RTF/Marathon Rund um die Schlei Schleswig 03.07.16 (B&B)

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kocmonaut
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RTF/Marathon Rund um die Schlei Schleswig 03.07.16 (B&B)

Beitragvon kocmonaut » 04.07.2016, 00:16

Schon lange vor Einführung des worldwideweb hatten die Buchstaben www. in Schleswig-Holstein eine eigene Bedeutung: Wasser, Wasser, Wasser! Erstens: gleich zwei Meere namens Nord- und Ostsee. Zweitens: Förde, Flüsse und Kanäle. Drittens: Binnengewässer. Das bißchen eimerweise Wasser von oben wird da schlichtweg unter "sonstiges" verbucht. RV Schleswig präsentiert Euch/uns an diesem Wochenende das volle Programm.

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Der Brevet am SA führt über lange Streckenabschnitte direkt an der Ostsee entlang. SA ist bei mir jedoch von Ausschlafen und häuslichen Pflichten geprägt, so steige ich erst SO morgen in das www-Programm ein. Los geht es erneut vor der Haustür. Es ist kalt, aber trocken (immerhin) und auf dem Weg zur Strecke überquere ich zunächst in Kluvensiek den Alten Eiderkanal:

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und kurz darauf in Sehestedt den Nordostseekanal. Hurra! So habe ich auch meine Fähre und denke an die HFS-Kollegen, die von Stade aus die RTF "auf der Fährstraße" fahren. Merke: die Querung des NOK kost nix, denn die Straße ist älter als der Kanal. Insofern bezahlen die Schiffe für die Querung des Kanals und nicht die Nutzer der Fähre:

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Nördlich des NOK stoße ich auf die Marathonschleife durch die Hüttener Berge - und treffe sogleich RG Wedel. Die kenne ich, das passt, und nun geht es zu viert weiter. Man kann das Wetter durchaus als mies bezeichnen: kalt, windig, verregnet. Zwischen Fleckeby und Kappeln weht und plätschert es so kräftig, dass sich ein Streckenteiler verabschiedet. So biegen wir falsch ab und merken erst an der Eisenbahnbrücke Lindaunis, dass es hier keine Kontrolle gibt, sondern die Strecke einzig und allein der kurzen Runde vorbehalten ist. Macht nix: Die Brücke ist einzigartig und ein Baudenkmal:

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Wir haben sie auch gesehen, kehren nun wieder um und erblicken Thomas vom RST Lübeck, der den verwehten Streckenteiler für nachfolgende Fahrer wieder korrekt platziert. Respekt! Weiter gehts nach Kappeln. Hier überqueren wir nach üppiger Verpflegung mit Allerlei und lecker Milchreis die Schlei über eine weitere Klappbrücke. (Wer mag, kann auf privaten Touren auch die putzigen Fähren in Missunde oder Arnis nutzen. Hier muss man allerdings bezahlen, denn die Schlei ist älter als die Straßen - und für ne RTF mit Marathon mit 500-1000 Startern sind sie schlichtweg zu klein.)

Es schüttet erneut, kurz darauf kommt sie Sonne wieder raus. Dirk und Conny spiegeln sich im nassen Asphalt, so sehe ich sie doppelt. Ein besonders schöner Effekt, und wer mir jetzt sagt, dass Regen nur doof ist, dem sage ich nur: schau genauer hin!

Jedenfalls: Dirk und Conny haben besser trainiert und ich nehme nun raus. Gleichzeitig erblicke ich einen schönen Punkt für einen Fotostop:

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Hier warte ich auch auf meinen Vereinskollegen Georg, mit dem ich die letzten km zurück nach Schleswig fahre.

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Auch ich habe nun meine Marathondistanz absolviert und entscheide mich wegen müder Beine, nasser Füße und starkem Wind für die Heimreise per KFZ mit Georg. So habe ich noch Zeit für einen Saunabesuch, der meine Lebensgeister wieder erweckt. Gelungener Ausklang eines schönen Tages "Rund um die Schlei". Danke RV Schleswig.
Zuletzt geändert von kocmonaut am 04.07.2016, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Das Biest » 04.07.2016, 10:07

Ich wollte mit Junior die 110 km Runde unter die Räder nehmen. Das Regenradar schreckte uns nicht ab und so fuhren wir die 2 Stunden nach Schleswig, um diese schöne Strecke unter die Räder zu nehmen.

Leider kamen nur ca. 150 RTFler zum Start. Junior und ich auch noch etwas verspätet, was uns das fahren in der Gruppe erst mal unmöglich machte.

Ich machte etwas Dampf und hoffte auf eine Gruppe aufzurollen. Nur leider kamen nur kleine 2er oder 3er Gruppen, die uns dann doch zu langsam waren. So fuhren wir weiter bis zur K1. Dort war großes Palaver und die Kollegen machten keine Anstalten wieder losfahren zu wollen.

Also machten wir uns wieder alleine auf den Weg um nach Kappeln zukommen. Nur leider kamen wir dort nicht an, da der Weg für die 110er Runde falsch ausgeschildert war. So kamen wir recht flott an die K2. Den anderen Fahrern ging es genauso und sie beschossen umzudrehen.

Wir nicht. Waren wir schon auf der 77er Runde und dunkle Wolken zogen auf, wollten wir nun möglichst trocken auch nach Hause.

