Rügen-Radtour (Bericht + Bilder)

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Helmut
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Rügen-Radtour (Bericht + Bilder)

Beitragvon Helmut » 25.08.2010, 01:51

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<b>Radtour auf Rügen ab Stralsund am 21. und 22.08.2010
Wer nicht hören will, muss fahren!</b>


Mein alter Wunsch Rügen zu sehen, sollte endlich in Erfüllung gehen. Mit dem Meck-Pomm-Ticket der Bahn fuhr ich von Hamburg zum und ab dem Bahnhof Stralsund. Zwei Tage hatte ich mir und meinem daheim gebliebenen Mädel für meine Radtour abgezwackt. Viel zu wenig für die ganze Insel, genug für einen ersten Eindruck, dachte ich. Meine Ziele hatte ich mit dem Marco Polo Reiseführer Rügen ausgewählt und mit Google-Maps in eine sinnvolle und vermeintlich in zwei Tagen leistbare Reihenfolge gebracht.

Meine Route hatte ich am Vorabend von Gert von der Radsportgruppe des Klinikum Stralsund verifizieren lassen. „Sportlich“ meinte der, riet mir zur Bahnfahrt direkt nach Sassnitz und den Schlenker zu den frei weidenden Schafen an der Südostspitze wegfallen zu lassen. Ich aber wollte die Insel und ihre Dimensionen mit dem Rad erfahren, nicht nur die Hauptattraktionen abklappern. Im übrigen ist der Mann gelernter Schäfer, klar, dass er Schafe nicht als die Attraktion empfindet, dachte ich. Ein folgenschwerer Irrtum, brachte er mich doch unter anderen um den Besuch des Cap Arconas.

<b>Samstag, 21.08. - 136 km Rad, 3 ½ Std. Bahn</b>

Wie so oft hatte ich mich mit dem Zeitaufwand verschätzt. Vermeintlich früh aufgestanden ran mir die Zeit davon. Um 6:30 Uhr fuhr mein Zug vom Hauptbahnhof ab, ca. 30 Minuten blieben mir noch für die 10 km Fahrt dorthin durch die Stadt. Mit frisch ausgefallenen Tacho stand ich vor der Aufgabe mit Gepäck eine neue Rekordzeit in die Stadt zu fahren. 2 Minuten vor dessen Abfahrt saß ich im Zug.

Die zehn Minuten zum Umsteigen in Rostock reichten weder für einen Kaffee, noch für eine Zigarettte, weil in dem Moment ja noch mehr Leute die Fahrstühle und den Kiosk nutzen wollten.

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Auf dem Bahnsteig in Stralsund programmierte ich die Route über den Rügendamm in mein Handy ein. Merkwürdig, dabei machte es immer wieder Geräusche, als ob ich damit fotografieren würde. Es war gar nicht mein Handy, es war Gert, der mich ablichtete, ohne dass ich es anfangs bemerkte. Es ist mir immer eine Freude ihn und seine Leute zu treffen, wo also einen Kaffee trinken? „Bei mir.“ meinte Gerd, der unweit vom Bahnhof wohnt.

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Gerd servierte einen Kaffee und indische Zigaretten, Tina holte Kuchen dazu. Gerds gut gemeinte Ratschläge schlug ich mit der o. g. Begründung aus. Da ich ohnehin Stralsund abfahren wollte (eigentlich nur im super Schnelldurchgang), nahm ich sein Angebot einer gemeinsamen Kurzrundfahrt gerne an.

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Stralsund ist eine wunderschöne alte Hansestadt mit unzähligen schönen Häusern. Für's nächste Jahr plant Gerd eine zweitägige HFS-Forumstour „Rund um Stralsund“ mit Übernachtung im Zentrum. Das dürfte eines der Glanzlichter meiner Jahresplanung 2011 werden.

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Gerd geleitete mich noch bis über die alte Rügendamm-Brücke mit wunderbaren Blick auf die neue, dann begann meine Tour über die Insel und gegen die knappe Zeit. Schlechte und fehlende Radwege hatte ich erwartet, nicht aber, dass es teils so hügelig sein würde. Mit Gepäck kostet jeder Anstieg mehrfach Kraft und Zeit. Erst als ich im Südosten in Gager ankam und dort scheinbar niemand etwas von Schafen wusste, erinnerte ich mich seines Tipps: „Vergiß es!“

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Die Zeit ran dahin, vom Jagdschloss Granitz blieb mir nur der Blick auf dessen Turm aus gehöriger Entfernung, dafür aus vielen Perspektiven, weil man es umfährt. Es liegt im Landesinneren in 107 Metern Höhe auf dem höchsten Punkt des Südwestens der Insel mit einer wohl annähernd 270 Grad Sicht auf die Ostsee. Höhepunkt war die Überfahrt nach Baabe auf einer Fähre, die aus einem Ruderboot mit einem Ruderer bestand. Der Mann muss Kraft haben (siehe Bild oben).

