300 km Brevet zur Ostsee '14 (Bericht)

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tailwind
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300 km Brevet zur Ostsee '14 (Bericht)

Beitragvon tailwind » 30.03.2014, 17:58

<IMG src="https://lh4.googleusercontent.com/-1MMZ ... ee_150.JPG" width="800">

Wer gestern nicht mitgefahren ist, hatte selbst Schuld. Wir hatten (beinahe) gutes Wetter, eine gute Strecke und und jede Menge wirklich netter Mitfahrer. Verglichen mit dem letzten Jahr hat der Audax SH seine Brevets diesmal so gelegt, dass sie sich nicht oder nur unwesentlich mit den der ARA's überschneiden. D. h., angesagt war eine 300 km Trainingstour unter live Bedingungen.

Da wir freie Startwahl hatten, habe ich mich statt für Norderstedt für Bordesholm entschieden. Um drei hat der Wecker geklingelt und um vier bin ich Norderstedt gestartet.

Auf den ersten der gesamt 75 km nach Bordesholm bekam das Wort Dunkelheit für mich eine neue Bedeutung: Wir hatten Neumond und dichten Bodennebel. Die gefühlte Sichtweite betrug 50 m und maximal 2 Begrenzungspfähle waren im Scheinwerferlicht zu sehen. Bis auf die Karte im GPS hatte ich die gesamte Technik abgeschaltet und den Körper das Tempo wählen lassen. So bin ich ziemlich relaxed, aber wesentlich früher als geschätzt in Bordesholm angekommen.

Kurz nach mir kam Andrea, die ebenfalls in Hamburg gestartet war, und dann wurde die Gruppe immer größer. Zwischendurch waren wir zu siebt unterwegs. Auf dem Weg zum Marinedenkmal in Laboe haben Knut und Martin ein bisschen Druck gemacht und wegen der Hügel mußte ich deutlich mehr arbeiten als auf dem ersten Teilstück.

Danach ging es ein Stück an der Küste entlang nach Hohwacht. Wir hatten leichten Gegenwind, aber der war gestern nicht besonders nervig. Auch der Hessenstein war gefühlt flacher als sonst. Eigentlich sollte gegen Mittag die Sonne rauskommen, aber die hat sich den ganzen Tag nicht gezeigt. Auch die Ostsee war schmutziggrün statt wie gewohnt blau und an der ganzen Küste war es ziemlich diesig.

In Haffkrug war Kontrolle und nach 220 km mußte ich länger pausieren und die Gruppe leider ziehen lassen. Die Reststrecke von 80 km war dann zweigeteilt: Noch ein paar Hügel bis Bad Oldesloe, dann Pause in einem etwas sehr nüchtern eingerichteten Famila Getränkemarkt und hinter Bad Oldesloe wurde es dann wieder flach und die Geschwindigkeit ging zum Schluß noch einmal hoch.

Kurz vor Bad Oldesloe haben mich vier der Leute, die um acht in Norderstedt gestartet sind, überholt. Auch wenn ich zwei lange Pausen gemacht habe - die vier Fahrer haben mir glatt vier Stunden abgenommen. Ich weiß, dass die ganz Schnellen auf 300 km einen Schnitt incl. Pausen von 30 km/h hinlegen können. Das war gestern vermutlich nicht der Fall, aber beeindruckend fand ich das schon.

Das mit den flexiblen Startgruppen hat wohl jedem gefallen. Vielen Dank an Burkhard für die Orga, das Warten und die Fotosession an der Kontrollstelle in Haffkrug. Seinen Bericht und seine Fotos findet man hier:

http://www.audaxclub-sh.de/node/565

Andreas Fotos kann ich mangels FB Account leider nicht einsehen.

Bild oben: bs
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seevetaler
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Beitragvon seevetaler » 31.03.2014, 08:13

Hallo tailwind,

merkwürdig, daß Du nicht auf Andreas Bilder kommst, denn das Album ist (als öffentlich) auf Google+ eingestellt, sodaß kein wie auch immer gearteter Account notwendig ist.

https://plus.google.com/photos/11602856 ... k8_8mJ6LCw

Mit radsportlichen Grüssen

Peter
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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tailwind
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Beitragvon tailwind » 31.03.2014, 13:38

Peter, vielen Dank!

