RG Hamburg Tour RTF/Radmarathon '11, Volksdorf (Ber.+Bilder)

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rozzzloeffel
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RG Hamburg Tour RTF/Radmarathon '11, Volksdorf (Ber.+Bilder)

Beitragvon rozzzloeffel » 19.06.2011, 21:03

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20061.JPG">

Samstag, 7 Uhr, Wecker klingelt und der Regen prasselt ans Fenster. Ich sagte mir nur "Volksdorf" (statt Tostedt) und drehte mich einmal nach rechts. Heutmorgen ging's (endlich wieder mit Rennrad)denn gen HH. Am Start gab's ordentlich Frühstück und nette Leute wie z.B. die Parkeinweiser. Umso trauriger: Nur ca. 420 Leute verliefen sich zur RTF, allerdings auch 110 Marathonies :shock:

Vom Start an fand ich sofort eine Gruppe. Wir fuhren mit ca. 30-35 gen K1. Die Verpflegung war vielseitig, zu trinken gab's nen rosa Sportsdrink. Eigentlich wollte ich die 75er fahren; auch aus Termingründen. Ich folgte aber meiner Gruppe weiter auf der 115er, verlor sie dann wg. Regenjacke anziehen. Dann kamen aber Mad.Mat, Wosi, Stine & Co. vorbei und ich klingte mich einfach ein.

Die Strecke war schön, führte sie durch Stormarn und Herzogtum-Lauenburg. Faszinierend: Nahte ein Berg oder Gegenwind, kam sofort ein Pfeil, der ums Hindernis lenkte :) . Die Strecke war für jedermann attraktiv und angenehm zu meistern.
Ab KM 70 wurde es nass - und zwar richtig und durchgehend. :regenschutz: Wind und Regen zehrten an Energie und Kraft. Die letzten 20 km vergingen sehr langsam. Gg. 14 Uhr war das Ziel erreicht, mein erster 100er in 2011 geschafft. Der Veranstalter tat mir heute sehr leid. Dass ein Ausrichter mit solch toller Strecken- und Rundum-Organisation (vielen Dank für die Give-Aways) sowie dieser Leidenschaft am Radsport mit einem 2/3-Teilnehmerverlust abgestraft wird, ist einfach bitter. Wie traurig der Wurstverkäufer guckte...... :( Tja, dass sind leider die Albtraumszenarien, die man keinem RTF-Ausrichter (dieser Qualität) wünscht. Ich komme gern wieder ;-)
Zuletzt geändert von rozzzloeffel am 20.06.2011, 00:29, insgesamt 9-mal geändert.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 19.06.2011, 21:39

<b>RTF RG Hamburg-Tour ab Volksdorf 2011
Was für Kaltduscher</b>


Im Vorschau-Fred hatte ich noch getönt, man solle sich von dem Wetterbericht nicht verrückt machen lassen. Die Unwetterwarnungen nehmen scheinbar in jedem Jahr zu, auch weil mit Wetterprognosen viel Geld verdient wird. An dem für mich ersten Depot erklärte ich lautstark, dass es bei dem Wind und Wolkenhimmel nicht dauerhaft regnen können. Wenige Kilometer weiter war der Himmel dann einheitlich grau, die Schotten öffneten sich vollends und schlossen sich erst, als ich längst wieder daheim war. Wer auf meinen Rat gehört hatte und dies bereute, bei dem entschuldige ich mich für meine Fehleinschätzung. Meistens hab ich damit recht, heute eben mal nicht.

Meine RTF-Geschichte beginnt in der Nacht davor, als ich kurz nach zwei die richtige Bettschwere hatte, jaulte mein Hund, wie ich ihn noch nie gehört hatte. Mein Mädel rief Zeckenalarm aus. Zeckenkarte nicht gefunden, also neue vom Apothekennotdienst geholt. Danach war ich hellwach, erst nach zwei Glas Rotwein nach vier im Bett.

Um mich zu wecken, ließ sich mein Wecker was besonderes einfallen. Der piept nicht, der bimmelt kräftig, aber es reichte nicht. Beim vor sich hin Bimmeln gerät er in Vibration, vibrierte sich so von der Fensterbank, landete mit einem lauten Knall auf dem Boden und – ich war wach, glücklich nicht verschlafen zu haben.

Voller Vorfreude bereite ich meinen Kaffee zu, als sich das Handy meldete. Ah, mad.mat will sichergehen, dass ich nicht verschlafen habe, dachte ich. Nee, Wosi war dran. Sie formulierte einen Satz, den ich in dem Moment ebenso merkwürdig wie unglücklich formuliert fand. „Müssen wir auf Dich warten?“ Leicht amüsiert entgegnete ich „Müssen nicht, aber Können.“ Dafür, dass ich sie bei sich daheim wähnte, klang der Hintergrund merkwürdig, dabei fiel mein Blick auf die Uhr. Neun Uhr. Neun Uhr? NEUN UHR! Wie war ich bloß auf den völlig abwegigen Gedanken verfallen, Start wäre um zehn?