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Ebenfalls einfach dran vorbei gerauscht bin ich an den Möchsgüter Museen, einem Freilichtmuseum, dessen vier Häuser ich zumindest von außen sehen wollte. Mein erstes touristisches Glanzlicht war dann Sellin, mit einer schönen alten Seebrücke.

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Weiter ging es nach Binz, dass mich ein wenig an Westerland erinnerte. Einfache Touristen und solche, die ihren Erfolg zeigten, flanierten auf der 4,5 km langen Promenade, letztere mehr in deren Zentrum. Mißfallen hat mir, dass Gosch dort demnächst eine Filiale eröffnen wird. Das mag das kulinarische Angebot verbreitern, ist aber auch eine Verarmung, weil es Binz ein Stück austauschbarer macht.

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Binz hat das bisschen "Sylter Flair" des nordfrisischen Fisch-Händlers nicht nötig. Viel besser zum Ort passt die Fischräucherei Kuse, die ich auf Gerts Empfehlung hin extra ansteuerte. An vielen Orten auf Rügen wird Fisch aus eigener Räucherei dargeboten. Die in Binz genießt zu Recht einen hervorragenden Ruf.

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Nördlich von Binz erstreckt sich auf 5 km Länge das ehemalige KdF-Seebad Rügen/Prora mit einem bis 1939 für 20.000 Menschen gebauten Gästehauskomplex. Fünf solcher Seebädern für jeweils 20.000 Menschen hatten die Nazis geplant, nur dieses begonnen zu bauen, bevor sie den Krieg begannen. Der laufende Verfall und drohende Teilabriß der Anlage war es, der mich zur Eile mahnte, endlich Rügen zu besuchen. Prora ist neben den vielen ehemaligen KZ und dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg für mich einer der Orte, der den Wahnsinn des Nationalsozialismus erfahrbar machen. Nationalsozialistisch geprägte Ferien hat dort niemand gemacht, dafür zogen dort z. B. 1943 ausgebombte Hamburger ein. Meines Erachtens kann man die Anlage heute gern wie auch immer nutzen, aber man sollte sie in ihren gigantischen Dimensionen als Mahnmal erhalten.

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In Neu Mukran machte ich einen Abstecher zu den Feuersteinfeldern, eine Aktion, von der mir Gert in Anbetracht meiner knappen Zeit ebenfalls abgeraten hatte. Deren Anblick war für mich denn auch kaum beeindruckender als die Boberger Dünen in Hamburg. Schön zu sehen, aber im Vergleich zu den anderen Naturwundern der Insel nebensächlich.

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An der Abzweigung der Landstraße nach Sassnitz hatte ich bereits über 100 km ab Stralsund auf dem Tacho stehen. Ein Verkehrsschild verriet, dass der direkte Rückweg nur ca. 40 km lang sein würde. Es wurde Zeit ein Quartier zu suchen und es war eine gute Idee dies in Sassnitz zu tun. Die Pensionen waren ausgebucht. Für 62 Euro zog ich ins Hotel Rügen mit Blick auf' die See ein, ein Plattenbauhochhaus oberhalb des Hafens. Wie so viele Hochhäuser empfand ich auch dieses: Nicht schön an-, aber schön rauszugucken.

Im Bad wunderte ich mich, dass jemand die Klospülung nicht betätigt hatte und die Putzfrau dies nicht bemerkt zu haben schien. Ich wollte dies dem Portier stecken. Auch ein Handtuch lag unordentlich rum. Der Portier war es, der dann an die Tür klopfte. Er hatte mir den falschen Schlüssel ausgehändigt. In dem Zimmer wohnte schon jemand. Jetzt erst bemerkte ich dessen rumliegende Sachen.

