Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

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Besenwagenflüchtling
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Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Besenwagenflüchtling » 05.08.2019, 23:36

Moin allerseits,

die Berichte werden folgen und ich kann Euch jetzt schon versprechen es werden tolle Berichte.

Derzeit sind die Foris die am Arlberg Giro teilgenommen haben noch auf dem Heimweg oder machen im Anschluss Urlaub.

Eines vorweg ALLE sind sind heil ins Ziel gekommen :)

Von 12 startern haben wir 10 finisher :Respekt: und nur 2 DNF (einer bin ich, ohne Besenwagen) aber dazu später mehr.

Es war ein grandioses Wochenende, was richtig spaß gemacht hat.

Wenn es HFS Medalien geben würde, würde ich diese an "unsere" Frauen vergeben, die haben den Arlberg sowas von geil gerockt das war der Hammer :Tanzen:

So das war es in der Kürze. ;-)

Mehr später.
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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Kanarienvogel
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Kanarienvogel » 06.08.2019, 17:30

ACHTUNG ES WIRD ETWAS LÄNGER!!!! :roll:

Dreimal ist Bremer Recht heißt es ja immer im Volksmund. :) Tja……..und wie ist es dann bei Kölnern :shock: ???? Dürfen die dann so oft sie wollen :Unentschlossen: ????
Ich kann den Satz mal für mich umdrehen….dürfen wohl immer……..aber ob sie wollen :? ?????

Dieses super schöne Radrennen endete für mich wie jedes Mal mit dem Satz: „Niiiiiiieeee wieder“!!!!!! :Heul:

So, Einleitung geschafft. Dann kann ich ja mit dem Bericht beginnen :D

Freitag der zweite August Zweitausendneunzehn, 12 wackere Nordlichter machen sich auf in die österreichischen Berge um ein Alpenradrennen zu fahren :cool: . Der ein oder andere nicht zum ersten Mal, viele aber als Novize oder natürlich auch als Supporter :Tanzen: . Ja, einige reisten sogar schon eher an um sich in der Gegend zu akklimatisieren :Zwinkern: . Durch eine eigens eingerichtete Whatsappgruppe, zutreffend benannt als „Adventure Arlberg Giro“ :HaHa: , waren alle immer auf dem neuesten Stand der Dinge und es wurde sich am frühen Abend zum Dorfbummel mit anschließenden Essen verabredet. Essen gehen in St. Anton für eine 12 köpfige Gruppe ist gar nicht mal so einfach :sad: wenn ein Radrennen stattfindet und 1500 Starter mit Anhang etc. anreisen. Aber wir fanden noch Platz bei einem Italiener und ließen uns Pizza, Pasta etc. schmecken :trommel: . Hinterher ging es noch in eine weitere Lokalität um dort die Getränke zu testen bevor alle langsam ihre Hotelzimmer aufsuchten.

Samstag der dritte August Zweitausendneunzehn, ich verstehe es gar nicht, obwohl wir am Freitagmorgen um drei Uhr aufgestanden und nach St.Anton durchgefahren sind, wachen Marion und ich früh auf. Das Frühstück im Hotel Alpenleben wie immer aller erste Sahne :GrosseZustimmung: . Danach ging es mit dem Rad zum Arlberg Wellcome,

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einer großen Mehrzweckhalle, Startunterlagen abholen

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……inklusive Finishertrikot :shock: ……..

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komisch, die Jahre zuvor gab es das immer erst hinterher.

Super finde ich, dass die Organisatoren immer ein Riesenplakat anfertigen, auf dem alle Teilnehmer verewigt sind.

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In der Bildergalerie könnt ihr uns/euch alle wiederfinden. Marion hat sich die Mühe gemacht alle heraus zu suchen :applaus: .

Danach sollte es ein kleine „Anschwitzrunde“ mit dem Rad durch die Gegend geben…..dachte ich :? ……meine morgendliche Whatsapp-Anfrage löste einen waren Begeisterungssturm aus :HaHa: . Sagten am Abend zuvor noch so drei bis vier Personen locker zu hatte ich an diesen Morgen den Eindruck meine Nachricht ist gar nicht angekommen :Weissnicht: . Also traf ich mir nur mit Ötzy auf eine Runde,

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erst Richtung Pettneu (hier entstand auch das Foto mit dem dritten Teilnehmer :HaHa: )

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und dann zurück über St.Anton ein Stück den Arlbergpaß hinauf, um für das Rennen ein wenig das Gefühl eines richtigen Anstieges zu bekommen.

Meeeeeensch war das anstrengend den Berg hinauf :kapitulieren: und ja, es kamen doch erste Zweifel auf ob es nächsten Tag gelingen wird das Ziel auf dem Rad zu erreichen :oops: . Zumindest bei mir, bei Sascha der glaube ich in den Bergen auf dem Rad geboren wurde :Sehrlachend: nicht und bei der Schnecke auch nicht :) . Ok, sie braucht vielleicht etwas länger.
Also, lieber nicht ganz bis nach oben nach St.Christoph und zu viel Energie verbrauchen, sondern wieder zurück nach St. Anton. Wie schnell doch die Anstrengung bei so einer rasanten Abfahrt ins Tal wieder vergessen wird :D . Im Dorf traf ich dann auf den Rest der Truppe die mit Shopping in der Fußgängerzone beschäftigt war.

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Nach etwas Ruhe ging es dann wieder zum Arlberg Wellcome zur Pastaparty und Fahrerbriefing wo wir alle gespannt zuhörten,

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da ein kleiner Teil der Strecke wegen Baustellen neutralisiert wurde :shock: . Sollte man dort eine vorgegebene Durchfahrtzeit unterschreiten, was ohne weiteres möglich war da es in der Abfahrt war, würde man disqualifiziert werden :mad: .

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Wir ließen uns die Pasta schmecken und danach ging es zum Kriteriumsrennen im Dorf. Ein Highlight jedes Jahr vor dem Arlberg Giro :Empfehlung: . Auf einen anspruchvollem Rundkurs mitten im Zentrum werden erst ein Damen – und dann ein Herrenauscheidungsrennen ausgetragen.

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Zu unserer Überraschung gab es mit Benitta Wesselhöft auch eine Teilnehmerin aus unserer Heimat :applaus: . Sie hat meinen allerhöchsten Respekt, da sie nicht nur dieses Kriterium sondern auch noch am Tag da drauf den Arlberg Giro mit gefahren ist :ergebung: . Im Anschluß des Zieleinlaufes der Herren ging es dann für alle in die Hotels, schließlich wurde es für uns ja am nächsten Morgen schon um 07:00 Uhr Ernst.


Sonntag der vierte August Zweitausendneunzehn…..es ist früh……sehr früh und die liebe (bemitleidenswerte) Marion mußte meine normale „vor dem Rennen Laune“ ertragen :roll: . Sorry nochmal Schatzi :verliebt: . Nach dem fast wortlosen Frühstück :zwinkern: und der allgemeinen Vorbereitung (Klamotten, Rad) machte Marion sich auf den Weg zu den Startblöcken

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und ich fuhr noch eine Runde aus dem Ort hinaus, um die Beine zu lockern. Dann ging es in den Startblock…..ja und es war genauso wie 2014 und 2016. Die Gesichter voll konzentriert oder sollte man sagen die Mimik deutet darauf das man nichts Gutes erwartet.

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Dann der Startschuß

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und es geht los, unser Startblock (der Genießerblock :shock: , was auch immer das bedeuten soll) setzt sich in Bewegung.

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Oh wie schön, es geht besser wie gestern denke ich mir als es nach gefüllten zwei Metern die 13% den Arlbergpaß hinauf geht banana . Schnell hatte ich meinen Rhythmus gefunden und immer weiter ging es nach oben. Andere fanden noch besser ins Rennen……Tribalastine und Konkursus flogen bei diesem Höhenprofil nur so an mir vorbei :GrosseZustimmung: . Kurz mußte ich anhalten, um etwas zu trinken…….meine Herzfrequenz war so hoch das es während der Fahrt nicht ging, da rollte Tribelix an mir vorbei :Radler: . Das war der Anfang einer langen gemeinsamen Fahrt strreicheln .