Hetzen machte jetzt keinen Sinn mehr. Gemütlich rollte ich Richtung Start im Ahrensburger Weg. Die Adresse hatte ich mir auf www.openrouteservice.org angesehen, womit man recht gut Radrouten (RR und TB) planen kann. Dort angekommen, war von einer RTF nur ein Schild in die „falsche“ Richtung zu sehen. Statt dem Ahrensburger Weg in Volksdorf hatte mir OpenRoute-Service den unweit davon bei der Müllverbrennungsanlage in Stapelfeld gelegenen angezeigt. Ich versuchte noch durch Zoomen den Verbindungsweg zu meinem RTF-Track zu finden, der aber war auf der Karte nicht auffindbar.

Dem für von der Autobahn kommenden Leuten aufgehängten Schild folgend umfuhr ich das sehr große Höltigbaumgelände. Die darüber führende Straße ist für Radfahrer gesperrt. Bis zum Bahnhof Rahlstedt führte mein Weg zurück, dann ab Meiendorf wieder den RTF-Start-Schildern folgend. Mit einem innerorts rekordverdächtigen Umweg von 14 km kam ich nach insgesamt 24 am Start an, als gerade der erste Kurzstreckler die RTF schon hinter sich hatte.

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Mein Hals war innerlich stark geschwollen. Wenn Dich auch nur einer von der Seite anspricht, … Es waren aber alle einfach nur nett zu mir. Es kamen sogar noch weitere Nachzügler und ich hoffte früher oder später Begleitung zu finden.

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Bis zur K1 kamen mir einige schnelle Leute von der Kurzstrecke entgegen. In meine Richtung fuhr nur eine mir zu langsame Dreiergruppe. Es war wie in alten Zeiten, wenn ich den Vorgänger des Bimmel-/Runterfallweckers überhört hatte, nur, dass heute leider kaum Gelegenheits-RTFler unterwegs waren.

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Dafür genoss ich den Blick auf leuchtende Felder, blühende Blümchen und schöne Häuser in der Stormarnschen Schweiz, der Heimat meiner Vorfahren väterlicherseits. Meine Gedanken folgend vermisste ich mein Diktiergerät und verfuhr mich dank der guten Ausschilderung trotzdem nie.

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Der Track wurde trotz drei Versuche immer noch nicht angezeigt. Nach ca. einer Stunde schaltet sich das Gerät ab. Die frisch eingelegten Batterien waren leer. Ohne Track und bei der geringen Laufzeit hatte ich keine Lust neue einzulegen. Das Gerät landete in der Sattelstützentasche. Im Gegenzug musste ich die dünne Regenjacke rausholen.

Am Depot traf ich dann auf einen Radler, der sich aber zu meiner Verwirrung auf der Marathonstrecke befand. Er kam aus Berlin, fuhr wohl den Deutschland-Cup. Wir waren beim Mitternacht-Radmarthon ein Stück zusammen gefahren. Sein Rad war ein Langstreckenexpress.

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Zu essen war noch mehr als reichlich da und ich fürchte, vieles musste später dem Müll zugeführt werden.

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Wie bereits beschrieben, erklärte ich den Leuten meine naive Sicht der Großwetterlage und fuhr dann in einen kräftigen Schauer hinein. Als der scheinbar aufhören wollte, setzte er umso kräftiger wieder ein. Dazwischen traf ich Carola, neben Gerti und Angelika eine meiner drei Radsportidole von der RG Wedel. Die sind keine in die Jahre gekommenen Idole, sondern durch ihre Jahre erst für mich zu Idolen geworden.

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Carola fährt oft RTF, meistens lang, spät startend, oft allein, moderat und konstant fahrend, und das bei jedem Wetter. Sie pfeift auf eine High-tech-Ausrüstung, zeigt uns Weicheiern, dass es auch anders geht, ohne dabei das geringste Sendungsbewusstsein auszustrahlen. Sie genießt einfach die Tour für sich. Toll auch die Gruppe Radwanderer, die ich bestgelaunt in Regenponchos fahren sah.

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Ansonsten kamen noch zwei Leute vorbei, an denen ich mich dankend dran hängte, bis sie mir an einer Steigung enthuschten.

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Am aus meiner Sicht K2 war dann schon etwas mehr los. Immerhin waren neben den Helfern ein Teilnehmer dort anzufinden.

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Mein Begleitzettel war in der Zwischenzeit auf dem Weg zum Papierklumpen zu mutieren.

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Die Leute waren bestens drauf. Wir klönten und scherzten. So macht das Spaß, aber irgendwann wurde mir kalt.

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Im starken Regen losfahren oder besser noch etwas warten? Der Blick zum Himmel ließ mich erkennen, dass die Lage alternativlos war. Ich ergab mich meinem Schicksal und fuhr in den Schauer hinein. Nach der ersten Kurve kam es noch dicker. Starker Wind kam hinzu und an einer Steigung fiel die Tachonadel auf unter 15 km/h.

Noch 20 km. Durchhalten. Immerhin fand ich nun einen Leidensgenossen, der mich auf fast 10 km begleitete, die meiste Zeit mir Windschatten bot, bis er sich schnelleren Leuten anschloss und ich nicht folgen mochte. Siehe Bild gaaanz oben.

