11. RST Lübeck (O)-CTF, Ratzeburg (Bericht + Bilder)

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Helmut
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11. RST Lübeck (O)-CTF, Ratzeburg (Bericht + Bilder)

Beitragvon Helmut » 26.10.2015, 01:35

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... G_1581.JPG">

Es war ein wunderschöner Tag und sicherlich auch eine eben solche CTF, Letzteres nur leider nicht für mich. Trotz Zeitumstellung hatte ich verschlafen, sollte dank Alarmstart aber gegen 10 Uhr in Ratzeburg ankommen. Dann verfuhr ich mich erst auf der, dann auf die Autobahn. Mit den Navi war es heute auf der Straße wie sonst im Gelände. Man verfährt sich zwar, merkt aber seinen Fehler schnell. Um 10:20 Uhr fand ich zu meiner Freude noch viele Leute am Start vor, weil es 175 Leute auf die Strecke zu schicken galt.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... G_1577.JPG">

mad-mat begrüßte mich hart, aber herzlich („Herr Niemeier ist auch endlich da“ oder so ähnlich). Ihm und der Gruppe von Wurzelwegtreter schloss ich mich an, merkte schon bald, dass die etwas zu flott für mich unterwegs waren. Wir überholten eine Gruppe, in der ich einen Guide sich sanftmütig um seine Gruppe kümmern hörte. Statt mich gleich denen anzuschließen, hielt ich erst meine, um sie dann doch bei einem langen Anstieg ziehen zu lassen. Auch die Nächste ließ ich vorbei fahren, weil ich auf den Guide und seine Gruppe wartete.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... G_1582.JPG">

Erstmal fuhr ich langsam allein weiter. Die werden schon bald aufschließen, dachte ich und verfuhr mich. Als mir die Pfeile ausgingen, kehrte ich um, fand wieder auf die Strecke, aber Gruppen oder Einzelfahrer habe ich keine mehr angetroffen. Stattdessen wäre ich fast in einen Kinderwagen hinein gekracht. Der Dame, die den schob, fuhr ich flott entgegen, wich weit nach rechts aus. Das Vorderrad rutschte von der unter Laub liegenden Steinwegkante rechts in die Botanik weg. Durch das Gegenlenkmanöver nahm ich plötzlich direkten Kurs auf Kinderwagen und Kind, kam nur knapp davor zum Stehen. Wir kamen alle mit dem Schrecken davon.

Die Strecke war gut ausgeschildert. Nicht gut genug für mich. Kurz darauf gelangte ich auf einen prägnanten Anstieg, den ich bereits gefahren war. Ein zweites Mal im Kreis fahren mochte ich nicht, fuhr nach Navi-App zurück zum Start.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... G_1589.JPG">

Immerhin gelangte ich so bei dem wunderbaren Kuchenbuffet in die Pole-Position.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... G_1599.JPG">

Es war eine wunderbare CTF, nur zu kurz für mich. Vielleicht aber war es auch Vorsehung. So gewann ich Zeit, um mich um die Fugen der Fliesen auf meiner Dachterrasse kümmern zu können. Die müssen dringend repariert werden. Der Winter kommt und viele weitere schöne CTF.

Hier kommen meine heute nur

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... x.html">27 Bilder von der RST-Lübeck CTF ab Ratzeburg</a>.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Dreckschleuder
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Re: 11. RST Lübeck (O)-CTF, Ratzeburg (Bericht + Bilder)

Beitragvon Dreckschleuder » 26.10.2015, 12:06

Helmut hat geschrieben:Es war ein wunderschöner Tag und sicherlich auch eine eben solche CTF, Letzteres nur leider nicht für mich. Trotz Zeitumstellung hatte ich verschlafen, sollte dank Alarmstart aber gegen 10 Uhr in Ratzeburg ankommen. Dann verfuhr ich mich erst auf der, dann auf die Autobahn. Mit den Navi war es heute auf der Straße wie sonst im Gelände. Man verfährt sich zwar, merkt aber seinen Fehler schnell.
Welch eine schöne Einleitung gerade für diese (O-)CTF. Hast Du doch gleich passend herausgestellt, dass Navis UND Routing nicht immer optimal sind. Selbst in Verbindung mit einem ausgelieferten Track kann es zu Pannen kommen.

