahnhof bis zum Start. 25 min waren dann doch zu viel, um stressfrei den Rest vor dem Start zu erledigen.

Beim Einchecken wurde das Rad mit einem Kunststoffband markiert und man konnte es zu seinem Platz bringen. Wenn es einen Platz auf der Erde gibt, an dem ich mir keine Sorgen um mein Rad mache, dann ist das Monaco, hier gibt es so viele Überwachungskameras, wie sonst nirgendwo auf der Welt. Die Monegassische Polizei ist noch strenger als die Französische, dachte immer da gibt es keine Steigerung. Nach dem Verlassen der Bike Area, gab es dann auch den Timing Chip, der lag gestern nicht mit in den Unterlagen, erst nach intensiver Suche im Race Guide, fand ich die Passage: Timing Chip gegen Rad und umgekehrt!!!

Unten am Strand, stand das Umkleidezelt und davor die Aufbewahrungsständer für die Run/Bike Bags. Man wurde von einem Volontär empfangen und zu seinem Harken geführt. Das ganze Prozedere wurde erklärt, aus dem Wasser > zum Beutel > umziehen > alle Wassersachen in den Beutel und in die Drop Zone schmeißen. Vom Rad > zum Beutel > umziehen > alle Radsachen in Beutel und in die Drop Zone schmeißen.

Nachdem wir dann alles eingecheckt hatten, diskutierten wir über den Vor- und Nachteil des NEOs morgen beim schwimmen. Ich ließ mich dann doch überreden keinen NEO anzuziehen, Salzwasser trägt ja auch sehr gut und so kalt wird es schon nicht werden. Was wir alle noch nicht wussten, wo werden die Street Bags morgen abgegeben????

Auf der Rückfahrt haben wir dann prompt in der falschen Bahn gesessen, in Richtung Italien und wem fiel es auf, dem Schweden. Treffen war dann für Sonntagmorgen um 6:00 am Bahnhof geplant, um dann mit dem Taxi nach Monaco zu fahren.

Sonntagmorgen, Wecker klingelt um 04:45, die Tage vorher sind wir nicht vor 9:00 aufgewacht, es kommt mir vor als hätte ich nicht geschlafen. Powerbar Riegel essen, Wasser trinken und das übliche morgentliche Geschehen abarbeiten. 05:40 ab zum Bahnhof lieber eine Sekunde zu früh, als zu spät. Wir treffen uns fast zeitgleich. Ein Taxi steht am Bahnhof, mehr brauchen wir auch nicht. Die Taxi´s berechnen zwischen 19:00 und 07:00 einen Aufschlag von 25%, mal sehen was dabei rauskommt. Nach 30 min sind wir in Monaco und um 95 € ärmer, ich hatte mit 100 gerechnet, alles im Soll und durch 4 kein Problem.

Die Bike Area ist noch nicht voll und so mache ich mich dann auf den Weg zu meinem Bike. Hatte damit gerechnet, das irgendwo Luftpumpen stehen, die man sich ausleihen kann, dem ist nicht so. Im Race Guide stand genügend Zeit zum aufpumpen, bloß womit. Ein paar Minuten später, präparierte ein Franzose neben mir sein Rad, er hatte eine Pumpe dabei und lieh sie mir.

Ganz langsam wurde es im Osten heller. Die ersten waren schon im Wasser, bis zum Start waren es noch 45 min. Zeit mal eine Toilette aufzusuchen. Da das hier ein öffentlicher Strand ist, sind die Toiletten auch öffentlich und sehr sauber.

Die Street Bags, werden im Kindergarten abgeben, der im Strandleben integriert ist. Die Stimmung der 700 Starter (inkl. Teams, die gehen 15 min später ins Wasser) ist sehr gut und die Musik und der Ansager tun ihr übriges, leider verstehe ich ihn nicht.

Den Strand kann man als feiner Kiesel oder aber als groben Sand beschreiben. Die ersten Schritte ins Wasser sind angenehm (Stephan übersetzt uns später, das das Wasser 23° hat), an der Wasserlinie versinkt man schnell bis über die Knöchel im Kies/Sand, das wird ja lustig mit dem rauskommen.