Am Ziel erwarteten mich noch volle Kuchenbleche und je ein Stapel mit vorgebratenen Schinken- und Thüringerwürstchen auf dem Grill, dazu Kaffee, allerlei Erfrischungsgetränke (ja, auch Erdinger alkfrei). Meine Wurst wurde samt Brot liebevoll auf den Punkt für mich geröstet, so dass ich gleich noch die andere Sorte probierte, den Ketchup von Laue dazu genoss und ein Familienstück Kuchen für mein Mädel und mich einpacken ließ.

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Letzteres wurde regensicher in einem Original-Cyclassics-Startbeutel verstaut. Die und Cyclassics-Trinkflaschen standen in Kartons zum kostenlosen Mitnehmen bereit, dazu einige Radsport-Zeitschriften.

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Die Beutel und Flaschen hatten wohl upsolut gesponsert, so wie den Startpreis für den Auftritt von Hanka Kupfernagel. Sie sollte aus Wunsch von upsolut einen Frauenstartblock anführen, um den Frauenradsport zu stärken, damit sich mehr Frauen für die Cyclassics anmelden. Ich meine, ein Irrweg!

Sie war auch gar nicht erschienen. Angeblich hatte ihr Trainer ihr von der Tour abgeraten. Was hätte es auch gebracht? Lt. Veranstalter Harald Lerche wollten nur um die zehn Frauen mit ihr losfahren. Welche Effekt soll das bitte für die Cyclassics haben? Umgekehrt wird ein Schuh draus! Statt im Promi-Block zu starten, sollte sie bei den Cyclassics den ersten von drei nach Leistung gestaffelten Frauenblöcken anführen. Das würde mehr Frauen zu den Cyclassics, zum regelmäßigen Radsport, zu den RTF und wieder zurück führen.

Im Ziel traf ich noch kurz QuickNic und Superwosi, verpasste den restlichen Fori-Block, grüßte, quatschte und rauchte u. a. mit Bergfloh, Endspurtler Dreckschleuder sowie Trave-Radler Tüte Pommes mit Ralf und Thomas als Verstärkung.

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20074.JPG">

Fazit: Wer Langstrecken oder eine besondere, langfristig geplante Tour oder Jedermannrennen fahren möchte, sollte auch so eine Regentour mal durchlebt haben. Man lernt damit umzugehen. Das nimmt einem die Angst davor. An Extrem-Brevet-Fahrer Dreckschleuder schien das Wetter nur so abzuperlen.

Hier kommen von Stine und mir

Bilder von der RTF RG Hamburg-Tour ab Volksdorf.
Zuletzt geändert von Helmut am 21.06.2011, 00:53, insgesamt 5-mal geändert.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Peer
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Beitragvon Peer » 19.06.2011, 22:48

Ziemlich kühl, verdammt rasant und am Ende ziemlich nass! - So fühlten sich die 115 Kilometer der RG Hamburg Tour für mich an.

Bei der Aufstellung zum Start tröpfelte es ganz leicht, jedoch regnete es sich nicht ein, sondern hörte nach ein paar Minuten komplett auf und so konnte die Regenjacke in der Rückentasche bleiben.

In der vorderen Gruppe wurde für meinen Geschmack ganz schön gebrettert und so waren wir nach 30 Kilometern nur noch 15 Fahrer. Ich war immer kurz davor mich zurückfallen zu lassen, denn ich fuhr viel zu häufig im roten Bereich. Allerdings wollte ich wiederum nicht länger als nötig bei dem ungemütlichen Wetter auf der Strecke bleiben und so biss ich mich in der Gruppe fest.

Bei der zweiten Kontrolle wurde ein paar Minuten gehalten und es gab eine schöne Auswahl an Broten (belegt mit Käse oder Wurst, Rosinenbrote mit und ohne Butter, Schmalzbrote), Riegel, Obststücke (Banane, Melone, Apfel) und Wasser oder Iso-Getränk.

Kurz hinter der Kontrolle kam die Streckenteilung und ich entschied mich wie auch 5 andere Fahrer für die 115, die anderen 10 machten sich auf die 150er. Auch jetzt ging es nicht viel langsamer zu. Insbesondere zwei Fahrer machten mächtig Druck und so hatte ich des öfteren gegen den Wind mächtig damit zu kämpfen, dranzubleiben.

Obwohl es dann und wann immer sehr dunkel über uns wurde, hielt das Wetter und wir waren immer noch trocken. Teilweise blickte zwischendurch sogar ganz zart die Sonne durch die Wolkenrisse. Als wir kurz vor Hoisdorf waren, ging es jedoch los... erst leichte Tröpfen, dann immer stärker werdender Regen und als wir die Ahrensburger Stadtgrenze überfuhren, öffnete der Himmel seine Schleusen. Da es nur noch ein paar Kilometer bis ins Ziel waren, war es dann auch egal. Mir taten jedoch die Gruppen Leid, die noch mehr Strecke vor sich hatten.

Am Ziel schnell die Rückennummer abgegeben, die nassen Klamotten aus und ab ins Auto. Heizung hochgedreht und schnell nach Hause unter die heiße Dusche.

Die RTF hat trotz des ungemütlichen Wetters viel Spaß gemacht. Die Gruppe war nett (und mit nem 38er Schnitt ziemlich flott), die Strecke gehört u. a. zu meinen Lieblingstrainingsstrecken und die Organisation, Ausschilderung und Bewirtung war sehr gut. Für das Wetter kann ja niemand etwas.