Gehen wir ein paar Wochen zurück: Auch die RST Lübeck hat nur eine begrenzte Zahl von Guides, man rechnete mit 10. Ein Guide alleine kann vielleicht 5 bis maximal 10 Leute führen und dabei seine Gruppe im Blick haben. Ein Problem ergibt sich daraus, dass mit zunehmender Fahrtdauer die Kraft bei einzelnen Mitfahrern schneller nachläßt als bei anderen. Ein schwächerer Fahrer fällt raus, ohne dass der Guide das sofort bemerkt.

Egal wie man es dreht und wendet, mit 10 Guides wird man befriedigend kaum mehr als 80 Fahrer durchs Gelände führen können. Die Organisation rechnete bei gutem Wetter damit, dass die Teilnehmerzahl von 100 erreicht oder sogar überschritten werden könnte. So entschied man sich für die Organisationsform OCTF. Auch Fahrer mit Navi-Erfahrung im Gelände sollten in Kleingruppen auf die Strecke gelassen werden.

Das hört sich profan an, ist es aus Sicht des Veranstalters nicht. Bei Guide-geführten Gruppen spielen Teilnehmer mit Track keine Rolle. Im Gegenteil: ein eigentlich aufmerksamer Teilnehmer mit Track ist auch ein Risiko, denn er könnte Abbiege-Entscheidungen anders treffen als sein Guide und so innerhalb der Gruppe für Konfusion sorgen, im schlimmsten Fall einen Sturz innerhalb der Gruppe auslösen.

Einige Navi-gestützte Teilnehmer neigen auch dazu, alleine / ohne Gruppen unterwegs sein zu wollen, für den Veranstalter wegen des Unfallrisikos gelinde gesagt unbefriedigend.

Daher hatte man sich bei der RST Lübeck entschieden, den Track an Vorangemeldete zusammen mit Wegpunkten herauszugeben. Am Morgen des Starts sollten die Navigatoren, so gut es ging auch Assistenten nach ihrer Anmeldung bezüglich der Streckenbesonderheiten (wie z. B. Hilfsmarkierungen) und Gefahrenstellen eingewiesen werden. Jeder Navigator sollte gefragt werden, ob er sich zutraut, für eine Kleingruppe Verantwortung zu übernehmen. So gaben immerhin 20 Personen für die Leistungsrunde und 6 für die Fitnessrunde an, sie hätten Navi-Erfahrung im Gelände. Diese Info konnte man seitens der Organisation nutzen und mehr seiner eigenen Guides für die Kurzstrecke einteilen.

Am Morgen der Veranstaltung erklärten die meisten Navigatoren und auch einige Assistenten ihre Unterstützungsbereitschaft, so daß trotz hoher Starterzahl die Gruppen überschaubar klein waren. Als Navigator im Gelände lief es dann ein Stück weit so wie im Eingangsstatement von Helmut beschrieben. Als Gruppe kamen wir ganz gut über die Strecke, ohne kleinere Verfahrer ging es allerdings auch bei uns nicht... Ich hatte die Verantwortung der Streckenfindung übernommen. In der Gruppe arbeiteten allerdings MEHRERE Personen mit:
- Assistenten schauten mit auf ihren Track
- Mitfahrer ohne Navi achteten auf die laut vorangekündigten Abbiegungen und etwaige Markierungen an den erwarteten Abbiegestellen.
So wurden unsere Verfahrer schnell bemerkt und bereits nach wenigen Metern korrigiert. Gemeinsam kamen wir gut über die Strecke, wurden unterwegs bestens versorgt und waren im Ziel mit Strecke, Team und insbesondere auch dem Veranstalterteam sehr zufrieden.