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Pünktlich um 8:00 geht die Menge von Land ins Wasser, wie eine Meute Pinguine auf der Flucht. Dass man die ersten Meter was abbekommt, ist ja schon fast normal, dass das aber 1.000 m so ist, hab ich auch noch nicht erlebt. Nach 20:37 (Rekord) war das Schwimmen auch schon wieder vorbei, schnell den Beutel gegriffen und im Laufen den Helm auf, irgendwie klappt das alles aber nicht so. Einen Stuhl gesucht, ausgebreitet und von vorne begonnen, alles zusammen packen, Beutel in die Drop Zone und weiter.

Bis zum Rad sind es nur 100 Meter, nach 200 Meter darf man auch aufsitzen. Ab jetzt geht es nur bergauf, die ersten 800 Meter nicht, aber dann. 10 % sind angekündigt, ich suche noch, irgendwann freue ich mich, das die Steigung unbemerkt an mir vorbei gegangen ist. Das heißt aber nicht, dass es flacher wird auf dem Weg nach La Turbie (480 müNN, den Namen werde ich noch zweimal lesen, beim letzten Mal verfluchen). Weiter geht es nach Peille (671 müNN), im flacheren Teil des Anstieges überholte mich Bruno Senna, der mit Lucas di Grassi ein Team bildete (Formel 1 Fahrer). Bei manch Norddeutschem ist bei solcher Höhe das Gehirn etwas sauerstoffunterversorgt, auf jeden Fall überholte ich ihn zurück und sagte zu ihm: "This is for Michael Schumacher", 2 min später konterte er mit: "and now we did it on the track" lächelte mir zu und gab Gas. In Peille hatte ich dann 21 km hinter mir, oder 1 1/4 Stunden.

Auf das was dann kam, hat mich Stephan gewarnt, welliger Asphalt 450 m Gefälle in Serpentinen auf 6 km. Sowas hab ich mir gedacht und die Carbon Felgen zuhause gelassen, Alu bremst besser und bevor der Gedanke wieder verschwunden war, lag auch schon der Vordermann mit seinen Carbonfelgen auf dem Hosenboden, verbremst. Das sollte mir eine Warnung sein, zumal ich so eine Strecke noch nie runter gefahren bin. Das letzte Mal dass mir mein Trizeps so weh getan hat, war beim Eisenbiegen im Studio.

Da waren ich also wieder bei 200 müNN angekommen 12 min Stotterbremsen, nächster Angriff Col de Calaïsson nur 475 müNN mit dem zweiten Verpflegungspunkt auf der Strecke, bis jetzt hatte ich mich gefreut alles mit 38/24 gefahren zu sein, dieser Verpflegungspunkt hatte es in sich. Gleich danach ging es mit 10% hoch. Das Wasser konnte ich noch hinterm Sattel verstauen, die halbe Banane in der Hand musste ich mir dann ganz reindrücken und schalten nicht vergessen, so jetzt sind wir beim 28er angelangt, mehr geht nicht. War ja nur fürs Essen, kleiner Ego-Trick.

Die nächste Abfahrt nach La Pointe ließ sich besser fahren, hatte nur zwei schwierige Abbiegungen. Hinter La Pointe wurde für uns eine Schnellstraße gesperrt. Dass Durchfahrt eines Tunnels, bei 45 km/h mit dunkler Brille, ist schon was feines.

Weiter nach La Trinité, hab ich mich gefragt, ob ich überhaupt noch richtig bin, mitten durch den Stadtverkehr, Autos links überholen, bis man dann zu einem Kreisverkehr kam, der auf den letzten Metern für uns gesperrt war, um ihn dann zu 3/4 zu durchfahren. Nächste Verpflegung, leere Gel-Packung in die Waste Zone schmeißen (Müllentsorgung auf freier Strecke, führt zur Disqualifikation). Wasserflasche für den Kopf entgegennehmen, Banane für den Magen und schon fängt die Steigung wieder an. Welche Richtung? Nach La Turbie (zum zweiten), leichte Kurven, 3 Serpentinen und dann 1,5 km gerade aus, unter der A8/E30 unterdurch (morgens mit den Taxi noch überquert). Der letzte Teil zog sich unendlich hin, ein Mädel schob schon rauf und ich hätte sie gerne begleitet, nicht nur aus Sympathie, das tat schon weh.