Das Aufstehen hat sich gelohnt :)

Gruß
Peer
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Harterbrocken
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Feuchtgebiete und arme Würstchen in Kühsen

Beitragvon Harterbrocken » 19.06.2011, 23:42

Wet, wet, wet; Noch nie eine so nasse RTF erlebt. Dabei geht es doch ganz manierlich los. Nach 15 Kilometern Anfahrt wartet Kumpel Christian mit dicker Hose und skeptischen Blick in den Himmel am Start in Volksdorf. "Meinst Du, es bleibt trocken?" Natürlich nicht! Dann komplettieren Detlev und Jochen unser Quartett.

Fröhlich pedalierend und mit weniger Wind als erwartet und nur ein paar klitzekleinen Tröpfchen strampeln wir zur K1. Für die anderen drei war´s das dann auch. Rückweg. 75 km sollten genügen. Ich aber habe die 115er Runde im Sinn.

Kaum wieder im Sattel finde ich mich urplötzlich im Bus der Linie 220 wieder - eine komfortable Mittelposition in der Spitzengruppe der Marathonis. Jungs, ich ziehe meinen Hut ganz tief. Mit mehr als 100 km in den Knochen noch ein Durchschnittstempo von über 35 km/h zu halten, finde ich bewundernswert. Außerdem werde ich sehr freundlich ins Peloton integriert, obwohl ich doch nur ein dauerlutschender RTFler bin. Oder haben die meine Startnummer unter der Regenweste nicht erkannt?

So erreiche ich im 220er Schnellbus die K2 in Kühsen, viel zügiger als erwartet. Schnell aufs Klo und schon ist der Express-Bus wieder weg. Marathonis sind nicht nur auf der Strecke schnell, sondern auch beim Stempeln.

Weiter geht es zusammen mit meiner Vereinskollegin Sylvie, die die 153er Runde gebucht hat. Da hab ich natürlich meinen 115er Plan schnell über Bord geworfen und gehe in die Verlängerung. Es kommt wie es kommen musste: Kaum liegt die Streckenteilung hinter uns, setzt der Regen ein. Nein, nicht ein paar Tröpfchen. Sondern ein anständiger Holsteiner Landregen mit heftigen Böen. Egal, Jacke an, weiter.

Doch bis ins Ziel wird das fiese, alles durchdringende Geplatter nie aufhören. Und dann ist auch noch Sylvie verschwunden. Meditativ strampele ich dahin: wieder Kühsen. Dort gibt es zur Freude der verbliebenen armen Würstchen heiße Bockwurst. Bei dem Schietwetter eine echte Wohltat.

Dann ein langes Teilstück zur K4 in Todendorf. Am Freibad in Steinhorst oder so ähnlich spüre ich keinerlei Lust, ein Bad zu nehmen. Der Veranstalter hatte speziell darauf hingewiesen, wie schwer es fällt bei 30 Grad, hier vorbei zu fahren. Sehr witzig. Es gießt immer stärker. In bin ganz allein, ganz einsam, aber finde es trotzdem irgendwie schön.

Das weiche Regenwasser macht die Haut weich und öffnet die Poren. Im Spa bezahlt meine Frau für derartige Anwendungen viel Geld. Die restlichen 20 km gehen auch noch irgendwie. Im Ziel nur noch ein paar versprengte Kämpfer. Und Gratis-Trinkflaschen vergangener Cyclassics - toller RG-Service. Danke. Bis nächstes Jahr. Dann zur Abwechslung bitte mit Sonne. Okay?
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 20.06.2011, 09:07

Ein Bericht und einige Bilder von bs finden sich auf den Seiten des Landesverbandes. Er setzt sich ebenfalls auf seine Art mit der Hanka-Aktion auseinander. Siehe

http://www.radsport-hh.de/cms/index.php ... 84,0,0,1,0
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Eine RTF, die ich niiiieee vergessen werde

Beitragvon Claras Oma » 20.06.2011, 10:14

Am Abend vorher solange im Internet rumgeklickt, bis ich einen Wetterbericht fand, der mir gefiel. 30 % Regenwahrscheinlichkeit ab 12 Uhr....nehme ich! Heißt ja immerhin, zu 70 % regnet es NICHT.

Vor dem Start einige Foris getroffen und angefangen zu überlegen, ob ich mich an die 115 km wagen soll oder nicht. Diese Entscheidung, ob nun wirklich 115 oder 75 wird mir bei km 6,5 abgenommen - Reifenpanne. :( Dauert bei mir immer ne halbe Ewigkeit, bevor ich einen Schlauch gewechselt habe. Danke nochmal an den freundlichen Mann, der mir die noch fehlende Luft in den Schlauch gepumpt hat. Meine Armkraft reicht dafür tatsächlich nicht aus. :oops:

Über Wind und Regen wurde hier jetzt schon genug geschrieben. Das spare ich mir. Was mir diesen Tag allerdings unvergesslich machen wird, ist die zweite Panne, die mich ca. 5 km vor dem Ziel erwischte. Habe mich dann langsam rollend und Luft nachpumpend nach Volksdorf gerettet.

