Feuer und Flamme für Olympia in Hamburg

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Kiezkicker
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Beitragvon Kiezkicker » 18.03.2015, 12:19

Helmut hat geschrieben:
Fülle hat geschrieben:Außerdem glaube ich, haben sich viele das Konzept noch nicht durchgelesen!?
Den Eindruck habe ich auch, wie sonst ist dieser Hinweis auf die Olympia-Ruinen in Athen bitte zu erklären? Ich bitte um Aufklärung.
In dem bislang vorliegenden "Konzept" stehen nur Absichtserklärungen und Ideen, mehr oder weniger fantasievoll ausgeschmückt, ohne irgendwelchen "belastbaren" Planungs- und Kostenaussagen, oder habe ich was überlesen? Dann bitte ich um Korrektur.

Jetzt wird husch-husch was zusammengestrickt, um nicht zu sagen getrickst, und die Hamburger Verfassung geändert, denn der Zeitplan von IOC/DOSB ist eng, am 16.9. muss das Ding eingetütet sein. Wird lustig. Und ich wette jetzt schon, dass die Kosten dann später expodieren würden. Aber soweit kommt es nicht, da 2017 nicht die schönste Stadt der Welt das Rennen machen wird. Sorry, folks.

Ich finde die Idee charmant, die Olym.Spiele immer an ihrem Usprungsort auf niedrigem Level auszurichten. Aber klar, dann lässt sich kein Riesengeschäft mehr damit machen.
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Beitragvon Mike667 » 18.03.2015, 12:31

stolk hat geschrieben:Leider konnte ich in dem Konzept nichts konkretes zur weiteren Nutzung der Sportstätten finden.
Die Stadt überlässt die Sportstätten, die nicht komplett zurückgebaut werden, der stadteigenen und unter Naturschutz stehenden Steinlaus.
Die kümmert sich dann um die Liegenschaften, wie an anderen Stellen auch ... :cry:
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Beitragvon crumble » 18.03.2015, 14:14

stolk hat geschrieben: https://youtu.be/D0ep9b33SBA
Man kann jederzeit den Vertrag aendern bevor man ihn unterschreibt. Soll das IOC dann halt die Aenderungen in den 7000 Seiten finden.

Als Fahrzeuge kann man prima Rikschas anschaffen. Die sind heutzutage auch motorisiert. Der reservierte Teil der Strasse ist dann halt der Radweg. Das geht schon, wenn man nur will und nicht komplett behaemmert ist. TTV sollte man als Politiker schon beherrschen.

Die meisten Werbeflaechen duerften privat sein, darueber kann die Stadt nicht bestimmen. Da ist es doch wenigsten mal von Vorteil, dass man alles was moeglich ist privatisiert.

Wenn man will, laesst sich da einiges machen. Sogar ganz legal. Man muss halt nur wollen. Bei 7000 Seiten Vertrag, sollte sich da auch genuegen Moeglichkeiten fuer finden.

Wenn die Funktionaere vor Ort aufmucken, weil sie zu bloed waren den Vertrag direkt vor der Unterschrift zu lesen, gibt es genug legale Moeglichkeiten sie unter Druck zu setzen. Die Spiele kommen eh nicht so schnell wieder nach Deutschland. Da muss man nicht sonderlich zimperlich sein. Wir haben zwar kein Anti-Korruptionsgesetz. Aber bis dahin vielleicht eines ueber Doping. Und wo bitte ist da der Regionsbezug, der im Markennamen enthalten ist? Man muss halt nur wollen.
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radfreunde
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Bis zu 20 Milliarden Euro für drei Wochen Olympia

Beitragvon radfreunde » 18.03.2015, 14:34

Wer bietet mehr? Da hat jemand tief in ein (was auch immer) Glas geschaut.

http://www.shz.de/hamburg/n-olympia-bis ... 30431.html

Jetzt sind die Experten dran.