Die Bergspitzen wurde vom Veranstalter mit 1 km Schildern angelegt, nur nicht diese. Dafür gab es eine extra Schleife in Richtung Nizza (Teilnehmer auf dem Rückweg kamen mir entgegen), mit Wendepunkt oberhalb von Villefranche sur Mer, einem wunderschönen Dorf mit einer traumhaften Bucht. Die Anfahrt brachte mich von 520 auf 220 müNN, mit einer Spitzkehre aus voller Fahrt, um dann wieder in eine Steigung überzugehen. Wohin? Richtig La Turbie (zum dritten)!

Es waren noch 20 km zu fahren, meine Beine fingen jetzt langsam an zu krampfen. Es sind diese Schmerzen, die über das "Warum mache ich das eigentlich?" schon seit einer Stunde drüber weg sind! Endlich oben angekommen, ging es nur noch bergab (dachte ich), Krämpfe gehen weg, wenn man schneller tritt, also habe ich schneller getreten, schwupps lag die Kette rechts und wollte auch nicht mehr weg.

Wo mit einmal die 40 hm herkamen, hab ich vergessen, aber sie waren da. Also mit Tempo rein in den Berg und treten. Wenn ein Oberschenkel aus 4 Muskeln besteht, dann müssen meine Oberschenkel Besuch gehabt haben, denn 4 können nicht so viele Schmerzen verursachen. Wenn ich jetzt absteige, falle ich um und wenn ich weiter fahre, falle ich auch um. Tolle Auswahl! Das ist also der Punkt, an dem man heulen könnte, soweit war ich auch noch nie.

Voll konzentriert auf die letzten paar Höhenmeter ging es mit ruhiger Atmung und vielen guten Zureden doch noch über die letzten Meter.
Die Radschuhe hatte ich schon sehr früh ausgezogen, um die Füße frei bewegen zu können, eingeschlafene Füße konnte ich jetzt am allerwenigsten gebrauchen.

Vorbei am Tennis Club von Monte Carlo ging es dann auch nur noch flach bis zur Bike Area. Die Kampfrichter standen schon an der weißen Linie, um das Absteigen zu kontrollieren. Bremsen, absteigen (wieso will das Bein nicht hinten über die Trinkflasche?) , endlich stehe ich auf zwei Beinen und komme mir einen Kopf kleiner vor, kann meine Beine nicht gerade machen, sie schmerzen ohne Ende.

Das Laufen muss wie eingegipst ausgesehen haben. Ich werde von den Volontären weiter durch gewunken und warte darauf, dass mir mal einer das Rad abnimmt. An meinem angestammten Platz steht schon ein Rad, langsam peil ich dann auch die Situation, die Räder werden nach Einlauf aufgestellt. Schon bin ich mein Rad los und kann mich ganz auf mich konzentrieren.

Die Rampe runter zur Wechselzone tut richtig weh und rauf muss ich sie auch wieder. Da jetzt nicht mehr so viel los ist in der Wechselzone, wird mir der Run Bag von einer Volontärin abgenommen, sie läuft mit mir in das Wechselzelt, leert ihn für mich, fragt ob ich die Kompressionsstutzen anziehen möchte? Ich verneine, sie packt sie wieder ein und im nächsten Moment krampft eine Wade, dreimal rauf geklatscht, auf harten Kerl gemacht und gelächelt (die Frau sah hübsch aus). Als sie mein Ironman Tattoo sah, sprach sie mich drauf an und ich sagte ich bin nur ein halber. Wo ich ihn denn gemacht hätte? Ich sagte in Wiesbaden, sie sagte, ich soll nächstes Jahr nach Nizza kommen, nach dieser Radstrecke, hab ich es verneint.

Raus aus dem Zelt, ein Red Bull gereicht bekommen und rauf die Rampe. Die Avenue Princesse Grace ging es jetzt bis zum Tunnel unter dem Fairmont Hotel immer gerade aus. Wie ich da hingekommen bin, weiß ich gar nicht, die Schmerzen aus den Beinen raus zu bekommen, waren eigentlich meine einzigen Gedanken. Im Tunnel endlich Schatten, was für eine Wohltat, alles hat ein Ende, auch ein Tunnel. Boah, der Hammer, nicht die Aussicht, die Wärme schlägt einem nur so entgegen. In 100 m Entfernung sehe ich schon die nächste Baumreihe und freue mich drauf, bevor es dann an der Stirnseite des Hafen, am Schwimmbad vorbei (hier sprühte aus einer Zapfstelle kühles Wasser raus - erst mal eine Mütze mitnehmen), zur Rascasse (Zwischenzeitnahmen). Hinter der Rascasse gab es den Verpflegungsstand (Formel 1 Fans: Einfahrt zur Boxengasse), Wasser übern Kopf, Orangenstück in den Mund und weiter entlang Start/Ziel Formel 1 in Richtung Saint Devote, im Schatten.