Jaaaaaaaa……aus dem Tunnel raus und St.Christoph erreicht!!!!! Die ersten 500 Höhenmeter geschafft……nach ACHT Kilometern!!!!!! Jetzt hinunter in die Abfahrt. Ich Liebe es mit diesen Kurven :D …..zumindest wenn es trocken ist. Ich bin zwar nicht der schnellste aber es bringt mir richtig Spaß. Dann der Neutralisierte Streckenteil von Stuben bis Wald am Arlberg. Da mußte man schon ganz schön Bremsen um die Richtgeschwindigkeit von 30 Km/h beizubehalten damit man nicht disqualifiziert wird. Kurz nach dem Ende der Neutralisation tauchte Tribelix wieder neben mir auf :shock: ……keine Ahnung hinter welchen Baum der sich versteckt hatte :Unentschlossen: , sehen seine Abfahrten doch eher nach einem freien Fall aus :Sehrlachend: .

Jetzt ging die wilde Hatz richtig los. Bis nach Bludenz stand, glaube ich, nie die 3 vorne auf dem Tacho. Meist die 4 oft auch die 5 oder die 6. Immer fanden wir Anschluß an tollen Gruppen die Tempo machten. In Bludenz dann der Linksschwenk und es geht ins Montafon. Immer leicht bergauf was ein gar nicht so auffällt. Irgendwann sagte ich zu Tribelix: „ Hier stimmt was nicht….es geht doch bergab …..aber mein Garmin zeigt immer mehr Höhenmeter an :Weissnicht: “ Zur Antwort bekam ich nur: „Sinnestäuschung!!“ Ich weiß bis heute nicht ob er mich oder den Garmin meinte :qualmen: .

Irgendwann konnte ich dann dem Tempo unserer Gruppe nicht mehr folgen und ließ mich zurückfallen :wink: . Ich wußte genau, wenn ich noch länger dabei bleibe, werde ich das auf der Silvretta Hochalpenstraße bitter bereuen, das ich vorher so viele Körner verbraucht habe. Jetzt wurde es wieder steiler aber ich wußte ja das es bis zum ersten Buffet nicht mehr weit und daher nicht so schlimm war.

Ach ja diese Labestation…..ich kann mich noch erinnern......2014.....als ich dort ankam und zu meiner Vereinskameradin Frieda sagte: „So, das schlimmste ist jetzt geschafft“ und sie mich so komisch, ja ich möchte sagen mitleidig ansah. Sie konnte mir einfach nicht sagen….Nein Lars, das schlimmste kommt noch!!!! :shock:
Aber jetzt war alles anders, ich wußte was kommt und nach dem die Getränkeflaschen aufgefüllt waren und ich eine Banane gegessen hatte ging es weiter. Wieder zusammen mit Tribelix der auch noch an der Station war...….. auf zur Silvretta Hochalpenstraße. Gemeinsam durchfuhren wir die Mautstation und es ging los….der für mich schlimmste Anstieg seit ich Rennrad fahre :Heul: . Meine ich zumindest oder habe ich 2014 und 2016 schon so weit verdrängt? :Unentschlossen: Nein, ich glaube nicht :sad: . Denn dieses mal gab es keine Probleme mit der Kraft…sondern….ja wie soll ich es beschreiben…..ein Comedian hat mal beim Arzt gesagt: „Ich habe Körper!!“ :Sehrlachend: und so war es bei mir auch. Zu Beginn des Anstieges bekam ich kräftig Magenprobleme. Das war aber wohl dem geschuldet das ich aus Ehrfurcht vor dem was da kommt mir viel zu viel Gel zugeführt hatte :mad: . Dann begannen im ersten Drittel des Anstieges Krämpfe im linken Oberschenkel die sich langsam bis in die Wade vorarbeiteten :x . Also immer mal wieder anhalten…lockern, dehnen und weiter. So pendelten Tribelix und ich gemeinsam den Berg hinauf :HaHa: . Er mit seiner ruhigen kontinuierlichen Fahrweise voraus, bis ich ihn dann wieder mit meiner schnellen Trittfrequenz überholte………Pause machte und er wieder vorbeizog.

Ich weiß gar nicht wer es als erstes war….ich glaube Konkursus der an mir vorbeifuhr als ich mal wieder eine „Stretchingzwangspause“ einlegen mußte. Dann kam Tribalastine (Wann hatten wir die beiden eigentlich vorher wieder überholt??) und bot mir Verpflegung an (wie Tribelix auch zuvor), die ich höflich ablehnte. Ja es war ein Fehler von mir :cry: , kurze Zeit später bekam ich auch Krämpfe im rechten Oberschenkel. Aber ich hatte Glück sie gingen nicht bis in die Wade :roll: .

Ja, geschafft…..zumindest das erste Teilstück :Zwinkern: . Nachdem man den traumhaften Ausblick bergab genießen konnte

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(ich möchte nicht wissen wie oft dieser an diesem Tag gepostet wurde :foto: :foto: :foto: ) kommt der erste Stausee und es geht einen Moment ohne positive Prozentzahlen weiter. Man fährt sogar ein kleines Stück bergab, bis es dann wieder kräftig steil wird.

In diesem Teilstück bis zum Gipfel hatte ich zwei ganz tolle Erlebnisse :D .
Zum einen als ich zum Beine lockern ein Stück gehen musste und mich umdrehte. Dort sah ich ein HFS Trikot das angeflogen kam :wink: . Tribelix konnte es nicht sein, der fuhr in Hamburg Wasser Uniform……nein es war 456Hex……aus dem letzten Block gestartet……so viel Respekt wenn nicht sogar Angst vor diesem Rennen hatte sie gehabt und dann diese Leistung :ergebung: :ergebung: . Toll, Einfach Super!!!!

Ja und das zweite Erlebnis war…..Ich möchte mal so anfangen…..Ich hasse mittlerweile Schweizer Autofahrer, ich glaube ich habe noch nie etwas rücksichtsloseres gesehen als diese Spezies :Schimpfen: . Schweizerische Rennradfahrer hingegen sind die tollsten Menschen auf Erden :sieg: . Kurz nachdem 456Hex an mir vorbeiflog kamen zwei Eidgenossen vorbei und fragten ob alles in Ordnung wäre und boten mir Salz an :dance: . Dieses Mal machte ich nicht den Fehler es höflich abzulehnen sondern griff zu. Vielen Dank euch beiden, das ist wahrer Sportsgeist!!!!!! :Danke:

Ich weiß nicht ob es am Salz lag oder es ein sogenannter Placeboeffekt war :Zwinkern: ……..zumindest waren die Krämpfe nach einer kurzen Zeit so gut wie verschwunden und ich nahm die letzten 2 Kilometer ohne großen Schwierigkeiten in Angriff. Immer wieder traf ich in diesen Abschnitt auf Ulrike die sich bravourös den Berg hinaufkämpfe und alsbald entschwand.

Dann eeeendlich der Gipfel :ifreumi: . Ein gemeinsames Foto mit Tribelix vorm Gipfelschild mit Bergpanorama,

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ein wenig verpflegen und ab ging es in die Tiefe. 36 Kilometer Bergab :Kopfüberklatschen: …..man muß sich das einmal vorstellen……meine Spitzengeschwindigkeit betrug 86,8 km/h :shock: aber Tribelix war so schnell aus meinen Augen verschwunden….ich glaube der hat Flügel :Sehrlachend: .

Gaaaanz Toll, dann setzten bei einen Kleinen Gegenanstieg wieder Krämpfe im linken Oberschenkel ein :cry: . Gottseidank ginge es ja bis nach Pians wo sich die dritte und letzte Verpflegung befand nur bergab. Als ich dort ankam fuhr Ulrike gerade wieder los und Tribelix klönte mit Stefan seinem Hamburg Wasser Kollegen. Tribalastine soll auch dort gewesen sein….Sorry ich habe dich nicht gesehen :? .