Da hat wohl das JavaScript geklemmt.
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Beitragvon Helmut » 02.04.2014, 07:28

Aus der Not (kein Treff am traditionellen Startort möglich) versucht der Audax Club Schleswig-Holstein eine Tugend zu machen (Anreise ohne Auto möglich) und wird wohl weiter mit dieser Veranstaltungsform experimentieren. Siehe

http://www.radsport-sh.de/news/details/ ... stsee.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Blueberry
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Beitragvon Blueberry » 02.04.2014, 09:49

Helmut hat geschrieben:Aus der Not (kein Treff am traditionellen Startort möglich) versucht der Audax Club Schleswig-Holstein eine Tugend zu machen (Anreise ohne Auto möglich) und wird wohl weiter mit dieser Veranstaltungsform experimentieren. Siehe

http://www.radsport-sh.de/news/details/ ... stsee.html
Der erste Satz im Artikel hinter diesem Link ist schon wieder dermassen absurd und unfreiwillig komisch... aber das ist off topic. Hier geht es ja ums Radfahren...

:)
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Kiezkicker
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Beitragvon Kiezkicker » 02.04.2014, 19:40

Blueberry hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:Aus der Not (kein Treff am traditionellen Startort möglich) versucht der Audax Club Schleswig-Holstein eine Tugend zu machen (Anreise ohne Auto möglich) und wird wohl weiter mit dieser Veranstaltungsform experimentieren. Siehe

http://www.radsport-sh.de/news/details/ ... stsee.html
Der erste Satz im Artikel hinter diesem Link ist schon wieder dermassen absurd und unfreiwillig komisch... aber das ist off topic. Hier geht es ja ums Radfahren...

:)
OT: Ja, der ist lustig. Aber die sollen ja auch Rad fahren und nicht schreiben.

Schöner Bericht. Muss die Tour auma fahren.
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Speedmanager
noch tiefer gelegt
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Beitragvon Speedmanager » 02.04.2014, 21:13

Helmut hat geschrieben:Aus der Not (kein Treff am traditionellen Startort möglich) versucht der Audax Club Schleswig-Holstein eine Tugend zu machen (Anreise ohne Auto möglich)
Naja, für uns Heidjer war ja immer noch die Anreise mit dem Auto nötig. War aber trotzdem ne schöne Tour, habe mich zwar auf dem ersten Teilstück mächtig verfranst, aber nur so gewöhnt man sich an die Eigenarten eines neuen Navis. ;)

In Laboe hatte ich dann leichte Schwierigkeiten meinen Stempel zu bekommen: Die Shell-Tanke hatte den Stempel verlegt, die Imbissbude hatte erst gar keinen, aber im Restaurant am Marine-Ehrenmal hatte ich dann endlich Erfolg. In Hohwacht konnte ich noch das letzte Stück Schokokuchen ergattern und gönnte mir eine kurze Pause. :)

Scharbeutz lag dann unter einer dichten Nebelglocke, von der Uferpromenade war die Ostsee nicht mehr zu sehen. Ich fuhr noch ein Stück mit AndreaO, aber irgendwie harmonierte das Tempo auch nicht wirklich, und so trennten sich unsere Wege wieder.

Auf dem Weg zurück nach Norderstedt lichtete sich der Nebel dann wieder und um kurz nach 21 Uhr war ich wieder in Norderstedt angekommen. Und dort fand ich es dann auch besonders Schade, dass keine Lokalität für eine gemeinsame Nachbereitung zur Verfügung stand. Gerade das hat für mich den ganz besonderen Reiz der Norderstedter Brevets ausgemacht. Somit sind meine herzlichsten Genesungswünsche für den ACSH-Vorsitzenden also nicht völlig uneigennützig ;): Heino, werd schnell wieder gesund.

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