Mein Prof. an der Uni mehr Schwerpunkt Planung und Entscheidungstheorie hat mal gesagt, bei diesen Vorhersagen ist die 2. Stelle hinter dem Komma sehr genau, die 10. Stelle vor dem Komma ein wenig unsicher.

Ich habe in meiner Diplomarbeit ein Interview mit Jean Paul Getty zitiert, der auf die Frage warum er so erfolgreich ist gesagt hat: "Ich habe immer das Gegenteil von dem gemacht, was meine Experten mir geraten haben.".

Wenn wir keine Emotionen haben, die Olympiade zu wollen, wird es nix. Die Diskussionen über Geld zu führen, bringt uns nirgendwo hin. Jeder hat andere Vorstellungen, was mit dem Geld der anderen zu machen ist.

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Fülle
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Beitragvon Fülle » 18.03.2015, 14:34

Kiezkicker hat geschrieben:
In dem bislang vorliegenden "Konzept" stehen nur Absichtserklärungen und Ideen, mehr oder weniger fantasievoll ausgeschmückt, ohne irgendwelchen "belastbaren" Planungs- und Kostenaussagen, oder habe ich was überlesen? Dann bitte ich um Korrektur.
Für die Erkenntnis hättest du (jetzt endlich) nicht ins Konzept gucken müssen, das war doch vorher klar kommuniziert und auch vernünftig, dass jetzt die Kosten ermittelt werde, da auch diese Ermittlung Geld kostet.

Ansonsten gibt es hier Panikmache und Unterstellungen. Abwarten und Tee trinken. Aber bei deiner Argumentationsschiene wird es sowieso nichts geben was dir gefällt.

Ich verstehe auch nicht was jemand gegen Geschäfte machen hat!? Geschäfte machen ist der Motor der Wirtschaft, auch dein Pauli-Fanartikelladen (sorry für die Unterstellung ;)) muss Geschäft machen damit du Rad fahren kannst. Bei "Geschäfte machen" fallen auch Steuern an von denen u.a. auch soziale Projekte bezahlt werden

Generell ist das wohl eher eine Einstellungssache (auch mit dem Sport-Gen...auch wenn ich das wohl anders ausdrücken würde). Ich habe nicht das Gefühl, dass mir was weggenommen würde, im Gegenteil das würde ein großartiges Erlebnis sein und mir was geben (nicht monetär).

Im übrigen bin ich auch Pessimist (andere würden sich wohl als Optimist diesbezüglich bezeichnen) was eine endgültige Vergabe angeht
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Re: Bis zu 20 Milliarden Euro für drei Wochen Olympia

Beitragvon Fülle » 18.03.2015, 14:46

radfreunde hat geschrieben:
Wenn wir keine Emotionen haben, die Olympiade zu wollen, wird es nix. Die Diskussionen über Geld zu führen, bringt uns nirgendwo hin. Jeder hat andere Vorstellungen, was mit dem Geld der anderen zu machen ist.

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So ist es.
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Beitragvon Kiezkicker » 18.03.2015, 15:22

Fülle hat geschrieben:
Kiezkicker hat geschrieben:
In dem bislang vorliegenden "Konzept" stehen nur Absichtserklärungen und Ideen, mehr oder weniger fantasievoll ausgeschmückt, ohne irgendwelchen "belastbaren" Planungs- und Kostenaussagen, oder habe ich was überlesen? Dann bitte ich um Korrektur.
Für die Erkenntnis hättest du (jetzt endlich) nicht ins Konzept gucken müssen, das war doch vorher klar kommuniziert und auch vernünftig, dass jetzt die Kosten ermittelt werde, da auch diese Ermittlung Geld kostet.

Ansonsten gibt es hier Panikmache und Unterstellungen. Abwarten und Tee trinken. Aber bei deiner Argumentationsschiene wird es sowieso nichts geben was dir gefällt.