In der Altstadt und am Hafen waren um 21:30 Uhr noch viele Kneipen und Restaurants geöffnet. Ich entschied mich für ein Fischrestaurant mit Plätzen am Hafen, genoß eine Heringsplatte mit Bratkartoffeln und dem Störtebeker Bier aus Stralsund in hell und in dunkel - alles sehr lecker, regional passend und zu angemessenen Preisen.

<b>Sonntag, 22.08. - 100 km Rad, 7 km Wandern, 1 ½ Std. Schiff, 4 Std. Bahn</b>

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Der Tag begann mit einem Frühstück im 9. Stock mit guter Rundumsicht inmitten vieler am Buffet Schlange stehender Reisender. Dann sah ich mir die Schiffe im Hafen an. An einem Ausflugsdampfer stand „Anfahrt 10:30 Uhr“. Meine Uhr zeigte „10:20“. Mir fiel ein, dass Dieter aus der Tonndorfer Burg so eine Schifffahrt als die Hauptattraktion der Insel genannt hatte und so kam es denn auch.

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Wir fuhren an den Kreidefelsen entlang bis rauf zum Königsstuhl. Auf der Hinfahrt wurde uns alles fachmännisch, humorvoll und mit Dichterzitaten erklärt. „Die Türen schließen besonders leise, wenn ein Daumen dazwischen ist.“ „Werfen sie bitte keine Fotoapparate über Bord, da liegen schon so viele.“ „Die Kormorane sind der zweitgrößte Feind des Fischers, nach dem Finanzamt.“

Diese Tour sollte man zwei Mal machen. Im Sommer, so wie ich, und im Herbst, wenn das Laub der Bäume des auf den hundert Meter hohen, in unterschiedlichen Weiß- und Beige-Tönen dastehenden Felsen tronenden Waldes alle Brauntöne zeigt.

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Die Felsen, die Caspar David Friedrich malte, sind zwar teils längst ins Meer gestürzt, aber noch immer bietet dieser Küstenabschnitt einen ergreifenden Anblick. Wer viel Zeit hat, sollte am die Felsen einmal am Ufer komplett entlang schreiten und einmal am Hang entlang. Dazu bedarf es guten Schuhwerks und einer guten Kondition. Die Wege sind uneben, steinig und steile Treppen zu überwinden.

Im Hafen hatte ich in einem Kunsthandwerkladen eine unangenehme Begegnung mit der Künstlerin. Sie wies mich darauf hin, dass ich fragen müsse, bevor ich sie fotografiere. Recht hatte sie, nur hatte ich so viel Scheu bei ihrem Beruf nicht erwartet. „Ich fotografiere dann einfach nur Ihre Werke.“ sagte ich. „Auch dann müssen Sie vorher fragen.“ entgegnete sie, fügte ein „Das kann Ihnen viel Ärger ersparen.“ hinzu. Den möchte ich nicht, verließ deshalb umgehend ihren Laden, löschte das Bild von ihrer Werkstatt und erwähne diese auch nicht weiter.

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Viele Leute begnügen sich im Nationalpark Jasmund allein mit einem Besuch des Königsstuhls, den ich von Sassnitz aus ansteuerte. Die Wege am Ufer sind für Räder ungeeignet und gesperrt. Einige Kilometer davor stieß ich auf einen schönen Radweg dorthin, der aber in die falsche (!) Richtung ausgeschildert war. Ich kannte bereits, dass die Radwegschilder auf Rügen mangels Radwegen an den Straßen einen teils auf erhebliche Umwege führen, die ich mir zeitlich nicht mehr leisten wollte. Frustriert kehrte ich um, folgte der Straße.

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Vom Parkplatz Hagen des Königsstuhl ist der direkte Weg zu den Felsen ebenfalls für Räder gesperrt, obwohl ich (aber eben nicht jeder) ihn locker hätte fahren können. Über 3 km walkte ich den welligen Weg durch einen schönen Wald zum Nationalpark-Zentrum (6 Euro Eintritt), in dessen inneren sich der Zugang zum Königsstuhl befindet. Wut kochte in mir auf, als ich feststellte, dass ich viel schneller auf einer Straße an dem Fußweg hätte vorbei fahren können. Man hätte auch einen Bus nehmen können, für ca. 3 Euro hin und zurück.