Daraus wurde nichts. 2 mal Vollwaschgang mit Tropfen dick wie Hagel, die beim auftreffen auf den Oberschenkel leicht schmerzten, ließen uns nass werden bis auf die Knochen.

Dazu Wind von vorn und BERGE (ich hasse Berge) ließen meine Laune sinken.

Aber im Ziel sorgten lecker Würste und Hefeweizen wieder für gute Laune. Schnell die Socken ausgewrungen und barfuß ins Auto gehüpft, um zu Hause gesagt zu bekommen: REGEN ? Was für Regen..........


:mad:
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Beitragvon Fördedeern » 04.07.2016, 11:43

Das Biest hat geschrieben:Dazu Wind von vorn und BERGE (ich hasse Berge) ließen meine Laune sinken.
Hmmm... also ich mag Berge irgendwie. Sie stören mich nicht bei der Auffahrt und machen umsomehr Spaß bei der Abfahrt. Und wir hier haben ja nun wirklich keine richtigen Berge...

Aber i.V.m. Regen und Wind kann es dann schon recht fies werden, das stimmt.

Ich war auf der Marathonschleife unterwegs. Und es ist immer wieder erstaunlich, dass sich früher oder später meist die selben Leute (vereinsübergreifend und vereinslos) zusammen finden. Mal ist einer neu, mal fehlt ein anderer... Je nach Tagesform. Das gefällt mir an einer RTF-/Marathonveranstaltung am besten.

Insgesamt war ich ganz gut drauf am Sonntag. Wollte ich eigentlich eine "ruhige Kugel" mit Herman schieben, traf ich dann doch auf den ersten Kilometern auf altbekannte Gesichter und beschloss mich an denen zu orientieren. Zunächst zu viert, dann zu siebt und ganz zum Schluss dann mit - ich glaube es waren - 12 Mann. Eine bunte, lustige und sehr nette Truppe. Sie ließ jeden Hügel flacher, den Regen trockener und den Wind lauschiger erscheinen (schmalz). Nein, im ernst. Es hat mir riesig spaß gemacht am Sonntag.

Schade, dass so wenige an der RTF teilgenommen haben. Der Marathon war jedenfalls gut besucht.

VG Steffi
RG Kiel rockt!!
www.rg-kiel.de
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kocmonaut
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Beitragvon kocmonaut » 04.07.2016, 16:43

Fördedeern schrieb:
Insgesamt war ich ganz gut drauf am Sonntag.
Hallo Steffi, Du bist immer gut drauf.

Fördedeern schrieb:
Schade, dass so wenige an der RTF teilgenommen haben. Der Marathon war jedenfalls gut besucht.
Helmut hat mal geschrieben: "Marathonfahrer kommen auch, wenn es Kuhscheiße regnet." Ja, so ist das.
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Beitragvon nord_mann » 04.07.2016, 23:14

"Helmut hat mal geschrieben: "Marathonfahrer kommen auch, wenn es Kuhscheiße regnet." Ja, so ist das."

naja, Kuhscheiße hat es nicht geregnet. Aber sonst so ziemlich alles.

Auf der Anfahrt über die Baustelle A7 wurde es schon immer garstiger, je dichter man nach Schleswig kam.

Auf der Strecke dann eher gemischt, Regen, Sonne alles abwechselnd. Wind nicht gemischt, der war immer da.

Für mich am Anfang zu viel Regen, ich konnte mich nicht wirklich auf die Landschaft konzentrieren. Aber das ist nicht zu beeinflussen.

Ich bin in einer Gruppe gefahren, die vom Raketen (Rendsburger) Bycicle Club RBC angeführt wurde, d.h. in Person von Robert. Danke, dass ich mich da anhängen durfte.

Von daher alles prima, vom Wetter abgesehen. Aber da kann der Veranstalter nix für und Rest siehe Zitat Helmut oben.
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Beitragvon Halbrenner » 06.07.2016, 12:34

Andreas ist auch mitgefahren - und kann fast nur Positives berichten: http://www.altonaer-bicycle-club.de/spo ... 6989522172
Altonaer Bicycle-Club von 1869/80.
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kocmonaut
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Beitragvon kocmonaut » 06.07.2016, 21:14

Hallo Andreas,

schöner Beitrag, schöne Ansichten. Es mag in unser Berichterstattung der Eindruck entstehen, dass Marathonfahrer glauben, härtere Kerle zu sein, weil sie auch bei Schlechtwetter fahren. Aber nee: Marathonfahrer haben lediglich eine höhere "Frustrationstoleranz". Weil sie länger im Sattel sitzen, ist die Wahrscheinlichkeit einfach größer, nass zu werden. Erstens stellt man sich bereits darauf ein und zweitens hat man häufiger die Gelegenheit, auch die diesbezüglichen Widerstände zu überwinden.

Und so gelangen wir auch zur Erkenntnis, dass schwarz die beste Farbe für eine Radsporthose ist, zwei Ersatzschläuche besser sind als einer oder keiner und dass Regenüberschuhe und Regenjacke ein Dauerabo in den Trikottaschen haben etc ...

Auch die Gruppendynamik ist bei Marathons wie in vielen beiträgen berichtet eine andere: man fährt miteinander, man kennt sich (und sein Leistungsvermögen) und findet entsprechend seine Position im Peleton. Und die ist reserviert statt umkämpft. Manch einer mag das langweilig finden, aber andere mögen eben genau das.

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