Ich verstehe auch nicht was jemand gegen Geschäfte machen hat!? Geschäfte machen ist der Motor der Wirtschaft, auch dein Pauli-Fanartikelladen (sorry für die Unterstellung ;)) muss Geschäft machen damit du Rad fahren kannst. Bei "Geschäfte machen" fallen auch Steuern an von denen u.a. auch soziale Projekte bezahlt werden

Generell ist das wohl eher eine Einstellungssache (auch mit dem Sport-Gen...auch wenn ich das wohl anders ausdrücken würde). Ich habe nicht das Gefühl, dass mir was weggenommen würde, im Gegenteil das würde ein großartiges Erlebnis sein und mir was geben (nicht monetär).

Im übrigen bin ich auch Pessimist (andere würden sich wohl als Optimist diesbezüglich bezeichnen) was eine endgültige Vergabe angeht
Respekt! In einem Atemzug über Unterstellungen jammern und selbst fröhlich mit solchen um sich werfen.

Wie viel Profit der "Pauli-Fanartikelladen" machen muss ist mir wumpe. Ob mit einer sinnlosen Olympiabewerbung Millionen verbrannt werden, nur um den Touri-Faktor nach oben zu schieben, nicht. Klar, oder?

Und im Kindergarten fand ich Olympia auch ganz toll. Aber inzwischen kann ich lesen und denken (oder andersrum). Zum Beispiel Bewerbungskonzepte, die angeblich ausschlaggebend für den Zuschlag gewesen sein sollen, die aber reine Fantasiegebilde sind und nur emotionale Worthülsen bieten.

Auf den Quark mit dem Sportgen ("Sportler im Herzen", nech) und der "Einstellung" gehe ich nicht nochmal ein. Lies es halt selbst nach.
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Beitragvon Fülle » 18.03.2015, 16:47

@Kiezkicker, wir sehen das halt komplett anders, für mich okay. Wir werden ja sehen was kommt und was die Abstimmung im Herbst ergibt. Hab dich trotzdem lieb :wink:
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Beitragvon Kiezkicker » 18.03.2015, 18:10

Fülle hat geschrieben:@Kiezkicker, wir sehen das halt komplett anders, für mich okay. Wir werden ja sehen was kommt und was die Abstimmung im Herbst ergibt. Hab dich trotzdem lieb :wink:
Ich habe nichts gegen andere Meinungen. Die Welt ist bunt, sagte mal ein weiser Mann. Aber wenn du mir mit "Argumentationsschiene" kommst und selbst nicht auf Argumente eingehst, sondern Unterstellungen bevorzugst, dann habe ich dich natürlich auch immer noch lieb, aber ernst nehmen kann ich dich dann nicht mehr.
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Beitragvon Knud » 18.03.2015, 22:01

crumble hat geschrieben:Man kann jederzeit den Vertrag aendern bevor man ihn unterschreibt. Soll das IOC dann halt die Aenderungen in den 7000 Seiten finden.
Da machst Du Dir das aber einfach. Das IOC hat da bisher immer sehr darauf geachtet, durchzusetzen, was es will. Und ob da wirklich eine Erneuerung stattfindet, werden wir sehen. Verträge lesen kann man beim IOC sicher. Und auch prüfen, ob die andere Seite etwas hineinmogelt. Und dann sind da immer noch Bestimmungen, die jede Seite anders versteht...
crumble hat geschrieben:Wenn man will, laesst sich da einiges machen. Sogar ganz legal. Man muss halt nur wollen. Bei 7000 Seiten Vertrag, sollte sich da auch genuegen Moeglichkeiten fuer finden.

Wenn die Funktionaere vor Ort aufmucken, weil sie zu bloed waren den Vertrag direkt vor der Unterschrift zu lesen, gibt es genug legale Moeglichkeiten sie unter Druck zu setzen.
Wer soll das "direkt vor Unterschrift" lesen? Und wichtiger: Verstehen?
Hast Du mal "normale" Verträge gelesen, auf englisch z.B.?
Wenn man nicht Jurist ist, hat man verloren. Und manchmal wohl auch dann.