Heißer Kaffee, heiße Wurst und ab zur U-Bahn. Muss ich noch extra erwähnen, dass mir diese gerade vor der Nase wegfuhr? 10 Min. warten auf dem kalten, windigen Bahnsteig. Als ich endlich in Mümmel war, haben mit schon die Zähne vor Kälte geklappert. Ab in die heiße Wanne mit Erkältungsbad, dazu heißer Tee mit Ingwer.

Auf ein neues in Norderstedt ;-)
Jetzt auch Jonathans Oma.

BEKENNENDE TRIMMRADLERIN !!
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Superwosi
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RTF mit ganz vielen Sternen

Beitragvon Superwosi » 20.06.2011, 11:17

Hatte irgendwie auch gehofft, die Wetterberichte hätten sich geirrt... aber ich wollte unbedingt aufs Rennrad und den Muskelkater wegfahren. Ok, es war am Ende wirklich sehr naß. Trotzdem bekommt diese RTF von mir ganz viele Sterne.

- Tolle Strecke
- SEHR gut sichtbare und reichlich verteilte ORANGE Pfeile zur Streckenfindung
- Extrem gut gelaunte Helfer an allen Stationen
- WCs vorhanden
- Warme, nein heiße Duschen zur Wiederbelebung

Mir steckte der Lauf vom Freitag dann doch noch in den Knochen, jedes Prozentchen Höhenmeter machte sich bemerkbar... langsam ließen wir es jedenfalls nicht angehen (fand ich jedenfalls). Trotz der letzen ca. 40 Kilometer (von 117) im Regen unterschiedlichster Stärke (sowas hab ich selten erlebt), erreichten wir irgendwann das Ziel. Bibber und Aua, die Zunge meiner Schuhe hatte ein kleines Loch in meine Haut geschubbert. Immerhin kein Schüttelfrost und warme Klamotten zur Belohnung.

Mein ganz großes Dankeschön noch an Volker, Stine und Mad.mat, dass ihr an K2 auf uns gewartet habt... erst ging es nicht schneller, und dann kam noch QuickNics Reifenpanne dazu... strreicheln

Hier noch ein Ratebild, zu wem gehören diese Beine?

<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/L ... site"><img src="https://lh3.googleusercontent.com/-s4gk ... G_7162.jpg" height="400" width="299" /></a>
"Fahr im Training so viel oder wenig wie du willst. Aber fahr." (Eddy Merckx)
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Beitragvon Tribala-Stine » 20.06.2011, 15:12

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20486.jpg">

Über das Wetter ist wirklich schon genug geschrieben worden - ich hatte mir auch den besten Wetterbericht rausgesucht - Schauer, was sind schon Schauer, die sind schnell vorbei und man ist auch schnell wieder trocken. :)
Diesmal nicht. :mad:

Es war eine super RTF - kann über die Streckenführung und die Kontrollpunkte meinen Vorschreibern nur zustimmen - ganz großes Lob an die Ausrichter :Freu:

Bis zum ersten Kontrollpunkt in Linau sind wir noch in einer ziemlich großen Gruppe gefahren. Von Linau nach Kühsen hatte ich ausser den Foris eine nette Begleitung, leider weiss ich noch nicht mal ihren Namen, wir haben soviel gequatscht, dass wir den K2 im Flug erreicht hatten. :)

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20489.jpg">

Von Kühsen nach Todendorf hatte ich mich in den Windschatten von Volker gehangen, der hatte ein super Tempo, das gefiel mir, leider fing es nun auch an zu regnen und zu stürmen. Der Wind kam seitlich und ich hatte teilweise richtig Probleme mein Rad auf der Straße zu halten. Meine Füße schwammen mal wieder in den Schuhen und mit den letzten Hügeln vor Todendorf hatte ich dann ganz schön zu kämpfen bei dem Wetter.

In Todendorf waren wir fünf Foris schnell wieder zusammen und haben beschlossen schnell weiter zu fahren, denn es wurde nicht trockener und wärmer :mad: Die letzten 20 km waren echt sch...... - vielen, vielen Dank an Volker, der mich immer wieder eingefangen hat, gewartet hat und mir Windschatten gab.

Im Ziel angekommen, schnell in die trockenen Klamotten und ab nach Haus unter die heiße Dusche, in die Wolldecke und ne Stunde geschlafen. So ausgepowert war ich schon lange nicht mehr und so einen Hunger hatte ich nach dem radeln noch nie. :)

Es war eine schöne Wettererlebnis-Tour und hat mit Euch Foris wieder Spaß gemacht ;)

(Systemgewicht)-Stine :wink:

Im Bild links Claras Oma, mitte Superwosi, rechts mad.mat.
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Beitragvon Superwosi » 20.06.2011, 15:21

Stine hat geschrieben:Es war eine schöne Wettererlebnis-Tour und hat mit Euch Foris wieder Spaß gemacht ;)
Guck mal Stine, hier (Bild von Burkhart, hab ich in seinem Picasaalbum gefunden)

<IMG src="https://lh3.googleusercontent.com/-on3M ... r_0105.JPG" width="800">

sind wir immerhin beim Start zu sehen... ohne Helmut sind wir fototechnisch ja doch ein wenig "unterbelichtet". :HaHa:
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Beitragvon akardi » 20.06.2011, 15:29