Schatten vorbei, Saint Devote erreicht und schon fängt die Steigung an. Reicht ja nicht, dass es bergauf geht und von oben warm ist, der Asphalt saugt sich an deinen Füße fest und lässt nicht los, dann geh ich halt, was soll´s. Kurz vor dem Ende wird aber wieder gelaufen (wenigstens so tun als ob). Hier auf der Avenue de Monte Carlo geht es Richtung Ziel. Bevor es soweit ist, muss man hier aber durch verschiedene Tore laufen, 1 Loop, 2 Loop, Finish, um seine 2 Haarbänder zu bekommen, die einem erlauben durch das Finish Tor zu laufen. Mit dem ersten Haarband, geht es dann weiter über den Place du Casino, runter zur Mirabeau, hätte nie gedacht dass das hier so runter geht (sieht im Fernsehen nicht so aus), das sagen auch meine Oberschenkel, laufen lassen geht nicht, weil ich nicht die Kraft habe zu bremsen.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20430.JPG">

Ja und so geht es weiter, bevor ich noch eine Konto–Nr. für Jammerspenden aufmachen muss, beende ich hier den Laufbericht und komme gleich zum Ziel. Mit altbewährter Taktik den Berg hoch, ins Ziel wird gelaufen: Stolz meine 2 Entrees für das Finisher Tor gezeigt und schon wurde mein Name und Herkunftsland aufgerufen. Die Zeit war jetzt eigentlich völlig egal, geschafft ist geschafft. Im Ziel verbeugt und durch, Medaille umgehängt, Viola wartete schon.

Hinterm Ziel gab es den Athlete Garden, mit Massagen, E-Massagen, Liegen, Red Bull und Obst. Das obligatorische Finisher Shirt durfte natürlich nicht fehlen. Nach einer ruhigen halben Stunde, hab ich mich dann mit Stephan, Gunnar und Viola zum auschecken begeben. Alle Bags mit gegencheckender Start-Nr. erhalten, dann hieß es erst mal Rad suchen, schnell gefunden. Markierung wurde von den Volontären geprüft, Timing Chip noch abgeben und schon ist man raus. Das war Monaco:

SWIM 00:20:37
TRANS1 00:04:39
BIKE 04:26:28
TRANS2 00:05:16
RUN 01:14:57
FINISH 06:11:57

Interview

Thorsten würdest du es nochmal machen? Ja!
Was würdest du anders machen? Mehr trainieren und keine Woche Bereitschaft vorher. Triathlon-Rad hat hier keine Wirkung (für mich), sollte vielleicht das RR mit Auflagen nehmen.
Wäre es nicht besser in Monaco zu wohnen? Klar kann man vom Flughafen Nizza mit dem Bus zum Bahnhof fahren für 4,00 €, um dann weiter mit dem Zug nach Monaco zu reisen für 3,40 €, wer das gerne mit Gepäck & Radkoffer machen möchte, für mich wäre das nichts.
Hast du sonst noch Tipps? Jede Menge und wer fragt bekommt Antwort! Eins vorweg: Eifersüchtige Frauen zu hause lassen (meine ist keine), in Nizza dreht man(n) sich fast den Kopf ab und sie riechen süüüüüüsssssssssssss!

Hier kommen Violas

Bilder vom TriStar111 Monaco.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 08.09.2010, 08:09

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20382.JPG">

Nichtraucher und Viola sind noch an der Cote d'Azur, haben aber bereits nach dem Bericht auch gleich einige Bilder hochgeladen. Hier kommen Violas

Bilder vom TriStar111 Monaco.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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hanseat
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Beitragvon hanseat » 08.09.2010, 20:08

Hallo Thorsten,
schöner Bericht und klasse Bilder, da kommt Urlaubsfeeling auf! Schade, dass so wenige von den Düfte verbreitenenden Damen auf den Bildern festgehalten sind. Aber vielleicht müsste dann Viola den Triathlon machen und Du schießt die Fotos... ;)

Und klasse Verbeugung unterm Zielbanner! :cool:

Außergewöhnliche Sportevents mit Urlaub in der Sonne verbinden. Eine super Strategie!
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Beitragvon Tribala-Stine » 09.09.2010, 16:33

wow :Wow: - dein Bericht ist super -
da kann man mitfühlen und neidisch werden (vor allem auf die Radstrecke).