Und Deutschland wird sich sicher an geschlossenen Verträge halten. Das machen wir so. Und meistens ist das auch gut so.
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Heinz Strunk zu Hamburgs Olympiabewerbung

Beitragvon Kiezkicker » 19.03.2015, 16:30

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Re: Heinz Strunk zu Hamburgs Olympiabewerbung

Beitragvon radfreunde » 20.03.2015, 10:17

Universalexperte trifft es :HaHa:

Was ist der Unterschied zwischen einem Generalisten und einem Spezialisten?

Ein Generalist weiß von Vielem wenig bis er zum Schluss von Allem nichts weiß.

Ein Spezialist weiß von Wenig viel bis er zum Schluss von nichts Alles weiß.

Was weiß dann ein Universalexperte?
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Grotefend
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König Olaf?

Beitragvon Grotefend » 20.03.2015, 14:15

In der Hamburg-Beilage der ZEIT (Ausgabe diese Woche) wird nach der Pro-Hamburg-Entscheidung ein Blick in die Zukunft geworfen und erörtert, was Hamburg in diesem Zusammenhang noch bevorstehen könnte.
U.A. wird darauf hingewiesen, aus welchen Gründen Oslo, welches ja schon den ehrenvollen Titel "Candidate-City" errungen hatte, also viel weiter im Verfahren vorgedrungen war als Hamburg, letztlich doch den Bettel wieder hingeworfen hat.
Hauptgrund war der auch hier im Forum schon erwähnte Forderungskatalog (7.000 Seiten!) des IOC. Dieser enthielt z.B. Forderungen nach einem gesonderten Flughafenzugang für IOC-Funktionäre, Oberklasse-Limousinen mit Chauffeur auf abgesperrten Fahrspuren etc. Der Kragen geplatzt ist den Osloern aber aufgrund der Forderung nach einem Empfang für die IOC-Funktionäre durch den König (den dieser auch noch selbst bezahlen sollte).
Jetzt beschleicht mich die bange Frage, müssen wir für den (nicht so wahrscheinlichen) Fall, dass Hamburg die Spiele zugeteilt bekommt, mit der stolzen Tradition brechen und nach mehr als tausend Jahren als Stadtrepublik Hamburg in eine Monarchie umwandeln und unseren Bürgermeister zu König Olaf wählen?
Ich weiß was ich dann tun werde: Auswandern und in Bayern um Asyl bitten.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Re: König Olaf?

Beitragvon radfreunde » 20.03.2015, 14:43

Grotefend hat geschrieben:Ich weiß was ich dann tun werde: Auswandern und in Bayern um Asyl bitten.
Das nenne ich: "Von Regen unter Umgehung der Traufe mitten in die SchXXsse." :)

Da muss man König Ludwig und Kaiser Franz huldigen, sonst wird das nix.

Der Forderungskatalog hat wahrscheinlich nur das aufgeschrieben, was diverse Medien-"Prominente" auch so erwarten, wenn sie irgendwo auftreten wollen. Schau dir mal die wenigen Veröffentlichungen von Show Sternen und Sternchen an, was die so alles erwarten, von den Stones, über Michael Jackson, Madonna bis zu Lady Gaga. Die Liste ist sehr lang.

Oder die Präsentbeutel der FIFA in Brasilien, wo der eine oder andere erst zu Hause die goldene Rolex entdeckt hat.
Oder unsere Fußball-Helden wurden auch auf dem Rollfeld in Berlin in einen Bus gesetzt. Sollten die etwa mit dem Plebs durch die Ankunftskontrolle?

Also nichts ungewöhnliches, nur dass man das aufgeschrieben hat, was andere als ungeschriebene Gesetze über ihre Manager vorab kommunizieren.
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Re: König Olaf?