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Ich gönnte mir nur wenige Minuten auf der Aussichtsplattform. Wer länger am Steilufer verweilen möchte, sollte sich ein einsames Plätzchen ein Stück abseits suchen, und ich wollte noch wieder zurück walken, das Cap Arcona und meinen Zug in Stralsund erreichen. Mir wurde da schon klar, dass das kaum zu schaffen sein würde. Mit etwas mehr Zeit hätte ich auch den kostenlosen Gang zur Ernst-Moritz-Arndt-Ansicht angetreten, dem Nachbarfelsen des Königsstuhls.

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Gern wäre ich noch komplett um den Großen Bodden gefahren. Mein Ziel Cap Arcona gab ich nur 17 Kilometer davor stehend auf. Nun bereute ich meine Dickköpfigkeit gestern ein paar freilaufende Schafe sehen zu wollen. „Wer nicht hören will, muss fahren!“ schoss es mir durch den Kopf.

Ich fuhr nur noch bis kurz hinter Glowe rauf auf Schaabe, trat dann die Rückfahrt auf der gleichen Seite des Boddens an. Die Route östlich des Großen Boddens bietet den Vorteil,dass man immer recht nahe der Bahnlinie ist, zur Not den nächsten Bahnhof ansteuern kann, allerdings hatte ich den Ehrgeiz, die über fast 50 km nach Stralsund in ca. drei Stunden mit dem Rad zu fahren. Dem standen die die hügelige Landschaft, die teils schlechten Wege und zunehmender Wind entgegen.

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Zunächst musste ich meine Vorräte auffüllen, um meine Mittagspause einzusparen und Flüssigkeit aufzunehmen. Ein offener Supermarkt findet sich auf Rügen an einem Sonntag nachmittags in allen großen Orten, besucht zumeist von den Insulanern selbst. Ich mag besonders einen Schokoriegel aus dem Kühlregal einer Firma, deren Namen ich nicht mehr nennen mag, ärgere mich immer, weil er zumeist nur im 3er-Pack verkauft wird. Ich nahm drei, aß sie als Ersatz-Mittagessen auf einmal auf.

Auf Rügen habe ich alle 14 Gänge meiner Nabenschaltung benutzt, bin einerseits teils mit 5, aber auch mit bis zu 50 km/h gefahren, musste auf einigen Sandwegen kurze Passagen durch tiefen, feinen Sand schieben, auch abseits des Strandes. Auf dem Rückweg nach Stralsund rechnete ich mir einer erforderlichen Schnitt > 15 km/h für den direkten Weg aus, inklusiver aller Pausen, evtl. Pannen und Umwegen.

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Der Wind kam zunehmend von vorn, direkt vor mir baute sich eine Gewitterfront auf, aus der sich erste Blitze entluden. Kurz bevor der Regen einsetzte, wurde ich von zwei Schildern nach rechts von der Straße verwiesen. Das letzte Stück zur neuen Brücke über den Rügendamm ist den Autos vorbehalten. Über die alte Brücke kann man mit dem Rad fahren, wie aber dorthin gelangen, wo die sich doch auf der linken Seite befand?

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„Da müssen Sie zurück in den nächsten Ort fahren.“ gab ein Seniorenpaar bereitwillig Auskunft. Als ich dies mit Blick auf meinen nicht auf mich wartenden Zug ablehnte, belehrte sie mich. „Sie hätten sich vorher erkundigen müssen!“ Ich lächelte milde, worauf Sie den Satz erst wiederholte, sich dann eines kürzeren Weges erinnerte. Über einen Feldweg erreichte ich eine Straße, die mich zu einer Unterführung rüber zur alten Brücke führte.

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Den Regenanzug hatte ich schon an, als es begann wie aus Kübeln zu schütten. Auf der anderen Seite angekommen rechnete ich mir aus, dass die Zeit noch für einen schnellen Besuch in einem Schnellrestaurant reichen würde, wenn, ja wenn ich denn den Bahnhof gleich finden würde.
Mein Handy mochte ich bei dem Regen nicht als Navi nutzen. Leute waren auf den Straßen kaum zu sehen. Die schwedische Touristin kannte sich nicht aus, der Stralsunder PKW-Fahrer missverstand meine Zeichen, fuhr verärgert davon und das Päarchen in dem Auto mit dem auswärtigen Nummernschild wies mich in die falsche Richtung. Dank der Wermutsbrüder vor zwei Kiosken gelangte ich auf den rechten Weg.