Weiter ging es auf die letzten 23 Kilometer bis ins Ziel :mrgreen: . Ich hatte von einen Teilnehmer der zuvor meinen Windschatten genoss noch eine Magnesiumtablette bekommen :applaus: , die ganz gut wirkte und Tribelix nahm mich in Schlepptau.

Aber was war das :geschockt: ………..direkt im ersten Anstieg der ja eigentlich auch der letzte war bekam ich so einen stechenden Schmerz im rechten Knie, das ich fast vom Fahrrad gefallen wäre :Wein: . Nein, bloß nicht jetzt…..nicht so kurz vorm Ziel noch aufhören müssen… :Heul: .das waren meine Gedanken. Aber es wurde wieder ein wenig besser und es ging weiter. Man war mir das peinlich, ich hatte so ein schlechtes Gewissen :roll: . Da wartet Tribelix extra bis ich mich am Buffet versorgt habe und dann muß er auch noch dauernd auf den letzten Kilometern auf mich Rücksicht nehmen :mad: . Also forderte ich ihn auf in seinem Tempo weiterzufahren und ich in meinen.

Man ist das schlecht zu fahren mit Krampf und Knie :cool: . Willst du aus dem Sattel wegen Krampf sagt das Knie: „setzt dich wieder :o “!!! und wenn du sitzt und der erste kleine Hügel kommt sagt der Oberschenkel: „ schnell Lars…geh aus dem Sattel NehNeh “!!!! Irgendwann sagte ich dann: „ Einigt euch….eins steht fest aufgegeben wird nicht!!! :Schimpfen: “ das Machtwort hatte gesessen und es ging wieder. Wenn auch nicht richtig gut…..und dann auch noch dieser schlimme Gegenwind….die Bieler Höhe hinunter ließ er sich ja noch ertragen bei teilweise 13% Gefälle 8) . Aber jetzt auf dem letzten Teilstück :kapitulieren: …..
Dann war Tribelix wieder zu sehen und wir fuhren die letzten 12 Kilometer mit wechselnder Führungsarbeit (mehr oder weniger :cool: ) zusammen bis ins Ziel Pokalhoch Pokalhoch .
Unter den Jubel von doch noch zahlreichen Zuschauern und natürlich unseren schon gefinishten Mitstreiten und Marion fuhren wir durch den Zielbogen

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und belohnten uns erst einmal mit ordentlich Hopfen prrosit . Schon bald kamen auch die restlichen Fahrer/innen unserer tollen Truppe ins Ziel und jeder bekam ordentlich Applaus.

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Noch einmal ein Gruppenfoto von allen die noch da waren

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und dann ging es in die Hotels zum duschen und ausruhen. Denn es sollte ja noch ein gemeinsames Abschlußessen am Abend geben :trommel: . Hier saßen wir noch einmal alle zusammen in der Fußgängerzone von St.Anton füllten unsere Kohlenhydrat – und andere Speicher auf :Totlach: biertrinken und erzählten von dem erlebten auf der Strecke.


Ja,…….das war der Arlberg Giro 2019 :swingen-2: …….eine meiner Meinung nach tolle aber auch sehr anstrengende Veranstaltung.

Meine ganz subjektiven Ergeb..—lebnisse :cool: :

Whow, was für eine geile Truppe war da denn das GANZE Wochenende am Start :GrosseZustimmung: . Fast ständig zusammen ohne Lagerkoller :Sehrlachend: . Warum nicht öfters so….auch bei einer RTF :Unentschlossen: ????

Ein Super Rennen war das :D ,in wunderschöner Landschaft, wenn auch oft Quälerei :Zwinkerrosi: . Der/die eine ist eingeknickt :? , der/die andere über sich hinausgewachsen :Kopfüberklatschen: :Kopfüberklatschen: und wiederum haben es welche gar nicht geschafft :Wein: .

Und??? :-o …..egal…. wie heißt es so schön: „Mund abwischen und weiter“!! Vielleicht, wenn es die Berge nicht sind, eben die Langstrecke.

Wichtig war und ist…. alle sind mehr oder weniger heil durchgekommen und die Truppe bleibt zusammen!!!...….und dafür verdienen alle :Respekt: !!!

Ach ja, mein schlimmstes Erlebnis waren nicht die Krämpfe oder das Knie :? ……nein…..bei meiner wilden Hatz die Silvretta Hochalpenstraße hinauf zur Bieler Höhe :Sehrlachend: setzte sich ein Schmetterling auf meinen Lenker und blieb eine Weile sitzen :roll: …..als wolle er sagen: „Ach, hier ist das angenehm“!!. Ich kann nur sagen……DAS IST SO DEMOTIVIERENT!!!! :Heul: :Heul: :HaHa: :HaHa:

Hatte ich das Wetter schon erwähnt… :Sonnenschein: :Sonnenschein: … so ein Glück kann man ja bald gar nicht mehr haben. Ich glaube so einen super Sonnentag hat ein Alpenrennen selten erlebt. Auch wenn es teilweise sehr warm war. Mir ist es so allemal lieber als Regen oder Kälte.

So, um den Schwenk zur Einleitung wieder hinzubekommen…….fahre ich noch mal……ist das „Niiiiiieee wieder" in Stein gemeißelt?

Ganz Klar….....................................…..Jaein!!!! :Tanzen:

Bis demnächst......

Lars

MarionS und meine Bilder seht ihr hier: https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 4-08-2019/
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Kanarienvogel » 06.08.2019, 20:51

So, jetzt sind auch die Bilder :foto: :foto: :foto: vom Besenwagenflüchtling online.

Hier in der Galerie: https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 4-08-2019/
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon mad.mat » 06.08.2019, 21:55

Danke Lars, bin grad mitgefahren und hab jetzt auch Körper! Ganz toller Bericht :GrosseZustimmung:
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Tribelix
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Tribelix » 07.08.2019, 11:32

Dann will ich auch mal,
ob ich den Roman von Lars noch weiter auffülle,
oder ich nur vieles wiederhole, weiß ich noch nicht :Weissnicht:

Früh aus den Federn, um 4:00 pünktlich ins Auto und auf die Bahn.
800 Km A7 mit so vielen Baustellen hab ich noch nie gesehen und trotzdem standen wir nur einmal.
Kurz hinter dem Abzweiger A5, dachte ich an Lars und wollte ihm mal schreiben, ab wann ich ihn überholen soll.
Keine 3 min später überholte uns ein WLer und machte kurz Warnblink an. Ein Zeichen :oops:
Das kurze Telefonat, das dann folgte klärte dann einiges auf, Lars und Marion wollten noch mal ein kleines Frühstück abhalten,
was aber irgendwie 200 Km gemeinsamer Fahrt dauerte.

Mautlos, sollte es zu den Ösis gehen, da ich für 10 Km Autobahn keine Lust habe Maut zu zahlen, deshalb nicht über Bregenz,
sondern Reutte. Hinter Kempten taten sich die Schleusen auf und eigentlich ist hinterm Tunnel Schluss mit Regen, da ging es aber
erst richtig los. 20 km/h Höchstgeschwindigkeit, Fluss oder Straße keine Ahnung was ich gefahren bin.
30 min später hatte der Regen doch noch ein einsehen,
Ab Zürz führen wir dann komplett in den Wolken, keine 10 m Sicht, nur in den Tunneln.
Viel sehen konnte man nicht, dann waren wir auch schon da, Rest Reichweite im Tank 25 km :Empfehlung:

Wer nach St. Anton will und nicht ins Hotel
Pension Pepi Eiter :GrosseZustimmung:
Hier musste man eigentlich einen Sonderbericht schreiben.