:Respekt: - Trainer - ich bin mächtig stolz auf dich, du hoffentlich auf dich auch. Wirklich grandiose Leistung.

Stine :wink:
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Beitragvon Ötzy » 09.09.2010, 20:59

feiner, schön zu lesender bericht !
danke dafür ! :P

wie sieht denn eigentlich dein "normaler" trainingsalltag aus ?
ich denke da so an trainingsumfänge und zeiteinteilung...

gruß, sascha
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Beitragvon sNIKE » 10.09.2010, 10:24

Klasse Leistung! Pokalhoch Glückwunsch! :Laola:
Super Stadt! :OK:
Toller Bericht! :cool:

Bei mir ist das "ICH-WILL-AUCH" Gefühl gerade sehr groß! :D
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Beitragvon Tribelix » 10.09.2010, 23:36

:Danke:
@ Hanseat
Es ist verdammt schwer sich hier auf Gebäude, Flora & Fauna zu konzentrieren beim Fotographieren. Wir haben hier ca. 26° und die Ausschnitte sind sehr tief und gut gefüllt. :geschockt:
Warte schon auf den Termin vom 70.3 auf Lanzarote, im September 2011 ist es da auch sehr schön, obwohl wir schon im April 2011 da sind.

@ Ötzy
Manch einer wäre mit meinen Trainingsstand hier nicht hin gefahren, ist nicht mein Jahr, fing mit der Aschewolke an.

@ sNIKE
Es ist keine Frage, ob man hier mal mitmacht, sondern das MUß man gemacht haben. Das ganze Flair in Monaco ist das eine, Nizza ist das andere, zusammen unbeschreiblich.
Bin heute noch eine Tour gefahren und hab mich geärgert, dass ich keine vernünftige Kamera dabei hatte, jedes Handy-Foto wäre eine Frechheit für diese Gegend. http://www.bikemap.net/route/693708

@ Stine
Zu 98% zufrieden, das Laufen war schon schei....
Dafür wird das laufen bei dir am Sonntag Granate. ;)

So langsam freunde ich mich mit den Gedanken an, hier in Nizza den IM zu machen in 2012. :mad:
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Beitragvon Tribala-Stine » 10.09.2010, 23:49

Nichtraucher hat geschrieben: @ Stine
Zu 98% zufrieden, das laufen war schon schei....
Dafür wird das laufen bei dir am Sonntag Granate. ;)
Du kannst auch zu 100% zufrieden sein. ;)

Wenn ich am Sonntag so laufe wie diese Woche, laufe ich nach Jena. :)
Dienstag flach am Deich - 9,5 km, 48 min
Donnerstag Boberger Dünen - 11,8 km, 1:01 h

....warum bin ich die letzten Wochenenden nicht so gelaufen?

:wink: Stine
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Beitragvon Johanna » 12.09.2010, 14:42

Hi Nichtraucherli,

superspannendes Abenteuer und wieder mal ein sehr amüsanter Bericht.
Habe mit viel Freude (vor)gelesen ;) über die Muskelparty im Oberschenkel, das eingegipste Laufen und der saugende Asphalt.

Klasse!

:wink:
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Beitragvon Tribelix » 26.09.2010, 22:31

Hier ein paar Eindrücke vom Event
Highlights von TriStar
http://www.youtube.com/watch?v=crohFJgH ... re=related

Bericht von Monaco Info
http://www.youtube.com/watch?v=0m34mLtA ... re=related
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Beitragvon Tribelix » 12.02.2011, 17:54

Hab mal wieder bei Youtube gestöbert
und dieses geile Video von Monaco gefunden.
http://www.youtube.com/watch?v=opxouoam_X4
Ansehen und wirken lassen, es lohnt sich :OK:

Selbst gedreht mit Schwimmen, Radfahren und Laufen.
Das ist auch was für Kamera-Freaks
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Beitragvon sNIKE » 12.02.2011, 23:17

Schönes Video!
Aber die Szene bei 4:10 lies mir doch kurz den Atem stocken!!!!! :shock:
Das trüb in meinen Augen die Veranstaltung ein wenig! Bei einem so großen Rennen sollte die Strecke komplett gesperrt sein ...

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