Beitragvon Knud » 20.03.2015, 22:05

radfreunde hat geschrieben:Der Forderungskatalog hat wahrscheinlich nur das aufgeschrieben, was diverse Medien-"Prominente" auch so erwarten, wenn sie irgendwo auftreten wollen. Schau dir mal die wenigen Veröffentlichungen von Show Sternen und Sternchen an, was die so alles erwarten, von den Stones, über Michael Jackson, Madonna bis zu Lady Gaga. Die Liste ist sehr lang. [...]
Also nichts ungewöhnliches, nur dass man das aufgeschrieben hat, was andere als ungeschriebene Gesetze über ihre Manager vorab kommunizieren.
Da gibt es schon skuriele Forderungen und Merkwürdigkeiten. Aber 7000 Seiten schafft wohl kein Promie. Ich bin mal gespannt, ob man offiziell erfährt, was in einem entsprechendem Vertragsentwurf für Hamburg steht. Und was davon verhandelbar ist. Wenn ich das IOC wäre, würde ich eine Vertraulichkeitsklausel in den Vertrag schreiben.

Achso: Eigene Olympiaspuren stehen ja schon im Bewerbungsentwurf. Auf den kurzen Wegen fahren aber die Funktionäre sicher auch mit dem Rad.

Knud
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Beitragvon Kiezkicker » 21.03.2015, 12:43

Die taz hat dieses WE einen Schwerpunkt zur Hamburger Olympia-Bewerbung:

"Mahnende Beispiele für Hamburg – Wie Olympia Städte auspresst"
Schon andere Städte versuchten, Olympia zur Entwicklung zu nutzen. Funktioniert hat das nur halbwegs in Barcelona, schreibt der Ökonom Andrew Zimbalist."

http://taz.de/Mahnende-Beispiele-fuer-Hamburg/!156827/ (bitte komplett markieren und ins Adressfeld des Browsers kopieren)
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Beitragvon Helmut » 21.03.2015, 21:29

Einstimmig hat die Vollversammlung des deutschen Sports für die Hamburger Olympia-Bewerbung gestimmt. Dennoch könnte sie noch scheitern – an den Hanseaten selbst, meint auch das Handelsblatt.

http://www.handelsblatt.com/sport/sonst ... 32884.html
Zuletzt geändert von Helmut am 22.03.2015, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 22.03.2015, 07:15

Mit dem Link stimmt etwas nicht :?
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Beitragvon Helmut » 22.03.2015, 18:37

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Mit dem Link stimmt etwas nicht :?
Stimmt, da stimmte was nicht.

Hier ist der richtige:

http://www.handelsblatt.com/sport/sonst ... 32884.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon VeloC » 23.03.2015, 11:27

Als Nicht-Hamburger bin ich fest entschlossen, mich aus der Diskussion rauszuhalten – auch wenn Duisburg bestimmt nichts dagegen hätte, als "Assistenzstadt" für Hamburg die Austragung der olympischen Kanu- und Ruderwettkämpfe 2024 zu übernehmen. :mrgreen:

Nur eine Geschichte muss ich hier dringend erzählen, und zwar die der World Games 2005 in Duisburg. Finanziell gegenüber Olympia um den geschätzten Faktor 100 kleiner, zeitlich um den Faktor 2, und dazu ein IOC, das zwar die offizielle Schirmherrschaft innehatte, sich ansonsten aber bemerkenswert wenig einmischte. Für Direktvergleiche mit Olympia in Hamburg daher natürlich nur sehr eingeschränkt geeignet, trotzdem:

Das waren die geilsten 11 Tage, die ich in meiner Stadt in fast fünf Jahrzehnten erlebt habe! Dagegen war dieses hochgejubelte Fußballereignis ein Jahr später mickrig, obwohl dort die bei uns einquartierten Azzurri auch ganz gut für Stimmung gesorgt haben. Aber die World Games fand ich um Längen besser. Weniger hysterisch, eher entspannte Begeisterung, einfach gute Laune und Spaß. Rund 3200 Sportler aus aller Welt bei uns direkt vor der Haustür, und Wettkämpfe auf Weltniveau in Duisburg, Mülheim, Oberhausen und Bottrop. Unser Sportpark war das Zentrum von allem, da konnte jeder hin, ohne Eintritt und Sicherheitskontrollen.

