Geführte CTF-P Nördlich von Lüneburg '14 (Berichte + Bilder)

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Harterbrocken
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Geführte CTF-P Nördlich von Lüneburg '14 (Berichte + Bilder)

Beitragvon Harterbrocken » 12.01.2014, 19:42

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Sonne im Norden, fast wie im Frühling. Kein Wunder, dass sich rund 30 Winterfahrer auf den Weg nach Lüneburg machten, um dort an der geführten CTF des VFL teilzunehmen. Tierfreund hatte sich angekündigt und war da. Heidi hatte "dabei" gepostet und war vor Ort. Und auch Helmut wollte an den Start gehen, war aber nicht da. Na ja, Erstens kommt es manchmal anders und Zweitens als man denkt. Am Wetter kann es nicht gelegen haben. Nur pünktlich zum Start fielen ein paar Tropfen; mehr sollte an diesem "Frühlingstag" dann nicht mehr aus dem blauen Himmel kommen.

Rund ein halbes Dutzend gelbbejackte Guides würden die Führung der Gruppe übernehmen, die zunächst als einziger Tross aus der Stadt hinaus rollte. Ganz vorne Lefti-Peter, der wie immer schnell ein hohes Tempo anschlug und so schon nach zwei Kilometern für eine Selektion sorgte. Ich blieb zunächst vorne dran, machte mir aber schon meine Gedanken angesichts des hohen Tempos. Vor allem in den tiefen Matschpassagen war Fahrkönnen gefragt. Mir wurde das zu heikel und da ich schon fast am Anschlag fuhr, ließ ich abreissen. Wer mit Lefti-Peter fährt, sollte wissen, was er tut. Da geht es mächtig vorwärts.

Hohes Tempo im Wald und auf Trails finden nicht alle supergut, wie ich später hörte. Zum Beispiel Teilnehmer mit einer Panne. Oder Spaziergänger, die mit spürbarem Luftzug überholt wurden. Bei uns im Norden gibt es zum Glück noch kein Problem zwischen MTBlern und Wanderern. Hoffen wir mal, dass es so bleibt.

Ich fuhr fortan in Gruppe zwo unter Leitung von Gerald (?). Der hielt ein konstantes Tempo von 25 km/h ein; das war heute für mich genau der passende Fluss. Nicht so schnell, dass man nicht mehr schnacken kann, nicht zu langsam, um Langeweile zu kriegen. Genau richtig also. Etwas störend empfand ich die zahlreichen Querungen von Wohngebieten und Straßen, aber das geht wohl nicht anders. Toll war die Vorbeifahrt am Bardowicker Dom, auf den wir mit seinen beiden mächtigen Türmen zufuhren. Was für ein imposantes Bauwerk. Gleich danach waren wir wieder im Matsch. Ja, der Boden war tief heute. Zum Glück nur an wenigen Stellen.

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Schon nach knapp einer Stunde waren wir an der Verpflegungsstelle an der Illmenau. Kuchen gab es. Und schön heißen Tee. Vielen Dank an die guten Geister für die willkommene Bewirtung - für drei Euro Startgebühr ist das ein wahrlich toller Service. Witzigerweise passierte just bei unserem Eintreffen auch ein älterer Herr mit seinem Victoria-Klapprad die Stelle, schon war er mitten in ein Gespräch verwickelt. Das Klappi gefällt ihm, weil es perfekt in den Kofferraum seines Autos passt, erzählt er. 70er Jahre 20-Zoll-Victoria und Carbon-29er anno 2014 - viel größer kann der materielle Kontrast zweier Radfahrer kaum sein.

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Auch die zweite Halbzeit blieb das Tempo flott. Natürlich folgte auch wieder der obligatorische Abstecher zum Schiffshebewerk Scharnebeck. Ich finde es prima, wenn auf CTF immer mal eine Sehenswürdigkeit eingebaut wird. Die imposante Anlage des Elbeseitenkanals ist jedenfalls beachtenswerte Ingenieurskunst.

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Im Ziel stand für alle ein Schlauch zum Abspritzen der matschigen Räder bereit. So gesehen war das heute eine rundum gelungenen CTF - von der ersten bis zur letzten Minuten.
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Heimfelder Dirk
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 13.01.2014, 13:10

Manchmal kommt es anders….. Entgegen der eigenen Prognosen war JedermannRadler keineswegs der erste, der abgehängt wurde, sondern der Heimfelder.