Lars hat den Abend ja schon beschrieben, nur das Lokal nicht genannt
Pizzeria Dolcevita, Durchschnittliches Essen, für viel Geld.
Für gutes Essen bezahle ich gerne mehr, aber so.......NÖ

Samstag
Whatsapp hatte es angekündigt...radln
Das Wetter war aber nie ganz so, wie ich das wollte und es wurde immer später und schwupps war es zu spät.
Start Sachen holen, EXPO :Sehrlachend: shoppen (man findet immer was :? )
und in den Sportgeschäften weiter shoppen.
Erster Laden: MTB Hose
Zweiter Laden: Wander Klamotten > zu Teuer
Dritter Laden: siehe zweiten Laden
Vierter Laden:........ Skihelm (kein Witz) für Triballastine gefunden, kurz mal um die eigene Achse gedreht...Wandregal mit
Skischuhen entdeckt (wieder kein Witz), ein paar für mich gefunden.
Ist schon komisch, diese kurz Urlaube für Stine und mich, gehen irgendwie immer ins Geld :Wein:
Der Kassierer sagte noch: Ich möchte jetzt gerne die Blicke sehen, wenn du mit den Schuhen durch St. Anton läufst, was soll ich sagen,
ich bin aufgefallen :cool:
Den Abend bei Pasta Party und Strecken Vorstellung beendet, dabei noch eine Bekannte aus der Schweiz getroffen, mit der ich schon HH>B gefahren bin, die Welt ist klein. Ebenso in der Pension, den Klaus getroffen, wir haben gemeinsame Bekannte aus der Pfalz und Hamburg :wink:
Abends hab ich noch versucht Nachtaufnahmen von St. Anton zu machen. Nach diversen Einstellungen mit Blende und Verschlusszeit,
hat es mich dann doch ins Bett verschlagen (der Versuch wurde Sonntagabend wiederholt).

Sonntag
Früh
Müde (lieber Bett, als draußen)
Startaufstellung
Als dann auch endlich mal alle da waren, wurde es auch kuscheliger, von den Temperaturen (in Kurz/Kurz) ging es dann los.
Kalt gegen die Wand hat den Vorteil, man macht wie man kann, sonst platz man.
Oben hab ich mich gefragt, wo die 15% waren. Stine hatte ich 3/4 der Strecke nach oben immer in Sicht, was für mich schon super ist.
Lars klärte mich dann auf, das wir gleich oben sind und dann ging es erst mal bergab. aber so was von :mrgreen:
Dieses Teilstück, das von der österreichischen Obrigkeit zur 30ziger Zone auserkoren wurde, hat mich ohne Ende Bremsbelag gekostet.
Dann ging es mit Lars unendlich lang Bergab, im Hamburg Style mit Druck auf dem Pedal.
Ab Bludenz wieder bergauf, aber eher wie Südstormarn. Lars hat rausgenommen, aber ich konnte nicht, oder wollte nicht auf mich hören.
Ab der Labestation gingen wir dann wieder gemeinsam auf die Strecke.
Ab der Mautstation begann dann das Übel. Kehre 8, mein unterer Rücken hat keine Lust mehr (Pause)
Relef fragt nach meinem Befinden
Kehre 12, mein Magen möchte eine andere Position, mehr nach oben :mad:
Kehre 18, es läuft mehr Flüssigkeit aus meinem Körper, als in den Trinkflaschen drin ist.
Fotopause, leider ist das Objektiv feucht und muss in der Sonne getrocknet werden.
Irgendwo zwischen den Kehren ein kleiner Bach, Kopfwaschen! Stine zieht an mir vorbei
Kehre 22-23 was soll denn so was :LMAA: hätte man das nicht anders bauen können?
Ein Husten signalisierte Lars, das ich gleich um die Ecke komme.
Mal wieder Zeit zusammen zu fahren, oder gehen, oder fahren, oder gehen....
Ulricke und Gabi haben mich schon abgehängt.
Lars und ich hatten schon abgemacht, wenn es zeitlich passt, gibt es ein gemeinsames Passfoto. Und....es passte :foto:
Auf den nächsten Streckenteil hab ich mich am meisten gefreut, ein paar Kehren und dann nur noch geradeaus, mit leichten Schwüngen. :D
Den Wind hatte keiner erwähnt :cry:
Bis nach Pians :Heul:
In Galtür hab ich Gaby und Ulricke Geleitschutz gegeben, hoffe ich... die Schlange hinter mir, wurde zunehmend länger.
Labestation Pians leer gegessen, sind ja nur noch 22 km, was soll´s.
Stine, Ulricke und Gaby wollte gerade los, als Lars rein kam, ne den kannst du jetzt nicht hier alleine rumstehen lassen.
Wir sind dann zusammen wieder los, er hat mir dann noch eine Stelle gezeigt, an der ich eine Eisenbahnbrücke von oben fotographieren
konnte, denn als ich sie von unten sah, hatte ich bestimmt 50 km/h drauf und einen Zug hinter mir, das Motiv war genial.
Kurz darauf hatte Lars "Knie" und zwang mich vor zufahren. Blöd !
Die Täler scheinen sich hier nicht einig zu sein, in dem einem Tal pfeift der Wind hoch, in nächsten runter und das kam jetzt.
Warum? Nach 130 Km hat man auf so was mal gar keine Lust mehr.
Gabi wartete, weil sie wusste das ich noch komme, leider war ich da schon wieder so platt, das ich ihr nicht lange
Windschatten bieten konnte, aber es waren noch andere hinter mir. Ich musste erst mal Luft holen.
Schwups war Lars auch wieder da.
Wechselweise haben wir es dann noch geschafft, selbstredend ohne Zielsprint, sondern gemeinsam strreicheln
50% der Bagaluten waren schon im Ziel.
Darauf dann erst mal 17, 18, 4 Schluck biertrinken

Ein Wochenende mit so vielen Leuten, ist immer wieder ein Genuss. :D
Ist ja nicht mein erstes, Alfsee und Rad am Ring lassen grüßen.
Gerne mehr davon :cool:
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Don Vito Campagnolo
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 07.08.2019, 12:57

mad.mat hat geschrieben:
06.08.2019, 21:55
... und hab jetzt auch Körper! ...
Da mache ich mit! (Hier lernt man nie aus.)

Toller Bericht und offenbar geile Strecke und Veranstaltung. :GrosseZustimmung:

Ich muss echt mal zusehen meinen Zustand wieder in den Griff zu bekommen: Ein Radelleben ohne Berge ist zwar möglich, aber sinnlos.
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Besenwagenflüchtling
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Besenwagenflüchtling » 07.08.2019, 14:40

Prolog:
Ich weis nicht mehr über welches Medium ich über den Arlberg Giro gehört habe und ob wir nicht mit einer Fori Truppe dort zusammen fahren wollen, eines weis ich aber ganz genau :) als ich das gelesen habe sofort abgesagt bzw. ne das mache ich nicht oder so ähnlich geschrieben.
Naja wie es denn so ist wurde hin und her geschrieben und ich habe irgendwann zugesagt, Ich war wohl vom Wein benebelt :)

Im Januar habe ich mit der Vorbereitung begonnen. Dank des Indoor Trainings hatte ich bis Februar 2019 schon 1000 Km in den Beinen, davon 100 Km draußen. Das war für mich so viel wie noch nie :HaHa:

Bis März lief das Training für meine Verhältnisse hervorragend dann wurde es aufgrund Zeitmangels leider weniger. :Wein:
Ich denke, ich war bis zum Start des Arlberg Giros zumindest so fit das ich es hätte schaffen können.

Die Anreise:
Am Donnerstag hat mich der Ötzy pünktlich um 11 Uhr von zu Hause abgeholt schnell das Auto beladen und los.

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Wie geplant sind wir am Donnerstag bis Ulm gefahren und legten dort einen Zwischenstopp ein. Ötzy hatte bereits in Hamburg ein nettes Hotel für uns rausgesucht. Da Pizza immer geht, sind wir nach der Ankunft erstmal Pizza essen gegangen.
Zurück im Hotel noch schnell ne Blitzkühlung der zwei Störtebeker, bisschen Fernsehen und gute Nacht.

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Freitag:
Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns dann auf Weg Richtung St. Anton gemacht, wo wir ca. um 11 Uhr eintrafen.
Leider war das Wetter nicht so dolle.