15 Minuten vor Abfahrt des Zuges kam ich glücklich im Bahnhof an. Dazu PhysioHH: „Ein gutes Pferd nimmt die Hürde kanpp.“ In meiner Euphorie textete ich zwei dort bei einer Flasche Bier sitzenden Herren zu. Die Frage, ob ich einen Euro über hätte quittierte ich mit einer 2-Euro-Münze, waren ja auch zwei Herren.

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Mir war klar, dass die Rückfahrt 30 Minuten länger als die Hinfahrt dauern würde, freute mich auf einen dieses Mal etwas längeren Aufenthalt in Rostock. Welch ein Irrtum. Zunächst aber genoß ich die Aussicht durch das Bahnfenster auf die nach dem Regen in satten Farben leuchtenden Felder, gekrönt von einem traumhaften Regenbogen, was außer mir niemand in der Bahn zu bemerken schien.

Einen von drei BMXern sprach ich auf seine wunderschöne Kette am Rad an. Die drei sprachen mit mir, wie ein Jugendlicher halt mit einem ahnungslosen Opa spricht, dem er in wenigen Sätzen seine Welt erklären soll.

In Rostock angekommen, stellte ich mit Entsetzen fest, dass heute kein Zug mehr nach Hamburg fahren würde. Und nun? „Sie hätten sich vorher erkundigen müssen!“ schoss es mir durch den Kopf. Zum Glück war der Auskunftschalter noch besetzt. Dort erfuhr ich, dass in wenigen Minuten mein Zug nach Bad Kleinen abfahren würde. Dort stieg ich um in den Zug nach Lübeck, wo ich endlich Zeit fand eine zu rauchen, um dann mit dem nächsten Zug nach Hamburg-Hauptbahnhof und mit dem Rad nach Tonndorf fuhr, mit kurzen Zwischenstopp in der Tonndorfer Burg, wo ich mich bei Dieter für den tollen Tipp mit der Schifffahrt mit Handschlag bedankte.

<b>Fazit</b>

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Rügen hat all meine Vorurteile annähernd bestätigt. Die Insel bietet viele wunderschöne Ecken, auch abseits der Touristenströme. Die Kreidefelsen haben mich zutiefst beeindruckt. Sie allein sind eine Reise wert. Warum sie in Rügens Top Ten meines Reiseführer nur in Gestalt des Nationalpark-Zentrums auftauschten, weiß nur dessen Verfasser. Der hatte als Top-Tipps die sicherlich auch tollen Störtebeker Festspiele ausgegeben. Auf Platz zwei stand zu meinem Unverständnis der Rügen Park (Miniaturenpark). Künstliche statt echter Welt.

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Wer mit dem Rad unterwegs ist, muss hinnehmen, dass vielfach Radweg fehlen, andere über weite Umwege und teils sehr schlechten Belag führen. Trotzdem, ich sah sehr viele Leute radfahrend. Das ist wie mit dem Radfahren in Hamburg. Es ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens - und der Nervenstärke: Einige rüganer Autofahrer ließen die gebotene Gelassenheit im Umgang mit notgedrungen auf der Fahrbahn radelnden Zeitgenossen vermissen. Allerdings müssen auch die Autofahrer es ertragen, dass Landstraßen in einigen Ortschaften zu engen Kopfsteinpflasterpassagen mutieren.

Gefreut hat mich, dass selbst mir als Ü50er nur anhand einiger alten Ostprodukten aufgefallen ist, dass ich als „Wessi“ im „Ossiland“ unterwegs war. Den „Charme des Sozialismus“ versprühte nichts mehr. Ich fühlte mich als Deutscher unter Deutschen, mehr noch als Mittel-Nordlicht unter Ost-Nordlichtern. Den Charakter der Gegend und der Menschen, die darin leben, habe ich überall gespürt, nicht aber den der ehemaligen DDR. Schön, dass wir Deutschen wieder in einem Land leben.

Es gibt für mich viele Gründe erneut nach Rügen zu fahren. Ich möchte Prora von der Seeseite abfahren, durch eines der Gebäude gehen. Die Kreidefelsen möchte ich im Herbst von der See aus bestaunen, möchte oben und unten am Ufer entlang gehen und eine der Treppen in beide Richtungen besteigen. Der entgangene Besuch des Cap Arcona schmerzt mich, zumal ich in Sassnitz bereits einen Kaffeebecher mit den Leuchttürmen drauf erwarb. Und die autofreie Insel Hiddensee gilt es noch zu erfahren.