Vielen Dank an das Orga-Team des RST Lübeck!! Vielen Dank auch an diejenigen Fahrer, die ihre Mitfahrer GPS-gestützt wohlbehalten über die Strecke geführt haben!!
Freude am Radfahren!
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Don Vito Campagnolo
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 26.10.2015, 13:46

War mal wieder eine feine CTF!

Das Wetter war weitaus besser als vorhergesagt: Für nachts und vormittags waren ja noch ein paar Regentropfen vorhergesagt, tatschlich war es Zuhause morgens trocken und am Start schien die Sonne. Da hätte es statt des flauschig-warmen auch ein glattes, kühleres Unterhemd sein können - aber geschenkt.

Der Wurzelwegtreter hat unsere Hobby-1-kurz-Gruppe (mit zahlenmäßiger Überlegenheit Schwarz-Bunter) per Navi geleitet. Unterwegs stellte sich aber heraus, dass ein klein wenig Erfahrung aus mehreren Teilnahmen in Verbindung mit der hervorragenden Pfeil-Markierung praktikabler war als schielenderweise "ein Auge auf dem Display, das andere auf der Loipe".

Höhepunkt dieses Spagats war eine heftige Bodenprobe nach einem übersehenem Stein und verrissenem Lenker - das hat unserem Guide viele blaue und blutige Flecken, ein kaputtes Trikot und einen zerbrochenen Helm beschert. Merke: Lieber beide Hände fest am Lenker, ein Crosser rollt nicht ganz so lässig über größere Hindernisse hinweg wie ein Mounty.

Insgesamt sind wir aber pannenfrei und zügig über den Parcours gekommen und waren rechtzeitig genug am Kuchenbuffet, um uns auch einem breiten Eindruck von den Backqualitäten der RSTler zu machen - lecker!
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Peer
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Beitragvon Peer » 27.10.2015, 19:41

Habe mal einen kleinen Video-Zusammenschnitt hochgeladen:

https://www.youtube.com/watch?v=uF4oGSMvXgM

lg
Peer

Auf Strava: https://www.strava.com/activities/420042374
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Beitragvon Dreckschleuder » 27.10.2015, 20:15

Sehr schönes Video!! Gefällt mir.

Als wir am Sonntag an den Seen hinter Mölln (Ausschnitt auf dem Video) vorbeigefahren sind, hätte ich mich am liebsten hingelümmelt, um ein paar Minuten zu entspannen und zu genießen.
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Beitragvon sticky007 » 27.10.2015, 21:01

Klasse Video von meinen Heimatrevier :)
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Beitragvon Helmut » 27.10.2015, 21:21

Dreckschleuder hat geschrieben:Als wir am Sonntag an den Seen hinter Mölln (Ausschnitt auf dem Video) vorbeigefahren sind, hätte ich mich am liebsten hingelümmelt, um ein paar Minuten zu entspannen und zu genießen.
Ein anderer (nicht CTF-Teilnehmer) hat das gemacht. Der Mann war tiefentspannt.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... G_1590.JPG">

Es war ein herrlicher Ort zum Entspannen, nur einige sich laut unterhaltende Wanderer nervten, als auch ich kurz den Naturgeräuschen lauschte.

@ Peer: Tolles Video von einer tollen Strecke.
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Wurzelwegtreter
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autsch!

Beitragvon Wurzelwegtreter » 29.10.2015, 09:15

Don Vito Campagnolo hat geschrieben:War mal wieder eine feine CTF!

Höhepunkt dieses Spagats war eine heftige Bodenprobe nach einem übersehenem Stein und verrissenem Lenker - ...
Der zweite Bodenkontakt dieses Jahr. Nachdem ich mir im Frühjahr die Pelle auf dem Asphalt runtergezogen habe, erwischte es mich auch zum Ausklang des Jahres ein zweites Mal. Was soll ich sagen, mir geht's eigentlich schon wieder ganz gut. Es hätte schlimmer sein können.