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Mein erster Dank gilt Tribala-Stine die mit der Pension Pepi Eiter eine wirklich eine tolle Unterkunft herausgesucht hat. :GrosseZustimmung:

Nachdem das Zimmer bezogen und ausgepackt wurde, habe ich mir erstmal Ruhe verordnet.
Am Nachmittag haben der Ötzy, UweK und ich haben erstmal ne Kleinigkeit gegessen und getrunken.

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Danach war wieder ausruhen angesagt. :)

Am Abend haben wir uns dann noch alle getroffen und sind gemeinsam was essen gegangen. Es war ein sehr sehr gemütlicher Abend, der richtig Spaß gemacht hat. :Tanzen:

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Nach ein paar Bierchen ging es dann ist Bett :schlafen:

Samstag:
Nachdem Frühstück haben wir, na gut okeeee ….Tribelix ein wenig Radpflege betrieben, ich habe meines gleich mit angemeldet, so bekam meine Kette noch ne Ölung. Danke schön Tribelix

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Anschließend haben Tribala-Stine, Tribelix, SvenK und ich unsere Startunterlagen abgeholt.

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Am Nachmittag kam das anstrengendste für mich shopping mit Tribelix und Tribala-Stine und die beiden haben richtig Beute gemacht. Lol

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Sonntag:
Der Wecker klingelte um 4 Uhr, das ist absolut nicht meine Zeit, ich habe schon Schwierigkeiten bei einer RTF pünktlich zu sein. Ok hilft ja nichts….. um 5 Uhr Frühstücken geht auch nicht wirklich gut., dennoch habe ich es geschafft wenigsten 1 Brötchen und ein wenig Müslizu essen.
Um 6:30 Uhr ging es dann zum Startblock der Genießer, irgendwie find ich immer noch das genießen anders geht :) Lol.
Und da standen wir nun, es war frisch aber nicht kalt, je näher die Uhr Richtung 7 tickt desto unruhiger wurde ich.
Kurz nach 7 setzte sich unser Block in Bewegung. Los geht’s, wir rollten langsam raus aus St. Anton, nach kurzen Metern ging es dann auch schon auf die Arlbergstr.

Der Ritt geht los und endet nach ca. 6 Kilometern :Wein:
Was ist passiert ein stechender Schmerz im rechten Oberschenkel. Ich sackte mit dem Kopf auf den Lenker und sagte das gibt es doch nicht. Du hast Dir so viel vorgenommen. Sehr frustriert ließ ich mich wieder die Arlbergstr. runter rollen und fuhr direkt zur Pension.
Mein Kopf war leer, Tränen flossen. Ich hätte meinem Sohn so gerne zu seinem 20ten Geburtstag ein Foto von mir auf der Biehlerhöhe geschenkt, aus der Traum. :(

So hat er das bekommen. :) Ja ich kann wieder lachen.

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Ich hätte mal auf Kanarienvogel den Weisen hören sollen, der hat nämlich geraten sich vorher warmzufahren.

Frustriert, schlecht gelaunt mit Schmerzen im Bein blieb ich erstmal in der Pension denn wenn ich so drauf bin ist mit mir nichts anzufangen.
Abends habe ich mich doch entschlossen am gemeinsamen Essen teilzunehmen. Zweiter Dank an Tribala-Stine :Danke:

Montag:
Um 8 Uhr haben Ötzy und ich uns auf den Rückweg nach Hamburg gemacht, mir Zwischenstopp in Göttingen lach

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Am späten Nachmittag war ich dann wieder to Huus.

Fazit:
Es war ein mega Wochenende, was mir unheimlich viel Spaß gemacht hat. Danke allen :Danke:
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir so ein Wochenende wiederholen könnten, es muss ja nicht so weit weg sein.

Herzlichen Glückwunsch alle finishern und was noch viel wichtiger ist alle sind heil ins Ziel gekommen.
:Kopfüberklatschen: :Kopfüberklatschen: :ifreumi:

12 Starter, 10 finisher und 2 DNF kein schlechtes Ergebnis.

P.S Der Doc diagnostizierte bei mir einen Muskelfaserriss.
Bis zum nächsten mal Gruß Stephan der Besenwagenflüchtling
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon SvenK » 07.08.2019, 19:08

Moinsen zusammen,

dann möchte ich auch mal noch zwei drei Worte schreiben. Ich bin mit dem zweiten DNF aus den Alpen zurück, aber das ist für mich inzwischen völlig ok. Im Gegenteil, vielleicht traut sich der eine oder andere Fori, der wie ich eher in den Bereich Radtourer gehört und der manchmal ne Runde für sich dreht, dann doch mal zu, etwas Verrücktes zu tun.....

Aber von Anfang an, Nach den Cyclassics 2018 las ich im Forum von der Idee Arlberg-Giro 2019. Ich werde auch niemanden scharf angucken, der mir erzählte, das ist da wie ne RTF :shock: Zu dem Punkt noch echt gut im Training, dachte ich mir, Ok -Training erhöhen -Gewicht minimieren, wollte ich doch schon immer einmal einen Pass fahren, mit dem Support einer Veranstaltung im Hintergrund... cool.... melde ich mich mal an.... Schön im letzten Block für Einsteiger.... Und dann nahm die Geschichte Ihren Lauf. Einige Punkte im privaten Umfeld sorgten für Trainingsrückstand, Gewicht ging nicht runter.... nein sogar noch nach oben... und als ich soweit war, Startplatz und Bahnticket / Zimmerreservierung zu verschenken , zeigte mir meine Frau einen Vogel und sagte:" Du machst das jetzt. Und wenn du vom Rad steigst, ist das so..... !"

Also ging es für mich am Donnerstag Abend mit der Bahn in Richtung St. Anton am Arlberg. Mein Rad wurde, und hier nochmals vielen vielen Dank für die Umstände, über den Besenwagenflüchtling von Ötzy im PKW mitgeführt, und auf selbem Wege auch wieder zurück.Vorher noch auf den GP 5000TL mit 28er Breite umgestellt, man will es ja bequem haben, auf einem langen Ritt im Sattel...
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Während der Bahnfahrt wurden die Deiche auf einmal so hoch, und meine Zweifel immer größer. Und hier zitiere ich Fori Paule Paulmann gerne noch einmal, der mir schrieb "Erlebnis geht vor Ergebnis", denn mit diesem Spruch im Kopf habe ich das Abenteuer "Arlberg-Giro" überhaupt erst angegangen.
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Nach einer langen... langen .... langen Anreise mit der Bahn erreichte ich St. Anton am Freitag Mittag und machte mich auf dem Fußmarsch Richtung Pension "Pepe Eiter"... 600m laut Google Maps... kein Ding... der Aufgang zur Pension gut ausgeschildert, bin ich natürlich erst mal schön dran vorbei, inzwischen klatschnass, so ein Wetterumschwung geht in den Bergen ja fix, habe ich dann nach gefühlt 5km, 1000Hm und tatsächlich knapp einer Stunde die Pension erreicht. Fahrrad da- Check, Eingebucht - Check... kurz unter die Dusche fiel ich erstmal aufs Bett und schlummerte ein wenig. Um dann später mit Tribelix, Tribala-Stine und Besenwagenflüchtling hinunter ins Dorf zu ziehen zum gemeinsamen Essen und Umtrunk mit den anderen Foris. Und fühlte mich auch "Neu-Fori" der aus dem Hamburger Umland kommend ja nicht alle kennt, gut aufgenommen und wohl...
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Wie bereits im Thread geschrieben, konnte auch ich mich mit der Wetterlage am Samstag und dem Gedanken auf das Rad zu steigen nicht anfreunden. Also mit ins Dorf zum Akkreditieren, Bummeln und Co... Hab dabei fleißig Bilder gemacht, aber die fast 800 Fotos vom Wochenende muss ich erst noch sichten und bearbeiten. Link zur Dropbox folgt dann später....