Es folgt bemerkenswertes zu Karten- und Radfahrmaerial. Zunächst kommen hier alle ca. 180 teils kommentierten

Bilder von der Rügen-Radtour ab Stralsund.

<b>Erfahrungen mit Kartenmaterial und Reiseführer</b>

Wichtig ist vor allem eine gute, reiß- und wetterfeste Karte, z. B. diese hier: Radwanderkarte Rügen 1:75.000: Ausflugsziele, Einkehr- & Freizeittipps, reißfest, wetterfest, abwischbar, GPS-genau.

oder diese (von mir erfolgreich verwendet): Rügen - Stralsund - Greifswald 1:70.000 Radkarte. GPS-genau.

Gut ist es eine Reiseführer dabei zu haben, den man am besten schon mal vor der Tour studiert. Z. B. diesen hier für den eiligen Leser (von mir teils erfolgreich verwendet): MARCO POLO Reiseführer Rügen/Hiddensee/Stralsund mit Szene-Guide, 24h Action pur, Insider-Tipps, Reise-Atlas: Reisen mit Insider-Tipps. Mit Reiseatlas

Wer sich mehr Zeit für die Vorbereitung nehmen mag, sollte besser hier zugreifen: Rügen: Hiddensee & Stralsund

<b>Erfahrungen mit dem Radmaterial</b>

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Mein Tourenrad <a href="http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... .php?t=669" target="_blank">TRENGA DE TDH – 10</a> empfand ich auf jeden Untergrund als das richtige Transportmittel für mich und mein Gepäck. Die zusammen gut 100 kg steckte es jederzeit gut weg.

Die <a href="http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=3098" target="_blank">Schwalbe Marathon Extreme</a> fuhren auf jedem Belag gut. An ihnen prallte jede Gemeinheit (Sand in vielen Variationen, Feuersteine, etc.) einfach ab.

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Die <a href="http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... .php?t=924" target="_blank">Ortlieb Back-Roller</a> sind beste Wahl für den Alltag, gut geeignet auch für Mehrtagestouren. Super auch die <a href="http://partners.webmasterplan.com/click ... 13106.html" target="_blank">Ortlieb QL2 Diebstahlsicherung</a>, wenn man sich mal kurz ohne Taschen vom Rad entfernen möchte. Die Lenkertasche nervte, weil sie wippte und dabei immer gegen den Scheinwerfer stieß und seine Position verstellte.

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GPS am Rad ist eine tolle Sache, für mich als Gelegenheitsnutzer per Handy Nokia X6. Das klappte nur weil das Gerät über das Busch+Müller E-Werk permanent geladen wurde. Dauerhafter Einsatz war auch damit nicht möglich. Das Display braucht mehr Strom als das Ladegerät liefern kann. Ich setzte die GPS-Funktion deshalb zum Schluß nur bei Bedarf ein.

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Das SmarTube Flaschen-Trinksystem, mit dem man durch einen Schlauch aus einer Pet-Flasche trinken kann, ist eine gute Idee, aber das Mundstück ließ zu wenig Flüssigkeit durch. Letzteres werde ich gegen eines von CamelBak austauschen.

Der Flaschenhalter Topeak Modula Cage XL nimmt Pet-Flaschen von 1 bis 1,5 L gut auf, nur der Halteriemen ist zu kurz bemessen, ich ließ ihn einfach weg.
Zuletzt geändert von Helmut am 27.08.2010, 08:37, insgesamt 6-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon dermitdemradfährt » 25.08.2010, 09:50

Klasse Helmut, suuuperklasse dein Bericht.

Deine Eindrücke und Empfindungen kommen sehr gut rüber und deine Art zu schreiben und des Ausdrucks bereiten mir als Leser und Betrachter großen Spaß. Ich wünsche dir noch viele dieser erlebnisreichen Kurztripps und mir noch viele deiner Berichte.

Vielen Dank und ich bin gespannt, wann der Spruch "Wer nicht hören will, der muß fahren" in einer Signatur steht. :)

P.S. Der Link zu den 180 Fotos verweist auf eine andere Veranstaltung, oder?
"Wenn Du glaubst, Du hättest die Dinge unter Kontrolle, fährst Du definitiv nicht schnell genug."
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Beitragvon sNIKE » 25.08.2010, 10:55

Klasse Bericht! Schön geschrieben! Und wie immer: tolle Bilder!