Bei richtig tollen Wetter, mit in der Sonne Temperaturen, die in den Bereich von 20°C gingen, sind wir in einer Gruppe von ~10 Fahrern in der Hobby- Klasse die 47Km angetreten. Ich durfte heute den Navigator mimen.

<IMG src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... G_1579.JPG">

Leider habe ich nach gefühlten 10 km feststellen müssen, dass mir die weiblichen Gene fehlen. Männer können immer nur eins zur Zeit! Immer ein Blick aufs Navi, ob links oder rechts, immer ´ne Absage "100 m, dann links", immer umgucken, ob alle dran sind, immer im Blick, ob der Schnitt nicht zu hoch ist und dann noch die Wege um Blick zu haben, hat mich am heutigen Sonntag richtig Geld gekostet und Schmerzen bereitet. Ich habe mich mit ca. 30 kmh auf einen Wanderweg um den Küchensee richtig "abgemault", aber so richtig so, diesmal mit Helmaufschlag, welchen ich voll mitbekommen habe.

Noch nie habe ich so richtig gemerkt, wie wichtig der Helm ist!!! Mein Helm ist an drei Stellen gleichzeitig gebrochen. Über der linken Schläfe ist alles rot und blau. Mein Knie ist großzügig in einen rot sieffenden Matschfleck verwandelt. Meine Hüfte ist reichlich abgefräst, wieder die gleiche Stelle, welche gerade abgeheilt ist, mein linker Arm ist schwer und taub.

So nun aber genug gejammert. Mit einen Durchschnittsgeschwindigkeit von 21 und ein Keks ging es durch die Eiszeit-Endmoränen-Landschaft. Immer mit der Zeit, bewusst das "Links und Rechts" um einen herum wahrzunehmen. Bis auf diesen mehr als überflüssigen Sturz ein besonderer Tag für mich .....

In dem Sinne

Tschüss aus SchwarzBrokenStadt.

Frank
was ist Rückwind?
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 29.10.2015, 09:32

Gute Besserung, Frank ;-)
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Dreckschleuder
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Beitragvon Dreckschleuder » 29.10.2015, 17:54

Den guten Wünschen schließe ich mich an!!
Da kann man ja nur auf Holz klopfen, dass nicht mehr passiert ist.

Für mich war die Fahrt trotz meiner Erfahrung auch an einigen Stellen überfordernd (meist wegen der hohen Momentangeschwindigkeit zw. 25 und 40). Ich habe halt in den Passagen, wo Gefahr drohte, meine Aufmerksamkeit auf die im Laub schwer erkennbaren Lese-/Feldsteine gerichtet. Als Folge habe ich ein paar Mal die Abbiegung verpaßt. Damit konnten wir aber als Gruppe gut leben...

Und in den Entspannungsphasen (z. B. nach einem Anstieg) war ich auch das eine oder andere Mal unaufmerksam...
Freude am Radfahren!
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Re: autsch!

Beitragvon Helmut » 29.10.2015, 21:50

Wurzelwegtreter hat geschrieben:Über der linken Schläfe ist alles rot und blau. Mein Knie ist großzügig in einen rot sieffenden Matschfleck verwandelt. Meine Hüfte ist reichlich abgefräst, wieder die gleiche Stelle, welche gerade abgeheilt ist, mein linker Arm ist schwer und taub.
Gute Besserung!
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 30.10.2015, 10:00

Dreckschleuder hat geschrieben:Für mich war die Fahrt trotz meiner Erfahrung auch an einigen Stellen überfordernd (meist wegen der hohen Momentangeschwindigkeit zw. 25 und 40). ... Als Folge habe ich ein paar Mal die Abbiegung verpaßt. ...Damit konnten wir aber als Gruppe gut leben...
Bei einem "Speed" von 12-15 Stuckies habe ich auch einen Abzweig verpasst weil Kerstin und ich plaudernd die Landschaft und das Wetter genossen haben. :HaHa:
Auch wir beide haben damit gut gelebt und den Sonntag genossen. ;-)
Dank an den RST Lübeck: Track und Pfeile perfekt, Verpflegung erstklassig. :D

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