Aber ein paar Eindrücke schon mal vorweg..
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Den gelben Vogel kennen wir doch....
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Wir saßen gegen Mittag grad beim Kaffee oder anderem Getränk. als Ötzy anfragte ob jemand mitkommt, mit der Galzig-Seilbahn auf den Berg zu fahren. Dem schloss ich mich gerne an, denn alleine hatte ich nicht so die Meinung (28m Drehleiter ist mir hoch genug)... Aber sooo... Cool. Danke Ötzy... war eine richtig gute Idee, und ich hätte mich geärgert wären wir da nicht hoch....
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Den Gruß an alle Foris hatte ich ja schon auf Facebook geteilt...
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Selbst das Albhorn war inklusive.... wie geil ist das denn???
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Mit der zweiten Bahn waren wir auf dem Vallugagrat mit 2647m... persönlich mein höchster Punkt in meinem Leben bis lang.....
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Und wenn man schon mal in Österreich, auf einem Berg sich befindet, muss man ja auch allen Touristen-Klischees erfüllen.... Sachertorte oder besser so was in der Art.... und Latte-Macchiato
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Am Samstag nach der Bergtour, mit der Startnummer im Gepäck, zurück in die Pension, noch nebenbei das Rad vorbereiten.... und wieder ins Dorf hinunter... zum Fahrerbriefing.
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Dann ging es nach dem Briefing zum Criterium. Hier entstanden die meisten Bilder... schon krass was die Sportlerinnen und Sportler da ablieferten...
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Anfeuerung gab es auch 8)
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Starterfeld der Herren...
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Anschließen machte auch ich mich auf ins Bett, sollte der Wecker doch früh klingeln. Doch richtig viel mit schlafen war nicht. Aufregung, Selbstzweifel.... Aber gab ja kein zurück mehr...
So fand ich mich morgens im Block 4 in der Startaufstellung wieder...
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Noch am Besenwagenflüchtling vorbei, keiner wusste was ist, wartetet ich noch im Anstieg... Nein, nicht zum Luft holen ;) sondern zum Bilder machen....
456hex zog vorbei....
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So kämpfte ich mich dann doch alleine den Arlberg-Pass hinauf... und mit voller Freude wieder in die Abfahrt.... ohne ein Bild von der Pass-Höhe zu machen. Da wusste ich noch nicht, das ich die Silvretta-Hochalpenstraße an diesem Tag nicht mit dem Rad bezwingen würde. Dank UweK gibt es doch noch ein Bild, denn den Traum von einer Pass-Querung, wenn auch nur ein kleiner Pass, habe ich mir erfüllt.
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Nach der langen ... langen Abfahrt, mit der 30Km/H -Zone von 9 km Länge,
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bog ich noch in den Anstieg zur Bieler Höhe um die 20 km Bergan zur ersten Labestation zu erklimmen.Wie schon erwähnt, das mit dem Autoverkehr, an einem Sonntag bei bestem Wetter war die Hölle. Gerade so ganz weit hinten... So mancher Autospiegel verfehlte uns nur knapp und machte mir mental stark zu schaffen, Und Lars, gleich nach den Schweizern kommen unsere Landsleute... Und dann war es soweit. Labestation 1 erreicht, zeitgleich mit dem Besenwagen. Und da begann mein Dilemma. Noch schnell vorweg, in die Hochalpenstrasse, den Besen im Nacken? Bei dem Verkehr? Also mal mit der Besatzung reden.. Wenn Sie mich überholen, kann ich natürlich auf mich gestellt weiter fahren, ohne Wertung, ohne Support... Inzwischen waren wir mit drei Fahrern am Besenwagen... also was tun??? Mit meiner Frau telefoniert... und dann war die Entscheidung schnell getroffen. Alleine, in dem Verkehr ein Abenteuer wie die Hochalpenstrasse... muss nicht sein... Die beiden anderen Fahrer/in sahen das ähnlich, aber nach Rücksprache mit dem Besenwagen-Team (und hier nochmal ein Riesen-Danke-Schön, ihr wart Klasse )
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sind wir mit dem Wagen durch den Stau mit zur Bieler Höhe gefahren, um von dort ohne Nummer und Transponder den Teil ab der zweiten Labestation ins Ziel zu dritt zu radeln.
Somit fuhr ich in der Wertung nur bis Gortipohl...
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Und 21km mit dem Wagen auf die bieler Höhe, wobei wir immer wieder auf Fahrer warteten, und ggf. aufsammelten...
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Während dieser Fahrt wurde mir klar, es war die richtige Entscheidung, ich wäre alleine da vielleicht irgendwie hoch gekommen, mit Pausen und Geh-Einlagen. Aber in welcher Zeit? Und dann noch den Part ins Ziel zurück, alleine, in den Abend-Stunden???? Also habe ich mich mit dieser Entscheidung von mir abgefunden. Und stehe dazu...
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Um so größer war die Freude, beim erreichen des Passes, das dort Angelika und UweK auf mich warteten, während ich mir mein Rad vom Anhänger geben ließ. So war die Entscheidung schnell gefallen, ich fahre mit UweK die Abfahrt (bzw dachten wir dort noch, jeder für sich) und treffen uns unten in Pians an der dritten Labestation um den Anstieg nach St. Anton dann zu dritt zu bezwingen... Aber dank meiner Masse, und dem Windschatten von UweK konnte ich sogar an ihm vorbei ziehen und ein höheres Tempo erzielen :D :D :D :D :D :D
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Es war mir große Freude euch auf eurem Weg zum Finish des Arlberg-Giro zu begleiten.
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Am Ortsschild von St- Anton war dann die Luft endgültig raus und ich ließ die beiden ziehen. Ohne Nummer am Lenker wollte ich auch nicht mit den beiden ins Ziel kommen, und mein Oberschenkel teilte diese Meinung.
Hier der Teil ohne Wertung...
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Und letztendlich hatte ich ein Wochenende mit viel Erlebnis, zwar ohne Ergebnis, aber ich möchte diese Eindrücke nicht missen.
So standen dann 127,99km mit 1453hm und einer V/max in der Abfahrt von 77,8Km/h auf dem Tageszähler. Und jede Menge Eindrücke....
Danke an alle Foris die mit waren, Danke an das Team vom Besenwagen, Danke an St- Anton für diese Veranstaltung und Danke Fam. Kirchler von der Pension "Pepi Eiter" die uns fürsorglich umsorgt hat.

Und um den Bogen zu Ende zu bringen, liebe Foris, wenn ihr euch auch nicht sicher seid, eine Veranstaltung zu machen... denkt an Paule Paulmann ... "Erlebnis vor Ergebnis" und traut euch...

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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon 456hex » 07.08.2019, 21:01

Was soll ich nur schreiben: bin immer noch geflashed den Arlberg Giro geschafft zu haben.

Ich weiß auch gar nicht mehr wie es zur Anmeldung zu diesem Event gekommen ist. Wahrscheinlich mit dem Hintergrund der Mensch braucht eine Herausforderung. Eine Gewichtsreduzierung würde dann auf jeden Fall bei diesen Höhenmetern zusätzlich Sinn machen.

Da wir sowieso dabei waren unseren Urlaub zu planen passte das perfekt: zunächst nach Neustadt zum BRT um dann noch eine Woche in den Alpen zu verbringen, da wir auch begeisterte Wanderer sind. Gesagt getan, angemeldet. Auch noch ziemlich günstig so bei 50€ der Arlberg Giro inclusive Radtrikot.

Wir reisten also bereits eine Woche zuvor an. Das Wetter war durchmischt. Geplant waren 2 Ausfahrten; gemacht haben wir dann nur eine den Arlbergpass hoch, um zu wissen was da auf uns zukommt bis nach Zürs und retour. Danach hatte ich schon die Faxen dicke. Soviel Autoverkehr, ein Höllenlärm in den Tunneln, gefühlt deutlich mehr als in HH. Das war purer Stress. So blieb es bei dieser einen Tour.

Danach wurde nur noch gewandert. Ich würde also nie auf die Idee kommen hier einen Rennradurlaub zu verbringen, da ist das Tannheimer Tal oder das Allgäu deutlich angenehmer. In St. Anton gibt es aber einige Strecken für‘s eMtB.