Hab auch die 115 unter die Räder genommen.
Vielen Dank an die RG-Hamburg für die tolle Organisation!!!
Muss auch sagen, dass ich ziemlich kaputt war am Ende. Das Wetter hat wohl uns allen alles abverlangt. Zwischenzeitlich - gerade die letzten 30 km - habe ich mich gefragt, ob es nicht besser gewesen wäre zu Hause zu bleiben. :mad:

Letztendlich war es aber eine super RTF, die trotz des schönen Wetters viel Spaß gemacht hat. Auch ich werde diese wohl so schnell nicht vergessen.
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Beitragvon QuickNic » 20.06.2011, 15:40

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20485.jpg">

Schön war es und nass und anstrengend! Habe mich selten so auf eine Dusche gefreut! Die Veranstalter hatten alles richtig gemacht und die Helfer waren an allen Stellen super nett, vielen Dank dafür!!

Ein dickes Dankeschön auch an Stine, Mathias und Volker für das Warten an der zweiten Kontrollstelle in Kühsen...nach meiner Reifenpanne. Ach ja und natürlich an Wosi für die perfekte „Assistenz“ ;)!

Schön auch, dass wir im „Ziel“ noch Helmut trafen. Gab dann natürlich noch die eine oder andere Anekdote zum Thema Anfahrt und zur vorausgegangenen Nacht!
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Re: RTF mit ganz vielen Sternen

Beitragvon Heimfelder Dirk » 20.06.2011, 17:10

Superwosi hat geschrieben:Hier noch ein Ratebild, zu wem gehören diese Beine?
..zu Helmut; gibt`s nen Preis??
:gruss: Dirk
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 20.06.2011, 18:27

Zum Wetter und der tollen Organisation ist so gut wie alles gesagt, hier noch ein paar Eindrücke zur Marathon-Strecke:

Nach dem Start habe ich mich gleich mit Ulrike und Konkursus in eine Gruppe einsortiert, die es ganz gemütlich anging. Da ich noch am Freitag erkältungsbedingt auf den Alsterlauf und gestern auf die RTF in Todtglüsingen verzichten musste, war mir eine GA1-Fahrt auch nicht unwillkommen. Mit vielerlei Plaudereien gestaltete sich die Reise bis zur K1 weitgehend ereignislos. Lediglich nachdem ich den Deckel meiner Utensilien-Box wieder einsammeln musste, kam ich beim Nachsetzten ein wenig auf Touren.

Die zweite Etappe nahm ich mit den beiden zunächst zu dritt in Angriff, aber als wir unsere vorherige Gruppe einen halben Kilometer voraus erspähten, entschlossen wir uns, wieder heran zu fahren. Nach ein paar Minuten mit +/- 40 Stuckies war das auch erledigt und wir gingen wieder ins Bummeltempo zurück. Nach K2 das gleiche Spiel, bis ich dann so nach 110 Kilometern anfing zu gähnen und mich entschloss, wegzufahren.

Mit 7 Leuten bildete sich sofort eine neue Gruppe, die das Tempo dann merklich erhöhte. Dort u. a. eine Fahrerin und ein Fahrer vom TV Meckelfeld, ein Sportler vom RV Trave, mit dem ich bereits in Wesseln und Nortorf unterwegs war, sowie Rainer aus Hamburg-Eißendorf. Bald setzte der Regen ein, der die nächsten 100 km nicht mehr aufhörte. An K3 in Kühsen völlig durchnässt und frierend angekommen, nahmen wir die heißen Würstchen gerne an. Wieder aufs Rad zu steigen kostete echte Überwindung, besonders wenn noch 90 Kilometer vor einem liegen.

Dank der hervorragenden Führungsarbeit der Meckelfelderin ging die 40 km lange Ehrenrunde um Kühsen auch irgendwie vorbei. Dort wieder angekommen, machten wir uns nach kurzer Pause auf den Weg nach Todendorf. Bald nach dem Losfahren liefen wir auf Günter Becker aus Bremen auf, der sich nach bereits am Vortag absolviertem Marathon und den heutigen Widrigkeiten am Ende seiner Kräfte wähnte. Ein paar aufmunternde Worte und die Zusage, ihn auf keinen Fall allein zu lassen gaben ihm wohl neue Kraft, so dass er bis zum Schluss in der Gruppe mitfuhr.

Irgendwann haben wir Reiner verloren, der mangels Regenjacke, die er vergessen hatte einzupacken, nur in kurz/kurz vor Kälte zitternd eine Zwangspause einlegen musste. Im Ziel traf ich ihn in einer dicken Jacke, die ihm der Verein geliehen hatte, wohlbehalten wieder. In Todendorf holten wir uns mit bereits deutlich über 200 km auf dem Tacho den letzten Stempel des Tages sowie etwas zu futtern, um dann auch gleich die letzten 20 Kilometer in Angriff zu nehmen. Durch kurzfristig angesetzte Straßenbauarbeiten in oder um Trittau musste die RG Hamburg dort noch neu ausschildern, so dass wir zurück in Volksdorf 227 km auf der Uhr hatten.

