24h Mountainbike-Rennen am Alfsee '14 (Bericht + Bilder)

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Janibal
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24h Mountainbike-Rennen am Alfsee '14 (Bericht + Bilder)

Beitragvon Janibal » 27.05.2014, 18:42

Irgendwie habe ich es geahnt, aber nicht so...

Liebe Marit,

der 400er ab Hessisch Oldenburg liegt auf der Strecke und die Zeiten stimmen auch. Die Gefahr, beim Geheimtraining erwischt zu werden, ist groß. (Anmerkung Admin: Marit hatte auf FB von einer Begegnung an ungeahnter Stelle mit einem sonnenbeblumten Rennradfahrer berichtet) Um das Risiko zu mindern, schleiche ich mich um 3 Uhr in Bad Hersfeld aus der Unterkunft, die Sterne zeigen mir den Weg, Steigungen werden nicht erkannt. In Homburg (Efze) dann der Silberstreif im Osten. Immer noch angenehme Temperaturen, kurze Hose und Windweste über dem Langarmleibchen. Noch ist nicht viel los auf den Wegen, das Ziel aber fern. Es hängt der Nebel im Tal und ich kann weiterhin unerkannt Strecke machen. Es wird klamm und nass, jetzt reicht es, die Sonne könnte doch mal durchkommen.

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Erst auf dem Sauerlandhauptkamm wird es Licht und die warme Sonne vertreibt den Nebel. Von hier geht es nur noch abwärts bis nach Paderborn. Hier beginnt eine Ebene, wohl bekannt vom 600er ab Hessisch Oldenburg. Die nächsten 50 km sind flacher als das Wattenmeer. Und das mitten in der Sonne. Die zweite Flasche neigt sich dem Ende, Supermarkt. 180 km.

Weiter auf der kürzesten Route und mit Druck, Termindruck. Am Fuße des Touteburger Waldes dann der Start einer RTF, ich in falscher Richtung, trotzdem treffe ich immer wieder auf Wegweiser, manchmal auch in meine Richtung. Schon ein großes Risiko erkannt zu werden, bin ich doch dem 400er zeitlich aus dem Weg gefahren. Und scheinbar hast du mich hier gesehen, Marit.

Der Wind schiebt von der Seite. Immer noch Teuteburger Wald. Hier werden Steigungen angezeigt, 8 % auf 500 m. Vorher waren nur die zweistelligen Steigungen ein Schild wert. Der Wald hört auf und ich sehe die ersten Kornblumen. Die sind so frisch…

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Jetzt über Feldwege Richtung A1 bei Osnabrück. Tatsächlich einen Übergang gefunden und wie verabredet gehe ich zum Start.

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Was gibt es schöneres als beim Sport zuzuschauen, wenn selbst die Meter gemacht wurden, die Sonne scheint und man angekommen ist? Zugegeben, ein bisschen hat es doch noch gejuckt, wieder mal eine Runde zu fahren. Die ist im Gegensatz zu 2011 verändert. Länger, weniger Beton und etwas technischer. Aber so richtig wild immer noch nicht, auch wenn ein paar Brücken für 150 hm bei 13 km die Runde sorgen. Und es ist deutsche Meisterschaft. Die Slowmotion Crew (SMC) wird mit dem Meistertitel im 4er Mix nichts zu tun haben, dafür aber der Michael Kochendörfer. Mir bekannt von Transgermany (1.000 km, 46 h: und was machen wir jetzt?) und aus Duisburg 2012. Nach der Nacht konnte ich dann mit ihm mitfahren und auch mal hinter mir lassen. Hier wird er Deutscher Meister 24h Rennen mit laschen 43 Runden (560 km, 6.450 hm). Ich küsse den Boden, auf dem du gefahren bist…

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Ist der Abend noch etwas wolkenverhangen, so bleibt es trocken und mild. Die SMC wird etwas instabil, ich muss aber noch eine kleine Anmeldung für den P-Weg durchführen. So kann ich noch die Feierabendstarterin der SMC empfangen.

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Nach 11 Runden ist Nachtruhe angesagt. Die Crew neben uns auf dem Campingplatz kommt gerade aus der Kneipe, hier stehen 6 Runden im Computer. Das muss noch etwas nächtlich begossen werden und so kehrt auch um 2 Uhr Ruhe ein. Der Sprecher entfernt sich…

Die Sonne steht schon hoch, das erste Mal, dass ich bei einem 24h Rennen geschlafen habe. Gemütlich werden Brötchen geholt und der letzte Platz der SMC bereitet etwas Unbehagen. Die Konkurrenz ist um 4 Runden enteilt, aber auch nicht des Nachts unterwegs gewesen. Erst als ich von dem schönen Wetter und einer kleinen Radtour erzähle, kommt etwas Zucker in die Beine. Und dafür gibt es Strüßchen.

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Und so werden wieder Runden gedreht, Platz 15 ist in Reichweite und unter unmenschlichen Anstrengungen wird eine Runde nach der anderen gedreht. Kurz vor dem Verdursten wird gewechselt, weiter am Lenker gerissen und immer wieder unter tosenden Beifall die Stollen in den Boden gedrückt. Und am Ende wird abgerechnet, phantastische zwei Runden Abstand zur roten Laterne.

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Und wieder hat es nach einem kleinem Motivationseinbruch allen Spaß gemacht. Aber auch wenn hier mit dem Crosser gestartet werden darf, die Strecke ist hart und macht Helden. Hier noch ein Bild vom Alfsee, denn den haben die Fahrer nur kurz gesehen.

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Und Marit, jetzt weißt du, warum ich in der Gegend war. Und auch 24h muss ich wieder fahren. Und Cross und und und und
St. Jan
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Beitragvon Konkursus » 27.05.2014, 18:56

:OK: :OK: :OK:


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Marit
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Beitragvon Marit » 27.05.2014, 20:25

Geheimtraining klingt gut! :cool:
Dann werde ich jetzt die Augen offen halten und "vorausschauend Fahren", um beim nächsten Mal wenigstens noch zu Grüßen :wink: :HaHa: !

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