Das erinnert mich an mein Vorhaben, auch mal wieder Rügen zu besuchen. Zu letzt war ich als Kind dort ...
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Beitragvon hanseat » 25.08.2010, 11:17

Hallo Helmut,

Mönchgut, also die südöstliche Halbinsel auf der Du nach Schafen gesucht hast, ist wegen seiner grasbewachsenen Hügel - den Zickerschen Alpen - und den einschneidenden Wieks bzw. Buchten landschaftlich neben den Kreidefelsen m. E. das Schönste, was Du auf Rügen vors Auge bekommst, schöner noch als z. B. Kap Arkona. Von daher hast Du nach meinen persönlichen Erfahrungen die richtige Route gewählt!

Auf einer möglichen zweiten Radrundfahrt in meiner alten Heimat kannst Du dann ja die Halbinsel Wittow und die wunderbare Insel Hiddensee abklappern...
"Mr. Nachkommastelle"
...wir sitzen alle in einem Boot, die einen rudern und die anderen genießen die Aussicht...
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Beitragvon QuickNic » 25.08.2010, 11:26

Klasse Bericht Helmut...

ich würde Dich doch glatt nominieren...ich weiß, ich weiß, dass das von Dir nicht erwünscht ist! ;)

Aber die zweitägige Forums-Tour "Rund um Stralsund" hört sich verlockend an...
wie koordiniere ich nur die ganzen jetzt schon auflaufenden Termine in 2011!? :oops:
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Bericht MeckVor (Bilder von Zingst 2008)

Beitragvon Wurzelwegtreter » 25.08.2010, 14:19

Moin Helmut,

schön hast Du die gesammelten Eindrücke hier im Forum beschrieben.

In der Tat ist die Gegend auf Rügen schon was ganz besonders.

Ich bin regelmäßig auf dem Darst in Zingst und mache dort immer meine Bodden-Touren, so auch diesen Sommer.

Habe aber keine Bilder von Fahrradfahren 2010 gemacht :(
Werde aber beim nächsten Besuch MEINE Eindrücke von den gemachten Fahrten hier wieder geben.

Ein paar Bilder habe ich noch von meinen Fahrten im Sommer 2008 mit dem EX-Stevens F9 Fahrrad.

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....ich hab´ DIE Mauer gefunden
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tschüss

Frank
Zuletzt geändert von Wurzelwegtreter am 25.08.2010, 18:17, insgesamt 2-mal geändert.
was ist Rückwind?
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Beitragvon Helmut » 25.08.2010, 15:44

dermitdemradfährt hat geschrieben:Der Link zu den 180 Fotos verweist auf eine andere Veranstaltung, oder?
Danke für das Lob und den Hinweis. Link ist jetzt O.K. Hier stehen die ca. 180 teils kommentierten

Bilder von der Rügen-Radtour ab Stralsund.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Gert
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Beitragvon Gert » 25.08.2010, 16:03

Hallo Helmut,

da hast Du ja noch richtig was erlebt, Abenteuer ist ebend nicht zu planen, die meistert man einfach. :GrosseZustimmung:

Jetzt hast Du ja einen triftigen Grund, Rügen noch einmal aus einer anderen Jahreszeitperspektive zu betrachten.

Ansonsten ein sehr schöner Bericht mit Deinen super Bildern.

Denke an den möglichen Termin im Frühjahr, lege mal zwei vor!!!

Bis dann, Gruß Gert
nichts ist unmöglich!!!
Ötzy
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Beitragvon Ötzy » 25.08.2010, 20:47

vielen dank für deinen umfassenden bericht. meine frau und ich werden anfang oktober erstmalig für 4 tage rügen erkunden und sicherlich dem ein oder anderen hinweis folgen. :)

der kleine reiseführer von marco polo ist mir pesönlich jedoch zu oberflächlich aufgebaut, von wenigen einkehrmöglichkeiten, bahn-und schifffahrten mal abgesehen... mit deinen ergänzenden vorschlägen sehe ich dem allerdings gelassen entgegen.

die fotos gönne ich mir später. hier in brunsbek surft man auf ganz flachen wellen... - bei starkregen und im internet. ;)
Hosesrad
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Rügen-Tour 2010

Beitragvon Hosesrad » 27.08.2010, 14:00

Hallo Helmut,

Rügen im Herbst ist Wunderschön. Durch die Alleen an der Ostküste Rügens. Ein Erlebnis wenn die Sonnestrahlen durch die Bäume scheinen...