Unmittelbar nach dem Start blieb mir bei flottem Tempo der Führungsfahrer an der ersten Geländeerhebung mal wieder die Luft weg und ich musste abreißen lassen. Ein paar Minuten später hatte ich dann meinen Rhythmus gefunden und fand auch schnell wieder Anschluss. Die folgenden Schlammpassagen forderten Kraft und Fahrkönnen, so dass sicherlich alle nach ner guten Viertelstunde auf Betriebstemperatur waren.

Zügig ging es weiter durch Vororte Lüneburgs und auch auf den Pfaden entlang Landwehr und Ilmenau wurde sich nicht ausgeruht. Nach der Hälfte der Strecke wurden wir wieder einmal bestens verpflegt und konnten frisch gestärkt noch den einen oder anderen Stuckie mehr in den Wind stemmen. Richtig heftig gebolzt wurde dann auf den knapp 3 km entlang des Elbe-Seitenkanals. Die Begegnungen mit den zahlreichen Zivilisten trafen nicht immer auf deren uneingeschränkte Zustimmung. :Schimpfen:

Auf den letzten Kilometern durch die Waldgebiete und schließlich innerhalb der Stadtgrenzen wurde auch nicht gebummelt, so dass ich nach deutlich weniger als 2 Stunden mein Tagespensum erfüllt hatte.

Nach einem Becher Kaffee im Kreise meiner Vereinskameraden ging es bald auch schon wieder Richtung Heimfeld.

Dem ausrichtenden VFL Lüneburg und den Helfern möchte ich herzlich danken! ;-)
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Beitragvon Norbert » 13.01.2014, 22:00

Ich kann mich den Worten von Dirk nur anschließen.
Es war eine schöne Tour und ein schöner Tag.

Vielen Dank an den VFL Lüneburg und seinen Helfern. :)

Auf der Homepage des RV Altona gibt es noch einige Bilder, allerdings vorwiegend von Vereinskollegen.

www.rv-altona.de
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Beitragvon Helmut » 13.01.2014, 23:08

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Entgegen der eigenen Prognosen war JedermannRadler keineswegs der erste, der abgehängt wurde
Und der ist zurecht mit sich und der Radsportwelt zufrieden:

http://www.jedermann-radler.de/blog/201 ... eburg.aspx

Mich hatten die Sixdays Bremen von den Füßen geholt, erst am Freitag der lange Abend plus Rückfahrt, nach der ich auch nicht gleich ins Bett kam, am Samstag dann Bilder aufbereiten, Bericht und Nachricht schreiben u. v. m. Am Sonntag hatte der Wecker keine Chance gegen meine Müdigkeit.
Harterbrocken hat geschrieben:Hohes Tempo im Wald und auf Trails finden nicht alle supergut, wie ich später hörte. Zum Beispiel Teilnehmer mit einer Panne. Oder Spaziergänger, die mit spürbarem Luftzug überholt wurden. Bei uns im Norden gibt es zum Glück noch kein Problem zwischen MTBlern und Wanderern. Hoffen wir mal, dass es so bleibt.
Hab ich das richtig verstanden, ihr habt die Fussgänger teils wie Slalomstangen umfahren? Das finde ich gar nicht lustig. Es ist sportlicher, der Umwelt angemessen und bietet mehr Trainingseffekt, wenn man vor denen bremst und hinter ihnen beschleunigt.
Zuletzt geändert von Helmut am 14.01.2014, 23:28, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon JedermannRadler » 13.01.2014, 23:25

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Entgegen der eigenen Prognosen war JedermannRadler keineswegs der erste, der abgehängt wurde, sondern der Heimfelder.
Jaaa, das war aber ein SEHR kurzes Erlebnis, den Heimfelder Dirk nach Luft schnappen zu sehen. Einmal auf Betriebstemperatur, war er ziemlich zügig entfleucht. :wink:

Mir hat's jedenfalls Spaß gemacht. Ein dickes Dankeschön an Thali und einige andere, die mich in ihren Gruppen mitgeschleppt haben!

Und auch von mir: Danke den Helfern und Organisatoren vom VfL Lüneburg! Die Strecke gefällt mir - nicht nur weil sie so schön norddeutsch flach ist. :cool:

Bis zum nächsten Mal
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