Beeindruckt hat mich heute die Harmonie in unserer Gruppe, bei solchen Bedingungen und den damit verbundenen Strapazen nicht unbedingt selbstverständlich. Unterwegs wurden sogar noch Witze gemacht. Sportskamerad aus Trave: "wenigstens sparen wir den Griff zur Trinkflasche, man muss ja nur während der Fahrt den Mund aufmachen..!!" :HaHa: Ebenso beeindruckt war ich von der Leistung und der ruhigen und gleichmäßigen Fahrweise der Sportskameradin aus Meckelfeld (von Günter begeistert mit "meine Güte, sie fährt wie ein Moped" kommentiert), die auf den restlichen 110 km fast immer vorne fuhr, obwohl auch sie bereits am Vortag einen Marathon absolviert hatte.
Helmut hat geschrieben:Fazit: Wer Langstrecken oder eine besondere, langfristig geplante Tour oder Jedermannrennen fahren möchte, sollte auch so eine Regentour mal durchlebt haben. Man lernt damit umzugehen. Das nimmt einem die Angst davor.
Dem ist nichts hinzu zu fügen, außer mich den Danksagungen an die RG Hamburg und die Helferinnen und Helfer anzuschließen.
:gruss: Dirk
Zuletzt geändert von Heimfelder Dirk am 21.06.2011, 11:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Superwosi
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Re: RTF mit ganz vielen Sternen

Beitragvon Superwosi » 20.06.2011, 22:09

Heimfelder Dirk hat geschrieben:
Superwosi hat geschrieben:Hier noch ein Ratebild, zu wem gehören diese Beine?
..zu Helmut; gibt`s nen Preis??
Wie Du das so schnell... Klar, dafür gibt's n Preis!
"Fahr im Training so viel oder wenig wie du willst. Aber fahr." (Eddy Merckx)
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Rheuma Kay
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Beitragvon Rheuma Kay » 20.06.2011, 22:51

den vorher geschriebenen beiträgen ist fast nichts hinzuzufügen, ausser: das waren meine ersten drei rtf punkte! :cool: und dafür, daß ich sonst eigentlich nur meinen arbeitsweg als training habe, ist sogar trotz alleinfahrt ein ganz pasabler schnitt rausgekommen :D

den veranstaltern nochmal ein riesenkompliment und schade, daß sich nur so wenige überwinden konnten, dem wetter zu trotzen. war doch nur "Hamburger Wetter"! ich würde nächstes jahr bei gleicher wettervorhersage wieder fahren.

@helmut: auf deine frage (bei der kontrolle todendorf) ob meine gore regenjacke auch wirklicht dichthält UND atmungsaktiv ist, meinte ich, daß sie definitiv wasserdicht ist, ich aber trotz angeblicher atmungsaktivität darunter so nassgeschwitzt war, als wenn es durchgeregnet hätte. zur ehrenrettung für gore muß ich aber auch anmerken, daß ich grundsätzlich als menschlicher springbrunnen durchgehen könnte. für jemanden, der nicht so schnell transpiriert wie ich, ist die jacke vielleicht ok.

die beine habe ich sofort erkannt ;) habe ja das original in todendorf gesehen ;-)
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 20.06.2011, 23:46

Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon tierfreund23 » 20.06.2011, 23:49

Scheinbar hatte ihr genau so viel Spaß wie wir auf der Fahrradsternfahrt.

Uns hatte das Wetter leider auch den einen oder anderen Teilnehmer gekostet.
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte,
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß, dem Mann in seine Rechte,
drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede...

Zitat: Ernst Moritz Arndt 1812
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Beitragvon Helmut » 21.06.2011, 08:50

Die trotz des Schauerwetters überaus positive Bilanz und viele Bilder des Veranstalters finden sich hier:

http://www.rg-hamburg.de/index.php?opti ... &Itemid=37
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Janibal
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Beitragvon Janibal » 21.06.2011, 10:56

Hein Mück hat geschrieben: @helmut: auf deine frage (bei der kontrolle todendorf) ob meine gore regenjacke auch wirklicht dichthält UND atmungsaktiv ist, meinte ich, daß sie definitiv wasserdicht ist, ich aber trotz angeblicher atmungsaktivität darunter so nassgeschwitzt war, als wenn es durchgeregnet hätte. zur ehrenrettung für gore muß ich aber auch anmerken, daß ich grundsätzlich als menschlicher springbrunnen durchgehen könnte. für jemanden, der nicht so schnell transpiriert wie ich, ist die jacke vielleicht ok.
Technisch gesehen funktioniert die Klimamembran durch Druckunterschied. Der entseht durch einen Temperaturunterschied. Bei 100% Luftfeuchtigkeit (innen Schweiß 35°C, außen Regen 20°C) gilt:

56,286 mbar - 23,392mbar = 32,894 mbar [mbar= g/cm²]. Zum Vergleich, unsere Lunge schafft so um die 300mbar. Winddruck liegt bei 30km/h (http://de.wikipedia.org/wiki/Winddruck) bei 46N/m² was ~ 0,46mbar sind. Also zu vernachlässigen, die Jacke wird auch nach "vorne" ihre Funktion behalten.