Die damals in die Stadt getragene Euphorie hat noch lange nachgewirkt, und zusammen mit der Fußball-WM im folgenden Jahr unserem damaligen OB bei seiner Wiederwahl wahrscheinlich sehr geholfen, obwohl bezüglich der World Games seine Amtsvorgängerin den größten Teil der Vorarbeit erledigt hatte. Zusammen mit den am Ende 1,5 Mio. Miesen (gegenüber dem, was Duisburg bei anderen Gelegenheiten an Schulden angehäuft hat, echte Peanuts) war das auch schon die gesamte Negativbilanz.

Wie gesagt, der Direktvergleich hinkt, aber loswerden musste ich das mal an dieser Stelle!
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Beitragvon Helmut » 08.04.2015, 02:14

Wirtschaftswissenschaftler und Goldmedaillengewinner Wolfgang Maenning auf N3 zu der Frage, wie das alles zu finanzieren wäre:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/h ... 39946.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Helmut » 09.04.2015, 01:47

Noch ist Hamburg nur Kandidat für die Austragung der Spiele, aber allein das schon sorgt für mehr Aufmerksamkeit, die sich auf die Stadt richtet. Um das gleiche durch Werbung zu erzielen, müsste man sicherlich weit mehr Geld ausgeben.

http://www.abendblatt.de/kultur-live/ar ... issen.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Helmut » 10.05.2015, 00:11

Berlin hat sich grad noch nachträglich zusätzlich disqualifiziert.

http://www.rad-net.de/nachrichten/63.-t ... 36025.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Knud » 10.05.2015, 21:34

Wenn man dem Link von Helmut folgt, kann man u.a. lesen:

"In der Begründung der zuständigen Behörden heißt es: «Der Durchführung der beantragten Veranstaltung der 63. Tour de Berlin, 5. Etappe, wird in dieser Form nicht zugestimmt. Laut Antrag fahren die Veranstaltungsteilnehmer unmittelbar vor dem Zielbereich den Schäferberg hinunter. Hier wird erfahrungsgemäß mit Geschwindigkeiten zu rechnen sein, die weit über denen liegen die üblicher Weise innerhalb geschlossener Ortschaften gefahrenen werden. Zusätzlich wird die Konzentration der Veranstaltungsteilnehmer unmittelbar vor dem Ziel auf der Zieleinfahrt liegen und nicht auf eventuelle Einflüsse von außen.« "

Ich bin etwas verwirrt. Wir reden von einem Radrennen und abgesperrten Straßen? Ist das dann nicht häufig so, dass die 50 km/h im Zielsprint überschritten werden? Außerdem gilt diese Beschränkung eigentlich nur für motorisierte Fahrzeuge. *fg*

Ich glaube auch nicht, dass die drei Außreißer bei den Cyclassics letztes Jahr einen Blick für das Publikum hatten. Beeindruckend war es aber sehr.

Knud
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Beitragvon crumble » 11.05.2015, 13:52

Knud hat geschrieben: Ich bin etwas verwirrt. Wir reden von einem Radrennen und abgesperrten Straßen? Ist das dann nicht häufig so, dass die 50 km/h im Zielsprint überschritten werden? Außerdem gilt diese Beschränkung eigentlich nur für motorisierte Fahrzeuge. *fg*
Nur die allgemeine Beschraenkung muss nicht zwingend beachtet werden. Allerdings kann man schnell mit nicht angepasster Geschwindigkeit dran sein. Schliesslich kann man sich selbst ohne Tacho an den anderen Verkehrsteilnehmern orientieren.

:Clown: Aber es ist doch ein Rennen auf gesperrten Strecken? Seit wann gilt da die StVO??? :Clown: Muessen wir jetzt beim Velothon die Lichtzeichenanlagen und Vorfahrtsschilder beachten? Und da wundert sich der Staat warum das ihn keiner mehr mag, wenn da Begruendungen rueber gereicht werden, die nach "der Koffer war mir nicht gross genug" oder "Ich wohne da und will euren Scheiss nicht haben" klingen? :PAM:

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