Insgeheim hoffte ich auf schlechtes Wetter um nicht teilnehmen zu müssen, denn ich bekam einen HöllenRespekt vor dem Giro. Zum einen bin ich eine wirkliche Bergaufschnecke und zum anderen hatte es auch mit dem Fettmassenverlust nicht geklappt. Der Zielschluss war mit 16.00 Uhr angegeben. Ich hatte Schiss vor der Disqualifikation aufgrund von Zeitüberschreitung. Mir fehlte komplett jegliches Gefühl meiner Fitness. Aber mitgefangen ist mitgehangen. Das Wetter wurde gut und die Gruppendynamik tat ihr Übriges.
Von Frieda’s Aussagen hatte ich nur in Erinnerung der Arbergpass sei hart, der Rest wäre fahrbar. Ok. dachte ich so, einmal steil hoch und dann wird das schon gehen.
Weit gefehlt: diese Bielerhöhe oder Silvretta Hochalpenstrasse hatte es in sich: 34 Kehren, immer so 11-13 % und in den Kehren dann mal 5 % und das auf ca. 23 km. Ich dachte ich sterbe.
Meine Trittfrequenz lag da zwischen 39 und 45, meine Geschwindigkeit kurz vorm Umkippen also so ca. 4-6 km/h. Auch der Auto- und Motorradverkehr war unerträglich stark als auch recht laut und gefühlt aggressiv. Ich beschloss mich gedanklich „weg zu biemen“ und so radelte ich meine Höhenmeter sukzessive ab. Nur nicht absteigen und in meinem Rhythmus bleiben. Kurz vor der Passhöhe traf ich auf Lars und Thorsten; das gab mir Auftrieb und ich war ja auch fast oben. Also hätte ich das vorher gewusst, nee, nee, der Hammer. Da ich aus dem letzten Startblock gestartet war, ca. 25 min später als die anderen, gab es bei den Verpflegungsstellen nur noch Obst und zu trinken. Man war ich ausgehungert. Das fand ich richtig doof, ich hätte gern ein Brot zu mir genommen. Endlich ging es bergab aber leider mit Gegenwind. Ich musste dann auch mal ins Gebüsch...und dann rauschte Ulrike an mir vorbei. Ich gab Gas um mit ihr zusammen zu fahren. Dann weiter unten zogen wir unsere Jacken aus, ja dann kam Thorsten und fuhr uns hinab ins Tal. Der Wind war wirklich ätzend. Die letzten 25 km habe ich wirklich langsam gemacht, waren ja nur ca 5 % Steigung und mal wieder Gegenwind aber ich wusste ich bleibe in der Zeit, das war ein beruhigendes Gefühl.

Abschließend kann ich sagen ein gut organisiertes Event mit zu viel Verkehr zur Bieler Höhe, aber da kann ja der Veranstalter nichts für.
Foris, die ihr da ward, vielen Dank für Eure gute Laune, Zuspruch, Fotos, Support, etc. es war ein sehr schönes WE mit Euch.
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Besenwagenflüchtling » 07.08.2019, 22:18

Hier mal die officiellen Anküfte :D

Ötzy (M)
Konkursus (M)
Regge (M)
Tribala-Stine (W)
456hex (W)
Ulrike (W)
Tribelix (M)
Kanarienvogel (M)
Angelika (W)
UweK (M)
SvenK DNF (M)
Besenwagenflüchtling DNF (M)

Ich denke da haben sich die Frauen je ein Buch von unserem Partner https://www.covadonga.de/ redlich verdient.
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Ötzy » 10.08.2019, 22:02

Dann werfe ich abschließend noch ein paar Daten in den Topf die man unter Vorbehalt betrachten sollte, weil Messeinrichtungen und Menschen unterschiedlich "ticken".

Der Start war um 07:17 Uhr, und damit eine Stunde früher als unbedingt nötig.
Weil am Vorabend aber noch vor 22 Uhr die Lichter bei mir ausgegangen sind und Ben Hur seine Runden ohne mich drehen musste,
war ich aber über eine Stunde früher wach als ich eigentlich geplant hatte - sehr deutlich vor fünf!
2 Schalen Müsli also auf dem Zimmer vertilgt und um halb sechs runter zum Frühstück um einen Kaffee abzuluchsen.

Da es bei nur knappen 8°C doch eher kühl war, habe ich mich zumindest 15 Minuten auf den Dorfstraßen zum Einrollen genutzt. Man wird ja nicht jünger, aber etwas vorsichtiger.
Das Knie meldete sich schon nach weniger als 2Km nach dem Start, stellte die Warnmeldung nach den ersten 200 Höhenmetern wieder ab.
Betriebstemperatur erreicht - kein Wunder, weil der Puls tendenziell bis zum ersten Pass bei 160 stand.

Insgesamt sollte es an diesem schönen, sonnigen Tag fast 48 Kilometer bergauf gehen. Im Gegenzug spuckt mir mein elektronischer Helfer 56Km abwärts aus.
Der Rest war also eigentlich flach und wie wir das im Norden so schön kennen, auch mit ordentlichem Gegenwind ausgestattet.
Die Steigrate wurde mit durchschnittlich 610hm/Std erfasst, abwärts verdreifacht sich dieser Wert.
Geschwindigkeiten weit oberhalb der der 80 Sachen sind mehrfach möglich.
Die "Drosselzone", bei der man sich auf dem Weg nach Bludenz nur beim lösen der Bremse schon der 50Km/h nähert, gehört sicher auch dazu :cool:

Auf dem Weg zum höchsten Streckenabschnitt trieb auch die Sonne endlich mal die Temperatur in die höhe. So durften die Teilnehmer bei kuscheligen 28°C die Aussicht in einigen Kehren genießen. Ich finde es jedenfalls toll nach unten ins Tal zu sehen und dabei zu denken: Die Schinderei ist schon mal erledigt.

Auf halbem Weg nach unten gab es die erste vernünftige, funktionierende Gruppe des Tages.
400 Höhenmeter tiefer war der herrliche Rausch dann leider vorbei. Innerhalb von 10-20 Umdrehungen kündigte sich ein Krampf an, der dann auch voll zur Geltung kam...Von 100 auf 0 ist da wenig hilfreich - die Jungs waren weg! Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei und die letzte Labestation konnte angesteuert werden.
Die war schon ziemlich ausgeräubert und mehr als einen Becher Cola und den Gartenschlauch für das Unterhemd konnte man da nicht gewinnbringend ergattern. Gurken und Melonen sind zwar erfrischend, aber keine wirklichen Energieträger.
Schade/Traurig für eine Veranstaltung die im nächsten Jahr das 10-jährige Jubiläum angeht!

Dafür waren die Streckenposten und Helfer an allen Einsatzorten auf zack und glänzten immer mit einem Lächeln.
Die Innenstadt/Dorfstraße von St.Anton war ja bereits sehr leer gefegt, aber auf Marion ist immer Verlass :GrosseZustimmung: und so konnte ich nach der Dusche in meiner Pension mit ihr an der Strecke noch "ausglühen" und unsere Mitstreiter in Empfang nehmen.

Das mit der "After-Show" gelingt am Zielort nur bedingt, weil die Platzverhältnisse ein gemütliches Beisammensein verhindern.
Vielleicht sollten wir die Orga-Chefs mal zur Kaperfahrt oder dem Stormarn-Giro einladen ;)

Davon ab stimmt das Rahmenprogramm einfach. Die schnell ausgefahrenen Rennen am Vortag in den schmalen Gassen von St.Anton sind wirklich kurzweilig.
Alles ist nah beieinander und in wenigen Minuten fußläufig zu erreichen.
Und das ist gut so, denn wie schon von den anderen beschrieben setzt es bei einigen in der Schaltzentrale (auch vollkommen ohne körperliche Belastung) gänzlich aus und die Blechdose wird zur unberechenbaren Gefahrenquelle.
MTB macht dort bestimmt viel Spaß, auch wenn ich dort nur noch welche mit dem Zusatz "E" gesehen habe :Heul: :Weissnicht: , aber Rennrad fährt man dort besser nur im Rahmen des Arlberg Giro.