Einzig der Temperaturunterschied muss da sein. Also: je wärmer die Umgebung, desto schlechter funktioniert die Jacke.

Klar ist ja aus der Werbung, das Wasser (Starker Verbund von H2O Molekülen durch freie Bindungsenden (Oberflächenspannung)) nicht durch die Membran passt, aber Wasserdampf, auch H2O, nur ungebunden. Um Schweiß zu verdunsten, das er durch die Jacke passt, sind ca. 600kcal/Liter (100g Nutella) nötig.

Diese Energie wird durch Körperwärme zur Verfügung gestellt. Ohne Jacke verdunstet der Schweiß direkt an die Luft, was dem Körper direkt 600kcal/Liter entzieht. Das mal der Grund, warum Jacken wärmen und Trikots kühlen. Und die innen nasse Jacke ausziehen, gibt den Energieschock, da mehr Schweiß da ist, als der Körper zur Kühlung herstellt.

Nur zur Info....
St. Jan
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Beitragvon Superwosi » 21.06.2011, 11:57

Janibal hat geschrieben:Um Schweiß zu verdunsten, das er durch die Jacke passt, sind ca. 600kcal/Liter (100g Nutella) nötig.
... muss ich mich damit nächstes Mal einreiben??? :oops: :shock: :roll:
"Fahr im Training so viel oder wenig wie du willst. Aber fahr." (Eddy Merckx)
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Beitragvon Rheuma Kay » 21.06.2011, 12:11

Superwosi hat geschrieben:
Janibal hat geschrieben:Um Schweiß zu verdunsten, das er durch die Jacke passt, sind ca. 600kcal/Liter (100g Nutella) nötig.
... muss ich mich damit nächstes Mal einreiben??? :oops: :shock: :roll:
geht auch cashew-mus? das mag ich lieber :HaHa:
(zum glück bin ich kein überzeugter leberwurstliebhaber!)

zurück zum ernst des lebens. danke für die erklärung. ich trage auch lieber die regenjacke (trotz des schwitzens) und bin warm anstatt zu frieren. es fühlt sich einfach nur nicht so toll an. speziell mit einem kurzarmtrikot darunter, wenn die jacke auf der haut klebt. kann man schön auf einem der fotos weiter oben sehen. der fahrer mit der gelben regenjacke. da wo die jacke auf der haut klebt, wird es bestimmt auch kalt. mein fazit: ich werde mir keine teure regenjacke mehr kaufen. der unterschied zwischen einer 160,- oder 60,- euro jacke, wird bei meiner transpirationsleistung nicht soooo groß sein.
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Beitragvon akardi » 21.06.2011, 14:10

Hey Hein Mück!

...der Fahrer mit der gelben Regenjacke, die an der Haut klebt, ist eigentlich ne Fahrerin! :HaHa:
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Grotefend
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Beitragvon Grotefend » 21.06.2011, 18:31

Janibal hat geschrieben:56,286 mbar - 23,392mbar = 32,894 mbar [mbar= g/cm²]. Zum Vergleich, unsere Lunge schafft so um die 300mbar. Winddruck liegt bei 30km/h (http://de.wikipedia.org/wiki/Winddruck) bei 46N/m² was ~ 0,46mbar sind. Also zu vernachlässigen, die Jacke wird auch nach "vorne" ihre Funktion behalten.
Ich bin begeistert und voller Hochachtung für meine Jacke. Was die alles weiß und kann...

Endlich hab' ich auch begriffen, was man unter "intelligente Werkstoffe" versteht

Gruß
Grotefend
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Beitragvon Rheuma Kay » 22.06.2011, 14:31

akardi hat geschrieben:Hey Hein Mück!

...der Fahrer mit der gelben Regenjacke, die an der Haut klebt, ist eigentlich ne Fahrerin! :HaHa:
oups :erroeten:
sry an die dame!
soviel regenpelle kann den blick schon mal trüben ;)
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Beitragvon Helmut » 23.06.2011, 23:31

Helmut hat geschrieben:Mein Begleitzettel war in der Zwischenzeit auf dem Weg zum Papierklumpen zu mutieren.
HeiDi hat sich meiner erbarmt und mir mit der Post ein verschließbares Plastiktütchen geschickt. Dank dafür!

Unter uns: Den Aufdruck mit dem grünen Hanfblatt hatte er vorher wohl abgekratzt. :Zwinkern:
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Stauder Volker
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Beitragvon Stauder Volker » 25.06.2011, 12:46

Ein großes Dankeschön an den Veranstalter, die RG Hamburg. Ihr habt alles richtig gemacht ;-) nur das Wetter :regenschutz: konntet Ihr halt nicht beeinflussen. Hätte mir auf meiner Hausstrecke auch ein sonnigeres "Feehling" gewünscht. Danke für die Komplimente an Superwosi und Stines, das war doch selbstverständlich.
Helmut, Deine Schilderung läßt nur den Schluss zu, dass wir Dich künftig an die Hand nehmen müssen. Das Leben in einer Gro0stadt birgt doch seine Gefahren und da sehen wir uns in der Verantwortung. :schlafen:
Denn wir fahren gerne mit Dir. :D
Im Vordergrund steht der Spaß und das Team

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