Die Tour d' Allée Rügen RTF "Rund um den Jasmunder Bodden" ist eine schöne Veranstaltung. Die immer am zeiten Wochenende im Oktober stattfindet. Start und Ziel ist Binz. Rügen auf dem Fahrrad ist so wie Schleswig-Holstein von der Nord- zur Ostsee. Von Hügel und Wald bis soweit das Auge reicht kaum ein Baum in Sicht.

Ich habe deinen Bericht mit großem Interesse gelesen.

Wir fahren Anfang Oktober zum 8 mal auf die Insel. ;-) :wink: :cool: :D

Gruß Holger
TriaThomy

Nette Runde

Beitragvon TriaThomy » 27.08.2010, 20:02

Hallo Helmut,

es war sehr schön Deinen Bericht von meiner zweiten Heimat zu lesen - ich habe in meiner Kindheit praktisch jede der 8-wöchigen Sommerferien in Gager bei meiner Oma verbracht und bin auch heute noch sehr oft dort.

Und ich kann Hanseat nur zustimmen, daß Du auf Kap Arkona nicht wirklich viel verpaßt hast. Letztlich hast Du alles richtig gemacht und die besten Ecken (also den Südosten) besucht.

Das Problem mit den Radwegen ist leider immer noch eins, obwohl es in den letzten Jahren Fortschritte gegeben hat. Aber im Sommer ist es noch viel schlimmer, wenn auf den schmalen Radwegen (z. Bsp. der von Lobbe Richtung Thießow am Strand lang im Wald) ganze Heerscharen von Leihfahrrädern unterwegs sind, die sehr häufig von Leuten bewegt werden, die scheinbar das erste Mal in ihrem Leben auf einem Rad sitzen.

Wenn ich im Frühling auf Rügen mein Triathlon-Trainingslager 'für Arme' mache, fahre ich meistens in der Zeit von 07-10 Uhr die 90 bis 100km Runde direkt auf der Straße. Da ist noch wenig los und man wird nur ein- oder zweimal von Autofahrern angetrötet :-) Die Rüganer bezeichnen sich beim Thema Autofahren übrigens gerne selbst als Rücksichtslos, Übelgelaunt und Gemeingefährlich (RÜG) ...

Wenn Dir der "Ost-Charme" gefehlt hat, fahr das nächste Mal Richtung Putbus / Halbinsel Zudar (Achtung: teilweise Kopfsteinpflaster!). Da gibt es viel weniger Tourismus und daher ist noch nicht alles modernisiert worden. Man muß da aber nicht langfahren :cool:

Es gibt übrigens auch einige kulinarische Geheimtips (zwar nicht immer sportlerkonform, aber man darf sich ja auch mal was gönnen oder?) - bei Interesse einfach mal melden.

Viel Spaß noch weiterhin beim Radeln!
Bagdad-Biker

Re: Nette Runde

Beitragvon Bagdad-Biker » 28.08.2010, 12:24

TriaThomy hat geschrieben: ich habe in meiner Kindheit praktisch jede der 8-wöchigen Sommerferien in Gager bei meiner Oma verbracht...
8 Wochen Sommerferien??? Klär mich mal bitte auf! Sag mir jetzt nicht, ich bin jedes Jahr zwei Wochen zuviel zur Schule gegangen. :mad:
Genützt hats mir trotzdem nix :HaHa:
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Re: Nette Runde

Beitragvon Helmut » 28.08.2010, 18:00

Bagdad-Biker hat geschrieben:8 Wochen Sommerferien??? Klär mich mal bitte auf!
Sommerferien (große Ferien) gab es in der DDR üblicherweise während der Monate Juli und August.

Sie dauerten mindestenst acht Wochen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
TriaThomy

Jetzt habe ich mich doch ge-outet ...

Beitragvon TriaThomy » 29.08.2010, 13:02

als alter Zonie :mrgreen:

Die zwei Wochen mehr Urlaub im Sommer waren wenigstens ein klitzekleiner Ausgleich für das fehlende Nutella, die nicht vorhandenen Bananen und all die anderen Annehmlichkeiten, die erst ab '89 über uns kamen :D

Und was daran auch noch richtig toll war: Man hatte immer zur gleichen Zeit frei, wie die Kumpels oder Verwandten - selbst wenn sie ganz woanders wohnten ...

So long - T.

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