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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon SvenK » 11.08.2019, 20:59

Test : Link zur eigens eingerichteten Dropbox .... Bilder aussortiert, nicht bearbeitet....

https://www.dropbox.com/l/scl/AACERjeCG ... ZrgJA02mdI

oder schickt mir per PN eure E-Mail-Addy zum verlinken..
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon UweK » 11.08.2019, 21:10

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Zunächst einmal: schöne Berichte.

Eigentlich ist auch schon alles geschrieben worden.

Ein Blick auf St. Anton am Arlberg:

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Für mich war es ein harter Kampf, da ich aus persönlichen Gründen einen ganzen Monat nicht zum Radfahren gekommen bin. Egal.

Ich war im m3Hotel in der Fußgängerpassage untergekommen. Ausladen ging nach Absprache mit dem Hotel-Team direkt aus dem Auto vor der Tür. Top Hotel zu einem fairen Preis. Auch mein Rad durfte drinnen hausen. Platz war auch genügend vorhanden:

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Bin gestartet, hab den ersten Pass ruhig gemacht, hat sich auch ganz gut angefühlt. Oben auf der Passhöhe in St. Christoph hab ich richtig gefeiert, Klasse das es ging. In der Abfahrt vom Arlbergpass konnte ich lange Zeit Ötzy folgen - bis es mir zu warm in der Jacke wurde. Insgesamt eine sehr schöne Abfahrt - wenn dieses nervige Stück mit 30 nicht gewesen wäre. Letzteres habe ich durch einlegen von 2 Pausen gemacht, alles andere konnte ich meinen Felgen und Bremsen nicht antun.

Im folgenden Flachstück habe ich mich ganz schön quälen müssen. Irgendwie ging es nicht so recht voran. Im Anstieg wurde es etwas besser und die 1. Verpflegung (leider nicht wirklich was zum Essen da gewesen, aber immerhin 2 Bananenhälften) hat geholfen.

Dann ging es zu der von mir in 2014 so geliebten Silvretta Hochalpenstraße. Mangels Fitness musste ich jedoch alle 1-2 Kilometer kurz halten um den Puls zu regulieren. Es bildete sich eine "Gruppe" von etwa 10 Fahrerinnen und Fahren, wo wir uns immer wieder abgewechselt haben (mit dem Stop-And-Go).

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Ich kam somit mit den letzten Fahrern auf der Bieler Höhe an. Party-Musik und Party-Stimmung. Viele Fotos gemacht und auch Anderen bei ihren Gruppenfotos geholfen. Dann kam Angelika, Klasse dann warte ich noch ein wenig - denn Gegenwind hatte ich erwartet. Auf einmal ist auch noch SvenK vom Besenwagen gehüpft. Die Gesamtstandzeit war dann doch recht viel - egal - so konnten wir nach der Abfahrt ein 3er HFS-Grupetto bilden.

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Die Abfahrt war wieder superklasse. Schön warm war es auch - nicht so eine Bibberpartie wie in 2014. Angelika war schon vorgefahren, irgendwo hab ich sie überholt - aber nicht erkannt. Auch viele andere habe ich überholt. Leider musste ich dann doch nochmals ranfahren, viel zu warm eingepackt.

SvenK: Uwe, wieviel wiegst du? 70 kg - Wie kannst du mit dem Gewicht so schnell sein in der Abfahrt? :HaHa:
Danach ging es zu Zweit weiter. Einmal schickt mich doch Sven vor, weil er Windschatten haben wollte - Ich dann immer schön mit Puls 170+ *Danke Auch* :D

In Ischgl ein kleiner Schreckmoment vor einem Kreisel - Laute Geräusche aus dem Vorderrad - nichts zu sehen. War wohl ein kleines Steinchen was sich in der Bremse verfangen hatte.

An der letzten Verpflegung haben wir dann auf Angelika wieder gewartet. Der Besenwagen kam auch schon. Wurde Zeit zum Weiterfahren. Der Anfang ging noch ganz gut, aber im weiteren Verlauf bis zum Ziel musste ich meine Gruppe immer wieder zu Zwangsstopps erbeten. Danke!

Auch wenn der Besenwagen uns 2mal überholt hatte, einsammeln wollte er uns nicht mehr. Aber der offizielle Zielschluss 16:00 St. Anton a. A. rückte näher und die Kilometer wurden nicht weniger. Als Sven hatte abreißen lassen müssen (etwa 3km vor dem Ziel) schickte ich Angelika los, sodass sie es noch in der Zeit schafft.

Ich musste eh mal wieder kurz stoppen. Egal mit der Zeit. Abgestiegen wäre ich auch nicht mehr. Auch wenn man mir noch die Startnummer weggenommen hätte. Sven schickte mich auch vor - Du schaffst das noch!

Okay, weiter ging es. Dann 16:00 und noch 1.5km auf der Uhr - Mist - Aus, aus, das Spiel ist aus (und verloren) dachte ich. Nahm etwas wieder raus. Rollte aber weiter. Dann kam die Rechts-Links-Schikane in die Zielgerade.

Ein Ordner hatte wohl mich noch durchgegeben. Einer am Straßenrand funktionierte ein Handtuch oder irgendetwas anderes um in den "roten Teufelslappen - das schaffst du!" Klasse. Gab mir noch die letzte Kraft im Wiegetritt die Gerade hochzufahren.

Vom "Roten Sofa" wurde ich dann schon angekündigt - mit Namen und Startnummer - Nach der Ziellinie 3:00 Minuten nach 4 - Mist - da dachte ich, die disqualifizieren mich bestimmt noch nachträglich - wie es einst unser Admin auch geschafft hatte.

Grüße nach Rechts und Links an die Fahrerinnen und Fahrer die ich vorhin noch auf der Bieler Höhe getroffen hatte. Doch wo sind denn die Foris? Weiter, weiter, weiter - dann fiel es mir wieder ein: klar ganz am Ende - beim Bierstand :)

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Total fertig wurde ich in den Armen der Foris aufgefangen. Der Kanarienvogel gab mir flüssige Erstverpflegung mit 5 Oktan :GrosseZustimmung:

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Mache ich das wieder? Ganz bestimmt! Aber nur mit HFS.

PS: Ich bin in der Wertung als Letzter in allen Kategorien!
MadMat bastelt mir jetzt eine Laterne Rouge :GrosseZustimmung:
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Ötzy » 12.08.2019, 10:00

Kurze Randbemerkung (Berliner/Insider): Ich bin vorher noch auf einen 46er Lenker gewechselt :HaHa:
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Ü40-Cyclist » 12.08.2019, 17:53

Tolle Berichte, klasse Fotos und voller :Respekt:
an alle, ob nun Finisher oder auch nicht. Es gibt halt Tage, da kann man es nicht erzwingen!
2016 habe ich nach dem Zieleinlauf glaube ich auch gesagt: „Nie wieder“. Jetzt beim Lesen bin ich mir da nicht mehr so sicher, ob ich nicht doch eines Tages in St. Anton wieder am Start stehe.

Game on! Gruß Mario ;-)
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon Deichfahrer » 15.08.2019, 18:40

Verdammt COOL 😎 die vielen Berichte,
:Respekt: :Respekt: :Respekt:
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon UweK » 22.08.2019, 21:03

Ötzy hat geschrieben:
12.08.2019, 10:00
Kurze Randbemerkung (Berliner/Insider): Ich bin vorher noch auf einen 46er Lenker gewechselt :HaHa:
aber derzeit war es mein 38er :) :) :)
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Re: Arlberg Giro 2019 Berichte und Bilder

Beitragvon kocmonaut » 22.08.2019, 22:50

SvenK schrieb:
Ich bin mit dem zweiten DNF aus den Alpen zurück, aber das ist für mich inzwischen völlig ok.
Ich muss da an ein Roadwork-Albumuntertitel meiner Lieblings-Live-Band denken: "Heavy Metal is a pose, Hard Rock is a lifestyle"

Mit einem "ich hab mir schon verziehen" wird das Scheitern anerkannt. Einschränkung zu Sven: Nicht aber sondern und das Leben geht weiter.

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